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Überblick und praktischer Zugang zu den Methoden der Objektiven Hermeneutik von Ulrich Oevermann

Titre: Überblick und praktischer Zugang zu den Methoden der Objektiven Hermeneutik von Ulrich Oevermann

Dossier / Travail , 2009 , 24 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Lydia Respondeck (Auteur)

Travail Social
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Im Rahmen des Seminars „Methoden qualitativer Forschung“, werde ich mich mit dem Verfahren der Objektiven Hermeneutik, in Form einer Hausarbeit, auseinandersetzen.
Dabei habe ich mich, bei der zur Auswahl stehenden Themen, für diese Methode entschieden, weil sie relativ aktuell von Ulrich Oevermann herausgebildet worden ist und so eine große Bandbreite an Primär- und Sekundär Literatur, zum Teil in der Bibliothek der Universität Kassel, zur Verfügung steht. Des Weiteren sehe ich einen Bezug zu meinem Studiengang der Sozialen Arbeit in den Anfängen der Entwicklung der Methode, im Sinne von Soziologie und Familientherapie (siehe dazu z. B. Oevermanns bedeutendste objektiv- hermeneutische Interpretation zur Supervision ).
Ziel der Ausarbeitung soll sein, einen Überblick sowie einen praktischen Zugang zu der Methodologie und den Methoden der Objektiven Hermeneutik herzustellen.
Als erstes soll es einen knappen Überblick zum Verfahren und dessen Begründer geben. Im nächsten Kapitel wird näher auf die Methodologie der Objektiven Hermeneutik eingegangen. Diese umfasst die dritte Welt der objektiven Sinnstrukturen, das soziale Handeln, den Fall, die Rekonstruktion und den Strukturbegriff. Es folgt die Fallrekonstruktion als Sequenzanalyse sowie die latenten Sinnstrukturen. Als Punkt vier werden die Methoden bzw. die Prinzipien der Textinterpretation vorgestellt. Zu diesen zählen die Kontextfreiheit, das Wörtlichkeitsprinzip, die Sequentialität, die Extensivität wie auch die Sparsamkeit. Zum Schluss ist außerdem die Konstruktion von Lesearten, die Fallrekonstruktion und die Strukturgeneralisierung näher zu betrachten. Im Anschluss folgt resümierend ein Fazit, indem das Prinzip der Objektiven Hermeneutik nochmals kurz zusammengefasst wird.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DIE OBJEKTIVE HERMENEUTIK- EIN ERSTER ÜBERBLICK

3 METHODOLOGIE

3. 1 DIE DRITTE WELT OBJEKTIVER SINNSTRUKTUREN

3. 2 SOZIALES HANDELN

3. 3 FALL, REKONSTRUKTION UND DER STRUKTURBEGRIFF

3. 4 FALLREKONSTRUKTION ALS SEQUENZANALYSE

3. 5 LATENTE SINNSTRUKTUREN

4 DIE PRINZIPIEN DER TEXTINTERPRETATION

4. 1 DIE KONTEXTFREIHEIT

4. 2 DAS WÖRTLICHKEITSPRINZIP

4. 3 DIE SEQUENTIALITÄT

4. 4 DIE EXTENSIVITÄT

4. 5 DIE SPARSAMKEIT

5 LESEARTEN UND FALLSTRUKTUR

5. 1 DIE KONSTRUKTION VON LESEARTEN

5. 2 DIE FALLREKONSTRUKTION

5. 3 DIE AUSDEHNUNG DER STRUKTURGENERALISIERUNG

6 SCHLUSSWORT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen strukturierten Überblick über die Methodologie und die praktischen Verfahren der Objektiven Hermeneutik nach Ulrich Oevermann. Ziel ist es, den wissenschaftlichen Zugang zur Rekonstruktion latenter Sinnstrukturen in sozialen Handlungen und Texten darzulegen.

  • Grundlagen und Entstehungsgeschichte der Objektiven Hermeneutik
  • Theoretische Konzepte wie die "dritte Welt objektiver Sinnstrukturen" und "Soziales Handeln"
  • Methodische Prinzipien der Textinterpretation (u.a. Kontextfreiheit, Wörtlichkeit, Sequentialität)
  • Verfahren der Fallrekonstruktion und Strukturgeneralisierung
  • Anwendung der Sequenzanalyse zur Aufdeckung latenter Bedeutungsmuster

Auszug aus dem Buch

4. 3 Die Sequentialität

Die Sequenzanalyse spielt eine zentrale Rolle und ist ein Element human sozialer Handlungen, da alle Handlungen eine Selektion aus verschiedenen Handlungsmöglichkeiten darstellen. Die methodische Erwiderung auf die Sequentialität von Sozialität, ist eine Sequenzstelle, an der sich die Abfolge an der Schließung und Öffnung von Handlungsoptionen verwirklichen lassen (vgl. Wagner 2001, S. 117). „Wie ist nun gemäß dem Sequentialitätsprinzip methodisch vorzugehen?“ (Wagner 2001, S.118)

Von wissenschaftlichen Gedankengängen zur Beschaffenheit über die methodologischen Folgen bis zu den Methoden der Textinterpretation, die Sequentialität schlägt einen weiten Bogen. Diese Methode steht im Mittelpunkt der Objektiven Hermeneutik und hat eine klare Grundregel (vgl. Wernet 2000, S. 27): „die Interpretation folgt streng dem Ablauf, den ein Text protokolliert. Eine entsequentialisierte Textmontage ist unzulässig.“ (Wernet 2000, S. 27) Folglich wird dem Textprotokoll der Reihe nach gefolgt und nicht an verschiedenen Stellen nach geeigneten Stellen gesucht.

Für die Analyse von Sequenzen ist es unbedingt notwendig, die Zeilen, die einer Sequenzstelle folgen, nicht mit einzubeziehen, da man sich sonst von der methodisch kontrollierten Interpretation abwendet. Das außer Acht lassen des nachfolgenden Protokolls kann einfach durch zudecken kontrolliert werden. Die Methoden der Kontextfreiheit und der Sequentialität, untersagen nicht das Text- und Kontextwissen, sie erlauben nur nicht, dass dieses zum Nachweis von Lesearten benutzt wird. Die Sequenzanalyse ist eine bedeutende Methode des objektiv- hermeneutischen Verfahrens, dabei bringt die Wiederherstellung des Sinns einer Textsequenz die nachfolgende Sequenz in einen inneren Kontext (vgl. Wernet 2000, S.28f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Objektiven Hermeneutik sowie Begründung der Themenwahl für die Hausarbeit.

2 DIE OBJEKTIVE HERMENEUTIK- EIN ERSTER ÜBERBLICK: Darstellung der Entstehung des Verfahrens durch Ulrich Oevermann und Skizzierung des allgemeinen Forschungsablaufs.

3 METHODOLOGIE: Erläuterung der theoretischen Grundlagen, einschließlich der Konzepte sozialer Handlung und der Rekonstruktion latenter Sinnstrukturen.

4 DIE PRINZIPIEN DER TEXTINTERPRETATION: Detaillierte Beschreibung der zentralen Regeln der Textinterpretation, darunter Kontextfreiheit, Wörtlichkeit und Sequentialität.

5 LESEARTEN UND FALLSTRUKTUR: Beschreibung der praktischen Anwendung, wie die Konstruktion von Lesearten und die systematische Fallrekonstruktion zur Strukturgeneralisierung.

6 SCHLUSSWORT: Zusammenfassende Betrachtung der wesentlichen Interpretationsschritte und der Zielsetzung der objektiven Hermeneutik.

Schlüsselwörter

Objektive Hermeneutik, Qualitative Sozialforschung, Fallrekonstruktion, Sequenzanalyse, Sinnstruktur, Textinterpretation, Soziales Handeln, Strukturgeneralisierung, Wörtlichkeitsprinzip, Kontextfreiheit, Latente Sinnstrukturen, Ulrich Oevermann, Rekonstruktionslogik, Interaktionsprotokoll, Interpretationsverfahren

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen und den methodischen Prinzipien der Objektiven Hermeneutik nach Ulrich Oevermann als Verfahren der qualitativen Sozialforschung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Sozialem Handeln, die Analyse latenter Sinnstrukturen sowie die methodisch kontrollierte Interpretation von Textprotokollen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick sowie einen praktischen Zugang zu der Methodologie und den Methoden der Objektiven Hermeneutik zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit erläutert?

Die Arbeit erläutert die objektive hermeneutische Textinterpretation, insbesondere Techniken wie Sequenzanalyse, Fallrekonstruktion und das Arbeiten mit Lesearten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt detailliert die Prinzipien der Textinterpretation (wie Kontextfreiheit und Wörtlichkeit) sowie die Schritte der Fallrekonstruktion und Strukturgeneralisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Objektive Hermeneutik, Fallrekonstruktion, Sequenzanalyse und latente Sinnstrukturen charakterisiert.

Was unterscheidet das „Wörtlichkeitsprinzip“ von herkömmlichen Interpretationsweisen?

Das Wörtlichkeitsprinzip fordert, den Text pedantisch genau zu untersuchen und persönliche Einstellungen des Interpreten strikt auszuklammern, um den objektiven Sinn zu sichern.

Warum ist die „Sequentialität“ für die Methode so entscheidend?

Die Sequentialität ist entscheidend, weil soziale Handlungen in einer zeitlichen Abfolge geschehen; eine entsequentialisierte Textmontage wird daher als wissenschaftlich unzulässig abgelehnt.

Welche Funktion hat das „Gedankenexperiment“ in diesem Verfahren?

Gedankenexperimente dienen dazu, verschiedene Möglichkeiten der Interpretation zu bilden, um den Sinngehalt unabhängig vom konkreten Fall zu prüfen und so zur korrekten Fallstruktur zu gelangen.

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Résumé des informations

Titre
Überblick und praktischer Zugang zu den Methoden der Objektiven Hermeneutik von Ulrich Oevermann
Université
University of Kassel
Cours
Empirie/ Methoden qualitativer Forschungsverfahren
Note
1,3
Auteur
Lydia Respondeck (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
24
N° de catalogue
V190504
ISBN (ebook)
9783656152552
ISBN (Livre)
9783656152873
Langue
allemand
mots-clé
überblick zugang methoden objektiven hermeneutik ulrich oevermann
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lydia Respondeck (Auteur), 2009, Überblick und praktischer Zugang zu den Methoden der Objektiven Hermeneutik von Ulrich Oevermann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190504
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