In der folgenden Arbeit werden die grundlegenden Probleme der Energieerzeugung im Bezug auf die Umwelt dargestellt. Es werden Gründe für diese Problematik aufgeführt und mögliche technische und wirtschaftliche Lösungswege aufgezeigt.
1. Warum ist Energieerzeugung ein Problem?
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Energie wird in der heutigen Gesellschaft überall und ständig gebraucht und verbraucht. Sei es als elektrischer Strom zum Betreiben von Glühbirnen, Kühlschränken oder Fabriken, zum Wärmen von Häuser, zum Betreiben von Fahrzeugen oder für andere Notwendigkeiten des täglichen Bedarfs von Wirtschaft und Privatpersonen. Eine Zukunft ohne Energieerzeugung ist, aus heutiger Sicht, nicht vorstellbar. Im Jahr 1995 wurde von der Bevölkerung der Erde eine Menge von 9,5 Gigatonnen oil equivalent (Gtoe) verbraucht, wobei 1 Kilo oil equivalent (koe) 11,63 Kilowattstunden (kWh) entspricht. Der größte Teil hiervon, insgesamt 35,1 %, wurde im Energiesektor und von der Industrie (31,0 %) verbraucht.
Diese Energie muß aber erzeugt werden was, den Verkehr ausgenommen, hauptsächlich in Kraftwerken geschieht. Auch hier gibt es verschiedene die Energie kann durch Verbrennung aus fossilen Brennstoffen, wie Braunkohle, Steinkohle, Erdgas oder Erdöl gewonnen werden. Sie kann in Atomkraftwerken erzeugt werden oder aus regenerativen Quellen, wie der Wasserkraft, der Windkraft, der Geothermie oder der Umwandlung von Sonnenenergie in elektrischen Strom stammen. Auch die vom Verkehr verbrauchte Energie muß erst als Erdöl gefördert werden, in die Raffinerien transportiert werden und dort zu Diesel oder Benzin umgewandelt werden um später Fahrzeugen als Treibstoff zu dienen.
Inhaltsverzeichnis
1. Warum ist Energieerzeugung ein Problem?
1.1 Energieerzeugung verursacht Schadstoffe
1.2 Das Umweltdilemma
1.3 Limitierte Vorräte
2. CO2 und die Veränderung der Weltklimas
2.1 Der Treibhauseffekt
2.2 Die Folgen des Treibhauseffektes
2.3 CO2-Produktion
2.4 CO2-Emissionen verschiedener Energieträger
2.5 Die Abkommen von Rio de Janeiro und Kyoto
2.6 Die Endlichkeit der fossilen Vorräte
3. Der Preis als Regulator des Energiemarktes
3.1 Die Erzeugerpreise der Energiearten
3.1.1 Die Einbeziehung externer Kosten
3.1.2 Preissenkungen bei regenerativen Energien
4. Lösungsmöglichkeiten
4.1 Die Mittel der Umweltpolitik
4.1.1 Markteintrittshilfen für grünen Strom
4.1.2 Die Internalisierung externer Effekte
4.2 Die Senkung des Energieverbrauches
4.3 Ausbau der Kraft-Wärme-Koppelung
5. Zwei mögliche Zukünfte
5.1 Business as usual
5.2 Faktor Vier-Szenario
6. Schlußbemerkungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden ökologischen und ökonomischen Herausforderungen der modernen Energieerzeugung, analysiert deren Einfluss auf das Weltklima sowie die Begrenztheit fossiler Ressourcen und leitet daraus politische und wirtschaftliche Lösungsansätze ab.
- Umweltauswirkungen der Energieerzeugung (CO2-Emissionen und Treibhauseffekt)
- Ökonomische Mechanismen und die Rolle der Preisbildung auf dem Energiemarkt
- Instrumente der Umweltpolitik zur Förderung regenerativer Energien
- Methoden zur Steigerung der Energieeffizienz und Senkung des Verbrauchs
Auszug aus dem Buch
1.2 Das Umweltdilemma
Eines der größten Probleme bei der Erzeugung von Energie ist die Kollektivguteigenschaft der Umwelt. Jeder Einzelne profitiert von einer sauberen Umwelt, sei es dadurch, daß er sie zur Erholung nutzen oder saubere Luft atmen kann. Allerdings kann der Einzelne den Zustand der Umwelt durch sein privates Umweltverhalten praktisch nicht verändern. Dazu wäre ein gesellschaftliches Umdenken nötig, denn eine große Anzahl von Menschen ist durchaus in der Lage, den Zustand der Umwelt zu verändern. Auch ist es nicht möglich, den Einzelnen vom ,,Gebrauch" der Umwelt auszuschließen.
Auf Basis der Annahme, daß jede Person ihren eigenen Nutzen maximieren will und das teure Energie weniger Nutzen stiftet, als billige, sollte die Energieerzeugung möglichst billig sein, so daß jeder viel zu geringen Kosten konsumieren kann. So würde sich der Nutzen einer einzeln betrachteten Person erhöhen.
Wenn nun allerdings eine gesellschaftliche Nutzenfunktion betrachtet wird, bei der eine Beeinflussung der Umweltqualität möglich ist und ebenso, wie der Konsum von Energie, den gesellschaftlichen Nutzen beeinflußt, ist es nicht unbedingt vorteilhaft, große Mengen billiger und damit umweltschädlicher Energie zu konsumieren, da diese Verhaltensweise zu einem geringeren Gesamtnutzen führen könnte (je nach Aufbau der unterstellten Funktion). Diese Änderungen des gesellschaftlichen Verhaltens scheinen aber nur durch restriktive Maßnahmen der Politik durchsetzbar zu sein, da die Gesellschaft von sich aus nicht in der Lage zu sein scheint, drohende Problematiken zu erkennen und entsprechen zu reagieren. Hier ist die Umweltpolitik mit ihren Möglichkeiten gefordert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Warum ist Energieerzeugung ein Problem?: Dieses Kapitel beleuchtet den hohen Energieverbrauch der modernen Gesellschaft und verdeutlicht die ökologischen sowie ressourcenbedingten Grenzen der aktuellen Energieversorgung.
2. CO2 und die Veränderung der Weltklimas: Hier wird der Zusammenhang zwischen Verbrennungsprozessen, CO2-Emissionen und dem anthropogenen Treibhauseffekt sowie die daraus resultierenden Klimafolgen diskutiert.
3. Der Preis als Regulator des Energiemarktes: Das Kapitel analysiert die Preisstrukturen der verschiedenen Energieträger nach der Liberalisierung der Märkte und thematisiert das Problem externer Kosten.
4. Lösungsmöglichkeiten: Es werden politische und technische Ansätze vorgestellt, wie durch Markteintrittshilfen, Effizienzsteigerungen und neue Erzeugungsprinzipien ein nachhaltigerer Energiemix erreicht werden kann.
5. Zwei mögliche Zukünfte: Ein Vergleich zwischen der Fortschreibung aktueller Entwicklungen (Business as usual) und einem nachhaltigen Modell (Faktor Vier-Szenario) zeigt die langfristigen Konsequenzen politischer Entscheidungen auf.
6. Schlußbemerkungen: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Energieproblematik komplex ist und sowohl Marktmechanismen als auch politisches Handeln erfordert, um einen Wandel zu bewirken.
Schlüsselwörter
Energieerzeugung, Umweltpolitik, Treibhauseffekt, CO2-Emissionen, Fossile Brennstoffe, Regenerative Energien, Erneuerbare-Energie-Gesetz, Externe Kosten, Energieeffizienz, Kraft-Wärme-Koppelung, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Markteintrittshilfen, Energieverbrauch, Klimawandel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die negativen Auswirkungen der heutigen Energieerzeugung auf die Umwelt, insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel und die Endlichkeit fossiler Ressourcen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen der Treibhauseffekt durch CO2-Emissionen, die Preisbildung auf liberalisierten Energiemärkten, staatliche Förderinstrumente wie das EEG sowie Szenarien für eine nachhaltige Energiezukunft.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Problematik der aktuellen Energieversorgung darzustellen und mögliche ökonomische sowie politische Wege aufzuzeigen, wie eine nachhaltigere Entwicklung gefördert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse von Daten und Studien zu Energieverbrauch, Emissionen und Kostenstrukturen, ergänzt durch die Diskussion umweltpolitischer Steuerungsmechanismen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Problembeschreibung der Energieerzeugung, die ökologischen Folgen, die wirtschaftliche Betrachtung der Preise sowie die Vorstellung konkreter Lösungsansätze wie die Internalisierung externer Effekte und Energieeffizienzsteigerungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind unter anderem Treibhauseffekt, regenerative Energien, externe Kosten, Energieintensität, Klimaschutz und Nachhaltigkeit.
Was besagt das im Text erwähnte "Faktor Vier-Szenario"?
Es beschreibt eine Vision, bei der der Wohlstand durch enorme Effizienzsteigerungen verdoppelt wird, während der Ressourcenverbrauch und die Umweltbelastung halbiert werden.
Wie bewertet der Autor die Rolle der Politik bei der Energieerzeugung?
Der Autor sieht die Politik in der Pflicht, korrigierend einzugreifen, da die Gesellschaft und der unregulierte Markt ohne entsprechende Rahmenbedingungen, wie das EEG oder eine Ökosteuer, drohende ökologische Probleme nicht eigenständig lösen können.
- Quote paper
- Björn Falenski (Author), 2001, Energiegewinnung und Umwelt. Probleme und Lösungsmöglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19060