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Vermeidung von Fachkräftemangel in MINT-Berufen

Der Beitrag von Bildungspolitik und Bildungsoffensiven

Title: Vermeidung von Fachkräftemangel in MINT-Berufen

Diploma Thesis , 2012 , 97 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Rafal Beck (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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„(…) ein Wirtschaftsstandort ist auf kluge Köpfe angewiesen. Sie sind die Treiber für Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit“ (IHK Hessen 2011), so lautet ein Zitat von Dr. Mathias Müller, dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie und Handelskammern (IHK). Als eines der exportstärksten Länder der Welt, mit einem Exportvolumen von 525 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2011 (Steinfelder 2011), muss Deutschland sowohl die Innovationsfähigkeit des Landes, als auch die Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen. Durch den demographischen Wandel, der Deutschland ein Nachwuchsproblem offenbart, wird es immer schwerer „Kluge Köpfe“ zu rekrutieren, um die von Dr. Müller angesprochene Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen (Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 2010, S. 6). Damit ist der Wirtschaftsstandort Deutschland gefährdet.
(...)
Als Antwort auf den MINT-Fachkräftemangel sind bereits sehr viele Initiativen auf verschiedenen Ebenen entstanden. Die primären Ziele aller Maßnahmen sind die Steigerung des Technikinteresses und -verständnisses junger Menschen, die Talentförderung Begabter und die Förderung des Interesses an MINT-Studienfächern und Berufen. Mit diesen Zielen wird eine große Verantwortung an die deutsche Bildungspolitik übertragen. Diese hat zwar unter anderem die Aufgabe der aktiven Zukunftsgestaltung inne, doch gerade in Zeiten der knappen Ressourcen, stellen Lernzeit und die Ausstattung an den Schulen die größten Hindernisse dar (Renn und Pfenning 2011, S.7f.). Aufgrund der beachtenswerten Relevanz der Bildungspolitik wird in dieser Diplomarbeit versucht die Frage zu beantworten, was die Bildungspolitik und die gestarteten Bildungsoffensiven beitragen, um den Fachkräftemangel im MINT-Sektor zu reduzieren oder zukünftig gar zu vermeiden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Einleitung und Problemhinführung

1.2 Vorgehensweise

2. Der Fachkräftemangel im MINT-Sektor

2.1 Ursachenanalyse

2.2 Entwicklung der MINT-Lücke und aktuelle Situation im MINT-Sektor

2.3 Kurzfristige Gewinnung von MINT-Fachkräften durch Akquirierung vorhandener Humankapitale

2.4 Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands durch den MINT-Fachkräftemangel

2.5 Problematik der MINT-Prognosen

3. Der Beitrag von Bildungspolitik zur Fachkräftesicherung

3.1 Status quo der MINT-Bildung in Deutschland

3.2 Handlungsmöglichkeiten und Handlungsfelder der Bildungspolitik

4. Das MINT-Meter – Indikatoren des Erfolgs

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht den Fachkräftemangel in MINT-Berufen und analysiert, welchen Beitrag Bildungspolitik und Bildungsoffensiven leisten können, um diesen Mangel nachhaltig zu reduzieren oder zu vermeiden. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie durch gezielte bildungspolitische Maßnahmen auf verschiedenen Stufen (Elementar-, Primar-, Sekundarbereich) das Interesse an MINT-Fächern gesteigert und der Fachkräftenachwuchs gesichert werden kann.

  • Ursachenanalyse des MINT-Fachkräftemangels (demographischer Wandel, institutionelle & motivationale Aspekte)
  • Quantitative Bewertung der MINT-Lücke und ihre wirtschaftlichen Folgen
  • Kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen MINT-Prognosestudien
  • Analyse des Beitrags der Bildungspolitik zur Fachkräftesicherung
  • Evaluierung von Bildungsoffensiven mittels des "MINT-Meters"

Auszug aus dem Buch

1.1 Einleitung und Problemhinführung

„(…) ein Wirtschaftsstandort ist auf kluge Köpfe angewiesen. Sie sind die Treiber für Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit“ (IHK Hessen 2011), so lautet ein Zitat von Dr. Mathias Müller, dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie und Handelskammern (IHK). Als eines der exportstärken Länder der Welt, mit einem Exportvolumen von 525 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2011 (Steinfelder 2011), muss Deutschland sowohl die Innovationsfähigkeit des Landes, als auch die Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen. Durch den demographischen Wandel, der Deutschland ein Nachwuchsproblem offenbart, wird es immer schwerer „Kluge Köpfe“ zu rekrutieren, um die von Dr. Müller angesprochene Innovations und Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen (Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 2010, S. 6). Damit ist der Wirtschaftsstandort Deutschland gefährdet.

Auf dem Arbeitsmarkt herrscht ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, das aufzeigt, dass schon heute offene Stellen nicht angemessen besetzt werden können (Neubauer et al. 2011, S. 30f.). Nicht nur der demographische Wandel trägt hierzu bei, sondern auch sogenannte „Mismatches“. Dieser Begriff wird verwendet, wenn zum einen potentielle Arbeitskräfte und zum anderen Arbeitsangebote aus bestimmten Gründen nicht zusammenpassen. So wird das paradox wirkende Erscheinen von arbeitslosen Fachkräften bei gleichzeitig offenen Stellen erklärt (Heidemann 2011, S. 3). Bereits im Jahr 2015 könnten so auf dem Arbeitsmarkt circa drei Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fehlen, davon allein ungefähr 588.000 in Hessen (IHK Hessen 2010). Der Arbeitskräftemangel betrifft größtenteils die Gruppe der Hochschulabsolventen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Hinführung zur Problematik des Fachkräftemangels in MINT-Berufen als zentrales Risiko für den Wirtschaftsstandort Deutschland sowie Definition der Vorgehensweise.

2. Der Fachkräftemangel im MINT-Sektor: Analyse der Ursachen (demographisch, institutionell, motivational), Quantifizierung der MINT-Lücke, Darstellung der wirtschaftlichen Folgen und kritische Betrachtung gängiger Prognosemethoden.

3. Der Beitrag von Bildungspolitik zur Fachkräftesicherung: Untersuchung des Ist-Zustandes der MINT-Bildung sowie Vorstellung der bildungspolitischen Handlungsfelder und Möglichkeiten.

4. Das MINT-Meter – Indikatoren des Erfolgs: Vorstellung des Instruments zur Messung des bildungspolitischen Erfolgs anhand ausgewählter Indikatoren wie Kompetenzen, Absolventenquoten und Abbruchraten.

5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Rekapitulation des Argumentationsstrangs, Ableitung von Schlussfolgerungen und Diskussion der methodischen Kontroversen.

Schlüsselwörter

MINT-Berufe, Fachkräftemangel, Bildungspolitik, Bildungsoffensiven, demographischer Wandel, Nachwuchsförderung, MINT-Lücke, MINT-Meter, Humankapital, Bildungsungerechtigkeit, technical literacy, Technikbildung, Studienabbrecher, Qualifizierungstrend, Arbeitsmarkt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit dem MINT-Fachkräftemangel in Deutschland und untersucht, wie Bildungspolitik und Bildungsoffensiven dazu beitragen können, diesen Mangel zu lindern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Ursachenforschung des Mangels, die wirtschaftlichen Konsequenzen, die Rolle der Bildungseinrichtungen sowie die Evaluation bildungspolitischer Initiativen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Beitrag der Bildungspolitik bei der Reduzierung oder Vermeidung des Fachkräftemangels im MINT-Sektor zu bewerten und konkrete Handlungsfelder aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die primär auf der Auswertung demographisch-statistischer Daten und der Analyse vorhandener Sekundärliteratur (Studien) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ursachen des Mangels, diskutiert Prognosen für die zukünftige Arbeitslandschaft und erörtert die Wirksamkeit bildungspolitischer Maßnahmen von der Schule bis zur Hochschule.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

MINT, Fachkräftemangel, Bildungspolitik, MINT-Meter, Demographie, Nachwuchsförderung und Innovationsstandort.

Welchen Stellenwert nimmt die Technikbildung ein?

Die Technikbildung wird als zentraler Hebel identifiziert, wobei ein erheblicher Optimierungsbedarf an Schulen besteht, um das Interesse frühzeitig und durchgehend zu wecken.

Wie bewertet der Autor die Erfolge bisheriger Maßnahmen?

Der Autor stellt eine Besserung in vielen Bereichen fest, betont jedoch, dass aufgrund der mittel- bis langfristigen Wirkungsdauer der Maßnahmen noch keine abschließende Entwarnung möglich ist.

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Details

Title
Vermeidung von Fachkräftemangel in MINT-Berufen
Subtitle
Der Beitrag von Bildungspolitik und Bildungsoffensiven
College
University of Kassel  (Institut für Berufsbildung)
Grade
1,8
Author
Rafal Beck (Author)
Publication Year
2012
Pages
97
Catalog Number
V190653
ISBN (eBook)
9783656153160
ISBN (Book)
9783656153054
Language
German
Tags
MINT Fachkräftemangel Bildungspolitik Bildungsoffensiven Initiativen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rafal Beck (Author), 2012, Vermeidung von Fachkräftemangel in MINT-Berufen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190653
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