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Kaugummikauen - Eine schlechte (Schüler-)Gewohnheit?

Título: Kaugummikauen - Eine schlechte (Schüler-)Gewohnheit?

Trabajo Escrito , 2011 , 22 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anne-Kristin Wolters (Autor)

Pedagogía - Escuelas pedagógicas
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Diese Arbeit untersucht ein für viele Lehrer leidiges Problem: Kaugummikauen von Schülern im Unterricht! Hierbei geht es spezifisch um die Frage, ob die Kaulust wirklich eine von Lehrern zu untersagende Beschäftigung während des Unterrichts ist oder ob Schüler nicht doch Gründe haben, die ihre Kaulust rechtfertigen. Die Arbeit stellt die Vor- und Nachteile des Kaugummikauens bezogen auf den schulischen Kontext zusammen. Einige Neurowissenschaftler und Zahnmediziner u.a. unterstreichen, dass der Kaugummi ein wahres ,,Multitalent" ist, wie er auch von einem der populärsten Kaugummihersteller propagiert wird: ,,Kaugummikauen macht schlau, schlank und ist gut für die Zähne". Dies sind einige Argumente, die in dieser Arbeit auf ihre Tragfähigkeit überprüft werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Kaugummis schmecken gut“

3. Der Kaugummi – Eine Schulzahnbürste

4. „Kaugummikauen macht schlank“

5. Schulstressabbau durch Kaugummikauen

6. „Mehr lernen durch Kaugummikauen“

7. Kaugummikauen – Eine Unterrichtsstörung?

8. Wie und Warum ein Kaugummi den Unterricht stören kann

9. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Kaugummikauen in schulischen Kontexten und hinterfragt kritisch die verbreiteten Verbote sowie die Argumente von Befürwortern und Gegnern. Dabei steht die Frage im Fokus, ob das Kaugummikauen tatsächlich als bloße „schlechte Gewohnheit“ einzustufen ist oder ob es wissenschaftlich fundierte Potenziale in den Bereichen Zahngesundheit, Stressbewältigung und Konzentrationsförderung bietet, die eine differenzierte schulische Bewertung rechtfertigen.

  • Zahnmedizinische Aspekte der Oralprophylaxe durch Kaugummikauen
  • Psychoanalytische Betrachtung des Kauens als Ersatzbefriedigung
  • Kritische Analyse der Argumente zur kognitiven Leistungssteigerung
  • Kaugummikauen als Stressbewältigungsstrategie im Schulalltag
  • Die Wahrnehmung des Kaugummikauens als Unterrichtsstörung

Auszug aus dem Buch

3. Der Kaugummi – Eine Schulzahnbürste

Aus zahnmedizinischer Perspektive unumstritten ist, dass zuckerfreier Kaugummi der Oralprophylaxe zugute kommt. Er wird zur Unterstützung der Mundhygiene von Zahnmedizinern nach Mahlzeiten empfohlen, wenn keine Zahnbürste zur Verfügung ist. In der Regel ist Schule permanent eine solche Situation, weil aus organisatorischen Gründen davon ausgegangen werden kann, dass Zähneputzen bei den wenigsten Schulen auf dem Stundenplan steht. Mit dem Ausbau von Ganztagsschulen steigt die Relevanz, denn trotz des Rückgangs der Karies ist die Verbreitung immer noch unnötig hoch. Aus diesem Grund unterstützt auch die Bayerische Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit e.V. die Kaugummiinitiative an der einleitend erwähnten Grundschule Volkenschwand.

Nach jeder Nahrungsaufnahme sinkt der pH-Wert aufgrund bakterieller Säurebildung im Mundraum. Zuckerfreie Kaugummis sind zahnschonend, weil sie zunächst laut Definition die Bedingung zahnschonender Lebensmittel erfüllen, dass durch ihren Verzehr der pH-Wert nicht binnen 30 Minuten unter 5,7 absinken darf. Ab einem Säurewert 5,5 weist der Speichel keine ausreichende Sättigung von Calcium und Phosphat mehr auf, die einen Ionentransport aus dem Zahnschmelz zum Speichel unterbindet. Durch die Demineralisierung würde der Zahnschmelz beschädigt werden. Zuckerfreie Kaugummis erhalten ihre Süße nicht durch Saccharose, sondern durch Süß- und Zuckeraustauschstoffe wie zum Beispiel Mannit, Aspartam, Sorbit oder Xylit. Je nach Kaugummisorte können Zuckeraustauschstoffe auch in Kombination vorliegen.

Die kariespräventive Wirkung wird zuckerfreien Kaugummis aufgrund ihres neutralisierenden Effektes im Mundraum (Anstieg zum pH-Wert 7) zugesprochen. Dieser Effekt ist die Anregung des natürlichen Selbstreinigungsprozesses, die stark erhöhte Speichelproduktion, weswegen Kaugummikauen auch gegen Mundtrockenheit helfen kann. Dem Speichel ist der wesentliche Anteil des neutralisierenden Effekts zuzusprechen. Speichel wird zwar auch ohne Kaugummis nach dem Nahrungsverzehr gebildet, dennoch setzt der selbstreinigende Effekt durch die erhöhte Speichelproduktion mit einem Kaugummi schneller ein. Ein Zeitvergleich zeigt, dass durch Kaugummikauen nach dem Nahrungsverzehr der pH-Wert innerhalb von 10-20 Minuten in den neutralen Bereich steigt, wohingegen gleicher Effekt ohne Kaugummis erst binnen 30-40 Minuten eintritt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Thematik des Kaugummikauens an Schulen ein, hinterfragt die pauschalen Verbote und stellt das Ziel der Arbeit vor, multidisziplinäre Erkenntnisse zu diesem Schulthema zu bündeln.

2. „Kaugummis schmecken gut“: Es wird die subjektive Schülerperspektive beleuchtet und die Frage diskutiert, warum Kaugummikauen trotz seines subjektiven Charakters in der pädagogischen Debatte ernst genommen werden sollte.

3. Der Kaugummi – Eine Schulzahnbürste: Dieses Kapitel analysiert die zahnmedizinischen Vorteile von zuckerfreiem Kaugummi als Prophylaxemaßnahme, insbesondere in Anbetracht fehlender Zahnhygiene-Möglichkeiten an Ganztagsschulen.

4. „Kaugummikauen macht schlank“: Hier wird aus psychoanalytischer Sicht erörtert, inwiefern Kaugummikauen als Abwehrmechanismus oder Ersatzbefriedigung fungieren kann, wobei auch der Zusammenhang mit Essstörungen kritisch hinterfragt wird.

5. Schulstressabbau durch Kaugummikauen: Das Kapitel untersucht das Kaugummi als Bewältigungsstrategie gegen schulischen Leistungsstress und beleuchtet die Rolle von Forschungsprojekten wie „MentalTop“.

6. „Mehr lernen durch Kaugummikauen“: Es erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit der These, dass Kaugummikauen die kognitive Leistung steigert, unter Einbeziehung wissenschaftlicher Kontroversen und empirischer Gegenstudien.

7. Kaugummikauen – Eine Unterrichtsstörung?: Dieses Kapitel analysiert, warum Kaugummikauen häufig als Störung des Unterrichts wahrgenommen wird und inwiefern dies von individuellen Störungsempfindungen der Lehrkräfte abhängt.

8. Wie und Warum ein Kaugummi den Unterricht stören kann: Es werden die konkreten Ursachen für das Störungspotenzial, wie Lärm oder ästhetische Makel, analysiert und auf die Wirksamkeit von Verhaltensregeln an der Grundschule Volkenschwand geprüft.

9. Schluss: Die Arbeit resümiert, dass Kaugummikauen keine rein negative Gewohnheit ist, fordert jedoch eine differenzierte pädagogische Auseinandersetzung statt pauschaler Verbote.

Schlüsselwörter

Kaugummikauen, Schulalltag, Unterrichtsstörung, Oralprophylaxe, Stressbewältigung, Kariesprävention, Lernleistung, Pädagogik, Schülerperspektive, Psychoanalyse, Ersatzbefriedigung, Schulkultur, Erziehungswissenschaft, kognitive Leistungsfähigkeit, Mentale Fitness.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das Phänomen des Kaugummikauens im schulischen Kontext und hinterfragt, warum dies meist strikt verboten ist, obwohl es wissenschaftliche Argumente sowohl für als auch gegen das Kauen gibt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen zahnmedizinische Aspekte, psychologische Erklärungsmodelle (Psychoanalyse), die kognitive Leistungsfähigkeit, Stressbewältigung sowie die schulpädagogische Debatte über Unterrichtsstörungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Ergebnisse aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen wie Medizin, Psychologie und Erziehungswissenschaft in einem für die Schule relevanten Diskurs zusammenzuführen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, indem sie vorliegende Studien, pädagogische Diskurse und zahnmedizinische Erkenntnisse kritisch reflektiert und in den schulischen Kontext überträgt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Aspekte des Kaugummikauens: von der Zahnhygiene über die Funktion als Ersatzbefriedigung und Stressabbau bis hin zur Kontroverse um die Lernleistungssteigerung und das Störungsempfinden im Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Kaugummikauen, Schulkultur, Unterrichtsstörung, Stressbewältigung, Kariesprävention und pädagogische Diskurse.

Wie bewertet der Autor die Kaugummi-Initiative der Grundschule Volkenschwand?

Der Autor beleuchtet diese Initiative als praktisches Beispiel für den tolerierten Umgang mit Kaugummis, wobei er insbesondere die implementierten Kauregeln als Mittel zur Störungsminimierung analysiert.

Inwiefern spielt der Begriff „Geschmacksverstärker“ eine Rolle für das Verständnis von Schule?

Der Begriff wird von Schadt-Krämer sowohl direkt für Zusatzstoffe als auch metaphorisch für angenehme Reize verwendet, um die Schule als eine Umgebung darzustellen, die für Schüler oft als „geschmacklich fad“ wahrgenommen wird.

Welche Bedeutung haben die Erkenntnisse der Neurowissenschaft für das Thema?

Die Arbeit kritisiert die oft unkritische Popularisierung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse durch Kaugummihersteller, insbesondere im Hinblick auf die angeblichen Steigerungen der kognitiven Leistung.

Gibt es einen klaren Ratschlag für Lehrkräfte?

Die Arbeit gibt keinen simplen Rat, sondern plädiert dafür, Kaugummikauen nicht pauschal als Störung zu stigmatisieren, sondern als Lerngegenstand oder unter klaren Regeln zu reflektieren.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Kaugummikauen - Eine schlechte (Schüler-)Gewohnheit?
Universidad
Ruhr-University of Bochum
Calificación
1,3
Autor
Anne-Kristin Wolters (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
22
No. de catálogo
V190710
ISBN (Ebook)
9783656154297
ISBN (Libro)
9783656154396
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kaugummi Unterrichtsstörung Gewohnheit Lehrerschreck schlechte Gewohnheit Ersatzbefriedigung Schulstress Diät Leistungssteigerung Zahnschutz Verhaltensnorm Magersucht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anne-Kristin Wolters (Autor), 2011, Kaugummikauen - Eine schlechte (Schüler-)Gewohnheit?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190710
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