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Der Hofmeister im Wandel der Zeit

"Der Hofmeister": Zu Lenz' Zeiten, in Brechts Bearbeitung und heute

Titre: Der Hofmeister im Wandel der Zeit

Thèse Scolaire , 2011 , 23 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Fabian Schäfer (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Littérature, Œuvres
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1. PARALLELEN ZWISCHEN DEM „HOFMEISTER“ UND LENZ‘ LEBEN

„Der Hofmeister“ als erstes Drama von Jakob Michael Reinhold Lenz hat durchaus autobiografische Züge. Während seiner Studienzeit in Königsberg war er selbst als Hofmeister tätig, zog sich aber schon ein halbes Jahr später „in meine arme Freyheit zurück […]“ . Und auch die Studentenszenen in Halle und Leipzig geben das Leben der Studenten wieder, wie er es in Königsberg kennenlernte. Er weiß also aus eigener Erfahrung von den Schwierigkeiten, die das Dasein als Hofmeister mit sich bringt und verarbeitet in seinem Drama diese Erlebnisse.

2. „DER HOFMEISTER“: ZU LENZ‘ ZEITEN, IN BRECHTS BEARBEITUNG UND HEUTE
2.1 Das Stück zur Zeit der Entstehung
2.1.1 Jakob Michael Reinhold Lenz – der vergessene Stürmer und Dränger

Wer heute an den Sturm und Drang denkt, dem fallen meist zuerst Goethes „Werther“ (1774) oder Schillers „Räuber“ (1781) ein. Kaum jemand denkt an Lenz, sagt doch sogar der große Goethe über ihn, er sei „ein gefährlicher Feind für ihn [=Wieland], er hat mehr Genie als Wieland, […]“ .

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Parallelen zwischen dem „Hofmeister“ und Lenz‘ Leben

2. „Der Hofmeister“: Zu Lenz‘ Zeiten, in der Zeit Brechts und heute

2.1 Das Stück zur Zeit seiner Entstehung

2.1.1 Jakob Michael Reinhold Lenz – der vergessene Stürmer und Dränger

2.1.2 Entstehungsgeschichte und Hintergrund

2.1.3 Inhalt des „Hofmeister“

2.1.4 Aufbau des Dramas

2.2 Bertolt Brechts Bearbeitung

2.2.1 Bertolt Brecht

2.2.2 Brechts Bearbeitung sowie deren Analyse und Deutung

2.3 „Der Hofmeister“ heute: Die Inszenierung am Stadttheater Fürth

2.3.1 Analyse der Strichfassung

2.3.2 Das Regiekonzept – Gratwanderung zwischen Regietheater und Texttreue

2.3.3 Bühnenbild und Kostüme als Ergänzung und Erweiterung der Interpretation

2.3.4 Besonderheiten der Inszenierung

2.3.5 Rezensionen der Theaterkritiker sowie eigene Meinung

3. Entwicklung, Veränderung und Aktualität des „Hofmeister“

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Drama „Der Hofmeister“ von Jakob Michael Reinhold Lenz unter Berücksichtigung seiner Entstehungsgeschichte, der maßgeblichen Bearbeitung durch Bertolt Brecht sowie einer zeitgenössischen Inszenierung am Stadttheater Fürth, um die Entwicklung der zugrunde liegenden Sozial- und Gesellschaftskritik über die Jahrhunderte hinweg zu analysieren.

  • Biografische Bezüge zwischen Lenz und dem Protagonisten des „Hofmeister“.
  • Die historisch-gesellschaftliche Rolle des Hofmeisters im 18. Jahrhundert.
  • Vergleichende Analyse der Originalfassung von Lenz und der epischen Bearbeitung von Brecht.
  • Die Umsetzung des Stoffes in der modernen Theaterpraxis unter der Regie von Ingrid Gündisch.
  • Die andauernde Relevanz von Themen wie Macht, Abhängigkeit und Bildungschancen.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Jakob Michael Reinhold Lenz – der vergessene Stürmer und Dränger

Wer heute an den Sturm und Drang denkt, dem fallen meist zuerst Goethes „Werther“ (1774) oder Schillers „Räuber“ (1781) ein. Kaum jemand denkt an Lenz, sagt doch sogar der große Goethe über ihn, er sei „ein gefährlicher Feind für ihn [=Wieland], er hat mehr Genie als Wieland, […]“2.

Lenz, der am 23. Januar 1751 im livländischen Seßwegen (heute Cesvaine, Lettland) geboren wurde und seine Jugend in Dorpat (heute Tartu, Estland) verbrachte, ging 1768 nach Königsberg, um dort auf Verlangen des Vaters Theologie zu studieren. Er interessierte sich nur wenig fürs Studium und ging selten „in die Vorlesungen einiger Professoren; bald fast ausschließlich […] in die Vorlesungen unseres verehrungswürdigen Lehrers Kant“3. Ein Jahr später brach er sein Studium ab und reiste entgegen den Anweisungen des Vaters nach Straßburg, einem Zentrum des Sturm und Drang. Dort lernte er Salzmann und dessen Kreis kennen, später auch Goethe. 1774 erschienen sein erstes Drama „Der Hofmeister“ sowie seine „Anmerkungen übers Theater“, die zu den wichtigsten theoretischen Schriften dieser Literaturepoche gehören. Lenz arbeitete nun als freiberuflicher Schriftsteller, hatte aber immer wieder mit finanzieller Not zu kämpfen. Es entstand eine innige Freundschaft zwischen ihm und Goethe, Lenz nannte ihn seinen „Bruder“, sein „zweytes Du“4. Am 2. April 1776 reiste er nach Weimar, traf Wieland, Herzog Karl August, Charlotte von Stein, Klinger. Lenz erhoffte sich vom Musenhof dieselben Vorteile wie Goethe, hatte politische Reformpläne. Er verließ aber schon etwa ein Jahr später wieder die Stadt, um aufs Land zu ziehen, „weil ich [=Lenz] bei Euch nichts tun kann“5. Seine Erneuerungsvorschläge scheiterten, wurden als „lächerlich“ (Goethe), als „Marotte“ (Wieland)6 beurteilt. Zwei Tage nachdem Goethe Staatsämter übernommen hatte, nämlich am 27. Juni 1776, verließ Lenz die Stadt und ging ins zehn Kilometer südlich gelegene Berka.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Parallelen zwischen dem „Hofmeister“ und Lenz‘ Leben: Dieses Kapitel beleuchtet die autobiografischen Aspekte des Dramas, insbesondere Lenz’ eigene Erfahrungen als Hofmeister und Student.

2. „Der Hofmeister“: Zu Lenz‘ Zeiten, in der Zeit Brechts und heute: Dieser umfangreiche Hauptteil analysiert die Entstehung des Stücks, Brechts epische Bearbeitung und eine moderne Inszenierung in Fürth.

3. Entwicklung, Veränderung und Aktualität des „Hofmeister“: Das Kapitel schließt mit einer Betrachtung darüber, wie das Stück von der Sozialkritik des 18. Jahrhunderts zu einem zeitlosen Kommentar über gesellschaftliche Zwänge und individuelle Selbstbestimmung wurde.

Schlüsselwörter

Jakob Michael Reinhold Lenz, Bertolt Brecht, Der Hofmeister, Sturm und Drang, Episches Theater, Inszenierung, Stadttheater Fürth, Sozialkritik, Hofmeister, Pädagogik, Theatergeschichte, Gesellschaft, Machtverhältnisse, Literatur, Dramatik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Drama „Der Hofmeister“ von Jakob Michael Reinhold Lenz in seinen verschiedenen historischen und theaterpraktischen Erscheinungsformen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Rolle des Hofmeisters, die gesellschaftlichen Umbrüche des 18. Jahrhunderts sowie die künstlerische Transformation des Stoffes durch Bertolt Brecht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der kritischen Aussagen des Stücks von der Entstehungszeit bis hin zu einer modernen Inszenierung des 21. Jahrhunderts aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und theaterwissenschaftliche Analyse, die Textvergleiche und Rezensionsvergleiche umfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Originals, die detaillierte Analyse von Brechts Bearbeitung und die Besprechung einer spezifischen Aufführung in Fürth.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lenz, Brecht, Hofmeister, Theater, Gesellschaftskritik, Inszenierung und Machtverhältnisse.

Warum spielt die Person „Läuffer“ eine so zentrale Rolle?

Läuffer dient als Paradebeispiel für die prekäre Situation junger Theologen und die zerstörerischen Folgen gesellschaftlicher Fremdbestimmung.

Welche Bedeutung hat die Rolle von Bertolt Brecht bei der Rezeption des Stücks?

Brecht verwandelte das bürgerliche Trauerspiel in eine epische, systemkritische Bearbeitung und machte das Stück für das moderne Theater greifbar.

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Résumé des informations

Titre
Der Hofmeister im Wandel der Zeit
Sous-titre
"Der Hofmeister": Zu Lenz' Zeiten, in Brechts Bearbeitung und heute
Note
1,3
Auteur
Fabian Schäfer (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
23
N° de catalogue
V190750
ISBN (ebook)
9783656153979
ISBN (Livre)
9783656154426
Langue
allemand
mots-clé
Hofmeister Lenz Brecht Stadttheater Fürth Regie
Sécurité des produits
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Citation du texte
Fabian Schäfer (Auteur), 2011, Der Hofmeister im Wandel der Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190750
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Extrait de  23  pages
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