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Perspektive Deutsches Kino - Auswirkung der Berlinale Reihe auf die Auswertung der gezeigten Filme

Title: Perspektive Deutsches Kino - Auswirkung der Berlinale Reihe auf die Auswertung der gezeigten Filme

Intermediate Diploma Thesis , 2003 , 48 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Linda Kornemann (Author)

Film Science
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Summary Excerpt Details

„Are film festivals, of which there are now several hundred
all over the world, (...) of much real use? That is the
question even Cannes will have to answer one day.“1
Unter diesen mehreren hundert Film-Festivals gibt es weltweit zwölf mit
dem so genannten A-Status2. Dieser erlaubt dem Festival einen Wettbewerb
mit Langspielfilmen und einer internationalen Jury durchzuführen und wird
von der Fédération Internationale des Associations des Producteurs de Film
(FIAPF) vergeben. Der A-Status ist ein Gütesiegel, die Presse ist auf diesen
Festivals zahlreicher vertreten als auf anderen, und die Chance auf eine
breite Öffentlichkeit ist hier am größten.3 Um die Wichtigkeit der einzelnen
A-Festivals nicht zu gefährden bzw. zu verringern, achtet die FIAPF darauf,
dass diese räumlich und zeitlich einen angemessenen Abstand zueinender
halten.
Cannes ist unumstritten das bekannteste und bedeutsamste aller Filmfestivals,
auf dem die meisten Verkäufe zu verzeichnen sind. Zusammen mit
Venedig belegt Berlin Platz zwei der weltweit wichtigsten Festivals.4 In
den Berlinale-Programmen „Wettbewerb“, „Panorama“, „Forum“, „German
Cinema“, „Perspektive Deutsches Kino“, „Retrospektive“ und „Kinderfilmfest“
liefen 2003 in über 1350 Vorführungen mehr als 350 Filme. [...]

1 Malcom, Derek, „Best of the fests“, in: The Guardian 15.05.2002.
2 Internationale Filmfestspiele Berlin, Cannes Film Festival, Karlovy Vary International
Film Festival, Locarno International Film Festival, Venice International Film Festival, San
Sebastian International Film Festival, Mar del Plata International Film Festival, Shanghai
International Film Festival, Moscow International Film Festival, Montreal World Film
Festival, Cairo International Film Festival, Tokyo International Film Festival.
3 Der A-Status kann auch Einschränkungen bedeuten, denn er ist an bestimmte Bedingungen
geknüpft. Ausnahmen, die gegen das Reglement verstoßen, wie z. B. die Aufnahme
eines Filmes, der bereits auf einem anderen Festival gelaufen ist, in das Programm, oder
eine zeitliche Verlegung der Festivals, müssen von der FIAPF genehmigt werden.
4 Holighaus, Alfred, Interview mit Linda Kornemann am 24.03.2003.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE GESCHICHTE DER BERLINALE

2.1. DIE ANFÄNGE

2.2. DIE SECHZIGER JAHRE

2.3. DIE SIEBZIGER JAHRE

2.4. DIE ACHTZIGER JAHRE

2.5. DIE NEUNZIGER JAHRE

2.6. DAS NEUE JAHRTAUSEND

3. ENTSTEHUNG DER „PERSPEKTIVE DEUTSCHES KINO“

4. DIE FILME DER „PERSPEKTIVE DEUTSCHES KINO“ 2002

4.1. „80.000 SHOTS“

4.2. „99 EURO FILMS“

4.3. „ABSOLUT WARHOLA“

4.4. „FICKENDE FISCHE“

4.5. „DER GLANZ VON BERLIN“

4.6. „HAPPINESS IS A WARM GUN“

4.7. „MEIN KLEINES KIND“

4.8. „MUTANTEN“

4.9. „ THE ANTMAN“ UND „ DETECTIVE LOVELORN“

4.10. „VERRÜCKT NACH PARIS“

5. SCHLUSSFOLGERUNGEN

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht den Nutzen und die Rolle der „Perspektive Deutsches Kino“ (PDK) im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Anhand der im Jahr 2002 gezeigten Filme wird analysiert, ob diese Sektion für die beteiligten deutschen Nachwuchsproduktionen als wichtiger Anschub für eine erfolgreiche Auswertung fungiert.

  • Historische Entwicklung der Internationalen Filmfestspiele Berlin
  • Konzeption und Zielsetzung der Reihe „Perspektive Deutsches Kino“
  • Detaillierte Analyse der Auswertungschancen einzelner PDK-Filme des Jahres 2002
  • Bedeutung von Filmfestivals als Plattform für Nachwuchsregisseure
  • Vergleich zwischen Festivalerfolg und Kinoauswertung

Auszug aus dem Buch

Die Filme der „Perspektive Deutsches Kino“ 2002

von Manfred Walther ist eine dokumentarische Langzeitbeobachtung der Baustelle am Potsdamer Platz zwischen 1990 und 2000 im Zeitraffer mit Musik von Andreas Czeschka. Es ist Manfred Walthers erste Arbeit für die große Leinwand, für die er etwa 40.000 DM an reinen Material- und Laborkosten aus eigener Tasche zahlte. Im Herbst 2001 kam die Berliner Produktionsfirma Diesel & Dünger hinzu, mit deren Gründer Thomas Erbach Manfred Walther zur Schule ging. D & D finanzierte das 35mm Blowup und FX Factory konnte für die Postproduktion gewonnen werden. Anfang Februar 2002 stellte sich Göran Hammer von D & D eine Festivalkarriere, Sonderaufführungen sowie einen Gang durch die Auswertungskette – angefangen mit Kino – vor. „Wir haben uns einiges vorgenommen“, sagte Hammer, „Jetzt schauen wir uns erst mal nach einem Verleih um.“

Auf der Berlinale fanden zwei Gespräche mit interessierten Verleihern statt, danach schreib Manfred Walther weitere Verleiher in Berlin, Leipzig und Köln an. Die Angst der Verleiher sei jedoch zu groß, so Manfred Walther, 40.000€ nicht einzuspielen, die der Film bringen müsste um keinen Verlust zu machen. Die konkretesten Verhandlungen fanden mit dem Verleih Neue Visionen statt. Es scheiterte jedoch an dem 16mm Ausgangsmaterial, von dem aus die 35mm Blowups gezogen werden müssten, was gegenüber 35mm Ausgangsmaterial Mehrkosten für die Kinokopien aufwirft. Das war dem Verleih zu teuer.

„80.000 Shots ist eine unserer Erfolgsgeschichten“, sagt Alfred Holighaus. Nachdem der Film seine Weltpremiere auf der Berlinale 2002 hatte, bereiste er erfolgreich Filmfestivals weltweit: New Zealand International Film Festival, Melbourne International Film Festival, Denver International Film Festival, Valladolid International Film Festival, Rencontres internationales Paris/ Berlin, Architekturfilmtage der Bayerischen Architektenkammer. Auch das Goetheinstitut war interessiert und zeigte den Film weltweit in ca. 10 Ländern. Wenn die Festivalkarriere vorbei ist, wird Manfred Walther versuchen seine einzige 35mm Kopie in einem Kino am Potsdamer Platz oder den Hackischen Höfen unterzubringen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Filmfestivals und die Fragestellung nach dem Nutzen der Sektion „Perspektive Deutsches Kino“.

2. DIE GESCHICHTE DER BERLINALE: Historischer Überblick über die Entwicklung der Internationalen Filmfestspiele Berlin von 1951 bis zur Gegenwart.

3. ENTSTEHUNG DER „PERSPEKTIVE DEUTSCHES KINO“: Darstellung der Konzepte und Überlegungen, die zur Gründung dieser unabhängigen Plattform für junge deutsche Filme führten.

4. DIE FILME DER „PERSPEKTIVE DEUTSCHES KINO“ 2002: Detaillierte Fallstudien zu den elf in der Sektion gezeigten Filmen des Jahrgangs 2002 hinsichtlich Produktion und Auswertung.

5. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Fazit zur Relevanz der PDK als Anschubplattform für deutsche Nachwuchsproduktionen trotz Herausforderungen im Kinoalltag.

Schlüsselwörter

Internationale Filmfestspiele Berlin, Berlinale, Perspektive Deutsches Kino, PDK, Filmfestivals, deutsche Nachwuchsfilme, Kinoauswertung, Filmförderung, Filmverleih, A-Status, Filmproduktion, Independent-Film.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Nutzen und die Rolle der Berlinale-Programmreihe „Perspektive Deutsches Kino“ für die dort präsentierten deutschen Nachwuchsfilme.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die historische Entwicklung der Berlinale, die Entstehung der PDK-Reihe sowie die tatsächliche anschließende Auswertung der Filme im Kino, Fernsehen und auf weiteren Festivals.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, ob die „Perspektive Deutsches Kino“ als wirksamer Anschub oder sogar Erfolgsgarant für die dort gezeigten Produktionen dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine qualitative Analyse, basierend auf einer Auswertung von Statistiken, Fachpublikationen und Interviews mit den Filmemachern und Verantwortlichen der Filmbranche.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Fallbetrachtung der elf PDK-Filme von 2002, unter anderem durchleuchtet anhand ihrer Produktionsgeschichte und ihres Erfolgs bei Verleihern und Zuschauern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Berlinale, Perspektive Deutsches Kino, deutsche Nachwuchsfilme, Auswertungserfolg, Filmfestival und Filmmarkt.

Inwiefern beeinflusst der Potsdamer Platz die Berlinale?

Der Standortwechsel zum Potsdamer Platz im Jahr 2000 wird als entscheidender Faktor für die erhöhte Besucherresonanz und die Erneuerung des Festivalflairs dargestellt.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich des Nutzens der PDK?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Reihe trotz schwieriger Verwertung im Kino ein wertvoller Anschub für den Bekanntheitsgrad und die Vernetzung der beteiligten Filmemacher ist: „film festivals do matter!“

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Details

Title
Perspektive Deutsches Kino - Auswirkung der Berlinale Reihe auf die Auswertung der gezeigten Filme
College
Film & Television Academy “Konrad Wolf” Potsdam-Babelsberg
Grade
1,7
Author
Linda Kornemann (Author)
Publication Year
2003
Pages
48
Catalog Number
V19078
ISBN (eBook)
9783638232913
Language
German
Tags
Perspektive Deutsches Kino Auswirkung Berlinale Reihe Auswertung Filme
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Linda Kornemann (Author), 2003, Perspektive Deutsches Kino - Auswirkung der Berlinale Reihe auf die Auswertung der gezeigten Filme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19078
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