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Acht Maxime zur Lebensphase Jugend (nach Klaus Hurrelmann)

Erläuterung am Beispiel der Gesamtschulsozialisation

Title: Acht Maxime zur Lebensphase Jugend (nach Klaus Hurrelmann)

Term Paper , 2010 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology
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Die acht Maxime zur Lebensphase Jugend von Klaus Hurrelmann geben vor, welche Bedingungen einem Jugendlichen gegeben werden müssen, damit dieser eine gesunde Identität entwickeln kann. In dieser Arbeit wird am Beispiel der Gesamtschule untersucht werden, inwieweit diese diese acht Maxime repräsentiert. Anders formuliert, wird danach gefragt, ob eine Gesamtschule einem Schüler die optimalen Bedingungen gewährt, um eine stabile Identität auszubilden. Zugleich stellt die Arbeit auch eine Erläuterung der acht Maxime von Klaus Hurrelmann dar und macht sie zugänglich.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erste Maxime: Der ,,Produktive Realitätsverarbeiter’’

2.1 Die Konsequenzen der ersten Maxime für die Schulsozialisation

2.2 Der Gesamtschüler als ,,Produktiver Realitätsverarbeiter’’?

2.2.1 Gesetze und strukturelle Organisationsvorgaben

2.2.2 Das Wahlpflichtangebot als Möglichkeit der schülerischen Mitgestaltung

3. Zweite Maxime: Die Voraussetzungen für eine gelungene Identität

3.1 Konsequenzen der zweiten Maxime für die Schule

3.2 Das Ganztagsangebot der RSE als Ausdrucksform der zweiten Maxime

4. Dritte, Vierte und Fünfte Maximen: Das Konfliktpotenzial der jugendlichen Identitätsentwicklung

4.1 Die Schule als sensibler Ort für Konflikte

4.2 Streitschlichtung und Trainingsraumkonzept

5. Sechste Maxime: Die Unterstützung der Bezugsgruppen

5.1 Beratungsangebote der Robert Schumann Europaschule

5.2 Das Tutorenprogramm

6. Siebte Maxime: Schaffung eines optimalen Gestaltungsfreiraums

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwieweit die Robert Schumann Europaschule (RSE) die acht Maximen zur Lebensphase Jugend von Klaus Hurrelmann in ihrem Schulprogramm umsetzt. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob die Gesamtschule durch ihre Strukturen und pädagogischen Konzepte die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Sozialisation und Identitätsbildung der Schüler schafft.

  • Analyse der Gesamtschulsozialisation anhand von Hurrelmanns Maximen.
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen individueller Mitgestaltung und institutionellen Vorgaben.
  • Evaluation schulspezifischer Angebote wie Streitschlichtung, Tutorenprogramme und Wahlpflichtkurse.
  • Reflexion über die Eignung der Gesamtschule als Ort optimaler Sozialisationschancen.

Auszug aus dem Buch

2. Erste Maxime: Der ,,Produktive Realitätsverarbeiter’’

Die erste Maxime der Lebensphase Jugend lautet: ,,Menschen im Jugendalter sind als produktiv realitätsverarbeitende Subjekte und als schöpferische Konstrukteure ihrer eigenen Lebenswelt zu verstehen’’. Sie stellt die Basis für die weiteren Maximen dar. Entscheidend ist, dass Hurrelmann den Jugendlichen als ,,produktiven Realitätsverarbeiter’’ betrachtet. Diese ,,produktive[...] Realitätsverarbeitung’’ bedeutet, dass es sich bei der Identitätsentwicklung und damit auch bei der Sozialisation nicht um einen passiven, sondern wechselseitig, voneinander abhängigen und beidseitig aktiven Prozess des Jugendlichen und seiner Umwelt handelt. Hier wirkt zwar die soziale Umwelt auf den Jugendlichen ein, jedoch nimmt er die gesellschaftlichen Bedingungen aktiv auf und verarbeitet sie individuell. Die Aktivität des Jugendlichen ergibt sich ebenso daraus, dass die Umwelt zugleich von dem Einwirken des Jugendlichen beeinflusst, gestaltet und somit auch verändert wird.

Der Jugendliche nimmt somit die ihn umgebene Realität auf und setzt sie für sich selbst um. Diese Umsetzung muss allerdings realitätsnah bleiben, da dem Jugendlichen ansonsten Konsequenzen drohen. Das hat zur Folge, dass der Jugendliche nur innerhalb eines gesellschaftlich festgelegten Toleranzbereichs agieren kann. Die folgenden Maximen konkretisieren diese ,,produktive Realitätsverarbeitung’’. Im Folgenden soll nun die dargelegte Grundannahme Hurrelmanns auf die Sozialisationsinstanz Schule konkretisiert werden. Damit soll dargestellt werden, welche Bedingungen die Schule erfüllen müsste, damit der Schüler seine schulische Umwelt auch produktiv verarbeiten kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Gesamtschulsozialisation ein und verankert die Analyse in den Maximen von Klaus Hurrelmann.

2. Erste Maxime: Der ,,Produktive Realitätsverarbeiter’’: Dieses Kapitel erläutert die Grundannahme des Jugendlichen als aktiv handelndes Subjekt und prüft anhand der RSE, welche institutionellen Spielräume für Mitgestaltung bestehen.

3. Zweite Maxime: Die Voraussetzungen für eine gelungene Identität: Hier wird die Notwendigkeit von Selbstreflexion und der Synthese von Individuation und Integration untersucht, insbesondere im Kontext des Ganztagsangebots der RSE.

4. Dritte, Vierte und Fünfte Maximen: Das Konfliktpotenzial der jugendlichen Identitätsentwicklung: Die Kapitel analysieren den Stellenwert von Konflikten als notwendige Stimuli für die Identitätsbildung und bewerten das Trainingsraumkonzept der Schule.

5. Sechste Maxime: Die Unterstützung der Bezugsgruppen: Der Fokus liegt hier auf der notwendigen sozialen Unterstützung durch Lehrkräfte, Eltern und Beratungsangebote sowie dem Tutorenprogramm.

6. Siebte Maxime: Schaffung eines optimalen Gestaltungsfreiraums: Dieses Kapitel verknüpft die vorangegangenen Aspekte zur Notwendigkeit eines optimalen Rahmens für die Persönlichkeitsentwicklung.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert kritisch die Übertragbarkeit der Erkenntnisse sowie die Grenzen der angewandten Methodik.

Schlüsselwörter

Gesamtschulsozialisation, Klaus Hurrelmann, Identitätsentwicklung, Individuation, Integration, Robert Schumann Europaschule, Produktiver Realitätsverarbeiter, Sozialisationsinstanz, Jugendphase, Ganztagsangebot, Trainingsraumkonzept, Bildungswege, Schulentwicklung, Selbstreflexion, Erziehungswissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob die Gesamtschule als Schulform gute Bedingungen für den Sozialisationsprozess von Jugendlichen bietet, indem sie die theoretischen Maximen von Klaus Hurrelmann auf die Praxis einer spezifischen Schule anwendet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Identitätsbildung in der Jugendphase, die aktive Gestaltung der schulischen Lebenswelt, der konstruktive Umgang mit Konflikten sowie die Bedeutung sozialer Unterstützungssysteme innerhalb der Schule.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwieweit die Robert Schumann Europaschule (RSE) mit ihrem Schulprogramm die acht Maximen zur Lebensphase Jugend von Klaus Hurrelmann repräsentiert und umsetzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine exemplarische Einzelfallanalyse, bei der die theoretischen Konstrukte (die Maximen) als Analyseinstrument auf die dokumentierten Organisationsstrukturen und pädagogischen Konzepte einer konkreten Gesamtschule angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch entlang der ausgewählten Maximen Hurrelmanns. Jedes Kapitel stellt eine Maxime vor, leitet daraus schulische Konsequenzen ab und überprüft diese anhand der konkreten Angebote der Robert Schumann Europaschule.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Gesamtschulsozialisation, Identitätsentwicklung, Individuation, Integration sowie schulspezifische Konzepte wie das Trainingsraumkonzept und das Tutorenprogramm.

Wie bewertet der Autor das Trainingsraumkonzept?

Der Autor bewertet das Trainingsraumkonzept als positives Beispiel für die konstruktive Konfliktintervention, da es den Schüler unterstützt, selbst Lösungen zu finden, anstatt Konflikte nur autoritär zu unterdrücken.

Welche Limitationen werden im Fazit genannt?

Im Fazit wird kritisch angemerkt, dass die Arbeit auf der Analyse des Schulprogramms basiert und nicht die konkrete Unterrichtspraxis in einzelnen Stunden untersuchen konnte. Zudem wird das hohe Abstraktionsniveau der Maximen als Herausforderung für die praktische Anwendung identifiziert.

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Details

Title
Acht Maxime zur Lebensphase Jugend (nach Klaus Hurrelmann)
Subtitle
Erläuterung am Beispiel der Gesamtschulsozialisation
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2010
Pages
16
Catalog Number
V190818
ISBN (eBook)
9783656158332
ISBN (Book)
9783656158400
Language
German
Tags
8 Maxime Sozialisation Schule Klaus Hurrelmann Gesamtschule Identität Jugend Jugendphase Identitätsentwicklung Ich-Identität Schulsozialisation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2010, Acht Maxime zur Lebensphase Jugend (nach Klaus Hurrelmann), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190818
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