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Heterogenität in der Schule

Erläuterungen zu den Ansätzen der Pädagogik und ihrer Handhabung in der deutschen Schule

Titre: Heterogenität in der Schule

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2009 , 17 Pages

Autor:in: Tobias Klein (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie pour écoles
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im Giftschrank amtlich tabuisierter Zeitbegriffe steht eine Flasche
mit der Aufschrift „Einwanderungsland“. Darin hockt ein Geist.
Wer ihn befreit, so geht die Rede politischer Weisheit seit vielen
Legislaturperioden, der ist verloren und mit ihm Land und Leute,
von denen der Geist dann Besitz ergreift. Deshalb warnt
vor solchem Tun seit jeher ein amtliches Dementi:
„Die Bundesrepublik ist kein Einwanderungsland“.
(Bade 1999, S. 307)

Seit dem Zitat von Klaus J. Bade sind mittlerweile 10 Jahre vergangen und Deutschland hat sich öffentlich eingestanden, dass es ein Einwanderungsland ist. Die zentrale Frage dieser Arbeit lautet: Wie verhält sich die Bundesrepublik und speziell die Schule im Umgang mit der gegebenen Heterogenität seiner Bevölkerung?
Die Beantwortung dieser Frage stellt den zentralen Gegenstand dieser Hausarbeit dar.
Der Fokus richtet sich dabei auf die Schule, die als Institution verstanden wird, und ihre Handhabung pädagogischer Ansätze bezüglich der sich ihr stellenden Aufgabe, das Unterrichten einer heterogenen Schülerschaft. Dabei bildet die Analyse der Ansätze der
Ausländerpädagogik und der Interkulturellen Pädagogik sowie ihr anschließender Vergleich den Schwerpunkt dieser Arbeit. Anschließend folgt die Betrachtung von zwei neueren Untersuchungsperspektiven, die der antirassistischen Pädagogik und die der institutionellen
Diskriminierung.
Beginnen wird die Arbeit allerdings mit einer Erklärung zur Begriffsverwendung der Wörter Ausländer und Migrant. Im sich dann anschließenden Kapitel wird ein geschichtlicher Überblick zur Entwicklung der Heterogenität innerhalb Deutschlands und der Schule im Allgemeinen gegeben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ausländer oder Migrant? Definitionen und Erläuterungen

2.1 Geschichtlicher Überblick zur Entwicklung der Heterogenität in Deutschland und der Schule.

2.2 Die deutsche Schule und ihre Schwierigkeiten

2.3 Pädagogische Ansätze

2.3.1 Ausländerpädagogik

2.3.2 Interkulturelle Pädagogik

2.3.3 Vergleich von Ausländerpädagogik und Interkultureller Pädagogik

2.4 Antirassistische Pädagogik

2.5 Institutionelle Diskriminierung

3 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Umgang der deutschen Schule mit der durch Migration bedingten Heterogenität der Schülerschaft, analysiert pädagogische Lösungsansätze und hinterfragt die Rolle der Schule als Institution bei der Entstehung von Bildungsungleichheit.

  • Begrifflichkeiten und Definitionen von Ausländer und Migrant
  • Historische Entwicklung der Heterogenität in der deutschen Schule
  • Vergleichende Analyse der Ausländerpädagogik und Interkulturellen Pädagogik
  • Betrachtung der Antirassistischen Pädagogik als Untersuchungsperspektive
  • Analyse der Schule als Ort institutioneller Diskriminierung

Auszug aus dem Buch

2.3.3 Vergleich von Ausländerpädagogik und Interkultureller Pädagogik

Ganz allgemein kann erst einmal gesagt werden, dass es sich sowohl bei der Ausländerpädagogik als auch bei der Interkulturelle Pädagogik um eine pädagogische Reaktion auf das Auftreten von Migrantenkindern im deutschen Schulsystem handelt. Beide Ansätze beinhalten Prinzipien, Handlungsansätze und theoretische Referenzen, die den Umgang mit einer heterogenen Schülerschaft erleichtern sollen (Vgl. Ebd. S. 80).

Wichtigstes Element aller Handlungsansätze ist dabei die Sprache. Das Beherrschen der Sprache gilt als Schlüsselqualifikation für eine erfolgreiche Partizipation am Bildungssystem. Allerdings geht die Ausländerpädagogik diesbezüglich im Vergleich zur Interkulturellen Pädagogik von einer konträren Grundannahme aus. Für die Ausländerpädagogik stellt das Nichtbeherrschen der deutschen Sprache ein Defizit dar, welches behoben werden muss. Migrantenkinder, die die deutsche Sprache nicht so gut beherrschen wie ihre deutschen Mitschüler, weisen somit einen Mangel auf. Die Interkulturelle Pädagogik dagegen geht von einer Differenzannahme aus. Das Beherrschen der deutschen Sprache bleibt zwar wichtig, ist aber sekundär. Die generelle Beherrschung einer Sprache steht im Vordergrund. Durch die Differenzannahme wird der Zweisprachigkeit ein Mehrwert zugesprochen, der sich positiv auswirkt.

Diese unterschiedlichen Grundannahmen bilden die Hauptdifferenz der beiden Ansätze. Die Defizithypothese der Ausländerpädagogik generiert die Annahme, dass das Ausländersein ein Problem darstellt. Die Interkulturelle Pädagogik mit ihrer Differenzannahme rechnet dem Ausländersein dagegen einen positiven Wert zu. Sie versteht es als Bereicherung für das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Deutschland (Vgl. Gogolin 2006, S. 105).

Aus diesen grundsätzlich verschiedenen Annahmen ergibt sich ein zusätzlicher Unterschied. Dadurch, dass das Ausländersein im Falle der Ausländerpädagogik als Problem gilt, ist das Ziel aller Handlungen eine schnellstmögliche Assimilation der Migranten zu erzeugen. Nur so können weitere Probleme vermieden werden. Mit dem Ziel der Anerkennung des Ausländerseins verfolgt die Interkulturelle Pädagogik genau das Gegenteilige (Vgl. Mecheril 2006, S. 90).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung etabliert Deutschland als Einwanderungsland und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach dem Umgang der Schule mit der heterogenen Schülerschaft.

2 Ausländer oder Migrant? Definitionen und Erläuterungen: Dieses Kapitel klärt die unterschiedlichen Begrifflichkeiten und deren Konnotationen im gesellschaftlichen und rechtlichen Diskurs.

2.1 Geschichtlicher Überblick zur Entwicklung der Heterogenität in Deutschland und der Schule.: Hier wird der Weg Deutschlands vom Auswanderungs- zum Einwanderungsland sowie der Beginn der Beschulung von Migrantenkindern nachgezeichnet.

2.2 Die deutsche Schule und ihre Schwierigkeiten: Das Kapitel beleuchtet das starre deutsche Schulsystem und die Herausforderungen, die durch eine einseitige, monolinguale Ausrichtung entstehen.

2.3 Pädagogische Ansätze: Dieser Abschnitt führt in die disziplinäre Bedeutung der Pädagogik ein und erläutert den Bedarf für pädagogische Lösungsansätze seit den 1960er Jahren.

2.3.1 Ausländerpädagogik: Das Kapitel beschreibt den historischen Ansatz, der Migration als Defizit wahrnahm und auf Assimilation ausgerichtet war.

2.3.2 Interkulturelle Pädagogik: Hier wird der Perspektivenwechsel hin zu einer Anerkennung von Differenz als kultureller Bereicherung dargestellt.

2.3.3 Vergleich von Ausländerpädagogik und Interkultureller Pädagogik: Eine synoptische Gegenüberstellung der beiden Konzepte hinsichtlich ihrer Grundannahmen und Zielsetzungen.

2.4 Antirassistische Pädagogik: Diese Untersuchungsperspektive fokussiert auf Macht- und Ressourcenverteilung sowie die Prävention von Rassismus.

2.5 Institutionelle Diskriminierung: Das Kapitel analysiert, wie die Organisation Schule selbst zur Erzeugung von Bildungsungleichheit beiträgt.

3 Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert über die Möglichkeiten und Grenzen schulischer Veränderungen im Hinblick auf Chancengleichheit.

Schlüsselwörter

Heterogenität, Migration, Ausländerpädagogik, Interkulturelle Pädagogik, Bildungserfolg, Chancengleichheit, Antirassistische Pädagogik, Institutionelle Diskriminierung, Migrationshintergrund, Schulpflicht, Differenzannahme, Defizithypothese, Assimilation, Integration, Schule.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Umgang der deutschen Institution Schule mit der sprachlichen, kulturellen und ethnischen Heterogenität der Bevölkerung, insbesondere im Hinblick auf Kinder mit Migrationshintergrund.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung pädagogischer Ansätze, der begrifflichen Klärung von Migration, den Schwierigkeiten im deutschen Schulwesen sowie der Analyse von Diskriminierung innerhalb schulischer Organisationsstrukturen.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage lautet, wie sich die Bundesrepublik und insbesondere die Schule im Umgang mit der gegebenen Heterogenität der Bevölkerung verhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Publikation angewendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse, bei der bestehende Ansätze der Pädagogik kritisch beleuchtet und miteinander verglichen werden.

Welche Konzepte werden im Hauptteil detailliert diskutiert?

Der Hauptteil behandelt die Ausländerpädagogik, die Interkulturelle Pädagogik, die antirassistische Pädagogik sowie das Konzept der institutionellen Diskriminierung.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Analyse am besten?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Heterogenität, Interkulturelle Pädagogik, Bildungsungleichheit, institutionelle Diskriminierung und Migrationspädagogik.

Worin unterscheiden sich Ausländerpädagogik und Interkulturelle Pädagogik grundlegend?

Während die Ausländerpädagogik von einem Defizit ausgeht und auf Assimilation abzielt, betrachtet die Interkulturelle Pädagogik Differenzen als kulturelle Bereicherung und strebt nach Anerkennung.

Was bedeutet der Begriff institutionelle Diskriminierung im schulischen Kontext?

Er beschreibt die These, dass Ungleichheiten im Bildungserfolg nicht nur durch individuelle Defizite der Kinder entstehen, sondern aktiv durch die Organisation Schule selbst erzeugt werden.

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Résumé des informations

Titre
Heterogenität in der Schule
Sous-titre
Erläuterungen zu den Ansätzen der Pädagogik und ihrer Handhabung in der deutschen Schule
Université
University of Leipzig  (Institut für Soziologie )
Cours
Migrationssoziologie – Institutionelle Diskriminierung
Auteur
Tobias Klein (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
17
N° de catalogue
V190878
ISBN (ebook)
9783656154709
ISBN (Livre)
9783656154945
Langue
allemand
mots-clé
Migration Pädagogik Diskriminierung Schule Schulsystem
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tobias Klein (Auteur), 2009, Heterogenität in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190878
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Extrait de  17  pages
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