Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Didáctica - Historia

Münchner Denkmäler als außerschulische Lernorte im Geschichtsunterricht

Ein Spaziergang durch die Bayrische Geschichte anhand ausgewählter Beispiele

Título: Münchner Denkmäler als außerschulische Lernorte im Geschichtsunterricht

Trabajo de Seminario , 2011 , 29 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Katharina Weiß (Autor)

Didáctica - Historia
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Was Robert Musil mit diesen Worten ausdrücken wollte, ist die uns vermutlich allen in größerem oder geringerem Ausmaß anhaftende Eigenart der Ignoranz des Naheliegenden. Täglich bewegen wir uns mehr oder minder blind durch unsere unmittelbare Umgebung, erledigen Einkäufe, gehen zur Arbeit, treffen uns mit Freunden. Dabei unternehmen wir auf dem Weg- nicht selten mit kaum mehr als einem flüchtigen Blick auf häufig unübersehbare Denkmäler- einen Streifzug durch die Jahrhunderte der Geschichte, ohne dies als solchen wahrzunehmen oder gar zu verstehen. Befinden wir uns jedoch in einer fremden Stadt, bewegen wir uns meist mit viel Interesse und Aufmerksamkeit durch unser neues Umfeld, informieren uns über kulturelle Gegebenheiten, die lokalen Sehenswürdigkeiten und suchen diese zum Teil auch auf. Doch über unsere eigene Stadt und ihre lohnenswerten geschichtlichen Ziele und Denkmale wissen wir meist erschreckend wenig. Aus welchen Gründen dies so ist, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden; vielmehr soll nun anstatt dessen auf die Chancen verwiesen werden, die die Betrachtung und Arbeit mit Denkmalen insbesondere mit Schülern2 bietet. Besonders die allgegenwärtige Verfügbarkeit von Denkmälern eröffnet jedem Passanten und vor allem dem Geschichtsunterricht3 meist ungenutzte Potentiale, nicht nur hinsichtlich der reinen Sachkompetenz, sondern auch bezüglich der Methodenkompetenz und der Erziehung zur Liebe zur bayrischen Heimat. Diese Arbeit beschäftigt sich mit eben jenen vielfältigen Möglichkeiten des Einsatzes von Denkmälern im GU und möchte sich diesbezüglich zunächst theoretisch an diese Art von Sachquellen annähern. Dabei sollen folgende Fragen leitend sein: Was sind Denkmäler bzw. nach welcher Definition kann eine sinnvolle Ausrichtung im GU erfolgen? Welche Bedeutung haben diese für den GU und welche Chancen bieten sie für das historische Lernen? Im Praxisteil sollen anschließend v. a. der Umgang und die Methoden für mögliche Herangehensweisen besprochen und abschließend mit einer Reihe von Beispielen abgerundet werden. Der Titel “Ein Spaziergang durch die Bayrische Geschichte” ist dabei nicht nur metaphorisch gemeint, sondern als ein Vorschlag gedacht, diese aus verschiedenen Epochen stammenden bzw. verschiedene Epochen bezeichnende historischen Orte tatsächlich im Rahmen eines- wie auch immer konzipierten Unterrichtsganges- zu erlaufen und Geschichte tatsächlich zu “begreifen”4.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A Einleitung

B Münchener Denkmäler als außerschulische Lernorte im Geschichtsunterricht: Ein Spaziergang durch die Bayrische Geschichte anhand ausgewählter Beispiele.

I. Theorie

1. Was sind Denkmäler?

2. Bedeutung für den Geschichtsunterricht

3. Denkmäler als Chance für historisches Lernen

II. Praxis

1. Der Umgang mit Denkmälern

2. Methoden

a) Klassischer Lernprozess im Sinne des didaktischen Dreischritt

b) Analysekriterien und Leitfragen

3. Beispiele

a) Das konfessionelle Zeitalter: Kurfürst Maximilian I.

b) Königreich Bayern/Restauration: Max-Joseph-Denkmal

c) Königreich Bayern/Nationalsimus: Siegestor und Feldherrnhalle

d) Widerstand gegen den NS: Flugblätter Weiße Rose

C Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das didaktische Potenzial von Denkmälern als außerschulische Lernorte im Geschichtsunterricht. Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Schüler durch die direkte Begegnung mit Denkmälern im Münchner Stadtraum historische Zusammenhänge eigenständig entdecken, kritisch reflektieren und somit Geschichte im wörtlichen Sinne „begreifen“ können.

  • Definition und Funktion von Denkmälern im historischen Kontext
  • Methodische Ansätze für die Arbeit an Denkmälern vor Ort
  • Kriterien für die Analyse von Denkmälern im Unterricht
  • Praktische Anwendungsbeispiele aus verschiedenen Epochen der bayerischen Geschichte

Auszug aus dem Buch

Was sind Denkmäler?

Spricht man von Denkmälern, kann prinzipiell auch in einem allgemeineren Sinne von historischen Orten gesprochen werden, was aber in der Forschung durchaus kontrovers diskutiert wird. Insgesamt können historische Orte bzw. Stätten vieles sein, wie Kirchen, Klöster, Burgen, Archive, Denkmäler usw. So spreche Goldmann bspw. von historischen Orten als “Zeugnisse an ihrem originalen Ort”5, was für Denkmale allerdings nicht immer zutreffen muss, da sie auch nicht selten aus diversen Gründen an andere Orte verbracht wurden. Waltraud Schreiber hingegen versteht darunter insgesamt primär nichtintendierte Quellen im Sinne von historischem Überrest und rechnet Denkmäler im engeren Sinn als intendierte Quellen (Tradition) nicht mit in ihre Definition ein6.

Für den Zweck dieser Arbeit sollen Denkmale jedoch durchaus in einem weiteren Sinne historischer Stätten verstanden werden, insbesondere aber unter dem Gesichtspunkt der Betrachtung von intendierten Sachquellen, die aus verschiedenen Gründen der Erinnerung und des Gedenkens gestiftet wurden. Das heißt sie werden als “Gedächtniszeichen”7 aufgefasst, die die Erinnerung an eine Person oder ein Ereignis wachhalten sollen und Interessen bestimmter Bevölkerungsteile bzw. Gesellschaften aufzeigen. In der Konsequenz sind daraus die unterschiedlichsten Formen von Denkmälern aus unserer unmittelbaren Umgebung abzulesen, wie unter anderem Statuen, Reiterstandbilder, Brunnen, Gebäude wie Kirchen und Klöster, Tafeln, Steine, Türme, Plätze, Säulen, Straßen, Statuetten und vieles mehr. Die häufige Antwort auf die Frage “Was sind Denkmale?” ist nicht selten “Reiterstandbild” oder “Statue”. Diese Formen kommen tatsächlich sehr oft vor, sind aber für die Arbeit insbesondere im GU nicht ausreichend, da Schüler auf die große Vielfalt von Denkmalarten herangeführt und aufmerksam gemacht werden müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

A Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die oft übersehene Präsenz von Denkmälern im Alltag und formuliert das Ziel, deren ungenutztes Potenzial für den Geschichtsunterricht und das historische Lernen zu erschließen.

I. Theorie: Dieser Abschnitt definiert Denkmäler als intendierte Sachquellen und „Gedächtniszeichen“, erläutert ihre Bedeutung für den Geschichtsunterricht und hebt die Chancen für das historische Lernen vor Ort hervor.

II. Praxis: Im Praxisteil werden methodische Herangehensweisen wie der Unterrichtsgang sowie Analysekriterien für Denkmäler vorgestellt und anhand konkreter Münchner Beispiele aus verschiedenen Epochen illustriert.

C Schluss: Die Arbeit resümiert, dass die Arbeit mit Denkmälern trotz des erhöhten organisatorischen Aufwands ein wertvolles Mittel ist, um Schülern Geschichte anschaulich, multiperspektivisch und motivierend zu vermitteln.

Schlüsselwörter

Denkmäler, Geschichtsunterricht, Außerschulischer Lernort, Historisches Lernen, Sachquellen, Gedächtniszeichen, München, Didaktischer Dreischritt, Denkmalanalyse, Multiperspektivität, Erinnerungskultur, Heimatgeschichte, Historische Kompetenz, Denkmalpädagogik, Geschichtskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit thematisiert die Nutzung von Münchner Denkmälern als außerschulische Lernorte, um Geschichte für Schüler lebendig erfahrbar und verständlich zu machen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die theoretische Verortung von Denkmälern als historische Quellen, ihre didaktische Einbindung in den Unterricht sowie methodische Werkzeuge zur Analyse dieser Denkmäler.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Denkmäler im Unterricht genutzt werden können, um bei Schülern eine tiefere Auseinandersetzung mit Geschichte zu fördern und die „Entdeckerfreude“ zu wecken.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer fachdidaktischen Analyse, die theoretische Grundlagen des historischen Lernens mit methodischen Anleitungen für die Praxis verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Definition und Bedeutung von Denkmälern und einen Praxisteil, der konkrete Analysekriterien sowie beispielhafte Exkursionspunkte in München vorstellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Denkmalpädagogik, außerschulisches Lernen, historische Sachquellen, Geschichtsbewusstsein und der didaktische Dreischritt.

Welche konkreten Münchner Denkmäler werden als Beispiele angeführt?

Die Autorin behandelt das Reiterstandbild Maximilians I., das Max-Joseph-Denkmal, das Siegestor, die Feldherrnhalle sowie die Flugblätter der Weißen Rose am Geschwister-Scholl-Platz.

Warum betont die Autorin die „Umfunktionalisierung“ am Beispiel des Siegestors?

Die Umfunktionalisierung vom Triumphbogen zum Mahnmal dient als Beispiel dafür, wie historische Orte im Laufe der Zeit ihre Bedeutung wandeln können und wie Schüler dies bei der Analyse kritisch hinterfragen sollten.

Final del extracto de 29 páginas  - subir

Detalles

Título
Münchner Denkmäler als außerschulische Lernorte im Geschichtsunterricht
Subtítulo
Ein Spaziergang durch die Bayrische Geschichte anhand ausgewählter Beispiele
Universidad
LMU Munich  (Historisches Seminar)
Curso
Proseminar - Einführung in die Didaktik der Geschichte
Calificación
1,7
Autor
Katharina Weiß (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
29
No. de catálogo
V190883
ISBN (Ebook)
9783656162919
ISBN (Libro)
9783656164166
Idioma
Alemán
Etiqueta
Denkmäler Bayern München bayrische Geschichte Unterricht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katharina Weiß (Autor), 2011, Münchner Denkmäler als außerschulische Lernorte im Geschichtsunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190883
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  29  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint