Reisen im Alter


Hausarbeit, 2009
75 Seiten, Note: gut

Leseprobe

Inhaltverzeichnis

1. Zusammenfassung

2. Einleitung

3. Altersdefinition

4. Demographische Entwicklung

5. Die Bedürfnispyramide nach Maslow

6. Alterspsychologische Modelle

7. Freizeitverhalten alter Menschen

8. Reisemotivation
8.1 Gesellschaftliche Rahmenbedingungen
8.2 Individuelle Motivationslagen

9. Reisekriterien

10. Fazit

11. Literaturverzeichnis

1. Zusammenfassung

Anliegen der vorliegenden Arbeit ist, Faktoren für ein ge- und/ oder misslingendes Reisen im Alter herauszuarbeiten. Dazu werden zunächst die Altersgruppe potentieller Reisender im Alter definiert sowie die Kriterien einer Reise benannt. Anschließend werden theoretische Ansätze zur Person-Umwelt-Interaktion in der ökologischen Gerontologie und Studien zum Freizeitverhalten älterer Menschen vorgestellt.

Die Brauchbarkeit der theoretischen Ansätze, die ursprünglich auf die Lebens- und Wohnsituation alter Menschen zugeschnitten waren, wird hinsichtlich ihrer möglichen Verwendbarkeit zum Thema ‚Reisen im Alter’ untersucht und anhand praktischer Gegebenheiten beim Reisen im Alter auf seine Brauchbarkeit hin vorgestellt.

2. Einleitung

Der Klappentext vom „Standartwerk der Gerontologie“ verspricht: „Kein Aspekt der Psychologischen Gerontologie bleibt unberücksichtigt. (Lehr, Klappentext Rückseite) Ein Kapitel oder ein Hinweis zum Thema ‚Reisen im Alter’ lässt sich jedoch weder im Inhaltsverzeichnis noch in den Kapiteln finden. Theorien der Gero-Ökologie, die „die Beziehung zwischen dem, was außerhalb und innerhalb der Haut des Individuums geschieht“ (Lehr, S. 299) erklären sollen, beziehen sich überwiegend auf die Umsiedlung von der eigenen Wohnung in ein Altenheim und orientieren sich bei der Bedürfnisfindungsbeschreibung an der Situation im Altenheim. Selbst der viel versprechende Name der ‚Aktivitätstheorie’ (Tartler 1961/ Havighurst et al 1964/ Lemon et al 1972/ Longino et al 1982 – vergl. Lehr, S. 57/8 und darin enthaltene Literaturhinweise) beschreibt soziales Verhalten ausgehend von einer Immobilie, einem stationären Wohnort. „Insofern ist die Aktivitätstheorie ebenso ungeeignet, für alle Lebenslagen den Weg zur Zufriedenheit zu weisen, …“ (Lehr, S. 58) wie viele andere Theorieansätze auch. Es gibt meiner Recherche nach nur dürftige, mehr im Nebensächlichen erwähnte, Forschungsergebnisse zum Reiseverhalten alter Menschen. Vielleicht liegt das an den bereits etwas in die Jahre gekommenen Theoriegebäude der Gerontologie, vielleicht auch an der für die Forschung nicht relevanten Zielgruppe älterer Reisender. Dabei „sei die Ausgangsfrage: Wie nutzt das Individuum die Umgebung zur Befriedigung seiner Bedürfnisse?“ (Lawton, zitiert in Lehr, S. 299) und impliziert damit auch die Option, Reisen zur Bedürfnisbefriedigung zu nutzen – wenn die dabei angebotenen Befriedigungsmöglichkeiten denn offenen Bedürfnissen zugrunde liegen. Diese eher positive Sichtweise auf das Alter scheint aber eher ein Abbild von in den Medien dargestellten älterer Menschen zu sein (vergl. Lehr, S. 330) als Realität. Ist dem tatsächlich so oder wird der Fakt des Reisens älterer Menschen – aus welchen Gründen auch immer – ausgeblendet?

Für Touristikunternehmer ist die Zielgruppe älterer Menschen eine stabile und finanziell lukrative Reisegruppe, die gezielt beworben wird (ein Blick in die Reiseanzeigen von Wochenendbeilagen von Zeitungen genügt). Die o. g., aus einseitiger Perspektive gestellte Ausgangsfrage soll in dieser Arbeit reziprok ergänzt werden: Wie befriedigt die Umgebung älterer Menschen derer Bedürfnisse – in dieser Arbeit – beim Reisen? Dieses Wechselspiel lässt sich aus Theorien der Gero-Ökologie ableiten und soll in dieser Arbeit verfolgt werden. Welche Altersgruppe macht sich auf die Reise? Was sucht sie dabei und wie sollte eine solche Reise gestaltet sein, damit die Kundschaft bzw. der Reisende an sich zufrieden ist? Wie stellen sich beide Seiten – Individuum und Umgebung – aufeinander optimiert ein? Ich bin erstaunt, dass Theorieansätze sich oftmals eingeschränkt auf den Bereich des häuslichen Wohnens im Alter beschränken und die Mobilität bzw. mögliche Mobilitätswünsche alter Menschen ausblenden bzw. negieren. Mögliche Ursachen dazu lassen sich im gesellschaftlichen Umgang mit alten Menschen spekulieren: Ist die Zielgruppe nicht finanziell gewichtig genug für die Reise-/ Tourismusbranche? Dabei gehört demoskopischen Aussichten nach gerade dieser Zielgruppe ein erheblicher Teil der wirtschaftlichen Zukunft. Passen ältere Reisende nicht in das vorherrschende Bild aktiver, sportlicher und äußerst mobiler Reisende? Dabei hat sich längst ein (Nischen)Markt für ältere Reisende entwickelt, der vornehmlich dafür sorgt, die zeitlichen Lücken außerhalb der Hauptreisesaison für Berufstätige mit Familien abzudecken oder sich auf Langzeitreisende, Langzeitresidierende einstellt, z. Bsp. mit ‚Überwinter-Angeboten’ auf Mallorca. Folglich finden sich Angaben zum Reisen älterer Menschen in Literatur über Freizeit- und Tourismus(wirtschaft) (Opaschowski/ Mundt/ Smeral). Von diesen Angaben möchte ich auf die Theorien rück schließen und so eine Wechselwirkung zwischen Theorie und Praxis herzustellen versuchen.

3. Altersdefinition

‚Alter’ ist zunächst einmal eine chronologische Definition, die schlicht „die Zeit zwischen Geburtsdatum und dem aktuellen Datum“ (Martin & Kliegel, S. 24) erfasst. Diese chronologische Dimension beschreibt nicht bestehende physische und psychische Differenzen bei Personen gleichen Alters. Für die Beschreibung der Differenzen gibt es diverse Definitionsmöglichkeiten, die damit jeweils einen Aspekt vom Alter fixieren und „in gewissen Maße eine willkürliche Grenzziehung darstellt“ (Opaschowski & Reinhardt, S. 41)

Eine Einflussgröße bei der „Wahrnehmung und Bewertung des Alters“ ist „die subjektive Einschätzung des eigenen Alters als eine Möglichkeit der psychologischen Definition des Alters“ (Martin & Kliegel, S. 29). Die subjektiven Einschätzungen des Alters prägen außerordentlich persönliche Verhaltensweisen, die man für altersadäquat hält und mit denen „der Altersbegriff zunehmend individualisiert und zu einer Frage der subjektiven Einschätzung“ (Opaschowski & Reinhardt, S. 47) wird. Die Subjektivität des Alterserlebens bringt einen Abgleich mit scheinbar objektiv an das Subjekt heran getragenen Sichtweisen vom Subjekt mit sich. Aus diesem Abgleich entwickeln sich Handlungsweisen, die zu mehr oder weniger Zutrauen in die eigene Person führen. Dabei spielt die Differenz von subjektiver „Wahrnehmung und Bewertung des Alters“ (Martin & Kliegel, S. 30) eine wichtige Rolle.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die ‚Bewertung’ des Alters „wird stark durch pragmatische, demografische oder populationsstatistische Überlegungen geprägt“ (ebd., S. 27). So kann aufgrund völlig divergierender Lebensdurchschnittsalter ein Mensch in Afrika bereits mit 35 Jahren alt sein, in Lateinamerika mit 38 Jahren und in Europa nun mal erst mit 50 Jahren als alt bezeichnet werden.

„Das Ruhestands-Modell früherer Jahrzehnte hat sich im 21. Jahrhundert überlebt: Höhere Bildung, bessere Gesundheit sowie ein vielfältiges Interessen und Aktivitätsniveau haben eine ganz neue Qualität des Älterwerdens geschaffen. Alt ist man heute – nach Meinung der Bevölkerung – erst mit etwas 71 Jahren“ (Opaschowski & Reinhardt, S. 18). Ich werde mich in meinen Betrachtungen zum Reisen im Alter auf die Alterstufe ‚Ruheständler’ zwischen 65 und 80 Jahren beziehen und schließe damit die ‚Jungseniorenzeit’ (50 – 64 Jahre) und das ‚Hohe Alter’ (80+ Jahre) aus.

Diese Verschiebung des Altseins nach hinten korreliert mit positiveren Zuschreibungen „bewährter Lebensgrundsätze“ (ebd., S. 20) Älterer, die subjektiv als Motivation fürs Reisen bzw. objektiv als Versprechen von Reiseveranstaltern genutzt werden können:

- „Ziele beharrlich verfolgen
- Zusammenhänge herstellen
- Frei von naivem Denken sein
- Tempo und Hektik relativieren
- Pläne und Projekte in Ruhe reifen lassen
- Sich nicht als Nabel der Welt sehen
- Persönliches und Professionelles miteinander verbinden
- Fehlerursachen erkennen und aus Fehlern lernen
- Mit Enttäuschungen fertig werden und Niederlagen verkraften können“ (ebd.).

Diese Persönlichkeitswerte Älterer können Ausgangspunkt für die Lust auf neue Erfahrungen sein. Sie stehen als Vorteile in Opposition zu eher negativ getönten Persönlichkeitszuschreibungen Älterer von vor 30 Jahren, denen man solche Offenheit und gelassene Neugierde nicht zugetraut hatte.

Perspektivisch wird sich ‚das Alter’ ausweiten und auch das Thema ‚Reisen im Alter’ wird sich an diesen „fünf Strukturmerkmalen“ (Opaschowski/ Reinhardt, S. 33) orientieren, neu ausrichten müssen: Verjüngung, Entberuflichung, Singularisierung, Feminisierung und Hochaltrigkeit. ‚Alter’ wird sich demnach nach unten und oben in der Lebenszeitspanne ausweiten und eine dominanten Teil gesellschaftlicher Ausrichtung gewichten.

4. Demographische Entwicklung

Eine kurze Betrachtung der demographischen Entwicklung verdeutlicht, welches Potential – auch für den Tourismus – in der stark zunehmend werdenden Gruppe alter Menschen steckt. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist in den letzten 40 Jahren um ca. 10 Jahre gestiegen und liegt zurzeit für Frauen bei 83 Jahren und für Männer bei 77 Jahren. Gleichwohl eine lineare Steigerung der Lebenserwartung nicht konstant zu erwarten ist, wird es starke Veränderungen bei der Zusammensetzung der Altersgruppen in der Gesamtbevölkerung geben. So wird der Anteil der unter 20-jährigen zwischen 2007 und 2027 um zwei Prozent auf 17 Prozent der Gesamtbevölkerung fallen, hingegen der Anteil der über 60-jährigen in der Gesamtbevölkerung von um 10 Prozent – von im Jahr 2007 25 Prozent auf im Jahr 2027 35 Prozent - empor schnellen (vergl. Stiftung für Zukunftsfragen, Folie 5). Eine Folge dieser Entwicklung ist – bei insgesamt weniger werdenden Konsumenten - die Vergrößerung der Zielgruppe alter Menschen für den Tourismus und ein Bedeutungsverlust für z. Bsp. die heutige Zielgruppe ‚Familie’, da der Anteil kinderloser Paare zunehmen wird. Entsprechend muss eine Neuorientierung bzw. Neuausrichtung von touristischen Zielgebieten bzw. Reiseausrichtungen vollzogen werden.

5. Die Bedürfnispyramide nach Maslow

Ich stelle das Modell der Bedürfnisbefriedigung von Maslow den Ansätzen zur Person - Umwelt - Interaktion der ökologischen Gerontologie vorweg, weil die in ihm beschriebenen grundlegenden Bedürfnisse befriedigt sein müssen, bevor ein alter Mensch sich auf Reisen begibt. Diese Grundbedürfnisse müssen auch partiell auf Reisen realisiert werden können und sollten, wie später zu sehen ist, vom Veranstalter zugesichert werden. Dennoch müssen sie an sich bereits Zuhause erfahren werden, weil sie in dauerhafter Form nicht auf vorübergehenden Reisen befriedigt werden können, es sei denn, die grundsätzliche Lebenshaltung eines Individuums ist auf das Reisen als Leben an sich ausgerichtet. Residieren sehe ich unterschiedlich zum Reisen und gehe deshalb nicht auf diese Besonderheit ein, die langfristiger angelegt ist und auch entsprechend unterschiedlich zu Reisen beworben wird, indem z. B. auf Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung oder -findung vor Ort hingewiesen wird.

Die Bedürfnispyramide setzt das Sicherheitserleben biologischer und physiologischer Bedürfnisse beim Menschen voraus. Ebenso müssen Sicherheitsbedürfnisse, darauf aufbauend soziale Bedürfnisse und psychologische oder Ich-Bedürfnisse befriedigt sein, bevor als letztes zu erreichendes Bedürfnis das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung entfaltet und befriedigt werden kann. „Selbstverwirklichung steht für all das, was im Alltag nicht- oder nicht immer – möglich ist, aber im Urlaub gesucht wird.“ (Hlavin-Schulze, S. 133) Selbstverwirklichung bei Reisen im Alter bedeutet entsprechend, das zu suchen, was im bisherigen Leben möglicherweise nicht umsetz-, erreichbar war. Das individuelle Leben ist eingebettet in gesellschaftliche Strukturen und Strömungen. Norbert Elias „generalisierte in seiner Prozesstheorie die untrennbar miteinander verkoppelten der Persönlichkeits- und Gesellschaftsentwicklung hin zu einer langfristigen Entwicklungslinie.“ Werden diese langfristig gedachten Entwicklungslinien reduziert, „wird mikrosoziologisch eine Rekonstruktion … wirksamer Veränderungen im menschlichen Verhalten vorgenommen, die auch auf einer Parallelität von zivilisatorischen Verhaltensrepertoire und den interpersonellen Lebensumständen, …, beruhen. Solche Lebensumstände nennt Elias Figurationen und beschreibt damit ‚das Geflecht der Angewiesenheiten von Menschen aufeinander, ihre Interpendenzen’“(Hlavin - Schulze, S. 10).

Entsprechend korrelieren heutige Bedürfnislagen im Alter mit dem veränderten Konsumverhalten im Zeitvergleich aus der heutigen Retrospektive älterer Menschen und ermöglicht damit erst heutige Reisewelten, die breiten gesellschaftlichen Gruppen erst mit Erfindung des Pauschaltourismus eröffnet wurden. Gesellschaftliche Bedingungen haben nach dem zweiten Weltkrieg zunächst Grundbedürfnisse nach Essen und Kleidung hervorgerufen, für die 75 % des Einkommens ausgegeben wurde. In den 50-iger Jahren folgte die ‚Fresswelle’, erst dann folgte die erste Konsumwelle in den 60-iger Jahren bevor das „goldene Jahrzehnt“ mit „steigender Bevölkerung und Kaufkraft und Freizeit“ folgte. Nach einer Phase des Konflikts zwischen „Postmaterialismus und Konsumjahrzehnt“ in den 80-iger Jahren folgte in den 90-iger Jahren eine Zeit „zwischen Nachholen und neuen Zielgruppen“ (Stiftung für Zukunftsfragen, Folie 9), es hat eine finanzielle Umverteilung bei den Ausgaben statt gefunden: Essen und Kleidung sind erschwinglich, das Geld fürs Nachholen ist oftmals vorhanden. Das Verhalten von Menschen muss – Elias folgend – „immer auch als Manifestation der Bedingungen gesehen werden, denen diese Personen unterliegen (Hlavin - Schulze, S. 10). Die entsprechenden Parallelwelten der Entwicklung vom Menschen in seiner Zeit und dem Aufkommen der Reiseindustrie ist anregend nachzulesen bei Tigges. Insofern sind Reisen mit dafür da, um sich „Normen und Verhaltenserwartungen seiner gewohnten Sozialbeziehungen zu entziehen, bzw. sich von ihnen zu emanzipieren“ (ebd., S. 134). Dieser Separationsgedanke trifft meines Erachtens für die Älteren nicht zu, da Individualreisen nur von einer Minorität Älterer unternommen werden und die überwiegend gebuchten Gruppenreisen sich – entgegen dem Emanzipationsgedanken – eher an der Norm bzw. den Zuschreibungen an ‚die Gruppe’ der Älteren orientieren.

Zumindest die beiden ersten Grundbedürfnisse müssen im heimatlichen Umfeld des Menschen gegeben sein, bevor eine Reise angetreten werden kann. Die anderen Bedürfnisse müssen nicht, können aber durchaus befriedigt sein. Allerdings können sie auch mit die Motivation zur Aufnahme einer Reise speisen. Der Bedarf nach Kommunikation mit Gleichen, in diesem einfach Sinn zunächst einmal schlicht Reisenden, kann eine grundlegende Motivation zur Befriedigung der in der Pyramide nächst höher angesiedelten Bedürfnisse sein. Die Kommunikation mit Gleichen könnte nach der Aktivitätstheorie weg gefallene Kontakte z. B. zu Kollegen ersetzen. Sie wird gesucht, weil „informelle soziale Aktivität mit höherer Lebenszufriedenheit verknüpft“ (Lehr, S. 58) ist und einen hohen Grad an Selbstzufriedenheit bewirkt, weil sie positive Rückkopplungen an das Selbstbild ermöglicht. Solange ein Mensch reisen kann, ist er körperlich und geistig dazu in der Lage, ist - je nach Ausrichtung der Reise – intellektuell und/ oder sozial in der Lage, Reiseumstände in seine Person zu integrieren, ‚Strapazen’ oder Annehmlichkeiten einer Reise zu meistern. Insofern sind vorhandene formelle Beziehungen zum näheren sozialen Umfeld (Familie/ Nachbarn/ Vereine/ Clubs) eine gute innere Basis/ Kompetenz, für die gelingende Gestaltung der Kontaktnahme bei zusammen gesetzten Reisegruppen. Auch lässt sich der Wunsch älterer Menschen verstehen, Reisen mit ihrem vorhandenen sozialen Umfeld anzutreten. Auf diese Weise lässt sich der innere Aufwand bei der Gestaltung sozialer Beziehungen reduzieren, das soziale Erlebnis an sich wird durch die Anreize der veränderten Umgebung stimuliert, gründet gemeinsam ermöglichtes Erinnern und verstärkt bereits vorhandene soziale Beziehungen durch das gemeinsame Erleben neuer Situationen. Zweischneidig kann gesehen werden, dass alte Kontakte nicht einfach durch neue Kontakte ersetzt werden können, sondern wohl auch ein innerer Rückzug stattfindet, wenn das gemeinsame Erleben im bisherigen sozialen Kreis – durch Krankheit oder Tod – nicht mehr gegeben ist. „Die Befriedigung der verschiedenen Bedürfnisse ist die größte Herausforderung für die Betreiber“, denn „nur wer unbeschwerte Stunden genießt, wird sich für einen Wiederholungsbesuch entscheiden.“ (Opaschowski/ Reinhardt, S. 92) und damit einen Anbieter dauerhaft seine Existenz sichern.

Eine Reise kann „gleichzeitig durch alle Bedürfnisse der Maslow’schen Pyramide direkt oder indirekt motiviert sein.“ Gleichzeitig reicht die Pyramide nicht aus, um Motivationslagen für alle Urlaubsreisen zu erfassen, so z. Bsp. für den Erholungsaspekt. „Das Motiv ‚Erholung’ … lässt sich in den verschiedenen Hierarchieebenen des Maslow’schen Modells nur sehr schwer, wenn überhaupt, zuordnen ….“ (Mundt, S. 115)

6. Alterspsychologische Modelle

Lawton’s Anforderungs-Kompetenz-Modell

Lantermann’s Überlegungen zur Umwelt-Kompetenz alter Menschen

Kahana’s Kongruenz-Modell

Ich stelle diese Modelle hinreichend auf den Folien und den Begleittexten dar. Von einer erneuten Vorstellung an dieser Stelle sehe ich deshalb ab.

7. Freizeitverhalten alter Menschen

Freizeitverhalten setzt sich zusammen aus den Begriffen ‚Freizeit’ und ‚Verhalten’ und meint „das ‚Insgesamt der Motive‘; Ziele, Werte, sozialen Orientierungen und Situationen von Individuen bei der Verwendung und Interpretation von freier Zeit, ein besonderer struktureller Sektor der Industriegesellschaft, der die in anderen gesellschaftlichen Sektoren – wie dem Arbeit- und Berufssystem, dem Bereich politischer Teilnahme – vorherrschenden Verhaltensmuster ergänzt’.“ (Lüdtke in: Hlavin - Schulze, S. 132) Alte Menschen verfügen über viel Freizeit. Der Begriff ‚Freizeit’ meint die Zeit ohne (Berufs)Tätigkeit zum Gelderwerb und damit zur Lebenssicherung, die Zeit ohne familiäre Verpflichtungen. Freizeit wird in Wunschvorstellungen besonders stark verbunden mit „eigenen Neigungen folgen, tun, was Spaß macht, …, Ruhe haben wollen, Entspannung und Abschalten, …, Urlaub, … und dem Zusammensein mit der Familie“, bei älteren Befragten verstärkt mit „mit Freunden zusammen sein“ (Opaschowski, 1988, S. 16) Die Umsetzung dieser Wunschvorstellungen sind alten Menschen, wenn ihr Lebensunterhalt durch eine ausreichende Rente gesichert ist und damit die Notwendigkeit zur Zu-Arbeit entfällt, gut möglich. Freunde können im Alter als eine Art Ersatzfamilie verstanden werden, denn gewöhnlich hat die Einbindung in eventuell vorhandene Familie auch gesetzte Grenzen zwischen den Generationen.

Das Verhalten in der Freizeit ist abhängig vom Familienstand, dem körperlichen Grenzen und Möglichkeiten, dem Bildungsgrad und Einkommen eines Menschen. Im Leben gesammelte Erfahrungen mit Freizeit prägen das Verhalten alter Menschen in der Freizeit, zudem viele Wünsche an die freie Zeit im Alter aus leidvoll erlebten Einschränkungen während der Berufstätigkeit entstammen. Entsprechend dem Erwartungsaufschub auf eine ‚freie Zeit’ am Wochenende in jungen Jahren, wird im Laufe des Lebens viel Erwartung – gerade in unfrei und gebunden erlebter Zeit – in/ auf die Zeit im Alter, nach der Arbeit, gelegt. Diese hohe Erwartungshaltung kann zu Beginn der Alterszeit zu einer Lähmung im Freizeitverhalten führen, weil der innere Konflikt zwischen Euphorie über die Freizeit und beklemmenden Einsamkeitsgefühlen eine innere Pattsituation ergibt.

Unterschiede sind in dem Vorstellungsbild von Freiheit, einer gängige Erklärungsmetapher bei der Alltagsdefinition von Freizeit, vor und während des Ruhestands auszumachen: Während Freiheit vor dem Ruhestand als freie Zeit verstanden wird, die man nach ‚Lust und Laune’ verbringen kann und damit als ‚Freiheit von etwas’ (der Arbeit) verstanden wird, betrachten Ruheständler Freiheit als Aufgabe ‚für etwas’, nämlich die sinnvolle Gestaltung dieser Zeit. Ruheständler neigen dazu, Freiheit als „persönliche Aufgabe (mit Erfolgszwang) anzusehen“ (vergl. Opaschowski 1998, S. 99). Diese Haltung unterscheidet Ruheständler „nicht prinzipiell von der Gesamtbevölkerung, wohl aber graduell. Das Problem der Sinngebung und Eigenverantwortlichkeit potenziert sich in dieser Gruppe“ (ebd.) und kann zu plangeberischen Stilblüten wie z. Bsp. Stundenpläne zur Ausgestaltung des Alltags führen. Opaschowski bemerkt zudem, dass Ruheständler alltägliche Haushalts- und Alltagsabläufe dezidiert als Nicht-Freizeit bezeichnen, um damit eine „‚Kontrastzeit zur Freizeit’“ (ebd.), einen psychologisches Berufsersatz, zu definieren, der die Tageszeit zu strukturieren hilft. Dieser Strukturierungswunsch ist offenbar der Angst vor dem Umkippen des Alltags „ins Haltlose und Strukturlose“ (ebd.) geschuldet, gerade weil die Vorstellungen von der Freizeitwelt äußerst positiv (sportliche Aktivitäten statt passive Beschäftigungen) ausgeschmückt/ besetzt werden und die Realität oftmals – aufgrund der verdrängten Problembezüge in der gängigen Freizeit – Euphorie - deprimierender zu sein droht. So sehr der neue „Genuss der Freiheit und Unabhängigkeit in der Freizeit“ (Opaschowski, 1988, S. 98) hervorgehoben wird, so bedrohlich wird der andauernde Erholungsaspekt der Freizeit, weil der Sinn des Erholens ‚von was eigentlich?‘ durch das Fehlen der Arbeit abhanden gekommen ist. Der aus diesem Problem resultierenden Aufgabe von Ruheständlern, „dem neuen Leben Sinn und Struktur zu geben“ (ebd.) haben sich die Anbieter von Seniorenreisen verpflichtet:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Beispiel zeigt die zahlreichen Betätigungsmöglichkeiten und Aktivitätsangebote eines Reiseveranstalters, der nicht allein die Eckpunkte einer Reise (Datum/ Ziel/ Preis) benennt, sondern eine inhaltliche Orientierung bietet und damit die möglicherweise vorhandene Angst vor Strukturlosigkeit mindern kann. Vielleicht zeigt diese Sättigung einer vorhandenen Bedürfnislage auf Reisen aber auch bei dem besonders auffälligen „Rückgang beim Reisen“, nachdem „nur noch jeder Dritte öfter verreisen will. 1997 war es noch jeder Zweite und 1983 waren es sogar zwei Drittel aller Ruheständler.“ (Opaschowski/ Reinhardt, S. 99)

Die Frage an Ruheständler nach einem besonders schönen Tag provoziert – so Opaschowski (1988, S. 110) vor allem bei Männern Abwehr, weil die Frage – aufgrund der andauernd schön erlebten Tage – provokativ erfahren und eine kritische Haltung gegenüber dem Ruhestand damit abgewehrt wird. Die Antwortmöglichkeit „Ein besonders schönes Erlebnis im Urlaub“ (vergl. S. 111) auf die Frage nach einem besonders gelungenem Ruhestand ist wohl aufgrund des Paradox ‚Urlaub ist doch alle Tage’ deshalb auch sehr gering gewählt. Ein „Erfolg in der Firma“ ist geringfügig höher besetzt, zeigt aber, dass sinnvoll erfahrene Selbstwirksamkeit durch Andere positiver besetzt ist als etwas für sich Erlebtes. In diesem Sinn kann vielleicht der an Bedeutung gewinnende Reiz am „Plaudern mit dem Nachbarn“ (Opaschowski/ Reinhardt, S. 99) verstanden werden.

8. Reisemotivation

8.1 Gesellschaftliche Rahmenbedingungen

„Die Motivation des einzelnen Menschen zu verreisen (…) entsteht weniger aus individuellem Antrieb. Das Motiv entsteht vor allem unter dem Einfluss der sozialen Umgebung, aus der jeder Mensch seine Normen bezieht.“ (Krippendorf, S. 52, in: Hlavin - Schulze, S. 9) Insofern unterliegen Reisemotive sowie Form und Ziel der Reisen dem jeweiligen Lebensstilen, dem Zeitgeist. Daraus ergeben sich Fragen an das Heute der Gesellschaft in Blick auf Reisen und der Einstellung gegenüber dem Alter, aber auch Fragen an das subjektive Erleben älterer Menschen, aus welchem Bild der vielen Lebensjahre sie ihren Zeitgeist gewinnen bzw. wie sich ein Zeitgeistbild älterer Menschen zusammenfügt. Diese subjektiv geprägte Zusammensetzung eines ‚Zeitgeistbildes’ wird ergänzt von einer vorherrschenden kollektiven ‚Zeitgeistströmung’ der Postmoderne, in der „tradierte Rollenerwartungen und institutionalisierte Formen der Erlebnisverarbeitung verstärkt problematisiert“ (Hlavin - Schulze, S. 133) werden und somit zu „steigender Verhaltensunsicherheit“ (ebd.) führen. Dadurch wächst die Infragestellung bisheriger Rollenbilder, nach der ältere Menschen beispielsweise nicht mehr so viel reisen soll(t)en oder die Reise zu strapaziös sein könnte. Mögliche Antworten könnten in einem Reisen ‚trotz’ dieser gesellschaftlichen Annahmen sein, aber auch Antworten der Gesellschaft bzw. des Marktes, Reisen mit altersadäquaten Ausstattungsmerkmalen zu offerieren. Dieses kollektive Spannungsfeld beeinflusst das Mikroentscheidungsfeld der individuellen Reiseentscheidung, die wiederum vom vorherrschenden Meinungsbild der peergroup beeinflusst wird. Aus dieser Spannung heraus könnte eine Reise „die Aufhebung der einen oder anderen Rolle“ (ebd.) vorübergehend angestrebt und/ oder erreicht werden, sei es durch die temporäre Veränderung der Sozialgruppe, des gesellschaftlichen Status’ (z. B. zuhause eher finanziell schlecht gestellt kann man sich in einem Schwellenland/ Hotel Luxus leisten) oder das Ausprobieren anderer Rollen. So sehr das ‚Weg–von-Motiv’ Motivationsgrundlage für eine Reise sein kann, so sehr kann die Reise das Wesen der Reisenden dauerhaft nicht verändern.

Zudem wird von einer „phasenspezifischen Reisesozialisation“ (Mundt, S. 89) ausgegangen, nach der „sich nach einer Phase der Orientierung und des Ausprobierens bis zu einem bestimmten Alter Präferenzen“ entwickeln , „die man weitgehend für den Rest des Lebens beibehält. … Es gibt also kein rein alterspezifisches Reiseverhalten, sondern es ist verknüpft mit den Möglichkeiten und Erfahrungsräumen, die der jeweiligen Alterskohorte in der kritischen Perioden zur Orientierung offen standen und genutzt wurden. (ebd.)

8.2 Individuelle Motivationslagen

Neben den gesellschaftlichen - oft unbewusst erfahrenen - Rahmenbedingungen herrschen auch unbewusste intrapersonale Wünsche vor, die sich als „große Sehnsucht“ (Opaschowski 1988, S. 128) rückwärtiger Orientierung ausdrückt: „Die Erwartungen und Wünsche an die Freizeit im Ruhestand gleichen den Jugendträumen und Sehnsüchten, die man von Kindheit an hegt.“ (ebd.) Entsprechend ähneln sich Altersträume und pubertäre Aufbruchsstimmung. Vielleicht ist beiden Lebensphasen der Aufbruch in eine ungewisse Zeit gemein, der „an Merkmale von Jugendlichkeit (z.B. Abenteuerlust, Mobilität, Gesundheit) gebunden ist.“ (ebd.) So überlebt beispielsweise „der ‚ewige Traum’ von der großen Reise“ (ebd.). Allerdings wird die Erfüllung der Träume unterschiedlich gehandhabt: Jugendliche setzen diese konkret um, hingegen Ruheständler für ihre Psychohygiene eine innere Mobilität entwickeln, sich Filme ansehen, planen, am Reisen anderer teilhaben, aber aufgrund der einhergehenden Beschwerlichkeiten seltener eine eigene Reise antreten. Allein schon die Idee einer Reise dient zur „Verbesserung des Hierbleibens“ (Mundt, S. 137), da durch die Idee bereits „Fixpunkte gesetzt werden, die immer als Ziel vor Augen bleiben und damit den Alltag zeitlich konturieren und erträglicher machen.“ (Mundt, S. 136)

Zugleich kompensieren Wunschvorstellungen und Gedankenspiele die Alltagsrealität und -routine aus einem „durchstrukturierten gleichförmigen Tagesablauf, Tendenz zur Ritualisierung, viel Ruhe und Muße, mehr in - door als out–door - Orientierung, primäre familiäre Sozialkontakte, geringe Innovationsbereitschaft.“ (ebd., S. 129) So wird „der Ruhestand zwar eine neue Lebensphase, aber kein Neuanfang, eher ein Verwalten des Verbliebenen.“ (ebd.) Entsprechend ist die Reisemotivation sehr bedingt durch bisherige Reiseerfahrungen – wer noch nie eine Reise angetreten und erfahren hat, wird eher sehr unwahrscheinlich eine hohe Reisemotivation verspüren. Insofern steht mit dem Wechsel in den Ruhestand eine kritische Reflexion des Bisherigen und weiterhin Wünschenswerten an: Arbeitszeit wird zu Freizeit. „Es sind weniger finanzielle Gründe (35 %) oder gesundheitliche Einschränkungen (26 %)“, die einer Realisierung der Wünsche im Wege stehen, sondern vielmehr „das eigene Phlegma (46%)“ (ebd.). Entsprechend wird bei Reiseveranstaltern die medizinische Versorgung als Reisezusage nur erwähnt, wenn die Reise abseits Zivilisation in einer eigenen Welt (auf Kreuzfahrten) durchgeführt wird. Gleichwohl werden Reisekrankheiten auch als Gesundheitsrisiko betrachtet und müssen vom Veranstalter minimiert werden, wenn die Reise Erholung, d.h. auch jede Stressvermeidung, bringen soll. Reiseerkrankungen können sein:

- „Psychosomatische Belastungen durch Reiseverkehrsmittel
- Infektionserkrankungen
- Klimatische Umstellungsschwierigkeiten
- Ernährungsstörungen
- Reiseunfälle“ (Opaschowski, 1988, S. 174)

Folglich werden Reiseziele eingeschränkt, um Gesundheitsrisiken nahezu ausschließen zu können, da der Wert der Gesundheit im Alter einen hohen Stellenwert besitzt. Deshalb setzt eine qualifizierte Reiseberatung bereits vor der Reise an und minimiert erwähnte Risiken durch entsprechende Reisezusagen. Die Vermeidung von Gesundheitsrisiken korreliert positiv mit dem individuellen Wunsch nach Erhaltung der Gesundheit bzw. nach präventiven Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten. Entsprechend gibt es den „Wachstumsmarkt Gesundheit“ (Smeral, S. 258), wobei die Entwicklung im Kurbereich auseinanderklafft zwischen konventionellem und ‚wellness’ – orientierten Angebot. Das konventionelle Kurangebot, in seiner Definition (vergl. Freyer, S. 269) an natürlich gegebene Heilmittel gebunden, ist oft behaftet mit dem eher negativen Image von ‚nur alte Leute da’, aber auch Reichtum, hingegen sich der ‚wellness’ – Sektor auch naturunabhängiger definieren kann und ihm so eine Loslösung aus Traditionen ermöglicht ist. Diese Polarisierung in der Nachrede führt zu einem oft sehr fest sitzenden Image (‚Kurregime’) bekannter Kurorte wie z. B. in Niedersachen Bad Pyrmont oder Baden-Baden in Baden Württemberg. Je nach individueller Motivationslage (Bekenntnis und Selbstbewusstsein zum erreichten Alter mit entsprechendem Wohlstand) werden diese Orte vorzugsweise aufgesucht oder abgelehnt.

Aus dem Genannten wird auch erklärlich, dass Reisen als Alterstraum von der 50-plus Generation in besonderer Form – zeitlich befristet und nicht als Reiseerlebnis an sich - angegeben wird: „Tagesausflüge unternehmen (84 von 100%) und Städtereisen machen (74 von 100%)“ (vergl. Opaschowski/ Reinhardt, S. 23) liegen im Ranking in der unteren Bewertungshälfte. „Nicht Traumschiffe und Traumreisen stehen bei den Älteren im Zentrum unerfüllter Wünsche, sondern geistige Fitness, soziale Kontakte und materielle Sicherheit.“ (ebd., S. 24) Diese Grundbedürfnisse (s. Maslow) lassen sich für Ruheständler am ehesten bei Städtereisen oder Kreuzfahrten befriedigen. Beide Reiseformen sind von Ruheständler „mit Abstand am positivsten bewertet“ (Opaschowski/ Reinhardt, S. 91), weil sie auf Überschaubarkeit und damit Beherrschbarkeit der Situation setzen sowie – trotz Ortswechsel – einen begrenzten Aktionsradius offerieren. Kurzreisen zählen zudem zu den Reisefavoriten bei Ruheständlern, weil sie am ehesten ihrem „Erlebnisformal … S.A.S: Sightseeing. Atmosphäre. Shopping.“ entgegen kommt. Ruheständler wollen

- „… Sehenswürdiges und Erlebenswertes genießen.
- … in Atmosphäre baden und in angenehmen Ambiente ein wenig das Zeitgefühl verlieren.
- … bummeln und flanieren gehen, mehr Gefühle als Waren kaufen und dabei beinahe nebenbei Einkäufe erledigen.“ (ebd., S.92)

Aus diesen Motivationslagen ergeben sich Reisekriterien, die im Folgenden dargestellt werden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 75 Seiten

Details

Titel
Reisen im Alter
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Altern und Umwelt und Sozialpsychologische Aspekte der Zeit, der Bewegung, des Reisens
Note
gut
Autor
Jahr
2009
Seiten
75
Katalognummer
V190953
ISBN (eBook)
9783656367338
ISBN (Buch)
9783656369547
Dateigröße
2746 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
20 Seiten Hausarbeit und 49 Seiten power-point-Folien mit ausführlichen und umfassenden Erläuterungstexten zum Referat. Sachlich korrekt und logisch strukturiert werden die Reisebedürfnisse und die Reisemotivation älterer Menschen im sozialen Kontext analysiert. Unter Bezug auf Daten zur demografischen Entwicklung in der Bundesrepublik werden relevante theoretische Ansätze zu Bedürfnissen und Motiven Älterer vorgestellt und mit empirischen Daten zum Reiseverhalten in Verbindung gebracht.
Schlagworte
Reisen, Ältere Menschen und Reisen
Arbeit zitieren
Harald Bussenius (Autor), 2009, Reisen im Alter , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190953

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