Dem aus einer Anzahl komplementärer Komponenten bestehenden Begriff der Selbsterkenntnis kommt man über den Begriff der Identität näher, der persönlichen und der kulturellen Identität, in dem Sinne einer Übereinstimmung des Menschen mit seinem Urbild. In dem Maße, wie eine Abweichung zwischen dem Urbild, das der umfassenden metaphorischen geistig-biologischen DNA entspricht, und dem Istzusand besteht, setzt eine Korrumpierung der Identität ein, die Individuen, wie auch Gruppen um der Kontinuität ihrer Existenz und Integrität willen nach Kräften zu vermeiden trachten, ja sogar vermeiden müssen, um ihr menschliches Wesen im Sinne einer irreversiblen Ordnung, das alles Lebende charakterisiert, aufrecht zu erhalten und zu konsolidieren.
Inhaltsverzeichnis
Teil 1 Nationalkulturelle Dimensionen der Selbsterkenntnis
A. Einführung: Elemente menschlicher Selbsterkenntnis
1. Deutsche Stärken und Schwächen. Versuch einer Kulturanalyse
2. Eine kleine Geschichte großer Kulturrevolutionen
3. Das Ende einer Ära und ein Neubeginn. Das Ende der protestantischen Ära
4. A glance at German Lands
5. Cultural Healing of Germany
Teil 2 Universelle Dimensionen individueller und kultureller Selbsterkenntnis
A. Die Integrität der Schöpfung
1. Kulturelle Identität und Ethik im Kontext der Integrität der Schöpfung
B. Fundamente und Grundlagen der Kultur
1. Die Kultur und die Schöpfungsordnung
C. Das religiöse Bewusstsein als einheitsstiftendes Prinzip der Menschheit
1. Menschliche Defizite hinsichtlich der komplementären Erkenntnis der Einheit und der Diversität
Auf der individuellen Ebene
Auf der kollektiven Ebene
2. Grundlagen und Weg der Einheit
D. Metaphysik und Kultur
1. Der Primat Gottes
2. Die biologische, die psychologische und die geistige Natur ganzheitlicher menschlicher Kultur
Teil 3 Die Integration der Multidimensionalität menschlicher Selbsterkenntnis
1. Der Stand der interkulturellen Kunst und Wissenschaft
Von der menschlichen Bedingtheit bei der Erforschung kultureller Bedingtheit
2. Die Weiterentwicklung der interkulturellen Kunst und Wissenschaft: Quellen, Modelle und die Erlangung vollkommener Kulturerkenntnis
Teil 4 Kulturelle Techniken als Wegbereiter von der kulturellen und interkulturellen, über die transkulturelle hin zur Schöpfungserkenntnis
Teil 5 Inter- und transkulturelle Fachterminologie: Terminologische Systematisierung eines erweiterten integrativen kulturellen Erkenntnishorizontes
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel der Arbeit ist es, die Bedeutung der menschlichen Selbsterkenntnis im Kontext globaler, multikultureller Herausforderungen des dritten Jahrtausends darzulegen und ein integratives Modell zur Steuerung kultureller Prozesse zu etablieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie der Mensch seine eigene kulturelle Identität im Einklang mit einer universalen, schöpfungsbasierten Ordnung erkennen und für ein friedfertiges Miteinander nutzen kann, um dialektische Konfliktspiralen zu überwinden.
- Analyse nationalkultureller Dimensionen und historischer Prägungen, insbesondere am Beispiel Deutschlands.
- Entwicklung eines transkulturellen Management-Profilers zur multidimensionalen Selbst- und Fremderkenntnis.
- Integration physikalischer, psychologischer und metaphysischer Erkenntnisse in eine ganzheitliche Kulturtheorie.
- Untersuchung von Wegen zur friedlichen Koexistenz myriadenfacher Diversität in einer allintegrativen Einheit.
- Kulturelle Heilungsprozesse als Voraussetzung für globale Zusammenarbeit.
Auszug aus dem Buch
Deutsche Stärken und Schwächen. Versuch einer Kulturanalyse
Viele, insbesondere Menschen der älteren Generation, sowie auch jüngere, möchten der Selbstreflexion aus verständlichen Gründen der Tabuisierung, der Vergötterung oder der Verwerfung der kulturellen Selbsterkenntnis überdrüssig sein, doch die kulturübergreifenden Erkenntnisse der alten Zivilisationen bis hin zur Harvard Management Psychologie weisen einstimmig auf die Selbstbewusstheit und Selbsterkenntnis als unabdingbare Voraussetzung für den wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Erfolg der Individuen und somit dieser die Kulturen bildenden Komponenten hin und führen die Menschen immer wieder auf ihren wunden Punkt zurück, bis sie sich der Herausforderung stellen. Dies kann man insbesondere dem kurzen Überblick über das Primat der Selbsterkenntnis aller Kulturen und Zivilisationen in Teil 3 entnehmen:
Schwach ist nicht der, der seine Schwäche erkennt und anerkennt und somit auf dem Weg der Genesung und Stärkung ist, sondern der, der seine Schwäche nicht erkennt und anerkennt und diese durch das Kannibalisieren anderer zu kompensieren sucht und somit nicht selbst wachsen und stärker werden kann, statt im Wege der Affirmation seiner inneren Kraft zu erstarken. Bisweilen liegt in der vermeintlichen Schwäche große Kraft. Stärke und Schwäche sind kulturrelative Begriffe und bedürfen einer kulturellen Präzisierung. Die Konfuzianische Ethik beispielsweise leitet aus der Position des Stärkeren eine Verpflichtung zur Sorge des Stärkeren um den Schwächeren und die Loyalität des letzteren gegenüber dem ersteren ab, sowohl intrakulturell als auch interkulturell. Diese Weltanschauung ist im Begriff, dazu beizutragen, den großen Drachen von einem globalen Underdog zu einer beherrschenden geopolitischen und weltwirtschaftlichen Größe, der die hegemoniale Supermacht Amerika überflügeln könnte, avancieren zu lassen.
Zusammenfassung der Kapitel
Nationalkulturelle Dimensionen der Selbsterkenntnis: Dieses Kapitel analysiert deutsche Identitätsmuster, historische Transformationen und die Notwendigkeit, sich aus einer "Philosophie der Anmaßung" zu lösen.
Universelle Dimensionen individueller und kultureller Selbsterkenntnis: Hier werden die Integrität der Schöpfung und ein religiöses Einheitsbewusstsein als fundamentale Grundlagen für das Verständnis menschlicher Kultur und Existenz herausgearbeitet.
Die Integration der Multidimensionalität menschlicher Selbsterkenntnis: Dieses Kapitel evaluiert den aktuellen Stand der interkulturellen Forschung und leitet die Notwendigkeit einer transkulturellen Perspektive ab.
Kulturelle Techniken als Wegbereiter von der kulturellen und interkulturellen, über die transkulturelle hin zur Schöpfungserkenntnis: Es werden praktische Instrumente und Modelle zur Steuerung intrapsychischer Prozesse in interkulturellen Begegnungen vorgestellt.
Inter- und transkulturelle Fachterminologie: Terminologische Systematisierung eines erweiterten integrativen kulturellen Erkenntnishorizontes: Ein systematisches Glossar, das die zentralen Begriffe und Konzepte des Werkes definiert.
Schlüsselwörter
Selbsterkenntnis, Kultur, Identität, Schöpfungsordnung, Ethik, Integration, Diversität, Management, Transkulturalität, Religion, Bewusstsein, Dualität, Einheit, Transformation, Interkulturelle Kompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit einer vertieften Selbsterkenntnis als Basis für erfolgreiches und konfliktfreies Management in einer globalisierten, multikulturellen Welt.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse nationaler Identitäten, der metaphysischen Begründung von Kultur, der Synthese von Naturwissenschaft und Spiritualität sowie der Entwicklung praktischer interkultureller Managementtechniken.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, ein "transkulturelles" Modell zu entwickeln, das über rein oberflächliche Unterschiede hinausgeht und durch die Integration des Menschen in eine höhere schöpfungskonforme Ordnung nachhaltige Lösungen für Kulturkonflikte ermöglicht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt eine transdisziplinäre Methode, die Erkenntnisse aus Philosophie, Religion, Psychologie, Biologie und Quantenphysik miteinander verknüpft, um ein ganzheitliches Verständnis von Kultur und Identität zu erzeugen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse nationalkultureller Dimensionen, die Ableitung universeller Prinzipien menschlicher Identität sowie die Vorstellung des "Transkulturellen Profilers" als Steuerungsinstrument.
Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Identität, Schöpfungsordnung, transkulturelle Intelligenz, komplementäre Integration und die Überwindung dialektischer Konfliktmuster.
Welche Rolle spielt die "Trinität" im transkulturellen Ansatz?
Die Trinität dient dem Autor als zentrale Metapher für eine holistische Architektur des Menschen (Geist-Körper-Seele) und als Integrationsprinzip, das die dialektischen Spaltungen des Mentalen überbrückt.
Wie bewertet der Autor die deutsche Kulturhistorie?
Der Autor sieht in der deutschen Geschichte eine Tendenz zur "Philosophie der Anmaßung" und eine Abwendung von transzendenten Werten, die durch Rückbesinnung auf eine tieferliegende Integrität geheilt werden muss.
Was ist das "Transkulturelle Management-Modell"?
Es ist ein systematischer Rahmen (Dom-Modell), der zwölf Dimensionen der menschlichen Psyche und Kultur integriert, um Führungskräften eine multidimensionale Navigation in komplexen globalen Umfeldern zu ermöglichen.
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- D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deissler (Autor), 2012, Der Primat des Managements multidimensionaler Selbsterkenntnis - Eine deutsche und universelle Perspektive, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190967