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Resilienz in der pädagogischen Arbeit

Die Bedeutung zentraler Resilienzfaktoren und Möglichkeiten ihrer Förderung in der pädagogischen Praxis

Título: Resilienz in der pädagogischen Arbeit

Tesis de Máster , 2011 , 95 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Sandra Eggers (Autor)

Psicología - Psicología del desarrollo
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Die Frage, welche Faktoren dazu beitragen dass sich manche Kinder positiv entwickeln, obwohl sie einer hohen Belastung ausgesetzt sind und warum andere Kinder mit ähnlicher Problematik Entwicklungsstörungen aufweisen, beschäftigt aktuell die Resilienzforschung, mit der ich mich in der vorliegenden Arbeit auseinandersetzen werde. Darüber hinaus ist mir ein Anliegen aufzuzeigen, wie die aktuellen Erkenntnisse aus der Resilienzforschung für die Praxis genutzt werden können.

Anhaltspunkte dafür, wie die Ausbildung und Stärkung von Resilienz in der pädagogischen Arbeit umgesetzt werden kann, sind gerade im Hinblick auf die zunehmenden Belastungen von Kindern wichtig. Seit einigen Jahren wird verstärkt versucht, neben Risikofaktoren für die Entstehung psychischer Störungen auch Schutzfaktoren, die für den Erhalt seelischer Gesundheit bedeutsam sind, zu identifizieren. Aus diesem Wechsel der Blickrichtung ergaben sich neue Wege für die Präventionsforschung.

Heute liegt der Fokus nicht mehr ausschließlich auf der Minimierung von Fehlverhalten um Störungen zu beheben, sondern vermehrt auf der Förderung von Kompetenzen und Fähigkeiten, die zu einer positiven Lebensbewältigung verhelfen. Basierend auf dem Konzept der Salutogenese von Aaron Antonovsky und verschiedenen Langzeitstudien, insbesondere der Kauai-Studie von Emmy Werner, hat sich die Resilienzforschung etabliert.

Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, die grundlegenden Konzepte der Resilienzforschung verständlich darzustellen und die Ergebnisse der wichtigsten empirischen Langzeitstudien zu beleuchten. Darüber hinaus soll die Bedeutung des Resilienzkonzeptes für die pädagogische Praxis verdeutlicht werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Resilienzforschung

2.2.1 Entwicklung der Resilienzforschung

2.2.2 Zentrale Konzepte der Resilienzforschung

2.2.2.1 Das Konzept der Salutogenese von Antonovsky

2.2.2.2 Das Risikofaktorenkonzept

2.2.2.3 Das Schutzfaktorenkonzept

2.2.3 Das Zusammenwirken von Risiko- und Schutzfaktoren

2.2.3.1 Die Beeinträchtigungs – Ressourcen - Konstellation nach Staudinger (1999)

2.2.3.2 Das Rahmenmodell von Resilienz nach Kumpfer (1999)

3. Empirische Befunde zur Resilienzforschung

3.1 Beschreibung wichtiger Studien aus der Resilienzforschung

3.1.1 Die „Kauai-Längsschnittstudie“

3.1.2 Die „Mannheimer Risikokinderstudie“

3.1.3 Die „Bielefelder Invulnerabilitätsstudie“

3.2 Ergebnisse der empirischen Forschung

3.2.2 Resilienzfaktoren

3.2.2.1 Personale Ressourcen

3.2.2.2 Soziale Ressourcen

3.2.3 Geschlechterspezifische Varianzen bei der Entwicklung von Resilienz

3.2.3.1 Geschlechterbedingte Faktoren auf der individuellen Ebene

3.2.3.2 Geschlechterbedingte Faktoren auf der sozialen Ebene

3.2.4 Die Bedeutung von Bindungen: Psychische Sicherheit als Voraussetzung für die Entwicklung von Resilienz

3.2.4.1 Entwicklungsneurobiologische Erkenntnisse

4. Prävention und Intervention

4.1. Anforderungen an resilienzorientierte Präventionsprogramme in Bildungseinrichtungen

4.1.1 Resilienzförderung von Vorschulkindern

4.1.2 Resilienzförderung von Schulkindern

4.1.3 Programme zur Förderung von Resilienz

4.1.4 Programme für Bezugspersonen

5. Eigenes Konzept zur Förderung von Resilienz

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Masterarbeit untersucht das Phänomen der Resilienz und dessen gezielte Förderung im pädagogischen Kontext. Ziel ist es, grundlegende Konzepte der Resilienzforschung verständlich darzustellen, zentrale empirische Langzeitstudien zu beleuchten und die Bedeutung dieser Erkenntnisse für die pädagogische Praxis – insbesondere für die Arbeit mit Kindern unter belastenden Lebensbedingungen – abzuleiten und ein eigenes Förderkonzept zu entwerfen.

  • Grundlagen der Resilienzforschung und der Perspektivenwechsel vom Defizit- zum Ressourcenmodell
  • Analyse zentraler Risiko- und Schutzfaktoren sowie deren Wechselwirkung im Entwicklungsverlauf
  • Evaluierung empirischer Langzeitstudien (z. B. Kauai-Längsschnittstudie, Mannheimer Risikokinderstudie)
  • Bedeutung von Bindungserfahrungen und entwicklungsneurobiologischer Erkenntnisse für die Widerstandsfähigkeit
  • Praktische Implikationen und Interventionsstrategien für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen

Auszug aus dem Buch

2.2.2.1 Das Konzept der Salutogenese von Antonovsky

Zu dem genannten Perspektivenwechsel von einem risikoorientierten zu einem ressourcenorientierten Modell in den Human- und Sozialwissenschaften Anfang der 1970er Jahre hat das Konzept der Salutogenese (Salus,lat.= Unverletztheit, Heil) des Medizinsoziologen Aaron Antonovsky (1979) erheblich beigetragen. Für Antonovsky stand die Frage im Vordergrund: „Wie wird ein Mensch mehr gesund und weniger krank?“ (Bengel, Strittmatter und Willmann 2001, S.24). Anstatt sich darauf zu konzentrieren, was einen Menschen krank macht, sollte man seiner Ansicht nach vielmehr darauf schauen, was die Person trotz vieler gesundheitsgefährdender Einflüsse gesund erhält. Folglich wurde die Suche nach spezifischen Krankheitsursachen um die Suche nach gesunderhaltenden und -fördernden Maßnahmen erweitert.

Worin sich diese „salutogenetische Blickrichtung“ (Wustmann 2011, S.26) im Vergleich zum vorherrschenden Denken der damaligen Medizin unterscheidet, hat Antonovsky mit einer Metapher veranschaulicht: Menschen schwimmen in einem Fluss voller gefährlicher Strudel und Stromschnellen. Der Fluss symbolisiert das individuelle Leben eines Menschen, welches – genau wie der Verlauf des Flusses – sehr unterschiedlich sein kann. Der Schwimmer in dem Fluss muss Hindernisse, wie Stromschnellen, Strudel und gefährliche Tiere überwinden, im wahren Leben Armut, Krankheit und Krisen. Um mit diesen Hindernissen zurechtzukommen, braucht der Mensch Ressourcen und Schutzfaktoren. Beim pathogenetischen Ansatz, dem Risikofaktorenmodell, wird probiert, den Schwimmer in einer gefährlichen Situation zu retten. Im salutogenetischen Modell wird man versuchen, den Menschen zu einem guten Schwimmer auszubilden, oder ihm das Schwimmen zu erleichtern, damit er alleine die schwierigen Situationen meistern kann (vgl. Bengel, Strittmatter und Willmann, 2001, S.141; Kipker 2008, S.25). Für Antonovsky ist es also wichtig, dass Faktoren gefunden werden, die trotz aller gegebenen Widrigkeiten des Lebens gute Perspektiven ermöglichen (vgl. Kipker 2008, S.25).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit begründet das Interesse an Resilienz aus einer pädagogisch-psychologischen Perspektive und skizziert die Relevanz der Resilienzförderung für die Praxis.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Resilienz und stellt zentrale Konzepte vor, darunter das Risikofaktorenkonzept, das Schutzfaktorenkonzept und das Salutogenese-Modell.

3. Empirische Befunde zur Resilienzforschung: Hier werden maßgebliche Langzeitstudien vorgestellt und deren Ergebnisse zu personalen und sozialen Ressourcen sowie geschlechterspezifischen Aspekten analysiert.

4. Prävention und Intervention: Das Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse in die praktische Pädagogik und stellt verschiedene Programme für Kinder und Bezugspersonen vor.

5. Eigenes Konzept zur Förderung von Resilienz: Die Autorin entwirft basierend auf der Forschung ein eigenes pädagogisches Training zur Förderung der Resilienz, das auf Bewusstseinserweiterung und kommunikativen Strategien basiert.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Kinder durch die Stärkung von Ressourcen bei der Bewältigung schwieriger Lebensbedingungen zu unterstützen.

Schlüsselwörter

Resilienz, Resilienzförderung, Pädagogik, Salutogenese, Risikofaktoren, Schutzfaktoren, Bindungsforschung, Stressbewältigung, Kindesentwicklung, Entwicklungsrisiken, Pädagogische Praxis, Prävention, Intervention, Selbstwirksamkeit, psychosoziale Ressourcen

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Resilienz von Kindern, also ihrer psychischen Widerstandsfähigkeit gegenüber Entwicklungsrisiken, und wie diese durch pädagogische Maßnahmen gezielt gestärkt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Resilienz, die Analyse empirischer Langzeitstudien, die Bedeutung von Bindungserfahrungen sowie konkrete Ansätze für Prävention und Intervention im pädagogischen Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Konzepte der Resilienzforschung für die pädagogische Praxis nutzbar zu machen, um Pädagogen bei der Förderung von Kindern in belastenden Lebenssituationen zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine fundierte Literatur- und Theorieanalyse sowie die Auswertung relevanter empirischer Langzeitstudien aus der Resilienzforschung, um daraus praktische Interventionsmöglichkeiten abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Konzepte (Salutogenese, Risiko-/Schutzfaktoren), eine ausführliche Darstellung der empirischen Befunde zu Resilienzfaktoren und deren Förderung in Bildungseinrichtungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Resilienz, Ressourcenorientierung, Bindungssicherheit, Prävention und pädagogische Handlungskompetenz geprägt.

Was unterscheidet das hier vorgestellte Konzept von anderen Ansätzen?

Das eigene Konzept (PÄTREK) zielt spezifisch auf die Bewusstseinserweiterung von Pädagogen ab und integriert konkrete kommunikative Trainingsmethoden für den unmittelbaren Kita- oder Schulalltag.

Welche Bedeutung kommt der Eltern-Kind-Interaktion zu?

Die Arbeit betont, dass eine sichere Bindung und eine feinfühlige Interaktion zwischen Bezugspersonen und Kind eine elementare Voraussetzung für die Entwicklung von Resilienz darstellen.

Warum ist eine geschlechterspezifische Betrachtung wichtig?

Die Autorin stellt heraus, dass Mädchen und Jungen in unterschiedlichen Entwicklungsphasen (z. B. Pubertät) differenzierten Risiken ausgesetzt sind und somit jeweils spezifische Schutzfaktoren benötigen.

Welche Rolle spielt die "didaktisch-psychologische" Haltung?

Die Haltung der Fachkräfte, geprägt von Empathie, Wertschätzung und Struktur, bildet die notwendige Basis, damit resilienzfördernde Maßnahmen in der Praxis erfolgreich wirken können.

Final del extracto de 95 páginas  - subir

Detalles

Título
Resilienz in der pädagogischen Arbeit
Subtítulo
Die Bedeutung zentraler Resilienzfaktoren und Möglichkeiten ihrer Förderung in der pädagogischen Praxis
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Philosophische Fakultät)
Calificación
1,3
Autor
Sandra Eggers (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
95
No. de catálogo
V190969
ISBN (Ebook)
9783656157397
ISBN (Libro)
9783656157908
Idioma
Alemán
Etiqueta
resilienz pädagogischen arbeit bedeutung resilienzfaktoren möglichkeiten förderung praxis überlegungen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sandra Eggers (Autor), 2011, Resilienz in der pädagogischen Arbeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190969
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