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Theorien sozialer Schichtung

Titre: Theorien sozialer Schichtung

Dossier / Travail , 2009 , 18 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Benjamin Hagenmüller (Auteur)

Travail Social
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In allen Arten von menschlichen Gesellschaften existieren Unterschiede und Ungleichheit. Unter sozialer Schichtung versteht man die Gliederung der Gesellschaft nach verschiedenen Kriterien und Positionen. Menschen leben seit Jahrhunderten in großer Anzahl zusammen. Seit diesem Zeitpunkt kommt es auch zwangsläufig zu Differenzierungen unter den Menschen. Dies Phänomen begegnet uns von der Geschichte bis zur Gegenwart und wird uns auch immer begegnen. Es gibt die verschiedensten Theorien über soziale Schichtung. Ich werde in dieser Hausarbeit die Theorien von Karl Marx, Max Weber und Michael Vester erklären, miteinander vergleichen und versuchen sie auf die heutige Zeit anzuwenden. Gibt es heutzutage überhaupt noch Schichtung? Was macht eine Schicht aus? Diese Fragen haben mich zum Nachdenken angeregt und ich werde versuchen, sie mit Hilfe der Theorien von Marx, Weber und Vester zu beantworten. Marx und Weber haben beide Klassentheorien aufgestellt. Wobei Weber in seiner Theorie nicht nur zwischen Klassen unterscheidet sondern auch noch zwischen Klassen und Stände. Vester hat keine Klassentheorie aufgestellt, sondern arbeitet mit Milieus. Milieus haben einen wichtigen Standpunkt in der Gliederung von Menschen. Ebenfalls spielt die soziale Ungleichheit eine wichtige Rolle in den Schichtungstheorien. Soziale Ungleichheit kann man in zwei verschiedene Lagen aufteilen. Es wird zwischen der „vertikalen Ungleichheit“ und der „horizontalen Ungleichheit“ unterschieden. Ich werde später ebenfalls auf diese zwei verschieden Ebenen der sozialen Ungleichheit eingehen. Ich habe mich für Marx, Weber und Vester entschieden, da diese drei in ihren Theorien sehr unterschiedlich sind, jedoch auch Gemeinsamkeiten haben. Und sie sind von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur heutigen Zeit vertreten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung in die Theorien der sozialen Schichtung

2.1. Soziale Lagen

2.1.1. Vertikale / horizontale Ungleichheit

2.2. Klassendenken nach Marx

2.3. Klassen- und Ständedenken nach Weber

2.4. Habitus und Milieudenken nach Vester

3. Gibt es heutzutage noch Schichtung?

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, verschiedene klassische und moderne Schichtungsmodelle kritisch zu betrachten und deren Relevanz für die gegenwärtige Gesellschaft zu prüfen. Hierbei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern soziale Schichtung in der heutigen Zeit überhaupt noch existiert und welche Mechanismen der Differenzierung und Ungleichheit dabei wirken.

  • Vergleich der Schichtungstheorien von Karl Marx, Max Weber und Michael Vester.
  • Unterscheidung zwischen vertikaler und horizontaler sozialer Ungleichheit.
  • Analyse des Begriffs der sozialen Lagen und ihrer multidimensionalen Struktur.
  • Untersuchung der Bedeutung von Habitus und Milieudenken für die gesellschaftliche Gliederung.
  • Diskussion über die Persistenz von Schichtstrukturen im Kontext des gesellschaftlichen Wandels.

Auszug aus dem Buch

2.4. Habitus und Milieudenken nach Michael Vester

Der Begriff "Dreiklassen Gesellschaft", der sich bis auf die Antike zurückführen lässt, wurde historisch geprägt. Die Gesellschaft wird heute noch in Oberschicht, Mittelschicht und Unterschicht eingeteilt und hat sich in den letzten Jahrtausenden, obwohl sie in ihren Grundzügen gleichblieb, verändert. So wurde die Sklaverei abgeschafft und eine Arbeiterschicht etabliert. Aber auch diese unterliegt Veränderungsprozessen, wie auch die Zugehörigkeit zur Oberschicht nicht mehr nur der Aristokratie vorbehalten ist.

Der Begriff, der Klasse oder Schichtzugehörigkeit spielt heutzutage jedoch eine eher untergeordnete Rolle. Im Vordergrund wird heute die Zugehörigkeit zu bestimmten sozialen Milieus, mit deren Lebensstilen gesehen. Menschen verdeutlichen ihr soziales Milieu durch einen entsprechenden Habitus und der damit verbunden Mentalität. Die Alltagspraxis, der Konsumgeschmack und das Partizipationsverhalten werden in vieler Hinsicht als stärker prägend befunden, als bestimmte Klassen- oder Schichtzugehörigkeiten.

Die Zuordnung zu einer Klasse erfolgt "fremdbestimmt", das heißt als Zuschreibung von außen, nach ökonomischen, wissenschaftlichen Kriterien oder objektiven Interessen. Die Zugehörigkeit zu Milieus dagegen ist "selbstbestimmt", sie wird also als frei wählbar beschrieben. Inwieweit soziale Milieus wirklich für das Individuum frei wählbar sind, ist in der Forschung stark umstritten.

Soziale Milieus fassen Menschen zusammen, die sich in ihrer Lebensauffassung und Lebensweise ähneln. Sie sind Lebensstilgemeinschaften, in denen sich Menschen wiedererkennen, die Vorlieben und Abneigungen in der Lebensführung, im Ausdruck der eigenen Person, in ihren Gewohnheiten, in ihrer Sicht der Dinge und ihren Kommunikationsgewohnheiten teilen, also in ihrer Alltagsästhetik. Unter Alltagsästhetik wird verstanden, was der Mensch im täglichem Umfeld als schön empfindet, woraus sich sein Stil entwickelt (was ist "in", was ist "out"). Diese alltagsästhetischen Stile werden in den Untersuchungen über soziale Milieus, zusammengefasst und den einzelnen Milieus zugeschrieben. Es handelt sich hier um ein Cluster-Verfahren, welches ständigen Veränderungen aufgrund des "Objektes Mensch", unterworfen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung in die Theorien der sozialen Schichtung: Dieses Kapitel führt in das Phänomen der sozialen Ungleichheit ein und stellt die theoretischen Ansätze von Marx, Weber und Vester vor, die im weiteren Verlauf verglichen werden.

2.1. Soziale Lagen: Hier werden Lagemodelle als mehrdimensionale Erweiterungen traditioneller Schichtanalysen erläutert, wobei insbesondere das Zusammenspiel verschiedener sozialer Merkmale betrachtet wird.

2.1.1. Vertikale / horizontale Ungleichheit: Dieser Abschnitt differenziert zwischen hierarchisch geordneter vertikaler Schichtung und der durch andere soziale Merkmale geprägten horizontalen Ungleichheit.

2.2. Klassendenken nach Marx: Das Kapitel befasst sich mit der kapitalistischen Klassengesellschaft nach Marx und der zentralen Rolle des Privateigentums und des Klassenkampfes.

2.3. Klassen- und Ständedenken nach Weber: Hier wird Webers detailliertere Klassentheorie dargelegt, die zusätzlich zu Klassen auch Stände und Parteien als Dimensionen des Ungleichheitssystems definiert.

2.4. Habitus und Milieudenken nach Vester: Dieser Teil analysiert Vesters Konzept der sozialen Milieus und des Habitus, welche die Lebensstile und das soziale Auftreten von Individuen stärker prägen als rein ökonomische Schichtzugehörigkeiten.

3. Gibt es heutzutage noch Schichtung?: Das abschließende Kapitel reflektiert die theoretischen Ergebnisse und diskutiert, inwieweit klassische Schichtungsstrukturen trotz gesellschaftlichen Wandels weiterhin Bestand haben.

Schlüsselwörter

Soziale Schichtung, Ungleichheit, Karl Marx, Max Weber, Michael Vester, Klassen, Stände, Milieus, Habitus, Lebensweise, Kapitalismus, Soziale Lagen, Alltagsästhetik, Gesellschaftsstruktur, Macht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der sozialen Schichtung und untersucht, wie verschiedene Ansätze soziale Ungleichheit erklären.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit umfasst das Klassendenken nach Marx, Webers Drei-Komponenten-Theorie sowie das moderne Milieudenken und den Habitus-Begriff nach Vester.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, klassische und moderne Schichtungsmodelle gegenüberzustellen und deren Anwendbarkeit auf die heutige Gesellschaft kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, in der die Konzepte der genannten Soziologen erläutert und miteinander verglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die einzelnen Theorien von Marx, Weber und Vester detailliert analysiert sowie die Unterschiede zwischen vertikaler und horizontaler Ungleichheit herausgearbeitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind soziale Schichtung, Ungleichheit, Klassen, Milieus, Habitus und Gesellschaftsstruktur.

Worin unterscheiden sich die Ansätze von Marx und Vester grundlegend?

Während Marx bei der Klassenbildung primär auf ökonomische Kriterien und das Privateigentum fokussiert, stellt Vester die kulturelle Dimension, den Lebensstil und den Habitus innerhalb sozialer Milieus in den Vordergrund.

Wie definiert Max Weber den Begriff der Stände?

Für Weber zeichnen sich Stände durch eine spezifische soziale Schätzung, Privilegierung und eine gemeinsame Lebensführung aus, die sich vom reinen, ökonomisch determinierten Klassendenken unterscheidet.

Was versteht man unter dem "Habitus" bei Michael Vester?

Der Habitus beschreibt ein System dauerhafter Dispositionen, welches Wahrnehmungs- und Handlungsmuster eines Menschen prägt und Ausdruck seiner sozialen Herkunft und seines Milieus ist.

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Résumé des informations

Titre
Theorien sozialer Schichtung
Université
University of Applied Sciences Esslingen
Note
1,7
Auteur
Benjamin Hagenmüller (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
18
N° de catalogue
V191071
ISBN (ebook)
9783656157328
ISBN (Livre)
9783656157946
Langue
allemand
mots-clé
theorien schichtung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Benjamin Hagenmüller (Auteur), 2009, Theorien sozialer Schichtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191071
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Extrait de  18  pages
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