Jungmoränenlandschaft in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern


Seminararbeit, 2012

18 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entwicklung im Pleistozän
2.1 Glaziale Serie
2.2 Oberflächenformen der Jungmoränenlandschaft

3 Schleswig-Holstein
3.1 Eisrandlagen
3.2 Holsteinische Schweiz

4 Mecklenburg-Vorpommern
4.1 Eisrandlagen
4.2 Mecklenburgische Seenplatte
4.2.1 Schmaler Luzin
4.2.2 Teterower See
4.2.3 Müritz

5 Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

„Herr Professor, unser Studienrat, Herr M., hat uns erzählt, daß [sic] es in anderen Teilen Norddeutschlands Grundmoränen-Ebenen, kuppige Grundmoränenlandschaft, Endmoränen und Sandur gibt, daß [sic] er aber nicht wisse, wo solche in Ostholstein seien.“

Der andere Schüler: „ Unser Lehrer fügte hinzu, anderswo geben es geologische Karten, aus denen man sich über die Gebilde, die die Erdoberfläche formten, gut unterrichten könne. Wir möchten gerne wissen, wo wir diese Karte wenigstens einmal einsehen könnten.“

„Leider kann ich Ihnen diese Karten auch nicht zeigen. Die gibt es nicht.“

„Warum gibt es sie für den ehemaligen deutschen Osten überall, wie unser Studienrat sagte, aber hier bei uns nicht?“

„Weil die frühere Provinzialverwaltung und die Preußische Geologische Landesanstalt in Berlin sich über die Kostenverteilung leider nie einigen konnten.“

„Wird es nun aber bald diese Karten geben?“

„Hoffentlich! Jetzt, wo das Landesamt für Angewandte Geologie allein von Schleswig-Holstein betreut wird, kann dieses Amt die Karten hoffentlich in einigen Jahren liefern. Die Hauptaufgabe dieses Amtes sollte es wenigstens sein, diese Karten endlich herauszubringen.“

„Aber, Herr Professor, könnten Sie uns wenigstens sagen, wo wir in Ostholstein Grundmoränen-Ebenen, Schmelzwassersand-Ebenen und Wallberge finden? Wir möchten gerne über die Entstehung unserer heimischen Oberflächenformen eine Jahresarbeit machen.“

„Einen Teil ihrer Fragen könnte ich wohl beantworten, denn ich habe kürzlich den nordöstlichen Teil von Ostholstein auf seinen eiszeitgeschichtlichen Inhalt neu untersucht. Aber wäre es nicht richtiger, Sie versuchen selber, dieses Kapitel der Erdgeschichte aus der Natur herauszulesen?“

„Gerne! Aber wie sollen wir das anfangen?“

„Zunächst unterrichten Sie sich über die eisbedingten Grundformen, wie Satz- und Stauch-Endmoränen, Zungenbecken, Os – auch Wallberge genannt- und Grundmoränen-Ebenen!“ ( Gripp 1952:119).

Mittlerweile ist die Eiszeitforschung ein wenig weiter, allerdings hat sich am Landschaftsbild geomorphologisch seit den 1950er Jahren nicht viel verändert. Die Mittel und Wege zu Informationsmaterial sind heutzutage durch Internet und bibliothekarische Verbunde wesentlich einfacher. Diese Hausarbeit wird sich damit befassen die Umstände der glazialen Formung zu erläutern, die Oberflächenformen der Jungmoränenlandschaft werden für den weiteren Verlauf der Arbeit näher erklärt, die Landschaft Norddeutschlands in verschieden geformte Bereiche gegliedert, hierbei wird besonderes Augenmerk auf die Jungmoränenlandschaft gelegt. Die noch heute sichtbaren Hohlformen der Jungmoränenlandschaft in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern werden einige schöne Beispiele für die glaziale Formung aufzeigen. Die Seitenzahl der Arbeit wird umfangreicher ausfallen, da es wichtig erschien, die Abläufe anhand von Bild- und Kartenmaterial in angemessener Größe zu veranschaulichen.

Um die Abläufe zeitlich richtig einordnen zu können, wird eine Zeittafel, siehe Tabelle 1, vorangestellt, auf die immer wieder zurückgegriffen werden kann.

Tab. 1: Pleistozängliederung in Europa (Brunnacker 1990:64, verändert)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2 Entwicklung im Pleistozän

Das skandinavische Inlandeis war maßgeblich für die Formung der Küstengebiete der Ostsee im Pleistozän verantwortlich. Prozesse wie glaziäre Exaration und glaziäre Akkumulation wirkten auf die Küstenstreifen. Der Vorstoß, wie in Abbildung 1 ersichtlich, der älteren Eiszeiten Elster, mittleres Pleistozän, und Saale, frühes Spätpleistozän, reichten viel weiter nach Süden, als der Vorstoß der Weichseleiszeit im späten Spätpleistozän.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Das europäische Vereisungsgebiet (Goudie 2007:61, verändert)

In Schleswig-Holstein liegen die weichseleiszeitlichen Randlagen (Brandenburger, Frankfurter und Pommersches Stadium) sehr dicht bei einander, kaum von einander zu trennen. In Mecklenburg-Vorpommern trennen sie sich und liegen weiter auseinander, so dass die einzelnen Stadien gut erkennbar sind (Liedtke & Marcinek 1995:239 ff.). Die Eisrandlagen werden in den Kapiteln Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern detailliert erläutert. Die Jungmoränenlandschaft ist eine der jüngsten Landschaften überhaupt. Sie ist auf dem Gebiet der Vereisungen der Weichseleiszeit zu finden. Sie erstreckt sich in Deutschland über das östliche Schleswig-Holstein, über Mecklenburg-Vorpommern bis nach Brandenburg, wie auf Abbildung 1 schon zu erahnen ist.

2.1 Glaziale Serie

Sie ist eine etwa gleichzeitig entstandene (und damit gleichaltrige) Formengemeinschaft an einem Gletschereisrand, deren einzelne Glieder räumlich aufeinanderfolgen. Vom Zentrum des Inlandeisschildes reihen sich in Norddeutschland meist aneinander: 1. die Grundmoräne (mit Zungenbecken), 2. die Endmoräne, 3. der Sander und 4. das Urstromtal.“ (Liedkte & Marcinek 1995:275).

Die glaziale Serie, fasst eine nach bestimmten Regeln folgende Aneinaderreihung von Aufschüttungs und Ausschürfungsformen zusammen (Embleton et al. 1992:106).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Glaziale Serie (Klett o.J.)

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Jungmoränenlandschaft in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern
Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg)  (Institut für Geographie und ihre Didaktik)
Veranstaltung
Ausgewählte Themen der Physischen Geographie
Note
2,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
18
Katalognummer
V191101
ISBN (eBook)
9783656157199
Dateigröße
8202 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
jungmoränenlandschaft, schleswig-holstein, mecklenburg-vorpommern
Arbeit zitieren
Friederike Schultz (Autor), 2012, Jungmoränenlandschaft in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191101

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