Mittlerweile ist die Eiszeitforschung ein wenig weiter, allerdings hat sich am Landschaftsbild geomorphologisch seit den 1950er Jahren nicht viel verändert. Die Mittel und Wege zu Informationsmaterial sind heutzutage durch Internet und bibliothekarische Verbunde wesentlich einfacher. Diese Hausarbeit wird sich damit befassen die Umstände der glazialen Formung zu erläutern, die Oberflächenformen der Jungmoränenlandschaft werden für den weiteren Verlauf der Arbeit näher erklärt, die Landschaft Norddeutschlands in verschieden geformte Bereiche gegliedert, hierbei wird besonderes Augenmerk auf die Jungmoränenlandschaft gelegt. Die noch heute sichtbaren Hohlformen der Jungmoränenlandschaft in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern werden einige schöne Beispiele für die glaziale Formung aufzeigen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Entwicklung im Pleistozän
2.1 Glaziale Serie
2.2 Oberflächenformen der Jungmoränenlandschaft
3 Schleswig-Holstein
3.1 Eisrandlagen
3.2 Holsteinische Schweiz
4 Mecklenburg-Vorpommern
4.1 Eisrandlagen
4.2 Mecklenburgische Seenplatte
4.2.1 Schmaler Luzin
4.2.2 Teterower See
4.2.3 Müritz
5 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der geomorphologischen Entstehung und den spezifischen Oberflächenformen der norddeutschen Jungmoränenlandschaft, wobei ein besonderer Fokus auf den Regionen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern liegt.
- Glaziale Formungsprinzipien und die glaziale Serie
- Charakteristische Landschaftselemente wie Drumlins, Kames und Oser
- Eisrandlagen während des Weichselglazials
- Vergleichende Analyse von Seenlandschaften als Hohlformen
- Einfluss der eiszeitlichen Prozesse auf die heutige Küstengliederung
Auszug aus dem Buch
2.2 Oberflächenformen der Jungmoränenlandschaft
Das Jungmoränengebiet erstreckt sich über den Bereich der weichselglazialen Vergletscherung. Das landschaftliche Gepräge ist besonders von vielen Seen, Hohlformen und einer hügeligen Landschaft gezeichnet. Der glaziale Formenschatz beinhaltet Formen wie Drumlins, Kames, Oser, sowie Rinnen- und Zungenbecken. Drumlins liegen in der Bewegungsrichtung des sich zurückgezogenen Gletschers. Sie können mehrere Hundertmeter lang werden und einige Meter hoch. Drumlins (Abbildung 3) besitzen eine längliche oder ovale Form. Die Seite, die dem Gletscher zugewandt ist, ist steil, die abgewandte Seite ist flach auslaufend.
Kames (Abbildung 4) hingegen sind Schmelzwasseraufschüttungen zwischen bzw. an Toteisblöcken. Sie besitzen eine kuppige oder hügelige Form. Kames können in Oser übergehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der eiszeitlichen Geomorphologie ein und beleuchtet die Bedeutung der Erforschung heimischer Oberflächenformen.
2 Entwicklung im Pleistozän: Dieses Kapitel erläutert die wesentlichen geologischen Prozesse des Pleistozäns, insbesondere die glaziale Serie als Grundlage der Landschaftsformung.
3 Schleswig-Holstein: Hier wird die glaziale Prägung Schleswig-Holsteins, einschließlich der Eisrandlagen und der speziellen Strukturen der Holsteinischen Schweiz, detailliert beschrieben.
4 Mecklenburg-Vorpommern: Dieser Abschnitt analysiert das Jungmoränengebiet in Mecklenburg-Vorpommern sowie die morphologischen Besonderheiten einzelner Seen wie dem Schmalen Luzin, dem Teterower See und der Müritz.
5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einem Resümee über die Vielfalt des glazialen Formenschatzes und hebt die Ähnlichkeiten der Jungmoränenlandschaften in Norddeutschland hervor.
Schlüsselwörter
Jungmoränenlandschaft, Pleistozän, Weichselglazial, Glaziale Serie, Eisrandlagen, Schmelzwasser, Rinnenseen, Zungenbecken, Drumlins, Kames, Oser, Toteislöcher, Geomorphologie, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der geologischen Entstehung und den daraus resultierenden Oberflächenformen im norddeutschen Raum, die durch die letzte Eiszeit (Weichselglazial) geprägt wurden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die glaziale Serie, die Identifikation von Eisrandlagen sowie die Beschreibung spezifischer Hohlformen wie Seen und typischer Aufschüttungsformen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Umstände der glazialen Formung zu erläutern und die charakteristischen Landschaftsmerkmale der Jungmoränengebiete in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine literaturbasierte geomorphologische Analyse und die Auswertung von geologischem Kartenmaterial, um die glazialen Prozesse nachzuvollziehen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur glazialen Serie und detaillierte Regionalbetrachtungen der Landschaften in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Jungmoränenlandschaft, Glaziale Serie, Weichselglazial, Eisrandlagen, Drumlins und Rinnenseen.
Wie unterscheidet sich die Küste Schleswig-Holsteins von der Nordseeküste?
Die Ostseeküste in Schleswig-Holstein ist durch die eiszeitliche Überformung und die Bildung von Förden und Buchten wesentlich stärker zergliedert als die Nordseeküste.
Warum ist der Plöner See ein Beispiel für glaziale Formung?
Der Große Plöner See entstand durch die Ausschürfung zweier Gletscherzungen, was ihn zu einem typischen Beispiel für ein durch Gletschereis geformtes Becken macht.
Was zeichnet die Mecklenburger Seenplatte aus?
Die Mecklenburger Seenplatte ist ein gewässer- und hohlformenreiches Gebiet, das direkt an das östliche Hügelland Schleswig-Holsteins anschließt und ähnliche glaziale Strukturen aufweist.
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- Friederike Schultz (Author), 2012, Jungmoränenlandschaft in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191101