Narrative Kompetenz im Fremdsprachenunterricht


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2012

7 Seiten


Leseprobe

Narrative Kompetenz im Fremdsprachenunterricht

Chaabani Mohamed

Abstract

Im Fremdsprachenunterricht sind die Studenten aufgefordert, Erzählungen zu schreiben. Somit kommt dem Erzählen eine besondere Bedeutung zu. Vor diesem Hintergrund wurde den Versuch unternommen, die narrative Kompetenz bei den Germanistikstudenten zu erforschen. Hierbei ging es um die Textsorten Bildergeschichte und Erlebniserzählung. Die Ergebnisse der Analyse dieser beiden Textsorten im Hinblick auf die narrative Kompetenz präsentiert.

Zum Erzählen

Ausgehend von dem so genannten Modell story grammar im 1975 von Rumelharts haben Boueke und Schülein[1] (125, 1988) eine Skizze für die Struktur der Erzählung entwickelt. Die Skizze beinhaltet folgende drei Phasen. Als erstes kommt die Orientierung, die Ort, Zeit und Aktanten einführt. Als zweites kommen die so genannten Episoden, die Ereignisse, Handlungskomplikation und derer Konsequenzen sowie die Reaktionen oder überraschende Wende enthält. nachfolgend erfolg sollte eine Auflösung erfolgen. Der letzte Schritt umfasst den Schluss oder das so genannte Koda. Diese drei Schritte finden sich ebenfalls bei Fix, M. (2006) in folgende Form. Einleitung, Hauptheil mit Höhepunkt der Spannungskurve und Schluss.

Zur Bildergeschichte

Die Bildgeschichten könnten nach Kast[2] sehr hilfreich bei der Leitung des Schreibprozesses sein. Diese Schreibübung stellt ein Ablauf von Handlungen dar, die in Form von einer Folge von Bildern mit Sprechblasen präsentiert sind. Die Bildgeschichten fördern die Phantasien bei den Schreibern. Insofern wirkt dies positiv auf ihre Kreativität aus. Beim Verfassen von Bildergeschichten[3] sollten die Lernenden folgende Aspekte berücksichtigen. Alle Personen, die in der Bildergeschichte auftauchen, sind zu benennen, d.h. sie müssen Namen haben, damit die Geschichte für den Leser verständlich würde. Dabei sollten die Gefühle der Personen in der Bildergeschichte beschreiben werden. Ferner erfolgt das Schreiben einer Bildergeschichte im Präteritum, wobei direkte Rede überwiegend vorherrschte. Hier wird geschrieben, was die Personen denken oder sagen. In diesem Sinne sei ist ebenso wichtig, die Bildergeschichte mit einem passenden Titel zu versehen. Zudem sollten die Lernenden schreiben, was zwischen den Bildern geschehen sei. Die Lernenden sind überdies angehalten, variantenreiche Satzanfänge, Verben und Adjektive zu gebrauchen.

Zur Erlebniserzählung

Bei dieser Art von Erzählungen handelt es sich um das Erzählen von Erfahrungen oder Erlebnisse, die man durchgemacht hat. Diese Erlebnisse sind persönlich und können in manchen Fällen einmalig sein, worauf Beck, O. (1993, 161)[4] hingewiesen hat. Beim Schreiben einer Fantasie oder Erlebniserzählung sind die Lernenden angehalten, folgende Orientierungspunkte zu beachten. Eine Gliederung in Einleitung, Hauptheil und Schluss sollte in dieser Textsorte prinzipiell stattfinden. Ferner ist es darauf zu beachten, dass sich die Lernenden an einem Aufbau einer Erzählung orientieren sollten, indem ihre Texte eine Spannunksteigerung sowie eine Pointe beinhalten. Eine Spannung könnte auch durch Formulierungen unterstützt werden, wie erstaunte Ausrufe. Eine erfolgreiche Erzählung erfordert weiterhin das Variieren von Satzanfängen, Verben und Adjektiven. Des Weiteren sollten die Schreiber darauf Acht geben, dass sie sich dabei auf keine Nebenhandlungen beziehen, d.h. sie sollten sich nur lediglich mit einem Vorfall befassen. Außerdem ist ein Einfühlsamvermögen bei der Erzählung sehr angebracht, indem sie sich in die Personen, die in der Geschichte auftauchen, hineinzuversetzen. Somit könnten sie richtig ausdrücken, was sie denken, empfinden oder reden. Hinzu kommt, dass eine Fantasie - oder Erlebniserzählung mit einem passenden Titel ausgestattet werden sollte. Im Übrigen ist die direkte Rede in einer Erzählung zu verwenden und zwar beispielsweise in Form von spannenden Fragen. Im Hinblick auf den Tempusgebrauch sollte die Erzählung prinzipiell im Präteritum erfolgen.

Analyse von Studententexten

Im Folgenden geht es um die Analyse von Erzählungen. In diesem Sinne wurden zwei Geschichten in verschiedenen Messzeitpunkten gemacht. In einem ersten Schritt werden sechs Beispiele in zwei Messezeitpunkten über die Textsorte Bildergeschichte untersucht. Anschließend folgt die Analyse von der Textsorte Erlebniserzählung ebenfalls in zweite Messezeitpunkten.

[...]


[1] Boueke, D./ Schülein, F. story grammars- Zur Diskussion um ein erzählstrukturelles Konzept und seine Konsequenzen für die Erzähldidaktik. 1988. In: Wirkendes Wort 1.

[2] Kast, Bernd. Fertigkeit Schreiben. Langenscheidt. Berlin 1999

[3] Gersetenmeier, W. Grimm, S. Praxishandbuch Deutsch Sprechen- Schreiben- Lesen. Cornelsen Scriptor. Berlin. 2004

[4] Beck, Oswald u.a. Ausatzunterricht Grundschule: konkret, Unterrichtshilfen für die Praxis. Scheider Verlag. Hohengehren. 1993

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten

Details

Titel
Narrative Kompetenz im Fremdsprachenunterricht
Hochschule
University of Oran  (fremdsprachen)
Autor
Jahr
2012
Seiten
7
Katalognummer
V191108
ISBN (eBook)
9783656157144
Dateigröße
430 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
narrative, kompetenz, fremdsprachenunterricht
Arbeit zitieren
Mohamed Chaabani (Autor), 2012, Narrative Kompetenz im Fremdsprachenunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191108

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