Konzeption einer Implementierungsstrategie

Grundlagen - Methoden - Anwendung - Kritische Bewertung


Seminararbeit, 2012

27 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Grundlagen
2.1 Grundlagen der Implementierung
2.1.1 Begriff der Implementierung
2.1.2 Implementierungsstrategien
2.2 Risiko und Risikomanagement
2.2.1 Risiko
2.2.2 Risikomanagement

3 Risikomanagement in der Implementierung
3.1 Rolle in der Implementierung
3.2 Überblick - Fallstudie Learnit Ltd
3.3 Empfohlenes Risikomanagement - Learnit Ltd
3.3.1 Risikomanagementprozess
3.3.2 Instrumente der Risikoanalyse
3.3.3 Risikomanagement bei der Strategieauswahl
3.3.4 Risikomanagement in den Implementierungsphasen .

4 Diskussion
4.1 Vorteile des Risikomanagements
4.2 Grenzen des Risikomanagements

5 Zusammenfassung und Ausblick

Literaturverzeichnis

A Softwareentwicklung
A.1 Vorgehensmodelle der Implementierung
A.2 Forward Engineering versus Migration

B Learnit Ltd - Überblick

Abbildungsverzeichnis

2.1 Begriff der Implementierung

2.2 Forward Engineering versus Reengineering

2.3 Implementierungsstrategien im Softwarelebenszyklus

2.4 Elemente des Risikos und Risikomanagements

3.1 Rolle des Risikomanagements

3.2 Risikomanagementprozess

3.3 Klassifikation von Risiken

3.4 Methoden der Risikoanalyse

3.5 Risikomanagement bei der Strategieauswahl

3.6 Risiken bei der Realisierung des LMS

3.7 Risiken bei der Integration des LMS

3.8 Risiken bei der Installation des LMS

3.9 Risiken beim Betrieb und Wartung des LMS

A.1 Phasen und Ergebnisse der Softwareentwicklung

A.2 Vorgehensmodelle der Implementierung

A.3 Risikoreduzierung bei Vorgehensmodellen

A.4 Phasen des Forward Engineering und der Migration

B.1 Überblick über die Learnit Ltd

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Kapitel
1 Einführung

„The success rate for IT projects remains unacceptably low.

The Standish Group reveals that only 32 percent of IT projects are successful, 24 percent were canceled and the remaining 44 percent were completed over-budget.“

(Tesch, Kloppenborg, & Frolick, 2007, S. 61)

Mit dieser Einleitung stellen die Autoren die gravierenden Fehlschläge von IT-Projekten in den letzten Jahren heraus. Anhand einer Studie der Standish Group (2009) wurden nur 32 Prozent der untersuchten IT-Projekte erfolgreich abgeschlossen. Die restlichen 68 Prozent wurden weder pünktlich noch zu den geplanten Kosten fertiggestellt. Manche IT- Projekte wurden vor ihrem Abschluss sogar komplett eingestellt. Allein in amerikanischen Unternehmen beziffert sich der durch gescheiterte IT-Projekte verursachte Schaden zwi- schen 2002 und 2004 auf 130 Milliarden Dollar (Jeffery & Leliveld, 2004). Nach Aussage von Taylor (2006, S. 49) ist dies unter anderem auf ein unzureichendes Risikomanagement während der Implementierungsphase von IT-Projekten zurückzuführen. Eine tiefgreifende Änderung während der Implementierungsphase hat das Risikopotential den Erfolg eines IT-Projekts langfristig zu gefährden (Kroll & Krutchten, 2004, S. 29).

Aus diesem Grund fragen sich viele Projektleiter wie sie für die Implementierungsphase ein effizientes Risikomanagement aufbauen können um Risiken frühzeitig zu erkennen und wenn möglich zu eliminieren. Um diese Fragen zu beantworten wird im Rahmen dieser Arbeit zu Beginn im Abschnitt 2.1 der Begriff Implementierung definiert sowie das For- ward Engineering der Migration gegenübergestellt. Der Abschnitt 2.2 gibt einen Überblick über das Risiko und das Risikomanagement. Zu Beginn des Kapitels 3 wird die Rolle des Risikomanagements in die Implementierung eingeordnet, bevor ab Abschnitt 3.3 ein Risikomanagement-Konzept für die Fallstudie Learnit Ltd. erarbeitet wird. Dies beinhaltet zum einen die Einbindung eines angepassten Risikomanagementprozesses. Zum anderen werden potentielle Risiken in den einzelnen Phasen der Implementierung identifiziert und entsprechende Gegenmaßnahmen erläutert. Im Kapitel 4 werden die Vorteile sowie die Grenzen des Risikomanagements diskutiert. Zum Schluss werden im Kapitel 5 die wich- tigsten Erkenntnisse zusammengefasst und ein kurzer Ausblick gegeben.

Kapitel 2
Grundlagen

2.1 Grundlagen der Implementierung

2.1.1 Begriff der Implementierung

Die Implementierung ist eine Phase1 innerhalb eines Softwareprojekts (Abbildung A.1). Sie kann nach Herrmann (2009, S. 7) verschiedene Aktivitäten beinhalten und deshalb unterschiedlich definiert werden (Abbildung 2.1).

1. Allgemeine Definition: Implementierung

Der Begriff der Implementierung wird nach IEEE-Standard (1990) definiert als „the process of translating design into hardware components, software components, or both". Dies bedeutet, dass die Implementierung lediglich die Programmierung eines lauffähigen Programms auf Basis eines vorhandenen Design-Entwurfs darstellt.

2. Erweiterte Definition: Implementierung

Nach Herrmann (2009) sind neben der reinen Programmierung aber auch die Akti- vitäten Test, Abnahme sowie Wartung und Pflege Elemente der Implementierung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.1: Begriff der Implementierung (eigene Darstellung)

Für die nachfolgende Ausarbeitung wird die Definition von Herrmann (2009) verwendet, weil sie die für die Fallstudie notwendige Einführung von IT-Systeme unter Berücksichtigung der vorhandenen Ablauf- und Aufbauorganisation einbezieht.

2.1.2 Implementierungsstrategien

Die Durchführung einer Implementierung hängt von der gewählten Strategie ab. Im Allgemeinen werden drei Implementierungsstrategien unterschieden (Abbildung 2.2):

1. Forward Engineering: Anhand einer Systemspezifikation wird ein IT-System neu- entwickelt oder funktional erweitert. Nach Chikofsky (1990) unterscheidet man:

- Neuentwicklung: Realisierung eines neuen Softwaresystems
- Wartung: Funktionale Weiterentwicklung eines bestehenden Softwaresystems

2. Reengineering oder Migration: Transformation eines Altsystem (engl. Legacy System) in eine andere Zielumgebung oder eine neue Form ohne seine fachliche Funk- tionalität zu verändern (Agarwal et al., 2009). Man unterscheidet zwischen:

- Cold Turkey: Migration durch Neuentwicklung des gesamten Altsystems
- Kapselung: Umhüllen eines Altsystems mit einem Wrapper, sodass es mit neuen Komponenten kommunizieren kann
- Standardsoftware: Ersetzung eines Altsystems durch Standardsoftware
- Rehosting: Migration eines Softwaresystems in eine neue Hardwareumgebung

3. Beibehaltung des Status quo: Ein IT-System wird ohne Veränderung ausgeführt bis dessen Betrieb eingestellt wird (Herrmann, 2009. S. 6).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.2: Forward Engineering versus Reengineering (Agarwal et al., 2009, S. 245)

Bei Projekten, die eine funktionale Erweiterung sowie eine Überführung eines Altsystems planen, sollte nach Empfehlung von Herrmann (2009, S. 10) das Altsystem zuerst migriert und anschließend erweitert werden. Die Abbildung 2.3 fasst das Tätigkeitsfeld des Forward Engineering und der Migration im Rahmen des Softwarelebenszyklus zusammen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.3: Implementierungsstrategien im Softwarelebenszyklus (Ackermann, 2005)

Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Forward Engineering und der Migration werden in Abbildung A.4 zusammengefasst. In Abbildung A.2 wird einen Überblick über die darin verwendeten Vorgehensmodelle gegeben.

2.2 Risiko und Risikomanagement

2.2.1 Risiko

Risiko wird als das Produkt aus der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses und dessen Auswirkung definiert (Kouns & Minoli, 2010, S. 34). Das Risiko kann in folgende mathematische Formel ausgedrückt werden:

Risiko = (Eintrittswahrscheinlichkeit) × (negative Auswirkung)

Eintrittswahrscheinlichkeit: Eine Maßzahl, die die Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Ereignisses angibt. Sie wird üblicherweise als Prozentwert angegeben.

Negative Auswirkung: Der berechnete finanzielle Schaden, der durch das Eintreten eines negativen Ereignisses entstehen würde.

Die mathematische Formel stellt heraus, dass weniger wahrscheinliche Ereignisse mit einer hohen Schadenshöhe dasselbe Risiko aufweisen wie Ereignisse mit einer hohen Wahrscheinlichkeit aber einer geringen Auswirkung. Das linke Diagramm gibt einen allgemeinen Überblick über Risikokomponenten (Abbildung 2.4).

2.2.2 Risikomanagement

Nach Aussage von Kerzner (2009, S. 746) kann Risikomanagement folgendermaßen zusammengefasst werden:

- Definition: Risikomanagement ist ein Verfahren, dass sich mit dem Umgang von Risiken beschäftigt. Es beinhaltet das Planen, Identifizieren und Analysieren von Risiken sowie die Entwicklung von Gegenmaßnahmen zu deren Minimierung. Dazu gehört auch die Überwachung und Steuerung von Risiken um die Veränderung von Risiken zu bestimmen (Abbildung 2.4) (Kerzner, 2009, S. 746).

- Ziel: Das Ziel des Risikomanagements ist, die Wahrscheinlichkeit und die Auswir- kung negativer Ereignisse zu verhindern oder wenigstens zu minimieren (PMI, 2008, S. 273).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.4: Elemente des Risikos und Risikomanagements (Kerzner, 2009, S. 744-746)

Kapitel 3
Risikomanagement in der Implementierung

3.1 Rolle in der Implementierung

Zu Beginn wird die Rolle des Risikomanagements in der Implementierungsphase einge- ordnet, bevor in dem darauffolgenden Abschnitt ein entsprechendes Risikomanagement- Konzept für die Fallstudie Learnit Ltd. erarbeitet und eingeführt wird (Abbildung 3.1):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3.1: Rolle des Risikomanagements (eigene Darstellung)

[...]


1 Eine Phase ist eine Menge voneinander abhängiger Aktivitäten (Herrmann, 2009, S. 3).

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Konzeption einer Implementierungsstrategie
Untertitel
Grundlagen - Methoden - Anwendung - Kritische Bewertung
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Veranstaltung
Konzeption einer Implementierungsstrategie
Note
1,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
27
Katalognummer
V191254
ISBN (eBook)
9783656160694
ISBN (Buch)
9783656160380
Dateigröße
1895 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Seminararbeit wurde im Rahmen des berufsbegleitenden Master-Studiengangs "Wirtschaftsinformatik" erstellt.
Schlagworte
Strategie, Implementierung, Implementierungsstrategie, Risiko, Risikomanagement, Risikomanagementprozess, Instrumente der Risikoanalyse, IT-Projekt
Arbeit zitieren
Dipl.-Ing. (DH) Michael Lang (Autor), 2012, Konzeption einer Implementierungsstrategie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191254

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