Gliederung
Teil I: Methodik und Herangehensweise
1. Vorwort 01
2. Einleitung 03
3. Methodik und wissenschaftliche Herangehensweise der Arbeit 06
3.1 Was ist qualitative Forschung? 06
3.2 Wieso qualitative Forschung? 06
3.3 Verhältnis zur quantitativen Forschung 08
3.4 Qualitative Biographieforschung 09
3.5 Die Erhebungsform 10
3.5.1 Das narrative Interview 11
3.5.2 Das Leitfadeninterview 13
3.6 Die Auswertung 14
Teil II: Theoretischer Hintergrund zum Thema „Vertragsarbeiter“
1. Abgrenzung der Begriffe „Gastarbeiter“ und „Vertragsarbeiter“ 16
2. Das Regierungsabkommen als politische Voraussetzung 18
3. Die Herkunftsländer der Vertragsarbeiter 21
4. Die Arbeits- und Wohnbedingungen der Vertragsarbeiter 23
5. Die Fremdenfeindlichkeit gegenüber den Vertragsarbeitern 26
Teil III: Praktischer Teil: Durchführung und Auswertung der Interviews
1. Die Durchführung der Interviews und die Interviewsituation 29
2. Die Transkription als Dokumentationsgrundlage mündlicher Kommunikation 31
3. Die Interviews 34
3.1 Das erste Interview mit Jairo Oliveira 35
3.1.1 Die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Jairo Oliveiro 39 3.1.2 Die Ausländerfeindlichkeit gegenüber Jairo Oliveira 41
3.2 Das zweite Interview mit Nevio da Silva 42 3.2.1 Die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Nevio da Silva 45
3.2.2 Die Ausländerfeindlichkeit gegenüber Nevio da Silva 46 3.3 Das dritte Interview mit Ernesto Ferreira 47
3.3.1 Die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Ernesto Ferreira 50
3.3.2 Die Ausländerfeindlichkeit gegenüber Ernesto Ferreira 52 3.4 Das vierte Interview mit Simao de Andrade 53
3.4.1 Die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Simao de Andrade 55
3.4.2 Die Ausländerfeindlichkeit gegenüber Simao de Andrade 56
Teil IV: Schlussteil
1. Schlussbetrachtung 58
2. Literaturverzeichnis 62
3. Selbständigkeitserklärung 65
Inhaltsverzeichnis
Teil I: Methodik und Herangehensweise
1. Vorwort
2. Einleitung
3. Methodik und wissenschaftliche Herangehensweise der Arbeit
3.1 Was ist qualitative Forschung?
3.2 Wieso qualitative Forschung?
3.3 Verhältnis zur quantitativen Forschung
3.4 Qualitative Biographieforschung
3.5 Die Erhebungsform
3.5.1 Das narrative Interview
3.5.2 Das Leitfadeninterview
3.6 Die Auswertung
Teil II: Theoretischer Hintergrund zum Thema „Vertragsarbeiter“
1. Abgrenzung der Begriffe „Gastarbeiter“ und „Vertragsarbeiter“
2. Das Regierungsabkommen als politische Voraussetzung
3. Die Herkunftsländer der Vertragsarbeiter
4. Die Arbeits- und Wohnbedingungen der Vertragsarbeiter
5. Die Fremdenfeindlichkeit gegenüber den Vertragsarbeitern
Teil III: Praktischer Teil: Durchführung und Auswertung der Interviews
1. Die Durchführung der Interviews und die Interviewsituation
2. Die Transkription als Dokumentationsgrundlage mündlicher Kommunikation
3. Die Interviews
3.1 Das erste Interview mit Jairo Oliveira
3.1.1 Die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Jairo Oliveira
3.1.2 Die Ausländerfeindlichkeit gegenüber Jairo Oliveira
3.2 Das zweite Interview mit Nevio da Silva
3.2.1 Die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Nevio da Silva
3.2.2 Die Ausländerfeindlichkeit gegenüber Nevio da Silva
3.3 Das dritte Interview mit Ernesto Ferreira
3.3.1 Die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Ernesto Ferreira
3.3.2 Die Ausländerfeindlichkeit gegenüber Ernesto Ferreira
3.4 Das vierte Interview mit Simao de Andrade
3.4.1 Die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Simao de Andrade
3.4.2 Die Ausländerfeindlichkeit gegenüber Simao de Andrade
Teil IV: Schlussteil
1. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, die subjektiven Erfahrungen und Lebensgeschichten ehemaliger angolanischer Vertragsarbeiter in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) zu erforschen und ihre Wahrnehmung der DDR-Zeit sowie der Zeit nach der Wende im Kontext von Ausländerfeindlichkeit und Arbeitsbedingungen zu analysieren.
- Geschichte und Hintergründe der angolanischen Vertragsarbeiterschaft in der DDR
- Vergleich theoretischer Forschungsergebnisse mit biographischen Augenzeugenberichten
- Subjektive Wahrnehmung der Arbeits- und Lebensverhältnisse
- Analyse der Erfahrungen mit Fremdenfeindlichkeit und gesellschaftlicher Integration
- Bedeutung von persönlichen Netzwerken und Vereinen für die Lebensbewältigung
Auszug aus dem Buch
3.4 Qualitative Biographieforschung
Die Entwicklung und aktuelle Situation der Gesellschaft ist und wurde unter anderem stets maßgeblich geprägt durch politische Entscheidungen und wissenschaftliche Innovationen. So hat zum Beispiel die Globalisierung und die permanent voranschreitende Technisierung unserer Lebenswelten Einfluss auf unser Kommunikationsverhalten, den Umgang mit Mitmenschen und auf unsere Aktivitäten. Doch wie verhält sich ein Individuum innerhalb dieses Gefüges aus Menschen, die eine Gesellschaft ausmachen? Die Beantwortung dieser Frage ist sehr gut mit Hilfe der qualitativen Biographieforschung möglich, denn durch diese gewinnen wir einen Eindruck, wie ein Individuum Teil der Gesellschaft geworden ist, welche Rolle es einnimmt und welche Ereignisse sein Leben unter Umständen maßgeblich beeinflusst haben, denn das „Wechselspiel des einzelnen Menschen mit der Gesellschaft wird als interpretativer Prozess gesehen.“22 Aus diesem Grund verlangt diese Arbeitsweise von dem Beobachter ein hohes Maß an Interpretations- und Einfühlungsvermögen. Die Biographie eines Einzelnen ist geprägt durch seine Verarbeitung von gesellschaftlichen und milieuspezifischen Erfahrungen, die er entweder von Geburt an oder durch persönliche Einschnitte erlebt hat.23
Zusammenfassung der Kapitel
Teil I: Methodik und Herangehensweise: Erläutert die Grundlagen der qualitativen Sozialforschung, insbesondere die Biographieforschung, und beschreibt die gewählten Erhebungsmethoden.
Teil II: Theoretischer Hintergrund zum Thema „Vertragsarbeiter“: Bietet einen Überblick über die historischen und politischen Rahmenbedingungen der Anwerbung von Vertragsarbeitern in der DDR sowie deren Lebens- und Arbeitsrealität.
Teil III: Praktischer Teil: Durchführung und Auswertung der Interviews: Dokumentiert das konkrete Vorgehen bei der Durchführung der Interviews mit ehemaligen angolanischen Vertragsarbeitern und deren qualitative Analyse.
Teil IV: Schlussteil: Fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt die persönlichen Erfahrungen der Interviewten den theoretischen Annahmen gegenüber.
Schlüsselwörter
Vertragsarbeiter, DDR, Angola, Karl-Marx-Stadt, qualitative Forschung, Biographieforschung, Ausländerfeindlichkeit, Arbeitsbedingungen, Migration, Sozialismus, Zeitgeschichte, Interview, Integration, Nachwendezeit, Gastarbeiter
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht das Leben und die Erfahrungen ehemaliger angolanischer Vertragsarbeiter in Karl-Marx-Stadt, die zwischen den 1970er Jahren und der Wende in der DDR tätig waren.
Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung behandelt?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf den Arbeits- und Wohnbedingungen, der Wahrnehmung von Ausländerfeindlichkeit sowie der Frage nach der gesellschaftlichen Integration in der DDR und im heutigen Deutschland.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel ist es, durch eine qualitative Biographieforschung die subjektive Sicht ehemaliger angolanischer Vertragsarbeiter zu erfassen und ihre Erfahrungen mit denen theoretischer Studien zur DDR-Migrantenpolitik zu vergleichen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird die Methode der qualitativen Biographieforschung verwendet, wobei durch narrative Interviews und ergänzende Leitfadeninterviews Daten erhoben und anschließend ausgewertet werden.
Was steht im inhaltlichen Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Hintergrundinformationen zur Migrationsgeschichte in der DDR als auch die Ergebnisse der vier durchgeführten Experteninterviews mit angolanischen Zeitzeugen detailliert dargestellt.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Vertragsarbeiter, DDR, Angola, Biographieforschung und Ausländerfeindlichkeit charakterisieren.
Wie unterscheidet sich die Situation der Interviewten heute von der DDR-Zeit?
Während die Interviewten die DDR-Zeit oft als strukturiert und problemlos im Hinblick auf den Alltag empfanden, beschreiben sie die Zeit nach der Wende als zunehmend von Ausgrenzung, Unsicherheit und Fremdenfeindlichkeit geprägt.
Warum spielt das Thema der Ausländerfeindlichkeit eine so prominente Rolle?
Es stellt sich als zentraler Konfliktpunkt in der Wahrnehmung der ehemaligen Vertragsarbeiter dar, insbesondere im Hinblick auf den massiven Anstieg fremdenfeindlicher Vorfälle nach 1990 in Chemnitz und anderen Teilen Ostdeutschlands.
- Citar trabajo
- Nadja Kemter (Autor), 2011, Fünf Jahre angolanische Vertragsarbeiterschaft in Karl-Marx-Stadt , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191485