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Jugendclubs in Sportvereinen - Chancen respektive informeller Szenebildungen

Título: Jugendclubs in Sportvereinen - Chancen respektive informeller Szenebildungen

Tesis de Maestría , 2011 , 158 Páginas , Calificación: 1.7

Autor:in: Kai Gausmann (Autor)

Deporte - Sociología deportiva
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Diese Arbeit untersucht das Phänomen der Abwanderung Jugendlicher aus Sportvereinen in immer früherem Alter. Dieses Phänomen ist begründet in dem immer größer werdenden Freizeitangebot, das sich Jugendlichen bietet sowie der scheinbar geringeren Toleranz Jugendlicher sich an feste Strukturen zu binden.
Die Arbeit betrachtet das Phänomen unter Berücksichtigung von Bindungstheorien, der allgemeinen Entwicklung der Statistiken des DOSB sowie der Lebenswelten der Jugendlichen.
Außerdem unterstreicht der Autor die Wichtigkeit des Themas durch eine Betrachtung der Thematik unter dem Blickwinkel von Theorien zum Informellen Lernen.
Das Kernstück der Arbeit ist eine qualitative Untersuchung des Jugendclubs des ASC von 1860 Göttingen e.V. In besonderem Maße scheint bei diesem Modell auf die Bedürfnisse Jugendlicher eingegangen zu werden, was der Autor in seinen Interviews mit den Jugendlichen, den Betreuer und dem Vorstand plakativ darstellt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Vorüberlegungen

2.1 Entwicklung des organisierten Sports – Wo stehen wir? Wo wollen wir hin?

2.1.1 Entwicklung der Mitgliedschaften

2.1.2 Entwicklung der Mitgliedschaften Jugendlicher

2.1.3 Vereine und Mehrfachmitgliedschaften

2.1.4 Handlungsfelder für die Zukunft

2.2 Das Bild von Vereinen in der Öffentlichkeit

2.3 Zielvorstellung – Was wollen wir erreichen? Was bedeutet Jugendarbeit?

2.4 Hypothesen / Grundannahmen

Ausprägungsformen - Formelles Vs. Informelles Sporttreiben

3.1 Ein anderes Bildungsverständnis: Dimensionen des Lernens

3.1.1 Definitionen zum Lernen

3.1.2 Formale, non-formale und informelle Bildungssettings

3.1.3 Formales und non-formales Lernen

3.1.4 Definitionen zum informellen Lernen

3.1.5 Bedeutung des informellen Lernens für die Jugendarbeit

3.2 Trendsport & Informelle Szenen

Lebenswelten Jugendlicher - Wer Sind Wir? Wer Wollen Wir Sein?!

4.1 Vorüberlegungen zur Bedürfnisuntersuchung

4.2 Bedürfnisse Jugendlicher in ihrer Lebenswelt

4.3 Werteuntersuchung - Wertewandel vs. Wertepluralisierung

Bindung & Dropout

5.1 Bindungstheorie

5.2 Bindungsfaktoren im formellen und informellen Sektor

Freiwilliges Engagement Im Sportverein

6.1 Motive des freiwilligen Engagement

6.2 Strukturelle Voraussetzungen

Zwischenfazit

Das Modell „Jugendclub“: Ein Fachbereich Speziell Für Jugendliche

8.1 Untersuchungsdesign

8.1.1 Interviewmethode

8.1.2 Stichprobe

8.1.3 Aufbereitungsverfahren

8.1.4 Auswertungsvorgehen

8.2 Vorstellung des Konzepts „ASC-Jugendclub“

8.3 Auswertung der Interviews

8.3.1 Organisatorisch, strukturelle Gestaltung

8.3.2 Informelle Kompetenzaneignung

8.3.3 Jugendarbeit + Freiwilliges Engagement

8.3.4 Mitgliederentwicklung des ASC und Bindungsverhalten

Diskussion

9.1 Organisatorisch, strukturelle Gestaltung

9.2 Informelle Kompetenzaneignung

9.3 Freiwilliges Engagement

9.4 Mitgliederentwicklung des ASC und Bindungsverhalten

Fazit

Anhang

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Diskrepanz zwischen formellem Sportverein und den informellen Bedürfnissen Jugendlicher zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, inwiefern das Modell des „Jugendclubs“ als integrativer Ansatz dienen kann, um Jugendliche langfristig an den organisierten Sport zu binden und informelle Lernprozesse strukturell zu fördern.

  • Analyse der Bindungsfaktoren und Dropout-Ursachen im Jugendalter.
  • Untersuchung von formellen versus informellen Sportstrukturen.
  • Evaluation des „Jugendclub“-Modells des ASC Göttingen als Praxisbeispiel.
  • Identifikation von Gelingensfaktoren für jugendliches Engagement im Verein.
  • Reflektion über neue Wege der Sportvermittlung und Partizipation.

Auszug aus dem Buch

3. Ausprägungsformen - Formelles vs. informelles Sporttreiben

Die Begrifflichkeiten formell / informell scheinen in klarem Gegensatz zu stehen. Und bisweilen findet man tatsächlich wenige einheitliche Definitionen zu diesen Termini. Schwierig voneinander abzugrenzen sind diese Begriffe, sobald sie Überschneidungsbereiche aufweisen, wenn sportliches Treiben Züge beider Ausprägungsformen (formell/informell) trägt. Deswegen möchte ich diese Überschneidungsbereiche genauer betrachten und auf Besonderheiten hinweisen, die bei ihrer Verwendung begegnen können.

Als Beispiel möchte ich die sogenannten Wilden Ligen – auch Bunte Ligen genannt – anführen. Bindel findet eine treffende Charakterisierung solcher Wilden Ligen: „Raus aus dem organisierten Sport, rein in den organisierten Sport, aber bitte schön, so wie wir es wollen." (Bindel 2009, S. 212). Es gibt unterschiedliche Arten, auf die sich informeller Sport darstellt. Dabei ist vor allem die Sportart prägend. Individualsportarten und fitnessorientierter Sport können problemlos alleine ausgeübt werden. Schwieriger ist es dagegen in den Mannschaftssportarten. Mehrere Spieler müssen sich unter anderem auf einen Zeitpunkt und einen Trainingsort einigen. Allerdings ist dies noch nicht der Beginn der Wilden Liga.

Denn man differenziert zudem zwischen dem gelegentlichen Bolzen, welches mehr oder weniger ungebunden organisiert ist und dem organisierten Spielbetrieb in einer Freizeitliga (Wikipedia 2011a). Bezogen auf das Beispiel Freizeitfußball zeigt sich, dass informeller Sport völlig unterschiedliche Ausprägungsformen haben und auch zu einem bestimmten Ausmaß organisiert sein kann. Und freilich folgt der Freizeitsport auch Regeln, aber eben „so wie wir es wollen.“ Das heißt die Regeln sind veränderbar und werden den jeweiligen Bedingungen angepasst. Das kann soweit gehen, dass es keine Foul-Regeln oder einmal Schiedsrichter gibt, wie zum Beispiel beim Ultimate Frisbee. In dieser Sportart werden die Regeln von den Spielern untereinander auf Einhaltung überprüft.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Problematik des Rückgangs jugendlicher Mitglieder in Sportvereinen und legt das Ziel fest, informelle Ansätze wie den Jugendclub als Zukunftsmodell zu untersuchen.

Vorüberlegungen: In diesem Kapitel werden die Entwicklung der Mitgliederzahlen im organisierten Sport analysiert, das öffentliche Image von Vereinen reflektiert und erste Zielvorstellungen für die Jugendarbeit entwickelt.

Ausprägungsformen - Formelles Vs. Informelles Sporttreiben: Hier wird der theoretische Rahmen zwischen formalem Training und informellen Szenen abgesteckt sowie die Bedeutung von informellem Lernen für die Jugendarbeit erörtert.

Lebenswelten Jugendlicher - Wer Sind Wir? Wer Wollen Wir Sein?!: Dieses Kapitel widmet sich den sich wandelnden Lebenswelten Jugendlicher und den Bedürfnissen, die ihre Motivation zur Teilnahme an organisierten Angeboten beeinflussen.

Bindung & Dropout: Hier werden psychologische Bindungstheorien auf den Sportkontext übertragen, um Dropout-Ursachen zu verstehen und Ansätze zur langfristigen Bindung im Verein zu identifizieren.

Freiwilliges Engagement Im Sportverein: Der Fokus liegt auf den Motiven und strukturellen Rahmenbedingungen, die notwendig sind, um Jugendliche zu ehrenamtlichem Engagement zu motivieren.

Zwischenfazit: Dieses Kapitel fasst die bisherigen Erkenntnisse zusammen und bereitet den empirischen Teil vor, der das Jugendclub-Modell näher betrachtet.

Das Modell „Jugendclub“: Eine Fachbereich Speziell Für Jugendliche: Dieses Kapitel stellt das spezifische Untersuchungsmodell des ASC Göttingen vor, inklusive der qualitativen Analyse der Interviews mit Verantwortlichen und Teilnehmern.

Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert und die Stärken sowie Herausforderungen des untersuchten Modells im Hinblick auf die Zukunft der Sportvereinsarbeit reflektiert.

Schlüsselwörter

Jugendarbeit, Sportverein, informelles Lernen, Bindung, Dropout, Freiwilliges Engagement, Jugendliche, ASC Göttingen, Vereinsorganisation, Sportvermittlung, Trendsport, Partizipation, Jugendclub, Vereinsbindung, Motivationspsychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik, dass Sportvereine Schwierigkeiten haben, Jugendliche langfristig an sich zu binden. Sie untersucht, wie sich informelle Strukturen in den formellen Vereinsbetrieb integrieren lassen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die Differenzierung zwischen formellem und informellem Sport, die Untersuchung jugendlicher Lebenswelten, die Analyse von Bindungsprozessen sowie die Rolle des freiwilligen Engagements.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, herauszufinden, ob das Modell des „Jugendclubs“ die Attraktivität von Sportvereinen für Jugendliche steigern kann, um so Dropout-Tendenzen entgegenzuwirken.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, bestehend aus problemzentrierten Leitfadeninterviews, die im Anschluss mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Bildungsbegriff, Bindungstheorien) und einen empirischen Teil, in dem das Modell des ASC Göttingen anhand von Experteninterviews detailliert analysiert wird.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Jugendarbeit, informelles Lernen, Vereinsbindung, Dropout-Prävention, ehrenamtliches Engagement und organisierte Sportentwicklung.

Wie bewerten die befragten Akteure die Rolle des Jugendclubs?

Die Akteure sehen den Jugendclub als einen notwendigen „geschützten Raum“, der den Jugendlichen Autonomie und Mitbestimmung ermöglicht, was wiederum die Identifikation mit dem Verein stärkt.

Welche Bedeutung kommt der Rolle der Übungsleiter im informellen Kontext zu?

Die Rolle wandelt sich vom instruierenden Lehrer hin zum Coach oder Begleiter, der den Jugendlichen Freiräume lässt, anstatt sie durch starre Hierarchien zu reglementieren.

Final del extracto de 158 páginas  - subir

Detalles

Título
Jugendclubs in Sportvereinen - Chancen respektive informeller Szenebildungen
Universidad
University of Göttingen  (Faculty of Sport Science)
Calificación
1.7
Autor
Kai Gausmann (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
158
No. de catálogo
V191518
ISBN (Ebook)
9783656164357
ISBN (Libro)
9783656164449
Idioma
Alemán
Etiqueta
Jugendclub Sportverein informelles Lernen Szene ASC von 1860 Göttingen Sportförderung Sportentwicklung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Kai Gausmann (Autor), 2011, Jugendclubs in Sportvereinen - Chancen respektive informeller Szenebildungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191518
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