Meine Hausarbeit handelt zum Einen von den Grundelementen des Marchtaler Plans, ..., und zum andern wie Falko PESCHEL selbst Offenen Unterricht interpretiert. Folglich werde ich Merkmale und Struktur der Durchführung des Marchtaler Plans ... mit dem „Offenen Unterricht“ nach PESCHEL vergleichen und Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausfinden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Vorwort
1.2 Einbettung des Themas in das Seminar „Offener Unterricht: Theoretische Konzeptionen und praktische Herausforderungen“
2. Hauptteil
2.1 Allgemeine Informationen zur Eugen-Bolz-Schule
2.2 Der Marchtaler Plan mit seinen Grundlagen, Zielen und Strukturelementen
2.3 Die Strukturelemente in der Ausführung an der Eugen-Bolz-Grundschule
2.4 Der Ansatz Offenen Unterrichts nach Falko Peschel im Vergleich mit den Grundelementen der Eugen-Bolz-Grundschule
3. Schluss
3.1 Zusammenfassung
3.2 Meine persönliche Meinung
4. Verknüpfung zu anderen Seminaren
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Umsetzung des Marchtaler Plans an der Eugen-Bolz-Grundschule und setzt diese in einen kritischen Vergleich zum Konzept des Offenen Unterrichts nach Falko Peschel, um Gemeinsamkeiten und methodische Unterschiede in der Unterrichtsgestaltung aufzuzeigen.
- Marchtaler Plan als pädagogisches Konzept
- Anwendung von Strukturelementen wie Morgenkreis und Freier Stillarbeit
- Vergleichende Analyse mit dem Stufenmodell nach Falko Peschel
- Bedeutung von Schülerzentrierung und Selbstbestimmung
- Reflexion über Praxisanforderungen und schulisches Lernen
Auszug aus dem Buch
Die Strukturelemente in der Ausführung an der Eugen-Bolz-Schule
In der Grundschule Eugen-Bolz wird der Morgenkreis üblicherweise einmal in der Woche durchgeführt und zwar jeden Montagmorgen in der ersten Schulstunde beziehungsweise auch mal etwas länger über die „Schulstunde“ hinaus. Wie ich schon geschildert habe, gibt es hier nicht die typischen 45-Minuten-Schulstunden, darum ist es gar kein Problem, wenn der Morgenkreis ein bisschen mehr Zeit für sich in Anspruch nimmt. Man nutzt hier genau die Zeit, die die Schüler/innen dafür benötigen. Das Strukturelement „Morgenkreis“ findet jedoch nicht nur in jeder Klasse der Grundschule statt, sondern es wird auch noch bei den Jugendlichen in der Haupt- und Werkrealschule wöchentlich durchgezogen. Der Morgenkreis, der mal ein Stuhlkreis, aber auch mal nur ein Sitzkreis ist, dient zur Einführung in die neue Schulwoche. Erfahrungsgemäß fühlen sich die Schüler/innen wohler, wenn sie durch diese Art und Weise in die neue Woche starten. Einerseits, weil sie sich persönlich mit einbringen, ihre eigenen Ideen und Worte loswerden können. Andererseits, weil es eine gemeinschaftliche Aktion ist, bei der jeder/jede Einzelne die gleichen Rechte und Ansprüche hat. Ferner stellt der Morgenkreis aber auch für die Lehrperson eine Bereicherung dar. Hier kann der Lehrer oder die Lehrerin eine neue Unterrichtseinheit auf einem für die Schüler/innen interessanten Wege einführen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre persönliche Motivation für das Thema, begründet durch ihre eigene Schullaufbahn an der Eugen-Bolz-Schule und ihr Interesse für Offene Unterrichtsformen.
2. Hauptteil: Dieser Abschnitt liefert den informativen Kern, indem er die Historie der Eugen-Bolz-Schule erläutert, den Marchtaler Plan detailliert vorstellt und diesen in einem theoretischen Vergleich mit Falko Peschels Stufenmodell des Offenen Unterrichts kritisch gegenüberstellt.
3. Schluss: Die Arbeit resümiert, dass der Marchtaler Plan gute Ansätze bietet, jedoch nach Peschels Verständnis noch weitere methodische und soziale Öffnungen benötigt, um als wirklich „offen“ im schülerzentrierten Sinne zu gelten.
4. Verknüpfung zu anderen Seminaren: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion zu weiteren erziehungswissenschaftlichen Themen wie dem Umgang mit Gewalt an Schulen sowie der Bedeutung der schulischen Berufsorientierung.
Schlüsselwörter
Marchtaler Plan, Offener Unterricht, Falko Peschel, Eugen-Bolz-Schule, Freie Stillarbeit, Morgenkreis, Vernetzter Unterricht, Schülerzentrierung, Reformpädagogik, Didaktik des weißen Blattes, Soziale Integration, Grundschule, Selbstbestimmtes Lernen, Unterrichtsformen, Pädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert die praktische Umsetzung des Marchtaler Plans an der Eugen-Bolz-Grundschule und vergleicht diese mit den theoretischen Anforderungen des Offenen Unterrichts nach Falko Peschel.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Zentrum stehen die Strukturmerkmale des Marchtaler Plans (Morgenkreis, Freie Stillarbeit, Vernetzter Unterricht) im Vergleich zu den von Peschel geforderten Dimensionen wie methodischer, inhaltlicher und sozialer Öffnung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit das Konzept der Eugen-Bolz-Schule den Kriterien eines "offenen" Unterrichts entspricht und wo die theoretischen Grenzen zwischen organisatorischer und schülerzentrierter Öffnung liegen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?
Es handelt sich um eine vergleichende pädagogische Analyse, die sowohl Literaturrecherche als auch qualitative Einblicke durch ein Interview mit einer Referendarin nutzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Eugen-Bolz-Schule, eine theoretische Ausarbeitung des Marchtaler Plans und eine kritische Gegenüberstellung mit dem Stufenmodell von Falko Peschel.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Marchtaler Plan, Freie Stillarbeit, Didaktik des weißen Blattes, Didaktik der sozialen Integration und Schülerzentrierung.
Inwiefern unterscheidet sich die Freie Stillarbeit vom Offenen Unterricht nach Peschel?
Die Arbeit stellt fest, dass die Freie Stillarbeit oft eine organisatorische Öffnung ("von oben") darstellt, während Peschel eine methodische und inhaltliche Öffnung ("von unten") fordert, bei der die Schüler das Material und das Thema selbst wählen.
Wie bewertet die Autorin den Morgenkreis?
Die Autorin bewertet den Morgenkreis als sehr positiv, da er die Atmosphäre auflockert, die Gemeinschaft fördert und einen zwanglosen Beziehungsaufbau zwischen Lehrperson und Schülern ermöglicht.
Warum ist das "weiße Blatt" als pädagogisches Prinzip wichtig?
Es dient bei Peschel als Symbol für selbstbestimmtes, kreatives Arbeiten, bei dem die Schüler nicht durch vorgegebene Arbeitsblätter geleitet werden, sondern eigene Ideen zur Gestaltung ihres Lernprozesses entwickeln müssen.
- Quote paper
- Hanna Thurn (Author), 2010, Die Ausführung des Marchtaler Plans an der Eugen-Bolz-Schule im Vergleich mit dem Ansatz Offenen Unterrichts von Falko Peschel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191566