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Verhaltensorientiertes Controlling: Der Mensch im Mittelpunkt - Illustration anhand von Investitionsentscheidung

Title: Verhaltensorientiertes Controlling: Der Mensch im Mittelpunkt -  Illustration anhand von Investitionsentscheidung

Seminar Paper , 2011 , 25 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Marina Mann (Author)

Business economics - Controlling
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Das Thema „Mensch“ ist in der Controllingforschung lange vernachlässigt worden. Die Veröffentlichungen zum Thema Verhaltensorientierung im Controlling sind rar. Doch im Laufe der letzten Jahre gewinnt das Thema immer mehr an Bedeutung und wird von den Wissenschaftlern umforscht (Weber, Hirsch, Linder, Zayer, 2003, S. 7).
Verhaltensorientiertes Controlling ist keine neue technische Beschreibung der Controlling-Tools oder der IT-Systeme, es wird lediglich darauf gelenkt den Blick auf Aspekte in den Unternehmen zu steuern, die bisher zu wenig beachtet worden sind (Hirsch, Schäffer, Weber, 2008, S. 5). Die Verantwortung für alle Vorgänge und Entscheidungen die im Unternehmen anfallen, trägt der Mensch mit seinen beschränkten Fähigkeiten und seinen allzu oft menschlichen Eigenschaften. Aufgrund dieser Fehlentscheidungen können systematische Verzerrungen auftreten (Weber, Hirsch, Linder, Zayer, 2003, S. 7).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung Ziel dieser Arbeit

2. Grundlagen zum Controlling

2.1 Controlling-Aufgaben und Instrumente

2.2 Abgrenzung gegenüber der Kontrolle

2.3 Rationalitätsaspekte und homo oeconomicus

3. Verhaltensorientierung

3.1 Grundlagen der Verhaltensorientierung im Controlling

3.2 Psychologische Phänomene und deren Auswirkung auf Controlling

3.3 Ausgewählte Bias im Controlling

3.1.1 The confirmation bias

3.1.2 Overconfidence

3.1.3 Information Overload

3.4 Prospekt Theorie

4. Illustration anhand von Investitionsentscheidungen

4.1 Grundlagen der Investitionsentscheidungen

4.2 Phasen der Investitionsentscheidungen und dabei mögliche auftretende Probleme

4.3 Konsequenzen und Handlungsempfehlungen für Controller

5. Zusammenfassung / Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Bedeutung des verhaltensorientierten Controllings vor einem theoretischen und praktischen Hintergrund, wobei der Fokus auf den kognitiven Beschränkungen und psychologischen Einflüssen bei betrieblichen Entscheidungsprozessen liegt.

  • Grundlagen des Controllings und dessen Abgrenzung zur Kontrolle
  • Analyse psychologischer Phänomene und kognitiver Verzerrungen (Bias)
  • Die Rolle der Prospekt Theorie im menschlichen Entscheidungsverhalten
  • Illustration verhaltensorientierter Herausforderungen anhand von Investitionsentscheidungen
  • Handlungsempfehlungen für Controller zur Reduktion von Fehlentscheidungen

Auszug aus dem Buch

3.1.1 The confirmation bias

Der Confirmation Bias zeigt auf wie Manager Informationen suchen und interpretieren, bei denen die eigenen Überzeugungen bestätigt werden. Das Auftreten dieses Bias wurde in zahlreichen Bereichen wie z.B. in der Medizin, bei der täglichen Meinungsbildung und auch bei den Investitionsentscheidungen beobachtet.

Es ist problematisch, wenn Manager an früheren Entscheidungen und ihren eigenen Interessen festhalten, da die Prozesse ein objektives, diagnostisches Vorgehen erfordern. Der Confirmation Bias allerdings verhindert das objektive und diagnostische Vorgehen aufgrund dessen, dass hier das Lernen an Prozessen verhindert wird.

Die Literatur erklärt dieses Phänomen als beschränkte kognitive Vereinbarkeit, mentale Abgeschlossenheit ursprünglicher Entscheidungen, intrinsische Suche nach Bequemlichkeit oder kognitive Dissonanz als Folge jeder getroffenen Entscheidung.

In Verbindung mit diesem Bias wird in der Literatur auch von einem Primaxy Effect gesprochen, mit dem Hinweis darauf dass der Zeitpunkt einer Information auch von Bedeutung ist, d.h. früher erhaltene Informationen werden mehr gewichtet als später erhaltene Informationen (Hinrichsen, 2005, S. 2 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung des menschlichen Faktors in der Controllingforschung dar und erläutert den Gang der Untersuchung.

2. Grundlagen zum Controlling: Dieses Kapitel behandelt die historischen Aufgaben des Controllings, grenzt es von der Kontrolle ab und erläutert das rationale Verhaltensmodell des homo oeconomicus.

3. Verhaltensorientierung: Der Hauptteil analysiert psychologische Einflüsse, spezifische Bias wie den Confirmation Bias, Overconfidence, Information Overload sowie die Prospekt Theorie.

4. Illustration anhand von Investitionsentscheidungen: Hier wird der Einfluss kognitiver Beschränkungen auf die verschiedenen Phasen von Investitionsentscheidungen illustriert und es werden konkrete Handlungsempfehlungen für Controller abgeleitet.

5. Zusammenfassung / Fazit: Das Fazit resümiert, dass Bias zwar nicht vollständig zu vermeiden sind, ihre negativen Auswirkungen jedoch durch verhaltensorientiertes Controlling gemildert werden können.

Schlüsselwörter

Verhaltensorientiertes Controlling, Homo oeconomicus, Confirmation Bias, Overconfidence, Information Overload, Prospekt Theorie, Investitionsentscheidungen, Kognitive Verzerrungen, Rationalitätsaspekte, Entscheidungsprozesse, Risikoeinstellung, Controller, Management, Nutzenfunktion, Verhaltensökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Integration verhaltensorientierter Erkenntnisse in das Controlling, um Fehlentscheidungen durch menschliche Faktoren und psychologische Phänomene zu verstehen und zu minimieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind das klassische versus verhaltensorientierte Controlling, psychologische Phänomene (wie Bias), Entscheidungstheorien und deren Anwendung in Investitionsszenarien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Bedeutung der Verhaltensorientierung für das Controlling aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, wie Controller den Einfluss kognitiver Verzerrungen auf Managemententscheidungen reduzieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse wirtschaftswissenschaftlicher und psychologischer Theorien sowie einer praxisorientierten Illustration anhand des Investitionsprozesses.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen, eine detaillierte Betrachtung von psychologischen Einflüssen und spezifischen Bias sowie die Anwendung auf den Ablauf von Investitionsentscheidungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Verhaltensorientierung, Confirmation Bias, Overconfidence, Information Overload, Prospekt Theorie und Investitionsmanagement.

Was besagt die Prospekt Theorie im Kontext dieser Arbeit?

Die Prospekt Theorie erklärt, dass Menschen im Gewinnbereich eher risikoavers, im Verlustbereich jedoch risikosuchend agieren und Entscheidungen relativ zu einem Referenzpunkt treffen.

Wie kann ein Controller den „Information Overload“ beim Management mindern?

Der Controller kann den Overload reduzieren, indem er relevante Informationen filtert, beispielsweise durch den gezielten Einsatz von Kennzahlensystemen wie der Balanced Scorecard.

Warum ist das "Turnierverhalten" bei Investitionsentscheidungen kritisch?

Turnierverhalten kann zu irrationalen Risikoverhalten führen, da Manager versuchen, Wettbewerbsvorteile oder Beförderungen durch überoptimistische Projektplanung zu erzwingen, was dem Unternehmen schaden kann.

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Details

Title
Verhaltensorientiertes Controlling: Der Mensch im Mittelpunkt - Illustration anhand von Investitionsentscheidung
College
University of Applied Sciences Heide
Course
Spezielle Controllingbereiche
Grade
2,3
Author
Marina Mann (Author)
Publication Year
2011
Pages
25
Catalog Number
V191590
ISBN (eBook)
9783656164555
Language
German
Tags
verhaltensorientiertes controlling mensch mittelpunkt illustration investitionsentscheidung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marina Mann (Author), 2011, Verhaltensorientiertes Controlling: Der Mensch im Mittelpunkt - Illustration anhand von Investitionsentscheidung , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191590
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