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Musiknutzung Jugendlicher

Ein kompakter Überblick

Title: Musiknutzung Jugendlicher

Presentation (Elaboration) , 2002 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christof Weingärtner (Author)

Communications - Miscellaneous
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Musik nimmt im Leben Jugendlicher einen großen Stellenwert ein. Einen beachtlichen Teil ihrer Freizeit widmen sie dieser, sei es durch das Hören von Schallplatten zu Hause, den Besuch von Diskotheken und Konzerten oder durch das eigene Musizieren in Gruppen oder alleine. Welche Zwecke Musik bei Jugendlichen erfüllt und in welchen Kontexten sie rezipiert wird, kann anhand zahlreicher Forschungsergebnisse rekonstruiert werden. Eine spezifische Musiknutzung Jugendlicher kann es dabei jedoch nicht geben, da Musik für die unterschiedlichsten Zwecke zu den verschiedensten Gelegenheiten verwendet werden kann. Selbst Untersuchungen, die zwar ähnliche Fragestellungen aufweisen, können dabei zu ungleichen Ergebnissen gelangen, da die Musikrezeption Jugendlicher trotz vieler Gemeinsamkeiten doch sehr individuell ist. Einige dieser Berührungspunkte, bei denen allgemeine Schlüsse auf die Verwendung von Musik gezogen werden können, möchte ich in dieser Arbeit aufzeigen. Das erste Kapitel soll hierbei einen kurzen historischen Überblick leisten und die Entwicklung der populären Musik mit ihrer jugendlichen Nutzerschaft in Verbindung setzen. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Fragestellung, ob bei Teenagern, die unterschiedlicher sozialer Klassen entstammen oder über eine differierende Bildung verfügen, auch die Musik anders verwendet wird. Das darauf folgende Kapitel soll klären, inwieweit Musiknutzung zur Identitätsbildung und Selbstdefinition Jugendlicher beiträgt und stellt eine Verbindung zwischen ihr zur Sexualität her. Das letzte Kapitel erläutert die Bedeutung der Jugendkulturen und in welcher Form und warum sich die verschiedenen Gruppen von anderen abzugrenzen versuchen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Historischer Überblick

1.1 Musiknutzung Jugendlicher in den 20er und 30er Jahren

1.2 Entstehung des Rock´n Roll als erste jugendspezifische Musikform

1.3 Musiknutzung in den 60er und 70er Jahren

1.4 Abgrenzungsprobleme bei der heutigen Musiknutzung Jugendlicher

2. Klassen- und Bildungsunterschiede in der Musiknutzung Jugendlicher

2.1 Soziologische Untersuchung von Frith

2.2 Studentische Musiknutzung

2.3 Untersuchung von Roe

3. Musiknutzung zur Identitätsbildung und Selbstdefinition

3.1 Phasen der Identitätsfindung Jugendlicher

3.2 Sexualität und Musiknutzung

3.2.1 Weibliche Musik, der Teenybop

3.2.2 Männliche Musik, der Cock Rock

3.2.3 Tanz als Ausdruck der Sexualität

4. Jugendkulturen und Musiknutzung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Funktionen und Kontexte der Musiknutzung bei Jugendlichen. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern Musik als Mittel zur Identitätsbildung, zur sozialen Abgrenzung und zur Bewältigung der spezifischen Entwicklungsaufgaben im Übergang zum Erwachsenenalter dient.

  • Historische Entwicklung der jugendspezifischen Musiknutzung.
  • Einfluss von sozialen Schichten und Bildungsniveaus auf den Musikkonsum.
  • Bedeutung von Musik für Identitätsbildung und Selbstdefinition.
  • Zusammenhang zwischen Sexualität, Geschlechterrollen und Musikgeschmack.
  • Funktion von Musik innerhalb von Jugendkulturen und Subkulturen.

Auszug aus dem Buch

1.2 Entstehung des Rock´n Roll als erste jugendspezifische Musikform

Eine spezifische Musiknutzung Jugendlicher, die sich von der der Erwachsenenwelt abgrenzte, hat sich in den USA ab ca. Anfang der 50er Jahre etabliert. Mit der Popmusik, die zu dieser Zeit vorherrschte, konnten sich die Heranwachsenden nicht mehr identifizieren, da sie sich in ihrem Grundgerüst über Jahrzehnte hinweg kaum verändert hat. Die Instrumentierung glich bis auf das Schlagzeug, welches jedoch nur sehr zaghaft bedient wurde, der der Orchestermusik des 19 Jahrhunderts und die Arrangements waren "im wesentlichen melodienselig mit der Möglichkeit zum Mitsingen, sanft, harmoniebetont (...) schmachtend bis leicht schwungvoll, was damals hieß: tänzerisch kultiviert." Die Interpreten, die von den Major-Plattenlabels vermarktet wurden, alterten zusammen mit der Machart ihrer Musikstücke, trugen Abendkleidung und "sangen aber immer noch unbeirrt von junger Liebe"

Die Banalität, Stetigkeit und mangelnde Authentizität der Popmusik dieser Zeit ließ die Jugendlichen nach einer Alternative suchen, die mit der Verbreitung des Rundfunks im von afroamerikanischen Radiosendern gespielten R & B, gefunden wurde.

Dieser Musikstil verbreitete sich sehr schnell aufgrund der tanzbaren Rhythmik, und der Einfachheit der Arrangements und ermöglichte den Jugendlichen, ähnliche Musikstücke auch ohne musikalische Ausbildung selbst herzustellen oder bekannte Stücke nachzuspielen. Hiermit wurde also auch Jugendlichen der unteren Schichten, denen Musikunterricht aufgrund der fehlenden finanziellen Mittel versagt blieb, die Möglichkeit gegeben, selbst zu musizieren.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Musik im Leben Jugendlicher ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die historischen, sozialen und psychologischen Aspekte der Musiknutzung zu beleuchten.

1. Historischer Überblick: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung von der fremdbestimmten Musiknutzung der 20er Jahre bis zur Etablierung des Rock´n Roll als erstem jugendspezifischen Musikstil nach.

2. Klassen- und Bildungsunterschiede in der Musiknutzung Jugendlicher: Hier werden soziologische Studien analysiert, um den Zusammenhang zwischen sozialem Hintergrund, Bildungsniveau und den Musikpräferenzen von Jugendlichen zu untersuchen.

3. Musiknutzung zur Identitätsbildung und Selbstdefinition: Dieses Kapitel erforscht, wie Musik bei der Bewältigung der Pubertät, der Entwicklung von Identität und dem Ausdruck von Sexualität sowie Geschlechterrollen unterstützt.

4. Jugendkulturen und Musiknutzung: Das letzte Kapitel analysiert die Rolle von Subkulturen als Ersatzfamilien und wie Musik zur Abgrenzung von der Erwachsenenwelt und zur Gruppenbildung genutzt wird.

Schlüsselwörter

Musiknutzung, Jugendliche, Jugendkultur, Identitätsbildung, Rock´n Roll, Musikgeschmack, Sozialisation, Identität, Teenybop, Cock Rock, Subkultur, Musikrezeption, Geschlechterrollen, Musikindustrie, Selbstdarstellung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Aspekte und Funktionen der Musiknutzung bei Jugendlichen und wie diese ihr tägliches Leben, ihre soziale Interaktion und Identitätsfindung beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die historische Entwicklung populärer Musik, die Rolle des sozialen Hintergrunds, den Zusammenhang von Identität, Sexualität und Musik sowie die Bedeutung von Jugendkulturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Zwecke Musik bei Jugendlichen erfüllt, wie sie rezipiert wird und in welchen Kontexten sie zur Identitäts- und Gruppenbildung dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung bestehender soziologischer und musikwissenschaftlicher Forschungsergebnisse zu den Themen Jugend, Musik und Sozialisation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden historische Entwicklungen, der Einfluss von Klassenschichten, die psychologische Bedeutung für die Identitätsfindung sowie die Rolle von Musik in Bezug auf Sexualität und spezifische Jugendkulturen detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Musiknutzung, Identitätsbildung, Jugendkultur, Sozialisation und Musikgeschmack.

Wie unterscheiden sich die Musiknutzung von Mädchen und Jungen laut der Arbeit?

Die Arbeit arbeitet heraus, dass Mädchen Musik oft im privaten Raum konsumieren, wobei emotionale Identifikation und parasoziale Beziehungen zu Idolen eine Rolle spielen, während Jungen Musik stärker für öffentliche Auftritte und zur Demonstration von Aggressivität und Männlichkeit nutzen.

Welche Bedeutung kommt dem Tanz im Kontext der Jugendkultur zu?

Der Tanz wird als zentrales Element jugendlicher Ausdrucksweise beschrieben, das als Arena für soziale Kontakte, zur Darstellung von Sexualität und als Fluchtmöglichkeit aus dem Alltag dient.

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Details

Title
Musiknutzung Jugendlicher
Subtitle
Ein kompakter Überblick
College
University of Siegen  (FB 3)
Course
Jugendkultur
Grade
1,7
Author
Christof Weingärtner (Author)
Publication Year
2002
Pages
18
Catalog Number
V19168
ISBN (eBook)
9783638233491
ISBN (Book)
9783638936125
Language
German
Tags
Musiknutzung Jugendlicher Jugendkultur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christof Weingärtner (Author), 2002, Musiknutzung Jugendlicher, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19168
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