Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Economics - Foreign Trade Theory, Trade Policy

Außenhandelspolitik in einem nicht-demokratischen Umfeld wie China

Title: Außenhandelspolitik in einem nicht-demokratischen Umfeld wie China

Seminar Paper , 2011 , 24 Pages , Grade: 2,1

Autor:in: Jonathan Grothaus (Author)

Economics - Foreign Trade Theory, Trade Policy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit wird die Wirtschaftspolitik der Volksrepublik (VR) Chinas und die damit einhergehende wirtschaftliche Entwicklung analysiert. Besonders wird hierbei hervorgehoben, wie die Regierung eines nicht-demokratischen Landes ihre wirtschaftspolitischen Entscheidungen trifft und welche Interessengruppen dabei besonders berücksichtigt oder vernachlässigt werden. Das Hauptaugenmerk zur Analyse liegt auf den Investitionen ausländischer Unternehmen im Land, sowie die Zollgebühren und Steuersätze welche die Regierung festsetzt.
Dabei treten zwei Umstände ganz besonders hervor. Zum einem, dass es für China sehr viel stärker als es in einer Demokratie möglich ist die Interessen der Konsumenten und damit deren Wähler zu vernachlässigen, um andere Interessengruppen wie die staatseigenen Unternehmen zu fördern und zu schützen. Zum anderen, auf wie vielen Wegen es der Regierung möglich ist ihren Markt, beziehungsweise gezielt spezielle Regionen, vor ausländischen Investoren zu schützen oder zu fördern. Obwohl China offiziell ihre Wirtschaft und vor allem den Marktzutritt liberalisieren und erleichtern will gibt es mehrere Instrumente wie sie solches indirekt verhindern können. Sei es zum Beispiel durch die Besteuerung oder Erlassung von Beschränkungen auf regionaler Ebene.
Erst seit dem Beitritt in die „World Trade Organisation“ (WTO) werden diese Mechanismen nach und nach abgebaut und der Markt auf internationalen Druck geöffnet. Dadurch verschiebt sich auch die Gewichtung der Interessengruppen. Während davor die staatseigenen Unternehmen noch sehr stark im Mittelpunkt standen hat sich durch den Beitritt das Kräfteverhältnis hin zu den Vorteilen eines weiter geöffneten Marktes verschoben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ausländische Direktinvestitionen (FDI) in China

2.1 Entwicklung der Ausländische Direktinvestitionen (FDI)

2.2 Anteil der FDI am Gesamtoutput

2.3 Kleinbetriebe und Gewerbe (TVE)

2.4 Entwicklung des Handels zwischen einzelnen Provinzen

3 Das Modell

3.1 Regionen und Produkte

3.2 Konsum und Produktion

3.3 Interesse des Staates und der Staatsunternehmen

3.4 Multinationale Unternehmen

4 Überprüfung des Modells anhand empirischer Daten

4.1 Datenerhebung und Auswertung

4.2 Wahl des geeigneten Zollsatzes

4.3 Zollsatzkurve

4.4 Entwicklung Chinas durch den Beitritt in der World Trade Organisation

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Wirtschaftspolitik der Volksrepublik China und untersucht, wie ein nicht-demokratisches System wirtschaftspolitische Entscheidungen unter Berücksichtigung spezifischer Interessengruppen trifft. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Einfluss ausländischer Direktinvestitionen, der Gestaltung von Zöllen sowie dem Schutz staatseigener Unternehmen.

  • Analyse der Wirtschaftspolitik in einem nicht-demokratischen Umfeld
  • Einfluss ausländischer Direktinvestitionen (FDI) auf die chinesische Provinzentwicklung
  • Modellierung des politischen Trade-offs zwischen Staatsunternehmen und ausländischen Investoren
  • Auswirkungen des WTO-Beitritts auf Marktöffnung und Handelsstrukturen
  • Empirische Überprüfung staatlicher Interessenvertretung

Auszug aus dem Buch

1.Einleitung

In dieser Arbeit wird die Wirtschaftspolitik der Volksrepublik (VR) Chinas und die damit einhergehende wirtschaftliche Entwicklung analysiert. Besonders wird hierbei hervorgehoben, wie die Regierung eines nicht-demokratischen Landes ihre wirtschaftspolitischen Entscheidungen trifft und welche Interessengruppen dabei besonders berücksichtigt oder vernachlässigt werden. Das Hauptaugenmerk zur Analyse liegt auf den Investitionen ausländischer Unternehmen im Land, sowie die Zollgebühren und Steuersätze welche die Regierung festsetzt.

Dabei treten zwei Umstände ganz besonders hervor. Zum einem, dass es für China sehr viel stärker als es in einer Demokratie möglich ist die Interessen der Konsumenten und damit deren Wähler zu vernachlässigen, um andere Interessengruppen wie die staatseigenen Unternehmen zu fördern und zu schützen. Zum anderen, auf wie vielen Wegen es der Regierung möglich ist ihren Markt, beziehungsweise gezielt spezielle Regionen, vor ausländischen Investoren zu schützen oder zu fördern. Obwohl China offiziell ihre Wirtschaft und vor allem den Marktzutritt liberalisieren und erleichtern will gibt es mehrere Instrumente wie sie solches indirekt verhindern können. Sei es zum Beispiel durch die Besteuerung oder Erlassung von Beschränkungen auf regionaler Ebene.

Erst seit dem Beitritt in die „World Trade Organisation“ (WTO) werden diese Mechanismen nach und nach abgebaut und der Markt auf internationalen Druck geöffnet. Dadurch verschiebt sich auch die Gewichtung der Interessengruppen. Während davor die staatseigenen Unternehmen noch sehr stark im Mittelpunkt standen hat sich durch den Beitritt das Kräfteverhältnis hin zu den Vorteilen eines weiter geöffneten Marktes verschoben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die Analyse der chinesischen Wirtschaftspolitik, wobei der Fokus auf dem Einfluss staatlicher Entscheidungen und der Rolle ausländischer Direktinvestitionen in einem nicht-demokratischen System liegt.

2 Ausländische Direktinvestitionen (FDI) in China: Dieses Kapitel untersucht die Entwicklung und regionale Verteilung von Direktinvestitionen in China sowie die Bedeutung von Sonderwirtschaftszonen, Kleinbetrieben (TVE) und Handelsstrukturen.

3 Das Modell: Hier wird ein theoretisches Modell entwickelt, das den Interessenskonflikt zwischen der Förderung staatseigener Unternehmen und der Zulassung ausländischer Investitionen unter Berücksichtigung von Zöllen und Steuern analysiert.

4 Überprüfung des Modells anhand empirischer Daten: In diesem Teil erfolgt die empirische Validierung des Modells durch Datenauswertung, die Untersuchung der Zollsatzwahl und die Analyse der Auswirkungen des WTO-Beitritts auf die chinesische Wirtschaft.

5 Fazit: Das Fazit fasst die zunehmende Marktöffnung Chinas zusammen, betont jedoch den fortbestehenden Spielraum der Regierung für Restriktionen aufgrund der fehlenden Notwendigkeit, sich auf Wählerstimmen zu stützen.

Schlüsselwörter

Volksrepublik China, Außenhandelspolitik, Direktinvestitionen, FDI, WTO, Staatseigene Unternehmen, SOE, Sonderwirtschaftszonen, Marktzutritt, Handelsliberalisierung, Zollsatz, Wirtschaftspolitik, Protektionismus, Transformation, Systemanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Wirtschaftspolitik der Volksrepublik China und analysiert, wie die Regierung eines nicht-demokratischen Staates wirtschaftliche Entscheidungen trifft und dabei verschiedene Interessengruppen gewichtet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen ausländische Direktinvestitionen (FDI), die Rolle von Staatsunternehmen gegenüber ausländischen Niederlassungen, sowie die Steuerung durch Zölle und Steuern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Trade-off der chinesischen Regierung zwischen dem Schutz staatseigener, teils ineffizienter Unternehmen und der notwendigen Liberalisierung des Marktes durch ausländische Investitionen zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine modelltheoretische Herleitung genutzt, die auf Arbeiten von Grossman und Helpman sowie Branstetter und Feenstra basiert, ergänzt durch eine empirische Überprüfung anhand von Wirtschaftsdaten der chinesischen Provinzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Investitionsentwicklung, die theoretische Modellierung des staatlichen Entscheidungsproblems und die anschließende empirische Auswertung dieser ökonomischen Zusammenhänge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind China, FDI, WTO-Beitritt, Staatsunternehmen, Außenhandelspolitik und Marktliberalisierung.

Warum spielt das politische System Chinas für die wirtschaftliche Analyse eine Rolle?

Da China ein de facto Einparteiensystem ist, muss die Regierung nicht auf Wählerstimmen reagieren, was ihr erlaubt, unpopuläre Entscheidungen zum Schutz staatseigener Unternehmen konsequenter durchzusetzen als in einer Demokratie.

Wie beeinflusst der WTO-Beitritt die Marktsituation in China?

Der Beitritt forciert den Abbau von Handelshemmnissen und Industriezöllen, was den Druck auf staatliche Monopole erhöht und eine schrittweise Modernisierung sowie stärkere Integration in den Weltmarkt fördert.

Welche Rolle spielen die Sonderwirtschaftszonen?

Sie dienten als Vorreiter für die wirtschaftliche Liberalisierung, indem sie durch steuerliche Begünstigungen gezielt ausländisches Kapital und Know-how anzogen, um die lokale wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben.

Excerpt out of 24 pages  - scroll top

Details

Title
Außenhandelspolitik in einem nicht-demokratischen Umfeld wie China
College
LMU Munich  (Volkswirtschaftlichte Fakultät)
Course
Außenwirtschaftstheorie und -politik
Grade
2,1
Author
Jonathan Grothaus (Author)
Publication Year
2011
Pages
24
Catalog Number
V191684
ISBN (eBook)
9783668017900
ISBN (Book)
9783668017917
Language
German
Tags
LMU Economic volkswirtschaft volkswirtschaftslehre aussenhandel politik steuern zollsätze kommunismus china volksrepublik außenhandelspolitik außenwirtschaftstheorie wirtschaft entwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonathan Grothaus (Author), 2011, Außenhandelspolitik in einem nicht-demokratischen Umfeld wie China, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191684
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  24  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint