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Disruptives Potential von P2P-Banking und Response Strategien von Incumbents im deutschen Markt

Título: Disruptives Potential von P2P-Banking und Response Strategien von Incumbents im deutschen Markt

Tesis de Máster , 2012 , 149 Páginas

Autor:in: Hans-Georg Mann (Autor)

Economía - Finanzas
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Die Theorie der disruptiven Innovation von Clayton Christensen bildet die Grundlage, um fundamentale Wandelprozesse in zahlreichen Branchen zu verstehen – dennoch bleibt die ex-ante Identifikation derartiger Verwerfungen mithilfe der bestehenden Theorie schwierig. In der vorliegenden Arbeit wird auf Basis der weiterentwickelten Theorien analysiert, ob das P2P-Banking für den deutschen Bankenmarkt eine disruptive Bedrohung darstellt: Dabei handelt es sich um die Kreditvergabe von Privatperson zu Privatperson über spezielle Online-Kreditmarktplätze. Dazu wird das Prognose-Framework von Keller und Hüsig (2009) für die vorliegende Arbeit zielführend erweitert. Weiterhin werden mögliche strategische Responses betrachtet. Die Untersuchung des deutschen Retailbanking, der Ursprünge des Social Banking und des Status quo im deutschen
P2P-Banking lenken den Fokus auf das Kreditgeschäft. In diesem wird
anhand einer neuen Kreditvergabetechnologie im P2P-Banking die bestehende Bonitätsanalyse vereinfacht und zum Teil komplett ersetzt. Aus der Analyse des disruptiven Potentials ergibt sich, dass die deutschen Anbieter Smava und Auxmoney beinahe alle Kriterien einer potenziellen Disruption erfüllen. Für die Incumbent-Gruppen Großbanken sowie Sparkassen und Genossenschaftsbanken
besteht folglich disruptive Gefahr, die sie aufgrund ihrer Erfahrungen mit Disruptionen aber abwenden könnten. Dabei ist bei den Direktbanken aufgrund der Nähe zum P2P-Banking ein geringerer Grad an Bedrohung zu sehen. Als einzig valide Response erscheint für die untersuchten Incumbents die Kooptation, die für die drei Gruppen in unterschiedlicher Form umzusetzen ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Disruption und der Peer-to-Peer-Gedanke

1.2 Untersuchungsgegenstand Peer-to-Peer-Banking

2 Disruptives Potential von Innovationen in der Internetökonomie

2.1 Begriffliche Grundlagen zur Theorie der Disruption

2.1.1 Innovationen und Technologien

2.1.2 Geschäftsmodelle und Geschäftsmodellinnovationen

2.1.3 Abgrenzung von sustaining und disruptiven Innovationen

2.1.4 Klassifizierung der Incumbents und der Entrants

2.2 Theoretische Grundlagen der Disruption

2.2.1 Kunden und Zustände der Bedürfnisbefriedigung

2.2.2 Wertnetzwerke und Performance Trajectories

2.2.3 Zentrale Arten der disruptiven Innovation

2.2.4 Der idealtypische Prozess der Disruption

2.3 Erweiterte Theorieaspekte zu disruptiver Innovation

2.3.1 RPV-Analyse: Ressourcen, Prozesse, Werte

2.3.2 Motivation-Skill-Framework und mögliche Asymmetrien

2.3.3 Motivation-Ability-Konzept: institutionelle Einflussnahme

2.4 Grundlagen der Internet-Ökonomie und Einflüsse auf disruptive Innovation

2.4.1 Web 2.0

2.4.2 Peer-to-Peer

2.4.3 Grundlagen zu elektronischen Märkten

2.4.4 Netzwerke und Netzeffekte

2.5 Früherkennung disruptiver Innovation

2.6 Response Strategien von Incumbents

2.6.1 Ignorieren

2.6.2 Rückzug und Flucht in obere Marktsegmente

2.6.3 Kooptation

2.6.4 Auswahl der Strategie

2.7 Kritische Betrachtung der Theorien Christensens

2.8 Fazit zur Theorie der disruptiven Innovation

2.9 Anwendung der Theorie in dieser Arbeit

3 P2P-Banking im deutschen Bankenmarkt

3.1 Retailbanking in Deutschland

3.1.1 Definition und aktuelle Entwicklung des Retailbanking

3.1.2 Incumbent-Gruppen im deutschen Retailbanking-Markt

3.1.3 Grundlagen des Anlage- und Kreditgeschäfts

3.2 Ursprünge und Grundlagen des P2P-Banking

3.2.1 Definition und Entwicklung des Social Banking

3.2.2 Definition und Ausprägungen des P2P-Banking/-Lending

3.2.3 Technologische Grundlagen des P2P-Lending

3.3 P2P-Banking in Deutschland

3.3.1 Rechtliche Rahmenbedingung im deutschen P2P-Banking

3.3.2 Entwicklung und aktuelle Wettbewerbssituation des P2P-Banking-Markts in Deutschland

3.3.3 Weiterentwicklung des deutschen P2P-Banking-Markts

3.3.4 Charakterisierung des deutschen Marktführers Smava

3.4 Vergleich des P2P-Banking mit dem traditionellen Anlage- und Kreditgeschäft

3.5 Fazit zum P2P-Banking in Deutschland

4 Disruptives Potential des P2P-Banking und Response Strategien der Incumbents

4.1 Fokussierung der Analyse auf das Kreditgeschäft

4.1.1 Peer-to-Peer mit starken Implikationen für Kreditvergabe

4.1.2 Analyse des disruptiven Potentials im Anlagegeschäft

4.2 Basisanalyse des deutschen P2P-Lending

4.2.1 Neue Kreditvergabetechnologie im P2P-Lending

4.2.2 P2P-Lending: Wertnetzwerk und Performance Trajectories

4.2.3 Overshot-Kunden und sekundäre Leistungseigenschaften

4.2.4 Nonconsumers und neue Leistungseigenschaften

4.3 Erweiterte Analyse des P2P-Lending

4.3.1 RPV-Analyse der Wettbewerber im Kreditgeschäft

4.3.2 Motivation-Skill-Framework

4.3.3 Motivation-Ability-Matrix: „Auf der Suche nach Geld“

4.3.4 Netzeffekte

4.4 Vorliegen einer potenziell disruptiven Innovation

4.5 Ableitung einer Response Strategie

4.5.1 Kooptation als beste Strategie für alle Incumbents

4.5.2 Handlungsempfehlung für die Incumbents

4.5.3 Zusätzliche Response-Ansätze

4.6 Anwendbarkeit der Theorie und weitere Forschungsfelder

4.7 Zukunftsszenarien für das deutsche P2P-Banking

4.8 Zusammenfassung

5 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis der Theorie disruptiver Innovation nach Clayton Christensen, ob P2P-Banking (Peer-to-Peer-Kreditvergabe) eine disruptive Bedrohung für den deutschen Bankenmarkt darstellt und welche strategischen Reaktionen für etablierte Banken (Incumbents) geeignet sind.

  • Theorie der disruptiven Innovation und deren Übertragung auf die Internetökonomie
  • Analyse des deutschen Retailbanking sowie der Ursprünge und des Status quo des P2P-Banking
  • Anwendung von Frameworks (u.a. RPV-Analyse, Motivation-Ability-Matrix) zur Identifikation von Disruption
  • Evaluierung der disruptiven Gefahr für Incumbents (Großbanken, Sparkassen/Genossenschaftsbanken, Direktbanken)
  • Ableitung valider Response-Strategien wie Kooptation

Auszug aus dem Buch

2.2.4 Der idealtypische Prozess der Disruption

Die Disruption ist ein neuer Prozess der Leistungserstellung, bei dem die Kundenerwartungen und der Wettbewerb zu neuen Leistungsattributen wie Simplizität, Komfort, Bezahlbarkeit oder Zugänglichkeit wechseln. Beide DI-Arten starten im unteren Marktsegment und breiten sich dann nach oben aus. Dabei startet diese Ausbreitung bei der Low-End-DI oft unmittelbar, während das bei der New-Market-DI mehr Zeit in Anspruch nimmt. Keller und Hüsig (2009) strukturieren den Prozess einer Disruption in drei Phasen: In Phase eins schafft es der Entrant im sog. „Foothold-Market“ Fuß zu fassen. Sein Angebot ist im bewährten Leistungsattribut unterlegen, überzeugt aber entweder durch den niedrigen Preis oder das neue Wertversprechen. Der Entrant nutzt das vom Incumbent nicht bediente (LE-DI) oder nicht erschlossene (NM-DI) Marktsegment, das für diesen wenig profitabel ist. Dort sammelt der Entrant „Schwung“ für den Angriff auf den Hauptmarkt. In der Phase zwei schafft der Entrant den Eintritt in den Hauptmarkt bzw. die Akquise der Kunden dieses Segments, wobei klassische Markteintrittsbarrieren wie Patente, Zugang zu Kapital oder Distributionskanälen zu überwinden sind. Das disruptive Angebot wird für eine steigende Kundenanzahl „gut genug“ in Bezug auf das bewährte Leistungsattribut. Für den Wechsel sind der niedrigere Preis und die neue Leistungseigenschaft ausschlaggebend – falls die Wechselkosten nicht zu erheblich sind. Der steigende Erfolg des Entrant hat in der Phase drei das „Scheitern“ des Incumbent zur Folge. Die Verbesserung der DI in den bewährten Leistungseigenschaften hat zur Folge, dass ein signifikanter Anteil der Stammkunden des Incumbent abgeworben wird. Die DI impliziert nicht, dass der Entrant den Incumbent komplett verdrängt. Abhängig u.a. vom jeweiligen Markt und der Responsestrategie des Incumbent, kann dies von einer geringen Beeinträchtigung bis hin zur totalen Zerstörung reichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der disruptiven Innovation nach Christensen und Definition des Untersuchungsgegenstands P2P-Banking im deutschen Markt.

2 Disruptives Potential von Innovationen in der Internetökonomie: Theoretische Herleitung der Disruptionstheorie unter Berücksichtigung von Geschäftsmodellen, Internetökonomie und der Strategien etablierter Unternehmen.

3 P2P-Banking im deutschen Bankenmarkt: Detaillierte Darstellung der deutschen Bankenlandschaft, der Entstehung von P2P-Plattformen wie Smava und Auxmoney sowie deren Abgrenzung zum traditionellen Bankgeschäft.

4 Disruptives Potential des P2P-Banking und Response Strategien der Incumbents: Anwendung der theoretischen Frameworks zur Analyse der disruptiven Gefahr von P2P-Lending für deutsche Kreditinstitute und Ableitung von Handlungsempfehlungen.

5 Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der zukünftigen Bedeutung von P2P-Modellen in der Finanzwirtschaft und Ausblick auf weitere Anwendungsbereiche wie Crowdfunding.

Schlüsselwörter

Disruptive Innovation, P2P-Banking, P2P-Lending, Retailbanking, Incumbent, Entrant, RPV-Analyse, Internetökonomie, Geschäftsmodell, Social Banking, Kreditvergabe, Performance Trajectories, Disintermediation, Kooptation, Bonitätsprüfung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob P2P-Banking-Plattformen, die Kredite zwischen Privatpersonen vermitteln, eine disruptive Bedrohung für den etablierten deutschen Bankenmarkt darstellen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit verknüpft die Theorie disruptiver Innovation nach Clayton Christensen mit den Besonderheiten der Internetökonomie und den Strukturen des deutschen Retailbankings.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, das disruptive Potenzial des P2P-Lending zu bestimmen und auf dieser Basis konkrete strategische Handlungsempfehlungen für deutsche Banken (Incumbents) abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autor verwendet etablierte Konzepte der Disruptionstheorie, darunter die RPV-Analyse (Ressourcen, Prozesse, Werte) und die Motivation-Ability-Matrix, sowie ein erweitertes Kriterien-Framework zur ex-ante Identifikation von Disruption.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Disruption, beschreibt das deutsche Bankensystem sowie die P2P-Anbieter Smava und Auxmoney und führt schließlich eine detaillierte Analyse der disruptiven Bedrohung im Kreditgeschäft durch.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Analyse?

Zentrale Begriffe sind Disruptive Innovation, P2P-Lending, RPV-Analyse, Banken-Incumbents, Marktdisruption und Kooptationsstrategien.

Warum ist laut der Arbeit eine "Kooptation" die beste Strategie für Banken?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ein Rückzug oder Ignorieren das Überleben der Banken gefährdet. Die Kooptation – also das Aufgreifen des neuen Geschäftsmodells durch eigene autonome Einheiten oder Zukäufe – wird als der sinnvollste Weg zur Bewältigung der disruptiven Gefahr identifiziert.

Welche Rolle spielt die "Transaktionsbank" in Deutschland für P2P-Plattformen?

Aufgrund der strengen regulatorischen Anforderungen durch die BaFin haben P2P-Plattformen in Deutschland ein spezielles Modell etabliert, bei dem eine Partnerbank (Transaktionsbank) die regulatorisch relevanten Bankprozesse im Hintergrund abwickelt, während das Portal die Vermittlungsrolle einnimmt.

Final del extracto de 149 páginas  - subir

Detalles

Título
Disruptives Potential von P2P-Banking und Response Strategien von Incumbents im deutschen Markt
Universidad
University of Regensburg  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Autor
Hans-Georg Mann (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
149
No. de catálogo
V191685
ISBN (Ebook)
9783656165927
ISBN (Libro)
9783656166108
Idioma
Alemán
Etiqueta
Disruptive Innovation P2P-Banking P2P-Kreditvergabe Online-Kreditmarktplätze Online-Kreditplattformen Social Banking Smava Auxmoney Clayton Christensen Incumbents deutscher Bankenmarkt
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Hans-Georg Mann (Autor), 2012, Disruptives Potential von P2P-Banking und Response Strategien von Incumbents im deutschen Markt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191685
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