Zentrales Assignment im Modul Produktions- und Materialmanagement
als vertiefendes Teilmodul BWL33
Thema: Lieferantenmanagement
“Beziehungen zwischen Kunden und Lieferanten bestehen schon, so lange es Handel gibt.” Jede Unternehmung muss unabhängig von der Eigenleistung, eine Menge an Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen einkaufen. Der durch Lieferanten erbrachte Wert eines Endproduktes, kann bis zu 80 % betragen. Daher haben sich Lieferanten zu einem wichtigen Teil der Wertschöpfungskette einer Unternehmung entwickelt. Es bedarf einer abgestimmten Integration der Lieferanten in die bedarfssynchrone Beschaffungs-, Produktions- und Absatzlogistik. Eine Tendenz zu Kooperationen zwischen Unternehme und Lieferanten ist bereits seit Beginn der 90er Jahre erkennbar. Unter einem modernen Beschaffungsmanagements versteht man die Etablierung langfristiger Partnerschaften mit den leistungsfähigsten Lieferanten. Der Einkauf kann so durch das optimale Management der Lieferanten zur Kostenoptimierung und Erfolgen in Bezug auf Service, Qualität und Innovationen beitragen.
Dieses Assignment setzt sich mit dem Prozess des Lieferantenmanagements auseinander und soll eine mögliche Vorgehensweise zeigen, wie Unternehmen ihren Beschaffungsmarkt anhand gewählter Kriterien und Instrumente untersuchen können. Ziel ist es, Lieferantenmanagement als Teil des Beschaffungsmanagements vorzustellen und “greifbar” zu machen.
[...]
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielstellung
1.2 Aufbau des Assignments
2 Aufbau des Lieferantenmanagements
2.1 Begriffsdefinition und Einordnung Lieferantenmanagement
2.2 Notwendigkeit des Lieferantenmanagements
2.3 Der Prozess des Lieferantenmanagements
2.3.1 Die Beschaffungsstrategie
2.3.2 Lieferantenidentifikation
2.3.3 Lieferanteneingrenzung- und Analyse
2.3.4 Lieferantenbewertung- und Auswahl
2.3.5 Lieferantencontrolling
2.3.6 Steuerung der Lieferantenbeziehung
3 Ziele des Lieferantenmanagements
4 Praktische Anwendung des Lieferantenmanagements
4.1 Klassifizierung der Lieferantentypen
4.2 Anpassung des Lieferantenmanagement an die verschiedenen Lieferantentypen mit Hilfe der ABC-Analyse
4.3 Fallbeispiel: Lieferantenauswahl in der Praxis bei der Frankenstein Präzision GmbH
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Assignment verfolgt das Ziel, den Prozess des Lieferantenmanagements als integralen Bestandteil des modernen Beschaffungsmanagements theoretisch zu fundieren und mittels praktischer Instrumente „greifbar“ zu machen. Dabei wird untersucht, wie Unternehmen ihre Beschaffungsmärkte systematisch analysieren und Lieferantenbeziehungen strategisch optimieren können.
- Theoretische Einordnung und Notwendigkeit des Lieferantenmanagements
- Detaillierte Analyse der sieben Prozessstufen des Lieferantenmanagements
- Klassifizierung von Lieferantentypen und Anwendung der ABC-Analyse
- Strategische versus operative Ziele im Lieferantenmanagement
- Praxisbeispiel zur Lieferantenauswahl in einem mittelständischen Unternehmen
Auszug aus dem Buch
2.3.1 Beschaffungsstrategie
“Die Beschaffungsstrategie wirkt maßgeblich auf alle zu fällenden Entscheidungen, insbesondere auf die Objekte, die beschafft werden müssen sowie deren Bezugsquelle und wird zur Steuerung durch den Einkauf vorgegeben.” Die Aufgabe der Beschaffungsstrategie ist somit die Umsetzung der im Rahmen der Beschaffungspolitik vorgegebenen Beschaffungsziele in langfristige Handlungsprogramme. Allgemein lassen sich beim Lieferantenmanagement fünf verschiedene Faktoren herausstellen, anhand derer sich unterschiedliche Beschaffungsstrategien festmachen lassen:
Anzahl der Bezugsquellen: Wie viele Lieferanten hat ein Unternehmen für die benötigten Rohstoffe/Waren? Single Sourcing, Dual Sourcing, Multiple Sourcing)
Leistungsumfang: Werden Einzelteile oder vorgefertigte Module bestellt? (Unit Sourcing, Modular Sourcing)
Geografischer Ort der Bezugsquellen: Wird auf regionale Quellen oder globale Quellen zurückgegriffen? (Local Sourcing, Global Sourcing)
Ort der Leistungserbringung: Wird die Lieferung von externen Unternehmen übernommen oder wird die Lieferung durch eine interne Abteilung geleistet? (External Sourcing, Internal Sourcing)
Bereitstellung der Materialien: (Just in Time, Vorratshaltung)
Die unternehmensspezifische Kombination dieser 5 Strategieoptionen ergibt für jedes Unternehmen eine individuelle Beschaffungsstrategie und dementsprechend ein ganz bestimmtes Lieferantenmanagement. Im Folgenden soll auf die sieben einzelnen Prozessschritte des Lieferantenmanagements, die teilweise ineinander greifen, näher eingegangen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Lieferantenbeziehungen ein und definiert die Problemstellung sowie das Ziel des Assignments, den Prozess des Lieferantenmanagements verständlich zu machen.
2 Aufbau des Lieferantenmanagements: Es werden die theoretischen Grundlagen, die Notwendigkeit des Konzepts sowie die sieben zentralen Prozessstufen von der Strategiefindung bis zur Steuerung erläutert.
3 Ziele des Lieferantenmanagements: Hier erfolgt eine Differenzierung zwischen operativen Zielen wie Kostensenkung und strategischen Zielen wie der Steigerung der Lieferqualität und Kooperationsfähigkeit.
4 Praktische Anwendung des Lieferantenmanagements: Dieses Kapitel behandelt die Klassifizierung von Lieferanten, die Anwendung der ABC-Analyse zur Priorisierung und ein Fallbeispiel zur Lieferantenauswahl in der Praxis.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Relevanz komplexer Prozessabläufe zusammen und gibt einen Ausblick auf die zunehmende strategische Bedeutung der Lieferantenintegration.
Schlüsselwörter
Lieferantenmanagement, Beschaffungsmanagement, Wertschöpfungskette, Beschaffungsstrategie, Lieferantenbewertung, Lieferantencontrolling, ABC-Analyse, A-Lieferanten, Strategische Partnerschaft, Prozessstufen, Lieferantenauswahl, Beschaffungseffizienz, Fertigungstiefe, Kooperation, Wettbewerbsfähigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Lieferantenmanagement als essenziellen Bestandteil moderner Beschaffungsprozesse und zeigt auf, wie Unternehmen ihre Lieferantenbeziehungen strukturieren und optimieren können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Kernpunkten gehören die theoretische Definition, die siebenstufigen Prozessschritte des Managements, die Zielsetzung sowie praktische Anwendungsfelder wie die ABC-Analyse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel besteht darin, den Prozess des Lieferantenmanagements vorzustellen und diesen für die Unternehmenspraxis greifbar zu gestalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Es handelt sich um ein Assignment, das auf Fachliteratur, Studienbriefen und einer praxisnahen Fallstudie bei einem mittelständischen Unternehmen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Prozessstufen des Lieferantenmanagements, die Definition von Zielen sowie die Anwendung analytischer Methoden zur Lieferantenklassifizierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Lieferantenmanagement, Beschaffungsstrategie, ABC-Analyse, Wertschöpfungskette und Lieferantenbewertung.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Lieferantentypen?
Die Arbeit nutzt die ABC-Analyse, um Lieferanten basierend auf ihrem Einkaufsvolumen und ihrer Bedeutung in A-, B- und C-Lieferanten einzuteilen und unterschiedlich intensiv zu betreuen.
Warum ist das Fallbeispiel der Frankenstein Präzision GmbH relevant?
Es dient als konkreter Praxisbeleg dafür, wie ein mittelständisches Unternehmen durch langjährige Lieferantenbeziehungen und eine Lieferantenmatrix die Versorgungssicherheit gegenüber Großkunden wie VW oder Audi sicherstellt.
- Citar trabajo
- Tamara Fritz (Autor), 2012, Prozess des Lieferantenmanagements, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191710