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Sollte Großbritannien der Eurozone beitreten?

Eine Analyse anhand der Theorie der optimalen Währungsräume

Titre: Sollte Großbritannien der Eurozone beitreten?

Thèse de Bachelor , 2011 , 46 Pages

Autor:in: Maximilian Haberecht (Auteur)

Economie politique - Théorie et Politique monetaire
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Warum entscheiden sich Länder dazu ihre nationalen Währungen aufzugeben, um einen gemeinsamen Währungsraum zu bilden? Nach welchen ökonomischen Merkmalen sollte die optimale Größe eines solchen Währungsraumes bestimmt werden?

Die Bachelorarbeit gliedert sich in zwei zentrale Abschnitte. Zuerst soll die Entstehung der Theorie der optimalen Währungsräume nachgezeichnet werden und anschließend auf die fünf ökonomischen Tests Großbritanniens angewendet werden.
Zunächst werden Nutzen (Wegfall von Transaktionskosten, erhöhte Preistransparenz, Wegfall von Wechselkursunsicherheiten) und Kosten (Verlust der flexiblen Wechselkurse und der autonomen Geldpolitik) der Bildung eines gemeinsamen Währungsraumes gegenübergestellt. In diesem Zusammenhang wird auch die Bedeutung von asymmetrischen Schocks als zentrale Kostenkategorie erläutert.
Um das Auftreten bzw. die Auswirkungen von asymmetrischen Schocks zu minimieren, sollen dann die drei klassischen ökonomischen Kriterien der Theorie optimaler Währungsräume vorgestellt und ausführlich erläutert werden. Diese sind Faktorenmobilität (Mundell), Produktionsdiversifizierung (Kenen) und der Offenheitsgrad einer Volkswirtschaft (McKinnon).

Im Anschluss an diese Überlegungen wird gezeigt, in wie fern sich die Theorie dazu eignet, Empfehlungen für einen Beitritt eines Landes in einen bestehenden Währungsraum zu geben. Das britische Finanzministerium hat im Jahr 2003 eine Studie veröffentlicht, um die Frage zu beantworten, ob Großbritannien der Eurozone beitreten sollte. Diese Studie besteht aus fünf ökonomischen Tests, welche die Bereiche Konvergenz, Flexibilität, Investitionen, Finanzdienstleistungen sowie Wachstum, Stabilität und Beschäftigung im Allgemeinen abdecken.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition

3. Nutzen einer Währungsunion

3.1. Erweiterung der Geldfunktionen

3.2. Wegfall der Transaktionskosten

3.3. Beseitigung von Preisdiskriminierung

3.4. Wegfall der Wechselkursunsicherheit

4. Kosten einer Währungsunion

4.1. Umstellungskosten

4.2. Verlust von autonomer Geldpolitik und Wechselkursflexibilität

5. Die Theorie der optimalen Währungsräume

5.1. Arbeitskräftemobilität (Mundell)

5.2. Offenheitsgrad (McKinnon)

5.3. Produktionsdiversifizierung (Kenen)

6. Vergleich von Kosten und Nutzen

7. Die Anwendung auf Großbritannien

7.1. Konvergenz

7.2. Flexibilität

7.3. Investment

7.4. Finanzdienstleistungen

7.5. Wachstum, Stabilität und Beschäftigung

8. Fazit der fünf ökonomischen Tests

9. Schlussfolgerungen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomische Sinnhaftigkeit eines Beitritts Großbritanniens zur Eurozone. Unter Rückgriff auf die Theorie der optimalen Währungsräume sowie die vom britischen Finanzministerium veröffentlichten „fünf ökonomischen Tests“ wird analysiert, inwieweit die britische Wirtschaft die notwendigen Voraussetzungen für eine gemeinsame Währung erfüllt.

  • Theoretische Grundlagen der optimalen Währungsräume
  • Kosten-Nutzen-Analyse einer Währungsunion
  • Analyse der konjunkturellen und strukturellen Konvergenz
  • Bewertung der Arbeitsmarktflexibilität
  • Untersuchung von Auswirkungen auf Investment und Finanzdienstleistungen

Auszug aus dem Buch

3.1. Erweiterung der Geldfunktionen

Ein wesentlicher Vorteil einer gemeinsamen Währung ist die Stärkung und Erweiterung der Geldfunktionen. Als Geldfunktionen bezeichnet man die verschiedenen Formen von Nutzen, die Geld stiften kann. Man unterscheidet hierbei die Zahlungsmittel- oder Tauschfunktion, die Wertaufbewahrungs- und die Recheneinheitsfunktion von Geld. Als Zahlungs- oder Tauschmittel macht Geld den aufwändigen und mit hohen Suchkosten verbundenen Naturaltausch zwischen Käufer und Verkäufer überflüssig. Die Wertaufbewahrungsfunktion ermöglicht es Konsumentscheidungen von heute in die Zukunft zu verlagern. Und die Recheneinheitsfunktion erlaubt es den Wert von Gütern in Einheiten derselben Bezugsgröße zu benennen (Mankiw/Taylor 2008:709). Mit zunehmender Größe des Währungsgebietes steigen auch die Geldfunktionen, da mehr Transaktionen ohne zusätzlich entstehende Kosten durchgeführt werden können (Paape 2000:112). Je mehr Menschen eine Währung akzeptieren, umso nützlicher wird sie. Ökonomen bezeichnen dies als Netzwerkeffekt (Baldwin/Wyplosz 2009:316).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, warum Länder ihre nationale Souveränität aufgeben und sich einer Währungsunion anschließen sollten, und skizziert die wissenschaftliche Herangehensweise der Arbeit.

2. Begriffsdefinition: In diesem Kapitel erfolgt eine ökonomische Spezifikation des Begriffs der Währungsunion anhand der Evolutionsstufen monetärer Integration.

3. Nutzen einer Währungsunion: Hier werden die wesentlichen theoretischen Vorteile einer gemeinsamen Währung dargelegt, insbesondere die Erweiterung der Geldfunktionen und der Wegfall von Transaktionskosten.

4. Kosten einer Währungsunion: Dieses Kapitel thematisiert die makroökonomischen Risiken, vor allem den Verlust der geldpolitischen Autonomie und der Anpassung durch Wechselkursflexibilität bei asymmetrischen Schocks.

5. Die Theorie der optimalen Währungsräume: Die Arbeit erläutert hier die klassischen Kriterien von Mundell, McKinnon und Kenen, die definieren, wann ein Raum für eine einheitliche Währung geeignet ist.

6. Vergleich von Kosten und Nutzen: Die theoretischen Erkenntnisse werden in diesem Abschnitt grafisch zusammengeführt, um den optimalen Punkt der Handelsintegration für den Beitritt zu einer Währungsunion zu bestimmen.

7. Die Anwendung auf Großbritannien: Das umfangreichste Kapitel analysiert anhand der fünf ökonomischen Tests von Gordon Brown die spezifische Eignung Großbritanniens für den Euro-Beitritt.

8. Fazit der fünf ökonomischen Tests: Dieses Kapitel zieht das Resümee aus den Analysen der vorangegangenen Tests und kommt zu einer negativen Beitrittsempfehlung für den damaligen Zeitpunkt.

9. Schlussfolgerungen: Zum Abschluss wird hervorgehoben, dass die Theorie der optimalen Währungsräume eine praktische ökonomische Entscheidungshilfe bietet, die weit über rein akademische Überlegungen hinausgeht.

Schlüsselwörter

Währungsunion, Eurozone, Großbritannien, Theorie der optimalen Währungsräume, Kosten-Nutzen-Analyse, Konvergenz, Geldpolitik, Wechselkursflexibilität, Arbeitsmarkt, Finanzdienstleistungen, asymmetrische Schocks, Wirtschaftsraum, BIP, Inflation, Fiskalpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ökonomische Sinnhaftigkeit einer Einführung des Euro in Großbritannien unter Anwendung wissenschaftlicher Theorien über Währungsräume.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Nutzen- und Kosteneffekte von Währungsunionen sowie die empirische Prüfung der Konvergenz, Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit Großbritanniens im Vergleich zur Eurozone.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es zu beantworten, ob es für Großbritannien ökonomisch ratsam ist, der Eurozone beizutreten, basierend auf den fünf ökonomischen Tests des britischen Finanzministeriums.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deduktive Kosten-Nutzen-Analyse auf Basis der Theorie der optimalen Währungsräume und ergänzt diese durch die empirische Auswertung makroökonomischer Daten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Währungsunionen und eine detaillierte Anwendung dieser Theorie auf die spezifische wirtschaftliche Situation Großbritanniens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Währungsunion, Konvergenz, optimale Währungsräume, Geldpolitik und Euro-Beitritt.

Was besagt der Konvergenztest in Bezug auf Großbritannien?

Der Test prüft, ob die Konjunkturzyklen und wirtschaftlichen Strukturen Großbritanniens mit denen der Eurozone kompatibel sind, um asymmetrische Schocks zu vermeiden; die Analyse zeigt deutliche Divergenzen auf.

Warum wird der Londoner Finanzplatz als Argument angeführt?

London profitiert als "Multi-Währungsmarkt" von Cluster-Effekten, die nicht zwingend von der Mitgliedschaft in der Eurozone abhängen, weshalb ein Beitritt für diesen Sektor nicht zwingend vorteilhaft ist.

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Résumé des informations

Titre
Sollte Großbritannien der Eurozone beitreten?
Sous-titre
Eine Analyse anhand der Theorie der optimalen Währungsräume
Université
University of Passau
Auteur
Maximilian Haberecht (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
46
N° de catalogue
V191732
ISBN (ebook)
9783656167280
ISBN (Livre)
9783656167488
Langue
allemand
mots-clé
Theorie der optimalen Währungsräume Robert Mundell Peter Kenen Ronald McKinnon Eurozone Euro Großbritannien Five Economic Tests Tony Blair Gordon Brown Bank of England EZB Europäische Zentralbank Geldpolitik Währungen Weltwirtschaft Europa
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Maximilian Haberecht (Auteur), 2011, Sollte Großbritannien der Eurozone beitreten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191732
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