Präsentation einer Ausbildungseinheit
1. Beschreibung der Ausgangssituation
Ausbildungsberuf:
Bankkaufmann/Bankkauffrau
Dauer der Ausbildung:
36 Monate
Adressatenanalyse
insgesamt 6 Auszubildende (4 x weiblich, 2 x männlich)
davon vier Abiturienten im Alter von 20 bzw. 21 Jahren und zwei Realschüler im Alter von 17 bzw. 18 Jahren mit jeweils guten bis sehr guten Schulabschlüssen
bisher gute berufspraktische Kenntnisse, Fähigkeiten sowie Fertigkeiten
bei internen Lernerfolgskontrollen erreichte Ergebnisse zum Thema „Wertpapiere“ waren sehr gut (homogene Gruppe)
Stärken: eigenständig, teamfähig sowie engagiert
persönlicher Entwicklungsstand ist dem Alter (Phase der späten Adoleszenz) entsprechend gut
Fachliche Analyse
siehe Deckblatt und Anlage 8
„Lernen mit Kopf, Herz und Hand“ = ganzheitliches Lernen
kognitive, affektive und psychomotorische Feinlernziele (siehe auch Anlage 8)
Rahmenbedingungen:
Lernort ist der Unterrichtsraum im Kommunikations- und Schulungszentrum der Sparkasse in Gera
Raum gewährleistet eine ungestörte Lern – und Arbeitsatmosphäre und ist mit allen erforderlichen Medien ausgestattet, gut belüftet sowie blendfrei ausgeleuchtet
es stehen zusätzliche Räume für Gruppenarbeiten bereit
Ausbildungszeitpunkt
Die Auszubildenden sind im insgesamt 7. Ausbildungsmonat des 2. Ausbildungsjahres und seit vier Wochen in der Vermögensberatung bzw. erneut in Filialen eingesetzt.
Ausbildungsmittel
Medien (siehe Pkt. 2 + Deckblatt); Merkblätter, Folien, Internet (Medien + originale Ausdrucke, Werbeprospekte, Aufgabenblätter, Muster-Formular Gegenstände): gem. § 6 Nr. 3 BBiG kostenlos zur Verfügung gestellt
Methoden:
Methoden-Mix = bestmögliche Anpassung an individuelle Gegebenheiten
Thema der Unterweisung:
„Der Genussschein als Sonderanlageform“
Sozialform:
Gruppe
[...]
Inhaltsverzeichnis der Anlagen
Anlage 1: Merkblatt „Wichtige Begriffe“
Anlage 2: Mindmap-Folie als Kopie „Rechte von Aktionär, Gläubiger und Genussscheininhaber“ (schrittweises Entwickeln)
Anlage 3: Beispiel-Ausdruck www.bondboard.de
Anlage 4: Werbeprospekt eines HELABA-Genussscheines sowie Konditionen und Bedingungen für Genussscheinemission der HELABA
Anlage 5: Aufgabenblatt „Rollenspiel“ inkl. Auftrags-Formular
Anlage 6: Lernerfolgskontrolle (2 Arbeitsblätter)
Anlage 7: Merkblatt für Bildschirmarbeitsplätze
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Ausbildungseinheit ist es, Auszubildenden fundierte Kenntnisse über den Genussschein als Sonderanlageform zu vermitteln, um eine anleger- und anlageobjektgerechte Beratung gemäß WpHG zu gewährleisten. Die Forschungsfrage bzw. der praktische Fokus liegt darauf, die Kunden über Chancen, Risiken sowie die steuerliche Behandlung dieser Wertpapiere zu informieren.
- Grundlagen des Genussscheins als Sonderanlageform
- Gegenüberstellung von Rechten: Aktionär, Gläubiger und Genussscheininhaber
- Praktische Anwendung: Kursinformationsbeschaffung über Online-Portale
- Simulation von Kundengesprächen zur Erhöhung der Handlungskompetenz
- Steuerliche Einordnung von Genussrechtserträgen
Auszug aus dem Buch
Attraktive Alternative zu Aktie und Anleihe
Der Genussschein ist seinem Charakter nach zwischen Aktien- und Rentenpapieren anzuordnen. Wie bei Rentenpapieren gewährt der Genussschein üblicherweise eine zinsähnliche Vergütung. Deren Auszahlung ist abhängig vom Jahresergebnis des Emittenten. Weitere Merkmale sind:
- Börsennotierte Genussscheine können während der Laufzeit über die Börse gehandelt werden
- Rechnerische Stückzinsen spiegeln sich über die Zinsperiode hinweg anteilig im Kurs wider
- Stimmrecht und Teilnahme an der Hauptversammlung sind nicht enthalten
- Chancen auf Kursgewinne bei sinkendem Zinsniveau
Zusammenfassung der Kapitel
1. Beschreibung der Ausgangssituation: Dieses Kapitel definiert die Rahmenbedingungen, Lernvoraussetzungen der Auszubildenden und die methodische Konzeption der Unterweisungseinheit.
2. Methodisch – Didaktisches Konzept (Ablaufplan): Hier wird der zeitliche und inhaltliche Ablauf der Unterweisung in drei Phasen unterteilt, von der Eröffnung über den Hauptteil bis hin zum Abschluss.
3. Anlagen – siehe Inhaltsverzeichnis: Verweis auf die ergänzenden Materialien wie Merkblätter, Mindmaps und Arbeitsunterlagen.
4. Urheberschaftserklärung: Formale Bestätigung der eigenständigen Erarbeitung des Präsentationsentwurfs durch die Prüfungsteilnehmerin.
Schlüsselwörter
Genussschein, Sonderanlageform, Wertpapiere, HELABA, Anlegerschutz, WpHG, Rentenpapiere, Börsennotierung, Flat-Notierung, Zinsbesteuerung, Lernpsychologie, Rollenspiel, Ausbildung, Bankkaufmann, Kundengespräch.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterweisung im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit der Vermittlung von Fachwissen über Genussscheine als spezielle Anlageform für Bankkunden.
Welche Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Themen sind die rechtliche Stellung des Genussscheininhabers, Chancen und Risiken, die Kursbildung (Flat-Notierung) und die steuerliche Behandlung.
Was ist das primäre Ziel der Ausbildungseinheit?
Das Ziel ist die Befähigung der Auszubildenden, Kunden sachgerecht zu beraten und den Geschäftsabschluss eigenständig durchzuführen.
Welche Lehrmethoden kommen zum Einsatz?
Es wird ein Methoden-Mix angewendet, darunter Brainstorming, Kurzvortrag, fragend-entwickelnde Methode und praktische Rollenspiel-Simulationen.
Was wird im Hauptteil der Unterweisung behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Erarbeitung von Genussrechten mittels Mindmapping, die Recherche an Börsenportalen sowie die praktische Anwendung im Rollenspiel.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Genussschein, Anlegerberatung, WpHG-Konformität und handlungsorientierte Ausbildung.
Welche Bedeutung hat die "Flat-Notierung" für den Kunden?
Die Flat-Notierung bedeutet, dass Stückzinsen bereits im Kurs enthalten sind, was die Berechnung des Kaufpreises vereinfacht.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Gläubiger und Genussscheininhaber so wichtig?
Die Unterscheidung ist für die Risikoeinschätzung essenziell, da Genussscheininhaber im Insolvenzfall meist nachrangig bedient werden.
- Quote paper
- Antje Döhler (Author), 2003, Der Genussschein als Sonderanlageform (Unterweisung Bankkaufmann / -frau), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19175