Die Sicherstellung einer ausreichenden und wirtschaftlichen Versorgung der Bevölkerung mit stationären Krankenhausleistungen ist eine wesentliche öffentliche Aufgabe der Städte und Landkreise. Zur nachhaltigen Erfüllung dieser Aufgabe müssen die kommunalen Gebietskörperschaften bestrebt sein, das Überleben ihrer Kliniken zu sichern. So müssen neue Versorgungsstrukturen etabliert und die Versorgungsangebote innerhalb einer Vernetzung mit anderen Leistungserbringern abgestimmt werden.
Im Raum Bamberg/ Forchheim stellen 4 kommunale Krankenhäuser mit unterschiedlichen Versorgungsschwerpunkten die flächendeckende Krankenhausversorgung der Bevölkerung sicher. Derzeit stehen diese Gesundheitsunternehmen im Wettbewerb zueinander und müssen sich gegen eine starke Konkurrenz umliegender Kliniken zum Teil in universitärer als auch in privater Trägerschaft behaupten.
Am Beispiel dieser Kliniken soll dargestellt werden, wie durch Kooperation und eine strukturierte Abstimmung der Leistungsangebote der betroffenen Kliniken eine Vielzahl von Synergien erzeugt werden können.
Inhaltsverzeichnis
2.1 Krankenhauslandschaft in Oberfranken
3.3 Patientenströme im Versorgungsraum Bamberg/ Forchheim
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie durch eine strukturierte Kooperation und eine zielgerichtete Abstimmung der medizinischen Leistungsangebote von vier kommunalen Krankenhäusern im Raum Bamberg/Forchheim Synergien erzeugt und die regionale Eigenversorgungsquote nachhaltig gesteigert werden kann.
- Analyse der Wettbewerbssituation kommunaler Kliniken
- Strukturdaten und Versorgungsaufträge im Raum Bamberg/Forchheim
- Untersuchung von Patientenströmen und Abwanderungstendenzen
- Optimierungspotenziale durch interkommunale Zusammenarbeit
- Wirtschaftliche Auswirkungen einer verbesserten Eigenversorgungsquote
Auszug aus dem Buch
Potenzial des regionalen Krankenhausmarktes
Die gemeinsame Nutzung der Leistungsangebote der 4 Kliniken in Bamberg/ Forchheim wird zu einer erheblichen Verbesserung der Versorgungsquote der eigenen Bevölkerung führen. Die Mehrung der Anzahl der stationären Krankenhausbehandlungen bedeutet eine wesentliche Verbesserung der Erlössituation zur Stabilisierung der Wirtschaftlichkeit.
Die Zahl der stationären Fälle in der Bundesrepublik Deutschland nimmt trotz der sinkenden Bevölkerungszahl durch die demographische Entwicklung und die Multimorbidität der älteren Menschen kontinuierlich zu. Die Krankenhausfälle von heute ca. 17 Millionen werden auf ca. 19 Millionen im Jahr 2030 ansteigen. Hauptgrund dafür ist, dass fast die Hälfte aller Krankenhausbehandlungen auf ältere Menschen entfallen und die Zahl der über 60 Jährigen bis 2030 um knapp 8 Millionen ansteigen wird.
Zusammenfassung der Kapitel
2.1 Krankenhauslandschaft in Oberfranken: Das Kapitel bietet einen Überblick über die Versorgungsstruktur im Bezirk Oberfranken und erörtert Kriterien für zukunftsweisende Krankenhaustypen unter Berücksichtigung von Verbundstrukturen.
3.3 Patientenströme im Versorgungsraum Bamberg/ Forchheim: Dieser Abschnitt analysiert detailliert die Patientenbewegungen und zeigt auf, dass durch eine bessere Einbindung der niedergelassenen Ärzte und eine stärkere Kooperation erhebliche wirtschaftliche Potenziale realisiert werden können.
Schlüsselwörter
Kommunale Krankenhäuser, Versorgungsraum Bamberg, Forchheim, Eigenversorgungsquote, Kooperation, Patientenströme, Krankenhausmanagement, Wirtschaftlichkeit, stationäre Versorgung, Leistungsstrukturierung, Demographischer Wandel, Wettbewerbsvorteile, Regionale Gesundheitsversorgung, Krankenhausplanung, Synergien
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung der medizinischen Versorgung durch die Kooperation kommunaler Krankenhausträger im Raum Bamberg/Forchheim.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Analyse der Krankenhauslandschaft, die Untersuchung von Patientenströmen sowie Strategien zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit kommunaler Kliniken.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Darstellung, wie durch strukturierte Abstimmung und Kooperation die Eigenversorgungsquote der Region erhöht und Synergien genutzt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine deskriptive Analyse von Strukturdaten, Patientenströmen und medizinisch-technischen Ausstattungsmerkmalen im Kontext regionaler Gesundheitsökonomie vorgenommen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Auswertung der Standorte, der Versorgungsaufträge, der technischen Ausstattung sowie eine quantitative Analyse der Patientenströme innerhalb des Versorgungsraums.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Begriffe sind kommunale Trägerschaft, Eigenversorgungsquote, interkommunale Zusammenarbeit, Leistungsabstimmung und Krankenhausbehandlung.
Warum ist die Kooperation für die Kliniken in Bamberg und Forchheim besonders relevant?
Da die Kliniken im harten Wettbewerb zueinander stehen und teilweise ihre Existenz gefährdet ist, bietet die Kooperation eine Möglichkeit, durch Spezialisierung und Zentralisierung wirtschaftlicher zu agieren.
Welche Rolle spielt die Eigenversorgungsquote bei der Erlösmehrung?
Die Studie zeigt auf, dass eine Steigerung der Eigenversorgungsquote um nur 10 % zu einer signifikanten Steigerung der Erlössituation von mehreren Millionen Euro führen kann.
- Citation du texte
- Manfred Fischer (Auteur), 2012, Kooperation kommunaler Krankenhäuser führen zu einer Verbesserung der medizinischen Versorgung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191763