Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Sonstiges

Prostituiertenberatung als Feld der Sozialen Arbeit

Titel: Prostituiertenberatung als Feld der Sozialen Arbeit

Hausarbeit , 2012 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Bachelor of Arts Natascha Diekmann (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema Prostitution wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Die Thematik ist aufgeladen mit Stigmatisierungen und moralischen Bewertungen, hat Befürworter und Gegner und trifft in unserer heutigen Gesellschaft generell auf reges Interesse (vgl. BMFSFJ 1997, S. 12 f.).
Im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit steht die Prostitution im Rahmen sozialer Beratung. Andere Themenbereiche der Prostitution, wie beispielsweise die feministische Debatte (vgl. Grenz 2005, S. 11 ff.), werden aus Kapazitätsgründen in dieser Arbeit nicht dargestellt oder diskutiert.
Im ersten Kapitel der vorliegenden Arbeit wird die Prostitution in Deutschland zunächst in ihren wichtigsten Aspekten skizziert. Um die Bandbreite von Prostitution zu verdeutlichen wird kurz auf die bestehende Heterogenität innerhalb der Prostitution eingegangen. Die weitere Basis für diese Arbeit bildet die Darstellung des Wandels der Prostitution in den letzten Jahren in Deutschland, um anschließend die Prostituiertenberatung zu fokussieren.
Der Hauptteil besteht aus der Darstellung eines Praxisbeispiels für Prostituiertenberatung und einem theoretischen Konzept, welches sich als Grundlage für die Soziale Arbeit in der Prostituiertenszene eignet.
Das Praxisbeispiel ist eine 2011 gegründete Prostituiertenberatungsstelle in Herford. Diese wird kurz in ihrer Entstehung und ihren Grundzügen dargelegt und mit exemplarischen Fällen veranschaulicht.
Ein möglicher theoretischer Zugang für die Soziale Arbeit mit Prostituierten ist die Lebensweltorientierte Soziale Arbeit. Das Konzept wird in seinen Grundlagen, seiner theoretischen Basis, seinen Dimensionen, den Aufgaben und Strukturen sowie im Hinblick auf Nähe und Distanz erörtert.
Anschließend an diese Darstellungen wird das theoretische Konzept auf das Praxisbeispiel bezogen und ausführlich kritisch hinterfragt.
Das Fazit bildet den Abschluss dieser Arbeit und greift die Schwierigkeiten der Sozialen Arbeit im Feld der Prostitution auf.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Prostitution in Deutschland

2.1 Heterogenität innerhalb der Prostitution

2.2 Prostitution im Wandel

2.3 Beratung für Prostituierte

3. Prostituierten Beratung am Praxisbeispiel „THEODORA“

3.1 Entstehung der Beratungsstelle THEODORA

3.2 Grundlegende Aspekte der Arbeit von THEODORA

3.3 Fallbeispiele von THEODORA

4. Lebensweltorientierte Soziale Arbeit

4.1 Grundlagen der Lebensweltorientierung

4.2 Theoretische Basis

4.3 Dimensionen

4.4 Aufgaben und Strukturen

4.5 Nähe und Distanz

5. Lebensweltorientierte Soziale Arbeit als Konzept für die Prostituiertenberatung

5.1 Lebensweltorientierung in der Prostituiertenberatung

5.2 Kritische Betrachtung

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit des theoretischen Konzepts der "Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit" auf die praktische Prostituiertenberatung. Ziel ist es, zu analysieren, wie professionelle Beratung in diesem stigmatisierten Feld durch einen akzeptierenden und lebensweltorientierten Ansatz gestaltet werden kann, um Prostituierte in ihrer Autonomie und Lebensgestaltung zu unterstützen.

  • Prostitution im rechtlichen und sozialen Kontext in Deutschland
  • Praxisbeispiel der Beratungsstelle "THEODORA" in Herford
  • Theoretische Grundlagen der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit
  • Herausforderungen in der Beziehungsgestaltung (Nähe und Distanz)
  • Kritische Analyse von Machtverhältnissen und Paradoxien im Beratungsalltag

Auszug aus dem Buch

4.5 Nähe und Distanz

Die Lebensweltorientierte Soziale Arbeit basiert auf der Annahme einer prinzipiellen Spannung zwischen Alltag und Theorie. Nähe und Distanz bilden die entsprechenden entgegengesetzten Pole. Der Alltag mit seinen Ressourcen wird als Chance für eine gelingende Praxis verstanden, wenn er durch die Distanz theoretischer Erörterungen aufgebrochen wird. Der Alltag muss innerhalb dieser professionellen Arbeit anerkannt und respektiert werden.

In der Praxis benötigen die KlientInnen die Erfahrung von Bindung ebenso wie die Zumutung von Selbsttätigkeit und somit eine besondere Ausprägung von Nähe und Distanz. Durch die in der Regel asymmetrische Beziehung ist die Gestaltung dieses Umgangs jedoch prekär. Die KlientInnen sind zugleich auf die PädagogInnen angewiesen und durch sie gefährdet. Durch das Machtgefälle kann es zu Einengungen in der Suchbewegung der KlientInnen durch den/die PädagogIn kommen, oder auch Formen der Gegenmacht provozieren (vgl. Thiersch 2006, S. 34).

Thiersch verzeichnet folgende Zusammenfassung:

„Pädagogischer Eros als Unrast im Dazwischensein, als Nähe der Verlässlichkeit und des Zutrauens und als Distanz in der Freisetzung zur Eigenheit des Werdens. Diese Figurationen im pädagogischen Umgang verweisen auf etwas, das sich als Authentizität bezeichnen, aber nur schwer umschreiben lässt“ (ebd., S. 36).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das kontroverse Thema Prostitution ein und stellt das Ziel vor, die Soziale Arbeit in diesem Feld mittels des Konzepts der Lebensweltorientierung zu beleuchten.

2. Prostitution in Deutschland: Dieses Kapitel skizziert die Heterogenität der Prostitution, den rechtlichen Wandel durch das Prostitutionsgesetz und die Herausforderungen der Beratung.

3. Prostituierten Beratung am Praxisbeispiel „THEODORA“: Es wird die Arbeit der 2011 gegründeten Beratungsstelle in Herford vorgestellt, inklusive ihrer Struktur, Ziele und exemplarischer Fallbeispiele.

4. Lebensweltorientierte Soziale Arbeit: Das Kapitel erläutert die theoretischen Fundamente, Dimensionen und Arbeitsmaximen dieses sozialpädagogischen Konzepts.

5. Lebensweltorientierte Soziale Arbeit als Konzept für die Prostituiertenberatung: Hier wird das theoretische Konzept auf das Praxisbeispiel THEODORA übertragen und kritisch hinsichtlich Machtverhältnissen und Paradoxien reflektiert.

6. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass das Konzept trotz theoretischer Herausforderungen und gesellschaftlicher Stigmatisierung einen wertvollen Rahmen für die Prostituiertenberatung bietet.

Schlüsselwörter

Prostitution, Soziale Arbeit, Lebensweltorientierung, THEODORA, Prostitutionsgesetz, Beratungsstelle, Stigmatisierung, Machtverhältnis, Autonomie, Empowerment, Aufsuchende Arbeit, Professionalität, Nähe und Distanz, Beratung, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Anwendungsmöglichkeiten der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit als theoretisches Fundament für die Beratung von Prostituierten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der rechtliche und soziale Wandel der Prostitution, die methodische Beratungspraxis am Beispiel von THEODORA und die theoretische Fundierung durch das Konzept der Lebensweltorientierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die kritische Prüfung, wie eine lebensweltorientierte Beratung dazu beitragen kann, die Lebenssituation von Prostituierten zu verbessern, ohne dabei gesellschaftliche Anpassung zu erzwingen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse und der Anwendung des Konzepts der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit auf ein konkretes Praxisbeispiel (THEODORA) basiert.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Praxisbeispiels, die theoretische Erläuterung der Lebensweltorientierung und die Synthese beider Aspekte unter kritischer Würdigung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Prostitution, Lebensweltorientierung, Beratungspraxis, Empowerment, Stigmatisierung und berufliche Reflexion.

Warum ist das Praxisbeispiel THEODORA besonders für diese Untersuchung geeignet?

Die Beratungsstelle dient als aktuelles, 2011 gegründetes Beispiel, das bereits viele Prinzipien der Lebensweltorientierung wie Niederschwelligkeit und Aufsuchende Arbeit praktisch umsetzt.

Welche spezifische Problematik bezüglich Machtverhältnissen wird diskutiert?

Die Arbeit thematisiert die strukturelle Asymmetrie zwischen Beraterin und Klientin und unterstreicht die Notwendigkeit intensiver Reflexion, um Machtmissbrauch zu vermeiden.

Wie gehen die Beraterinnen mit kulturellen Unterschieden zu ihren Klientinnen um?

Durch einen multilingualen Ansatz und ähnliche kulturelle Hintergründe versuchen die Beraterinnen, sprachliche und soziale Barrieren abzubauen, was gleichzeitig das Näheverhältnis stärkt.

Welche Bedeutung hat das Prostitutionsgesetz für die Arbeit der Beratungsstelle?

Das Gesetz von 2002 schafft neue Rahmenbedingungen, die eine professionelle Beratung erfordern, da es rechtliche Möglichkeiten zur Selbstständigkeit bietet, aber auch neue bürokratische und steuerliche Anforderungen mit sich bringt.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Prostituiertenberatung als Feld der Sozialen Arbeit
Hochschule
Universität Bielefeld  (Fakultät für Erziehungswissenschaft)
Note
1,0
Autor
Bachelor of Arts Natascha Diekmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
26
Katalognummer
V191783
ISBN (eBook)
9783656168119
ISBN (Buch)
9783656168249
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Prostitution Prostituierte Sexarbeit Sexarbeiterinnen Sexworker Soziale Arbeit Social Work Sozialarbeit Sozialpädagogik Felder Tabuisierung Lebensweltorientierte Soziale Arbeit Lebensweltorientierung Alltagsorientierung Alltagstheorie Hans Thiersch Thiersch Praxisbeispiel Prostituiertenberatung Theodora Beratung Beratungsstelle Nähe und Distanz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Natascha Diekmann (Autor:in), 2012, Prostituiertenberatung als Feld der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191783
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  26  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum