Im ersten Teil dieser Arbeit wird demnach die Situation des Unternehmens betrachtet. Weiterhin stellt sich die Frage nach einem Berater und wie der Erstkontakt mit ihm gestaltet wird. Anschließend wird das weitere Vorgehen behandelt, welches dar-aus besteht, Hypothesen zur Situation aufzustellen, sich mit dem Umfeld vertraut zu machen und danach ein Konzept zu entwickeln. Des Weiteren wird gezeigt, wie man das Unternehmen zu Veränderungen bewegen kann und das Thema des Widerstan-des angesprochen. Abschließend werden in diesem Teil noch ein möglicher Vertragsabschluss, das Ende der Vorphase und der Zeitliche Rahmen behandelt.
Der zweite Teil behandelt das Thema des Beraters. Ein Beratungsbedarf entsteht immer dann, wenn eine Organisation Aufgaben zu bewältigen, insbesondere Entscheidungen zu treffen hat, die von ihr selbst wahrgenommen werden müssen, die sie aber nicht ohne die Hilfe, den Rat anderer bewältigen kann
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Vorphase
2.1 Die Vorphase allgemein
2.2 Auswahl eines Beraters
2.3 Der Erstkontakt
2.4 Hypothesen bilden
2.5 Kontextklärung
2.6 Ein Konzept entwickeln
2.7 Bewegung erzeugen
2.8 Widerstand
2.9 Der Vertrag
2.10 Ende der Vorphase
2.11 Zeitlicher Rahmen
3. Der Berater
3.1 Definition und Qualifikationen des Beraters
3.2 Beraterrollen
3.3 Interner/Externer Berater
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die kritische Vorphase von Veränderungsprozessen in Unternehmen sowie die differenzierten Rollen und Qualifikationen von Beratern. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine fundierte Vorbereitung, den richtigen Umgang mit Widerständen und die professionelle Auswahl eines Beraters die Erfolgschancen für den organisatorischen Wandel maximiert werden können.
- Phasenmodell und Struktur der Vorphase im Veränderungsmanagement
- Methoden zur Kontextklärung, Hypothesenbildung und Erzeugung von Veränderungsbereitschaft
- Umgang mit Widerstand als Signalgeber für den Veränderungsprozess
- Kompetenzprofil und soziale Anforderungen an den modernen Unternehmensberater
- Systematik der Beraterrollen (z.B. Experte, Coach, Moderator, Innovator)
- Gegenüberstellung und Zusammenarbeit von internen und externen Beratungsinstanzen
Auszug aus dem Buch
2.8 Widerstand
Ein Problem, auf das man bei Veränderungsprozessen immer wieder stößt, ist Widerstand. Es gibt immer Personen, die mit den Veränderungen nicht einverstanden sind.
„Widerstand zwingt [..] zu Denkpausen, zu klärenden Gesprächen, möglicherweise auch zu einer Kurskorrektur. Wenn Zeitdruck herrscht […], erscheint Widerstand außerordentlich lästig, eventuell sogar unerträglich und inakzeptabel. Man ist geneigt, ihn zu missachten – und exakt dies ist ein Fehler, den man später bitter zu bereuen hat“ (Doppler 2003, S. 24).
Aus diesem Grund ist es wichtig, Widerstand rechtzeitig zu erkennen und zu beheben. Schafft man dies nicht, kann es zu Verzögerungen, Hindernissen und Fehlinvestitionen kommen. Deshalb ist es entscheidend, einen richtigen Umgang mit dem Thema zu finden. Es gibt drei Fragen, um mit Widerstand umzugehen (vgl. Doppler 2003, S. 24).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Notwendigkeit von Veränderungsprozessen ein und erläutert die Gliederung der Arbeit in die Vorphase sowie die Rolle des Beraters.
2. Die Vorphase: Dieses Kapitel detailliert die Vorbereitungsphase eines Veränderungsprozesses, inklusive der Identifikation von Problemen, der Beraterwahl und dem Umgang mit organisationalen Widerständen.
3. Der Berater: Hier werden das Anforderungsprofil, die notwendigen Qualifikationen sowie die verschiedenen Rollenbilder und der Einsatz von internen versus externen Beratern analysiert.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der Vorphase für den Gesamterfolg des Wandels zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer professionellen, ganzheitlichen Beratung.
Schlüsselwörter
Veränderungsprozess, Vorphase, Unternehmensberater, Organisationsberatung, Widerstand, Change Management, Beratungskompetenz, Beraterrollen, Systematik, Coaching, Moderation, Transformation, interne Beratung, externe Beratung, Projektmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Management des Wandels, spezifisch mit der Bedeutung der Vorphase und der Rolle des Beraters in diesem komplexen Prozess.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder sind die Struktur der Orientierungsphase, der Umgang mit menschlichem Widerstand sowie die Definition und Systematisierung der Aufgaben von Unternehmensberatern.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen Veränderungsprozesse durch eine strukturierte Vorphase und den gezielten Einsatz geeigneter Beraterrollen erfolgreich initiieren und begleiten können.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der Thematik, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert und etablierte Ansätze und Modelle aus dem Bereich des Change Managements integriert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in zwei Teile: Die methodische Betrachtung der Vorphase (von der Auswahl des Beraters bis zum Vertrag) und die detaillierte Analyse der Beraterpersönlichkeit und ihrer verschiedenen Rollen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Veränderungsprozess, Vorphase, Widerstandsmanagement, Beraterrollen und Beratungskompetenz charakterisiert.
Warum ist Widerstand laut der Arbeit kein reiner Störfaktor?
Widerstand wird als verschlüsselte Botschaft und wichtiges Signal verstanden, das anzeigt, wo Energie blockiert ist und wo somit im Rahmen des Veränderungsprozesses Potenziale freigesetzt werden können.
Welche unterschiedlichen Beraterrollen werden differenziert?
Das Dokument unterscheidet unter anderem Rollen wie den Experten, Coach, Moderator und Innovator, wobei die Rollenwahl stark von der notwendigen Direktivität abhängt.
Was unterscheidet den internen vom externen Berater?
Interne Berater sind tiefer in die Organisation eingebunden, unterliegen aber strukturellen Korrumpierbarkeiten, während externe Berater durch ihre Unabhängigkeit und neutralen Außenperspektive spezifisches Know-how einbringen können.
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- Denys Sapiton (Author), 2009, Die Vorphase und die Rolle des Beraters im Prozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191835