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Kirchenschätze im Mittelalter

Der Markusschrein

Titre: Kirchenschätze im Mittelalter

Dossier / Travail , 2009 , 20 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Elisabeth Yorck (Auteur)

Art - Artisanat d'art
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Seit dem frühen Mittelalter bis heute nehmen Christen weite Reisen auf sich, um berühmte körperliche Überreste von Heiligen zu verehren. Sie sprechen den Reliquien heilende Kräfte zu und glauben an diesen teilhaben zu können, wenn sie sich in ihrer Nähe aufhalten.

Im Laufe des Mittelalters entwickelte sich ein wahrer Kult um die Reliquien und die Nachfrage stieg beständig. So wurden nicht nur heilige Gebeine oder Gegenstände in Altären, in Krypten oder als Teil von Kirchenschätzen aufbewahrt, sondern auch kleine Knochenteile oder Stofffetzen von Gläubigen in Amuletten getragen. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, entstand ein reger Handel in Europa, sodass die Authentizität vieler Reliquien mehr als fragwürdig wurde. Die Faszination an heiligen Überresten ist dennoch nicht verloren gegangen. Inwieweit spielt also die Echtheit von Reliquien bei der Verehrung überhaupt eine Rolle? Was haben heilige Gebeine oder Gegenstände Besonderes an sich, dass man ihnen vor allem im Mittelalter Wunderwirkungen zuschrieb?

Mit Beginn zunehmender Anbetung erfuhren die Aufbewahrungsorte der Reliquien eine prachtvolle Ausgestaltung, um den spirituellen Wert ihres Inhalts durch irdische Kostbarkeiten sichtbar zu machen. Es entstanden unterschiedliche Formen und Größen je nach Art der Reliquie, wobei der kastenförmige Schrein sehr häufig als Präsentationsmittel gewählt wurde. So auch bei den körperlichen Überresten des heiligen Evangelisten Markus, die sich heute in der Schatzkammer des Reichenauer Münsters befinden. Anhand einer Beschreibung und Analyse des gotischen Schreins aus dem 14. Jahrhundert soll seine Aussage und die Botschaft der Markusreliquien in seinem Inneren für den (gläubigen) Betrachter ermittelt werden. Diese werden vor allem durch die dargestellte Bildthematik kommuniziert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

(I) Einleitung

(II) Bedeutung von Reliquien und Verwendung von Reliquiaren

(III) Der Evangelist Markus und seine sterblichen Überreste

III.1. Zur Person des heiligen Evangelisten Markus

III.2. Die Übertragung der Markusreliquien auf die Reichenau

(IV) Beschreibung und Analyse des Schreins

IV.1 Maße, Materialien und Techniken

IV.2. Struktur des Schreins und inhaltliche Darstellungen

IV.3. Verzierungen und bildkünstlerische Elemente

(V) Schluss: Wirkung und Aussage des Markusschreins auf den Betrachter

(VI) Abbildung: Der schematische Aufbau des Markusschreins

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den gotischen Markusschrein auf der Reichenau, um dessen ikonographische Botschaft und die Funktion der darin enthaltenen Reliquien zu entschlüsseln. Dabei wird analysiert, wie der Schrein durch seine bildkünstlerische Gestaltung und die dargestellten Themen das Verhältnis zwischen den Gläubigen, dem Evangelisten Markus und Christus vermittelt.

  • Kult und Verehrung von Reliquien im Mittelalter
  • Biografische Einordnung des heiligen Evangelisten Markus
  • Übertragungsgeschichte der Markusreliquien auf die Reichenau
  • Formale Analyse und Materialität des Markusschreins
  • Ikonographische Deutung der Bildprogramme

Auszug aus dem Buch

IV.2. Struktur des Schreins und inhaltliche Darstellungen

Die Form des Markusschreins ist einfach gestaltet. Der Korpus besteht aus einem rechteckigen, länglichen Kasten, auf dem ein Walmdach mit abgeschrägten Dachfirsten aufgesetzt ist. Der Aufbau des Markusschreins gleicht also einem einfachen Haus, welches vermutlich auf die ewige Wohnstätte verweisen soll. Der Korpus des Schreins wurde aus Holz angefertigt, während die sichtbaren Außenwände mit Metallarbeiten bedeckt sind. Diese bestehen einerseits aus Verzierungen wie zum Beispiel in Silberblechbänder gepresste Weinranken und andererseits aus Bildszenen. Die Motive der einzelnen Darstellungen stehen jeweils auf der Längsseite und auf der Schmalseite in einem thematischen Zusammenhang und sind als Erzählung zu verstehen.

Insgesamt befinden sich zwölf rechteckige Bildfelder auf den vier Seiten des kastenförmigen unteren Teils des Schreins, während auf den abgeschrägten Dachflächen der Längsseiten je drei Bildmotive in Medaillonform angebracht sind. Die rechteckigen Bildfelder auf den Längsseiten sind alle gleich groß und füllen die gesamte Fläche aus. Lediglich schmale Zierbänder umrahmen und trennen die Bilder voneinander. So ummanteln sie auch die Schmalseiten, auf denen jeweils eine Bildszene angebracht wurde, die größer als die Übrigen ist. Jedes Feld besteht aus vergoldetem Silberblech, aus dem das Motiv als Relief herausgetrieben und ziseliert wurde. Thematisch handeln die Darstellungen auf den Längsseiten vom Leben Jesu, während die Schmalseiten auf die Geschichte des Schreins eingehen.

Zusammenfassung der Kapitel

(I) Einleitung: Diese Einleitung erläutert den mittelalterlichen Reliquienkult und stellt den Markusschrein auf der Reichenau als Untersuchungsobjekt vor.

(II) Bedeutung von Reliquien und Verwendung von Reliquiaren: Das Kapitel definiert den Reliquienbegriff und erläutert die theologische sowie soziale Funktion von Reliquiaren als kostbare Aufbewahrungsorte.

(III) Der Evangelist Markus und seine sterblichen Überreste: Hier wird die Biografie des Heiligen kritisch beleuchtet und die legendenumwobene Geschichte der Reliquienübertragung auf die Reichenau dargelegt.

(IV) Beschreibung und Analyse des Schreins: Dieses Hauptkapitel widmet sich der physischen Beschaffenheit, den kunsthandwerklichen Techniken und der detaillierten Deutung der bildlichen Darstellungen auf dem Schrein.

(V) Schluss: Wirkung und Aussage des Markusschreins auf den Betrachter: Der Autor resümiert, warum der Fokus der Bildthematik primär auf der Heilsgeschichte Christi liegt und Markus als Vermittlerfigur fungiert.

(VI) Abbildung: Der schematische Aufbau des Markusschreins: Diese grafische Übersicht visualisiert die Anordnung der Bildmotive und die Struktur des Schreins.

Schlüsselwörter

Markusschrein, Reichenau, Reliquien, Mittelalter, Reliquiar, Evangelist Markus, Ikonographie, Goldschmiedekunst, Christus, Heiligenverehrung, Sakralkunst, Miracula S. Marci, Bildprogramm, Gotik, Reliquienübertragung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des im 14. Jahrhundert entstandenen Markusschreins, der sich heute in der Schatzkammer des Reichenauer Münsters befindet.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der mittelalterliche Reliquienkult, die historische Überlieferung zur Markus-Vita sowie die kunsthistorische Untersuchung des Schreins selbst.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Aussagen und Botschaften, die durch die Bildthematik des Schreins für den Betrachter kommuniziert werden, zu ermitteln und zu interpretieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine beschreibende und analysierende Methode, die kunsthistorische Merkmale des Schreins mit den überlieferten schriftlichen Quellen zur Reliquienlegende in Bezug setzt.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Materialität und Technik, die ikonographische Analyse der Bildfelder auf den Längs- und Schmalseiten sowie die Bedeutung der Verzierungselemente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Markusschrein, Reichenau, Ikonographie, Reliquiar, Heiligenverehrung und christliche Bildthematik.

Warum wird auf dem Schrein vor allem das Leben Jesu dargestellt und nicht primär Markus?

Der Autor argumentiert, dass Markus als Vermittlerfigur zwischen den Gläubigen und Christus dient und die Szenen aus dem Leben Jesu dazu beitragen, den Glauben für den Betrachter greifbarer zu machen.

Welche Rolle spielt die Legende vom "Kesselfang" in der Darstellung?

Der Kesselfang verbildlicht die Legende, die zur Beglaubigung der Echtheit der Markusreliquien diente, und verbindet somit das Irdische mit dem Himmlischen durch den Beweis des Heiligen.

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Résumé des informations

Titre
Kirchenschätze im Mittelalter
Sous-titre
Der Markusschrein
Université
University of Constance
Note
1,7
Auteur
Elisabeth Yorck (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
20
N° de catalogue
V191983
ISBN (ebook)
9783656167761
ISBN (Livre)
9783656168201
Langue
allemand
mots-clé
Kirchenschatz Markus Evangelist Schrein Reliquie Reliquiare Münster Kirche Glauben Anbetung Kunst Mittelalter Bodensee Verehrung Heilige Jenseits Wallfahrt Prozession
Sécurité des produits
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Citation du texte
Elisabeth Yorck (Auteur), 2009, Kirchenschätze im Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191983
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