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Richard Wagners "Parsifal" - eine Analyse

Título: Richard Wagners "Parsifal" - eine Analyse

Trabajo Escrito , 2011 , 9 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Saskia Guckenburg (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Die Oper Parsifal ist Wagners spätestes Werk. Während seiner Arbeit an den Opernstücken Tannhäuser und Die Meistersinger von Nürnberg beschäftigte er sich 1845 in Marienbad erstmals mit dem Parzival-Stoff. Vierzig Jahre später, und damit nur ein Jahr vor seinem Tod, wurde das sogenannte „Bühnenweihfestspiel“ 1882 in Bayreuth urauf-geführt. Der dreißigjährigen Schutzfrist folgend durfte das „Bühnenweihfestspiel“ nur dort aufgeführt werden. Jedoch fand 1903 an der New Yorker Met eine nicht autorisier-te Aufführung statt und ist als „Gralsraub“ in die Geschichte eingegangen. Lange Zeit, und zum Teil auch noch heute, galt während und nach den Aufführungen ein Applausverbot aufgrund des religiösen Charakters. Jedoch hatte sich Wagner nie ausdrücklich gegen das Applaudieren ausgesprochen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Entstehung und Rezeption

2 Das Verhältnis von Kunst und Religion

3 Der Unsagbarkeitstopos

4 Abendmahlszene

5 Das Siechtum des Amfortas

6 Mitleiden, Erlösung und Abwendung der Erotik

7 Raum und Zeit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Richard Wagners Bühnenweihfestspiel „Parsifal“ im Hinblick auf seine philosophischen, religiösen und ästhetischen Dimensionen. Dabei steht insbesondere die komplexe Verbindung von christlicher Symbolik, schopenhauerischer Philosophie sowie Wagners eigener Kunstauffassung im Mittelpunkt der Analyse.

  • Die Entstehungsgeschichte und die problematische Rezeption des „Parsifal“.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Kunst und Religion.
  • Die Bedeutung von Erlösung, Mitleidsethik und der Abwendung von Erotik.
  • Die philosophische Behandlung von Raum-Zeit-Paradoxa innerhalb der Oper.

Auszug aus dem Buch

1 Entstehung und Rezeption

Die Oper Parsifal ist Wagners spätestes Werk. Während seiner Arbeit an den Opernstücken Tannhäuser und Die Meistersinger von Nürnberg beschäftigte er sich 1845 in Marienbad erstmals mit dem Parzival-Stoff. Vierzig Jahre später, und damit nur ein Jahr vor seinem Tod, wurde das sogenannte „Bühnenweihfestspiel“ 1882 in Bayreuth uraufgeführt. Der dreißigjährigen Schutzfrist folgend durfte das „Bühnenweihfestspiel“ nur dort aufgeführt werden. Jedoch fand 1903 an der New Yorker Met eine nicht autorisierte Aufführung statt und ist als „Gralsraub“ in die Geschichte eingegangen. Lange Zeit, und zum Teil auch noch heute, galt während und nach den Aufführungen ein Applausverbot aufgrund des religiösen Charakters. Jedoch hatte sich Wagner nie ausdrücklich gegen das Applaudieren ausgesprochen.

Wagner behauptete am Karfreitag des Jahres 1857 im Garten des Zürcher „Asyls“ eine spirituelle Eingebung für die Komposition gehabt zu haben. Jedoch gestand er laut Cosimas Tagebuch zu einem späteren Zeitpunkt ein, dass er die sogenannte „Karfreitagslegende“ zum Zweck der Selbstmythologisierung erfunden hatte. Darüber hinaus hatte Wagner ein Datum angegeben, welches nicht auf einen Karfreitag fällt.

Während seiner Arbeit an Parsifal beschäftigte er sich lange Zeit parallel mit dem Projekt eine Oper über Jesus von Nazareth zu komponieren. Schließlich gab er dieses Vorhaben aus Respekt vor der Hauptgestalt auf, denn die für Exzentrik und Sinnlosigkeit stehende Oper ist wenig zur Darstellung religiöser Themen geeignet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Entstehung und Rezeption: Dieses Kapitel beleuchtet die langjährige Genese des Parsifal-Stoffes sowie die Geschichte der Uraufführung in Bayreuth inklusive der Mythenbildung durch Wagner selbst.

2 Das Verhältnis von Kunst und Religion: Hier wird untersucht, wie Wagner durch den Begriff der Kunstreligion versucht, die Dogmatik der Kirche zu überwinden und Kunst eine erlösende Kraft zuzuweisen.

3 Der Unsagbarkeitstopos: Das Kapitel behandelt die Unfähigkeit der Sprache, das Mysterium des Grals zu erfassen, und zieht Parallelen zum Erkenntnisproblem in Goethes Faust.

4 Abendmahlszene: Die Analyse zeigt auf, dass die Abendmahlszene als „Gegentext“ fungiert, in dem die Wandlung von Blut zu Wein die irdische Stärkung der Gralsritter in den Fokus rückt.

5 Das Siechtum des Amfortas: Dieses Kapitel analysiert die Figur des Amfortas als zentralen Leidensweg, der durch die Analogie zu Christus und die Verletzung durch den Speer geprägt ist.

6 Mitleiden, Erlösung und Abwendung der Erotik: Der Text erörtert die ethische Entwicklung Parsifals vom tötenden Jäger zum Mitleidenden, der sich der Erotik entsagt.

7 Raum und Zeit: Das letzte Kapitel untersucht die inszenierte Zeitdehnung und die metaphysische Verwandlung von Zeit in Raum innerhalb des Werkes.

Schlüsselwörter

Richard Wagner, Parsifal, Bühnenweihfestspiel, Erlösung, Gral, Mitleidsethik, Amfortas, Kunstreligion, Schopenhauer, Nietzsche, Mythos, Raum und Zeit, Abendmahlszene, Opernanalyse, Symbolismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die thematische und strukturelle Tiefe von Richard Wagners letzter Oper „Parsifal“ unter Berücksichtigung kulturhistorischer und philosophischer Kontexte.

Welche zentralen Themenfelder werden beleuchtet?

Im Zentrum stehen die Begriffe der Erlösung, die Rolle der Religion im Gesamtkunstwerk, das Mitleid sowie die philosophische Auseinandersetzung mit Raum und Zeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die vielschichtigen religiösen und ästhetischen Konzepte des Werkes freizulegen und aufzuzeigen, wie Wagner tradierte Mythen in seinem „Bühnenweihfestspiel“ transformiert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine interpretatorische Analyse von Libretto und Opernkonzept, eingebettet in werkgeschichtliche Fakten und Bezugnahmen auf philosophische Strömungen wie die Schopenhauers.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Untersuchung der Kernelemente der Oper, von der Entstehungsgeschichte bis hin zu spezifischen Szenen wie der Abendmahlszeremonie.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit geprägt?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Kunstreligion, der Unsagbarkeitstopos, die Erlösungsthematik und die symbolische Bedeutung des Grals und des Speers.

Wie interpretiert die Arbeit das Zitat „Erlösung dem Erlöser!“?

Die Arbeit ordnet den Kalauer in den Kontext von Wagners Abhandlung „Religion und Kunst“ ein und deutet ihn als Notwendigkeit, dass die dogmatische Religion durch die Kunst bzw. den Künstler erlöst werden muss.

Welche Bedeutung kommt der Figur des Amfortas zu?

Amfortas wird als der eigentliche Mittelpunkt der Handlung identifiziert, dessen Sündenleiden und die Analogie zur Christusfigur das zentrale ethische Dilemma der Oper verkörpern.

Was bedeutet der Satz „zum Raum wird hier die Zeit“?

Dieser Satz aus dem Werk beschreibt eine dramaturgische Technik Wagners, bei der durch zeitliche Dehnung und atmosphärische Veränderung das Erleben des Raumes für den Zuschauer intensiviert wird.

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Detalles

Título
Richard Wagners "Parsifal" - eine Analyse
Universidad
University of Mannheim
Calificación
1,3
Autor
Saskia Guckenburg (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
9
No. de catálogo
V191989
ISBN (Ebook)
9783656167600
ISBN (Libro)
9783656167556
Idioma
Alemán
Etiqueta
richard wagners parsifal analyse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Saskia Guckenburg (Autor), 2011, Richard Wagners "Parsifal" - eine Analyse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191989
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