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Der Völkerbund und das Völkerrecht im Spiegel der kantischen Schrift „Zum ewigen Frieden“

Titre: Der Völkerbund und das Völkerrecht im Spiegel der kantischen Schrift „Zum ewigen Frieden“

Dossier / Travail , 2012 , 26 Pages , Note: 2

Autor:in: Bachelor of Arts Stefan Wagner (Auteur)

Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques
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Mit dem Begriff des Völkerrechts wird im Allgemeinen eine überstaatliche Rechtsordnung bezeichnet, die sämtliche Beziehungen der durch das Völkerrecht als solche definierten Völkerrechtssubjekte (im Wesentlichen Staaten), regelt und auf friedliche und dauerhafte Basis zu stellen sucht. Das Völkerrecht ist dabei zum Einen durch die gleichberechtigte Behandlung seiner Mitglieder und zum Zweiten durch das Fehlen eines zentralen Gesetzgebungsorgans und einer überstaatlichen Gewalt gekennzeichnet. Aufgrund immer wieder auftretender Kriege und internationaler Probleme, hat das Völkerrecht bereits eine lange Vorgeschichte aufzuweisen, die durch z.T. grundlegende Veränderungen innerhalb der Ausformulierung des Völkerrechts gekennzeichnet ist. So mag es kaum verwundern, dass auch die Idee eines Völkerbundes bereits eine lange Vorgeschichte aufweist, welche sich bis ins europäische Hochmittelalter verfolgen lässt. Als wichtige Namen sind hierbei stellvertretend diejenigen von Pierre Dubois, Duc de Sully, Abbé de Saint-Pierre, Hugo Grotius oder Jean Jacques Rousseau zu nennen. Auch wenn sich bereits vor hunderten von Jahren solch herausragende Denker mit der Idee eines Völkerbundes befassten, bleibt dabei doch als bemerkenswert festzustellen, dass „diese Pläne in ihrer Entstehungszeit durchweg ohne jeden Einfluß auf die praktische Politik geblieben sind“ und erst im 19. Jahrhundert im Zuge der Industriellen Revolution politisch relevant werden konnten. Vor allem im wirtschaftlichen Bereich entstanden zu dieser Zeit zahlreiche internationale Zweckverbände, deren Existenz verdeutlicht, „daß der Aufschwung von Wirtschaft und Verkehr auf internationale Kooperation drängte.“ Dennoch war die letzte Epoche des sogenannten klassischen Völkerrechts von der Tatsache geprägt, dass „alle jene Kräfte, die auf die Etablierung einer auf Rechtsprinzipien gegründeten internationalen Friedensordnung drängten, zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch zu schwach waren, um sich durchsetzen zu können“ und somit der 1. Weltkrieg trotz aller Gräuel und Rechtsverletzungen als Auswuchs des klassischen europäischen Völkerrechts gilt aber zugleich auch als Geschehnis angesehen werden muss, „das die jahrhundertealte Völkerbundsidee aus der Sphäre der Spekulation in den Bereich der Politik überführte.“

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Völkerrecht nach Immanuel Kant

2.1 Grundlagen und Quellen des Völkerrechts

2.2 Grundlagen des Völkerbundes

3. Vergleich des Völkerbundes des 20. Jahrhunderts mit dem kantischen Völkerbund

3.1 Das Zustandekommen des Bundes

3.2 Die Mitglieder des Bundes

3.3 Die Ausdehnung des Bundes

3.4 Die Funktion des Bundes

3.5 Die Struktur des Bundes

4. Kritik und Diskussion

5. Bilanz

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretische Konzeption eines Völkerbundes durch Immanuel Kant in seiner Schrift „Zum ewigen Frieden“ und setzt diese in Bezug zur realpolitischen Ausgestaltung des Völkerbundes der Jahre 1919 bis 1946. Ziel ist es, die Übertragbarkeit kantischer Ideen auf die internationale Ordnung des 20. Jahrhunderts kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, ob Kants Entwurf auch für die moderne politische Praxis Aktualität besitzt.

  • Die theoretische Begründung des Völkerrechts nach Immanuel Kant.
  • Die Analogie zwischen dem Naturzustand der Menschen und dem der Staaten.
  • Die historische Genese und die strukturellen Defizite des Völkerbundes des 20. Jahrhunderts.
  • Die Problematik der Durchsetzbarkeit von Völkerrecht und Schiedsinstanzen.
  • Das Spannungsverhältnis zwischen nationaler Souveränität und einer globalen Friedensordnung.

Auszug aus dem Buch

2. Das Völkerrecht nach Immanuel Kant

Nach den Ausführungen Immanuel Kants in seiner Schrift zum ewigen Frieden, ist der Krieg unvermeidlich mit der menschlichen Natur verbunden, er scheint auf sie „gepfropft zu sein und sogar als etwas Edles, wozu der Mensch durch den Ehrtrieb ohne eigennützige Triebfedern beseelt wird, zu gelten“6. Nicht nur der tatsächlich stattfindende Krieg, sogar die bloße Tatsache, dass es Krieg gibt, ist hier im kantischen Sinne zunächst als etwas Positives zu betrachten, da kriegerische Auseinandersetzungen beispielsweise dazu beigetragen haben, dass sich das Menschengeschlecht über den gesamten Globus verbreitete. Die Natur gebrauchte somit den Krieg „für ihren eigenen Zweck“7 als Mittel dazu, „die Erde allerwärts zu bevölkern“8.

Durch das Mittel des Krieges aber schafft es die Natur nicht nur, dass sich die verschiedenen Völker der Erde bis an die entlegensten Plätze derselben verteilten, nein, sie trennt auch verwandte Völker durch z.B. Einwanderung Anderer geografisch voneinander und beflügelt somit einen Vorgang der Absonderung der Völker voneinander, der sich durch die Verschiedenheit von sich herausbildenden Sprachen und Religionen ausgestaltet. Diese Absonderung „vieler voneinander unabhängiger benachbarter Staaten“9 ist nach Kant eine entscheidende Voraussetzung der Idee des Völkerrechts überhaupt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des Völkerrechtsbegriffs und führt in die Relevanz der kantischen Schrift „Zum ewigen Frieden“ für die internationale Friedensordnung ein.

2. Das Völkerrecht nach Immanuel Kant: Dieses Kapitel analysiert Kants philosophische Herleitung des Krieges als notwendiges Naturphänomen und seine Begründung des Völkerrechts sowie die theoretischen Grundlagen des Völkerbundes.

3. Vergleich des Völkerbundes des 20. Jahrhunderts mit dem kantischen Völkerbund: Hier wird der historische Völkerbund anhand der fünf Unterpunkte (Zustandekommen, Mitglieder, Ausdehnung, Funktion, Struktur) detailliert mit Kants philosophischem Entwurf verglichen.

4. Kritik und Diskussion: Das Kapitel hinterfragt die praktische Umsetzbarkeit einer supranationalen Weltordnung und die mangelnde Durchsetzungskraft internationaler Schiedsinstanzen im 20. Jahrhundert.

5. Bilanz: Die Bilanz zieht ein Fazit über die Aktualität Kants und ordnet den Völkerbund als wichtigen, wenn auch unvollkommenen Schritt auf dem Weg zum ewigen Frieden ein.

Schlüsselwörter

Immanuel Kant, Zum ewigen Frieden, Völkerrecht, Völkerbund, Friedensordnung, Naturzustand, Weltrepublik, Kollektive Sicherheit, Souveränität, Zwischenkriegszeit, Schiedsinstanz, Internationale Beziehungen, Vernunft, Friedensvertrag, Internationale Organisationen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Konzepte von Immanuel Kant zur Völkerrechtsgestaltung und prüft deren Bezug sowie die Wirksamkeit im historischen Kontext des Völkerbundes des 20. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit befasst sich schwerpunktmäßig mit den Themenfeldern Friedensethik, Völkerrechtstheorie, der Struktur internationaler Organisationen und der historischen Entwicklung des Begriffs der kollektiven Sicherheit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, inwieweit Kants philosophische Vorgaben für einen Friedensbund auf die realpolitische Ausgestaltung des Völkerbundes nach 1919 übertragbar waren und ob diese Ideen heute noch eine praktische Relevanz besitzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literatur- und Quellenanalyse, bei der philosophische Texte Kants mit historischen Dokumenten und politologischen Erkenntnissen zum Völkerbund verglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der kantischen Ideen und einen strukturierten Vergleich dieser Ideen mit der Realität des Völkerbundes, inklusive einer kritischen Diskussion seiner Schwächen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Völkerrecht, Kant, Friedensordnung, Völkerbund und kollektive Sicherheit definiert.

Warum war der reale Völkerbund nach Ansicht des Autors in der Praxis so instabil?

Der Autor führt dies auf die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit gegenüber den Interessen souveräner Staaten und die Unvereinbarkeit zwischen dem Anspruch auf nationale Souveränität und einer bindenden internationalen Schiedsgerichtsbarkeit zurück.

Welche Rolle spielt die „Weltrepublik“ in Kants Entwurf laut der Arbeit?

Sie fungiert bei Kant als eine regulative Idee, auf die man sich annähern sollte, deren direkte institutionelle Umsetzung jedoch an der mangelnden Bereitschaft der Staaten, ihre Souveränität aufzugeben, scheitert.

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Résumé des informations

Titre
Der Völkerbund und das Völkerrecht im Spiegel der kantischen Schrift „Zum ewigen Frieden“
Université
University of Leipzig
Note
2
Auteur
Bachelor of Arts Stefan Wagner (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
26
N° de catalogue
V191998
ISBN (ebook)
9783656172857
ISBN (Livre)
9783656173090
Langue
allemand
mots-clé
Völkerbund Völkerrecht Immanuel Kant Gustav Stresemann Moralität Legalität Krieg Naturzustand Interdependenz Internationale Beziehungen Politik Zum Ewigen Frieden Frieden Völkerstaat Weltrepublik 1. Weltkrieg Recht Woodrow Wilson
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Bachelor of Arts Stefan Wagner (Auteur), 2012, Der Völkerbund und das Völkerrecht im Spiegel der kantischen Schrift „Zum ewigen Frieden“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191998
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Extrait de  26  pages
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