Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Möglichkeiten der Unterstützung gesunden Alterns

Title: Möglichkeiten der Unterstützung gesunden Alterns

Research Paper (undergraduate) , 2003 , 34 Pages , Grade: eins

Autor:in: Nicole Schumann (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Wie alle anderen hoch industrialisierten Länder steht auch Deutschland vor dem Problem der zunehmenden Hochaltrigkeit bei gleichzeitigem sinken der Geburtenziffer. (vgl. Werner 1994).
Die mit dieser Überalterung einhergehende Veränderung des Bevölkerungsaufbaus wirkt sich auf alle gesellschaftlichen Bereiche aus. Wenn man davon ausgeht, dass hochaltrige Menschen mit zunehmendem Alter auch einen erhöhten Pflegebedarf haben, wird besonders der Bereich der pflegerischen Versorgung eine immer größere Bedeutung bekommen. Eine der Fragen die sich daraus für die vorliegende Arbeit ergibt, ist, ob ein höheres Lebensalter zwangsläufig in Wechselwirkung mit erhöhtem Pflegebedarf steht. Umgekehrt ergibt sich die Frage, ob es eine „gesunde“ Hochaltrigkeit gibt. Was bedeutet gesunde Hochaltrigkeit, und gibt es Möglichkeiten diesen gesunden Alterungsprozess zu unterstützen? Wie könnten oder müssten Unterstützungsmaßnahmen im häuslichen Bereich aussehen?

Meine Motivation bestand darin, „gesundes Altern“ als physiologisch – psychologisches Konzept zu erläutern. Aus diesem Grund werde ich mich jeglicher Wertung enthalten. Ich werde mich in dieser Arbeit auf die folgenden Themen beschränken.
Wo und wie beginnen die Kräfte nachzulassen? Wie können Ressourcen gefördert oder erhalten werden? Was steht einer Förderung in Deutschland im Weg?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Physiologische Veränderungen des Alterns

1.1. Bewegung / Kraft

1.2. Sinnesorgane

1.3. Stoffwechsel

1.4. Gehirnleistung, Lang- und Kurzzeitgedächtnis

2. Folgen der physiologischen und psychologischen Veränderung

2.1. Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates

2.2. Sinnesorgane

2.3. Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

2.4. Inkontinenz

2.5. Demenzen

3. Perspektiven zum Begriff der Multimorbidität

4. Schlussfolgerungen

5. Einfluss der physiologischen Veränderungen auf den Alltag

5.1. Systematische Betrachtung und die Folgen für das alltäglichen Leben

5.2. Psychische Veränderungen

5.3. Zusammenfassung und Schlussfolgerung

6. Prävention im häuslichen Bereich

6.1. Was bedeutet Prävention?

7. Gesetzliche Grundlage

8. Umsetzungsprobleme in Deutschland

8.1. Sozialpolitische Rahmenbedingungen

8.1.1. Tradition, Konvention, Struktur

8.2. Aufgaben und Maßnahmen der Pflege

8.2.1. Aufklärung und Befähigung

8.2..2. Vermittlung und Koordination

8.2.3. Reflektion und Beratung

8.2.4. Trost spenden und Ziele formulieren

8.2.5. Erinnerungspflege

8.3. Schlussfolgerungen und Veränderungsbedarf

9. Blick über die Grenzen

9.1. Österreich

9.2. Dänemark

9.3. Niederlande

10. Berufsfeld Pflege und Gesundheit

11. Schlussfolgerung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept des "gesunden Alterns" als physiologisch-psychologisches Modell und analysiert, wie durch gezielte Unterstützungsmaßnahmen im häuslichen Bereich die Selbstständigkeit und Lebensqualität hochaltriger Menschen gefördert werden kann, um eine frühzeitige Pflegebedürftigkeit zu vermeiden.

  • Physiologische Alterungsprozesse und deren Auswirkungen auf den Alltag.
  • Die Bedeutung von Prävention zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit.
  • Herausforderungen bei der Umsetzung präventiver Konzepte in Deutschland.
  • Vergleich internationaler Lösungsansätze zur Altenversorgung.
  • Die Rolle der Pflege bei der Gesundheitsförderung und -erhaltung.

Auszug aus dem Buch

5.1. Systematische Betrachtung und die Folgen für das alltägliche Leben

Anhand der vorangegangenen Kapitel wird nachvollziehbar, dass es sehr leicht zu einem Teufelskreis kommen kann, wenn man beginnende Schwächen nicht frühzeitig erkennt und durch entsprechende Hilfssysteme ausgleicht.

Die folgende Kausalkette soll die Situation, in der sich alternde Menschen befinden, aufzeigen: Durch die Abnahme von Kraft und Beweglichkeit werden Haushaltsführung, das Einkaufen und insbesondere das Tragen der Einkäufe, beschwerlicher. Vor allem das Tragen von sperrigen, voluminösen oder schweren Lebensmitteln wird aus diesem Grund zunehmend vermieden.

Frische Lebensmittel müssen geputzt und verarbeitet werden. Das erfordert einen zusätzlichen Kraftaufwand im Bereich der hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Da vor allem frisches Obst und Gemüse zu diesen aufwendigen Nahrungsmitteln gehören, wird durch den Verzicht darauf das Problem der Mangelernährung begünstigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Physiologische Veränderungen des Alterns: Dieses Kapitel erläutert die natürlichen körperlichen Abbauprozesse, wie den Verlust an Muskelmasse, nachlassende Sinnesleistungen und stoffwechselbedingte Veränderungen im Alter.

2. Folgen der physiologischen und psychologischen Veränderung: Hier werden die gesundheitlichen Konsequenzen der Alterung beschrieben, darunter Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates sowie das Auftreten von Demenzsyndromen.

3. Perspektiven zum Begriff der Multimorbidität: Das Kapitel diskutiert das gleichzeitige Bestehen mehrerer Erkrankungen im Alter und hinterfragt, ab wann alterstypischer Abbau als behandlungsbedürftige Krankheit eingestuft werden sollte.

5. Einfluss der physiologischen Veränderungen auf den Alltag: Dieses Kapitel zeigt auf, wie funktionelle Einbußen zu einer Einschränkung der Alltagsbewältigung und infolgedessen zu sozialem Rückzug und psychischen Belastungen führen können.

6. Prävention im häuslichen Bereich: Hier wird der präventive Ansatz zur Gesundheitsvorsorge vorgestellt und anhand eines Modellprojekts erläutert, wie durch Pflegefachkräfte frühzeitig interveniert werden kann.

8. Umsetzungsprobleme in Deutschland: Das Kapitel analysiert die sozialpolitischen und strukturellen Hürden, die eine flächendeckende Implementierung von Präventionsmaßnahmen in Deutschland erschweren.

9. Blick über die Grenzen: Ein Vergleich mit Österreich, Dänemark und den Niederlanden verdeutlicht alternative organisatorische Konzepte und Erfolgsaussichten für eine gesundheitsfördernde Altenversorgung.

Schlüsselwörter

Gesundes Altern, Hochaltrigkeit, Prävention, Pflegewissenschaft, Hausbesuche, Multimorbidität, Gesundheitsförderung, Lebensqualität, Autonomie, Sturzprophylaxe, ambulante Pflege, Sozialpolitik, Demenz, Ernährung im Alter, Lebenswelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, durch präventive Maßnahmen den Alterungsprozess so zu unterstützen, dass hochaltrige Menschen möglichst lange selbstständig und gesund in ihrem häuslichen Umfeld leben können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die physiologischen und psychologischen Veränderungen des Alterns, die Bedeutung von Prävention in der Altenpflege sowie die sozialpolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Konzept des gesunden Alterns zu erläutern und aufzuzeigen, wie pflegerische Unterstützung und Gesundheitsförderung helfen können, Pflegebedürftigkeit hinauszuzögern oder zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie den Vergleich von Modellprojekten aus dem In- und Ausland, um den Bedarf und die Umsetzbarkeit präventiver Hausbesuche zu belegen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Kausalketten zwischen körperlichen Veränderungen, deren Auswirkungen auf den Alltag und die daraus resultierenden Anforderungen an eine moderne, interdisziplinäre Pflegeversorgung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere "gesundes Altern", "Prävention", "häusliche Unterstützung", "Autonomie" und "interdisziplinäre Pflege".

Warum wird im Dokument so ausführlich auf Dänemark eingegangen?

Dänemark dient als Best-Practice-Beispiel, da es bereits seit den 1990er Jahren verpflichtende, präventive Hausbesuche etabliert hat, die erfolgreich die Morbidität bei Hochaltrigen senken konnten.

Welche Rolle spielen "Pflegestufen" bei der Argumentation der Autorin?

Die Autorin kritisiert, dass das deutsche System erst bei Erreichen einer Pflegestufe eingreift, was eine defizitorientierte Versorgung darstellt, statt präventiv zu handeln.

Was ist mit dem Begriff "Erinnerungspflege" gemeint?

Erinnerungspflege ist eine Form der Betreuung, die durch das Schwelgen in positiven vergangenen Erlebnissen hilft, geistige Fähigkeiten zu stimulieren und soziale Teilhabe bei Demenzkranken zu fördern.

Excerpt out of 34 pages  - scroll top

Details

Title
Möglichkeiten der Unterstützung gesunden Alterns
College
University of Kassel
Grade
eins
Author
Nicole Schumann (Author)
Publication Year
2003
Pages
34
Catalog Number
V19200
ISBN (eBook)
9783638233798
Language
German
Tags
Möglichkeiten Unterstützung Alterns
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Schumann (Author), 2003, Möglichkeiten der Unterstützung gesunden Alterns, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19200
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  34  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint