Mit der Version 7.1 erweitert SAP den SAP Solution Manager mit einigen interessanten Funktionen im Bereich Testmanagement. Besonders interessant sind die Testwerkzeuge der Testautomatisierung, da das SAP-eigene Testautomatisierungs-Tool eCATT die neue SAP-Oberfläche mit unterschiedlichen Technologien nicht unterstützt und somit für das Testen von Geschäftsprozessen, die sich über mehrere Technologien erstrecken, nicht geeignet ist. Um diese Lücke zu schließen, wurden in der neuen Version Drittanwendungen integriert.
Die Zielsetzung dieser Arbeit besteht darin, herauszuarbeiten welche neue Möglichkeiten der Testautomatisierung sich durch das Upgrade im SAP Solution Manager 7.1 ergeben. Hierzu müssen die Testautomatisierungs-Werkzeuge eCATT und HP QTP (Drittanwendung) ausführlich untersucht werden, um deren Stärken und Schwächen aufzuzeigen.
Für eine solche Untersuchung ist es wichtig, dass sowohl die Thematik des Testens als auch die Grundlagen der Testautomatisierung bekannt sind. Anhand dieser Kenntnisse soll eine Evaluierung und Gegenüberstellung der Testwerkzeuge stattfinden. Aufgrund der erarbeiteten Anforderungen soll ein Konzept für einen automatisierten Test anhand eines Geschäftsprozesses mit unterschiedlichen Technologien und Anwendungen entwickelt werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation der Arbeit
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Vorgehensweise der Arbeit
2 Einführung in Software-Testen
2.1 Notwendigkeit von Tests
2.2 Teststufen in der SAP-Projektmethodik
2.3 Testaktivitäten
2.4 Testautomatisierung
2.4.1 Das kann die Testautomatisierung nicht leisten
2.4.2 Vorteile der Testautomatisierung
2.4.3 Testwerkzeuge
3 SAP Solution Manager
3.1 Allgemeines Konzept
3.1.1 Änderungen in Projekten implementieren
3.1.2 Lösungen effizient betreiben
3.1.3 Prozesse im SAP Solution Manager
3.2 Der Prozess „Testmanagement“
3.3 Optionen für Testwerkzeuge
4 Vorbereitungen der Analyse
4.1 Ziele der Untersuchung
4.2 Betrachtung der zu testenden Technologien
4.2.1 Geschäftsprozess der Angebotserstellung
4.2.2 Darstellung der Systeme und deren Technologien
4.3 Grundsätzliches Konzept für die Testfallerstellung
5 Analyse des Test Automation Frameworks
5.1 Voraussetzungen für den Einsatz
5.1.1 Grundlagen des Test Automation Frameworks
5.1.2 Technische Voraussetzungen
5.2 Integration eines externen Testwerkzeugs
5.3 Erstellen einer Testkonfiguration
5.4 Erstellen und Ausführen von Testskripten mit HP QTP
5.4.1 Grundlagen des HP QuickTest Professional
5.4.2 Testen von Benutzeroberflächen
5.4.3 Parametrisierung in der Testkonfiguration
5.4.4 Implementierung von Prüfungen
5.5 Modularisierung von Testskripten
5.5.1 Modularisierung in HP QTP
5.5.2 Modularisierung in eCATT
5.6 Start und Protokollierung von Skripten im TAF
5.6.1 Ausführen von Skripten
5.6.2 Protokollierung
5.7 Fazit der Analyse
6 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit führt eine Machbarkeitsstudie zur Testautomatisierung von SAP- und Nicht-SAP-Anwendungen im SAP Solution Manager 7.1 durch, mit dem primären Ziel, die technische Realisierbarkeit technologieübergreifender Geschäftsprozesse unter Verwendung des integrierten Test Automation Frameworks zu bewerten.
- Grundlagen des Softwaretestens im SAP-Umfeld
- Methodik der Testautomatisierung mit dem Test Automation Framework (TAF)
- Integration externer Testwerkzeuge am Beispiel von HP QuickTest Professional
- Modularisierung von Testskripten zur Steigerung der Wiederverwendbarkeit
- Analyse technischer Voraussetzungen für automatisierte Tests
Auszug aus dem Buch
2.4.1 Das kann die Testautomatisierung nicht leisten
Im Zusammenhang mit Testautomatisierung entstehen oft falsche Erwartungen, weil ungeschulte Personen eine falsche Vorstellung von automatisiertem Testen haben (vgl. [FeGr99], S. 10). Die Erwartungen liegen in vielen Fällen weit von der Realität entfernt, denn der Einsatz eines Testautomatisierungswerkzeugs bedeutet nicht, dass der Testaufwand automatisch verringert wird oder der Zeitplan sich verkürzt. Im Gegenteil nimmt der Aufwand zu Beginn eines Testprozesses zu und kann sich erst bei mehrmaliger Wiederholung auszahlen.
Laut [DuRP00] lassen hohe Ansprüche an Technologie und Automatisierung manche Menschen glauben, ein automatisiertes Testwerkzeug kann alle Aktivitäten von der Planung bis zur Ausführung der Tests ohne manuellen Einsatz erledigen. Andere glauben, ein einziges Testwerkzeug könne ohne Rücksicht auf Umgebungsparameter sämtliche Testanforderungen unterstützen.
Falsche Erwartungen im Hinblick auf Testautomatisierung müssen ausgeräumt werden, um ein besseres Verständnis für das automatisierte Testen und dessen Auswirkungen zu schaffen. In diesem Abschnitt wird ein Teil der falschen Vorstellungen aufgezeigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangssituation, das Ziel der Arbeit sowie die methodische Vorgehensweise der Bachelorthesis.
2 Einführung in Software-Testen: Erläutert die theoretischen Grundlagen des Testens, die Teststufen in der SAP-Methodik und die Vor- und Nachteile der Testautomatisierung.
3 SAP Solution Manager: Stellt das Konzept des SAP Solution Managers und das Application Lifecycle Management sowie den Testmanagementprozess und verfügbare Testoptionen dar.
4 Vorbereitungen der Analyse: Definiert die Ziele der Untersuchung, betrachtet zu testende Technologien wie den Prozess der Angebotserstellung und legt ein Konzept für die Testfallerstellung fest.
5 Analyse des Test Automation Frameworks: Beschreibt detailliert die technische Integration, die Erstellung, Ausführung und Modularisierung von Testskripten sowie die Protokollierung im neuen Framework.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Valideriert die Zielerreichung der Arbeit und gibt einen Ausblick auf das weitere Vorgehen bei der EnBW AG.
Schlüsselwörter
SAP Solution Manager, Testautomatisierung, HP QuickTest Professional, eCATT, Softwaretest, Testmanagement, Test Automation Framework, Regressionstest, IT-Qualitätssicherung, Anwendungsmanagement, Testkonfiguration, Testdatencontainer, Systemlandschaft, Geschäftsprozess, Machbarkeitsstudie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Evaluierung der Testautomatisierung innerhalb der Plattform SAP Solution Manager 7.1.
Welches ist das zentrale Anliegen der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist die Prüfung der technischen Machbarkeit einer automatisierten Testumgebung für technologieübergreifende Geschäftsprozesse im SAP-Umfeld.
Welche Testwerkzeuge werden primär betrachtet?
Besonders intensiv wird das integrierte Test Automation Framework (TAF) in Verbindung mit dem Partner-Werkzeug HP QuickTest Professional untersucht.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Machbarkeitsstudie, die durch theoretische Grundlagen, eine Prozessanalyse und die praktische Anwendung (Integration von HP QTP) fundiert ist.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Fokus liegt auf der Analyse des Test Automation Frameworks, der Integration externer Werkzeuge sowie der methodischen Erstellung, Parametrisierung und Modularisierung von Testskripten.
Welche Themenfelder werden thematisiert?
Neben dem Testmanagement und der Softwarequalität werden vor allem die Herausforderungen und Potenziale der Automatisierung sowie das Testen heterogener Systemlandschaften diskutiert.
Warum ist eine Testautomatisierung oft komplexer als erwartet?
Weil der initiale Aufwand für die Einarbeitung, die Analyse der Zielsysteme und die detaillierte Planung der Testskripte oft unterschätzt wird, bevor sich durch Wiederholungen ein Mehrwert zeigt.
Welche Rolle spielt die Modularisierung?
Modularisierung ist essentiell, um Testskripte wiederverwendbar zu machen und die Wartbarkeit der Tests in komplexen Geschäftsprozessen zu gewährleisten.
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- Bachelor of Science Alexander Günter (Author), 2012, Evaluierung der Testautomatisierung mit SAP Solution Manager 7.1, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192069