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Zwischen Säkularisierung und Wiederkehr des Religiösen

Zum Phänomen einer neuen Religionsfreudigkeit

Titel: Zwischen Säkularisierung und Wiederkehr des Religiösen

Bachelorarbeit , 2009 , 70 Seiten , Note: Sehr gut

Autor:in: Martina Pernegger (Autor:in)

Soziologie - Religion
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wo ist Gott? Haben der Glaube und die Religion wirklich an Bedeutung verloren oder kehrt die Religion wieder? Ist der Mensch heute wirklich areligiös? Ist Glaube eine Frage der Entscheidung? Gibt es irgendwelche Kennzeichen und Belege für die Säkularisierung? Steckt die katholische Kirche tatsächlich in einer Krise? Woher kommt die Kirchenferne? Gibt es im säkularisierten Westen zunehmend Erscheinungen, die das Religiöse kompensieren? Welche neuen Kulturformen lösen die traditionelle Religiosität zunehmend ab. Nimmt die Kirche die große Herausforderung, die sich ihr stellt, auch wahr? Sind Lösungsansätze zu erkennen? Hat das Christentum eine Überlebenschance? Und was wird in Zukunft mit der Kirche?

Unzählige Theologen, Soziologen, Religionswissenschaftler und Philosophen haben sich mit diesen Fragen bereits eingehend auseinandergesetzt. Eine Vielzahl von Literatur beschäftigt sich mit den Entwicklungen und Phänomenen in Europa. Ich habe eine Auswahl getroffen (siehe Literaturverzeichnis), habe die für mein Thema relevanten Kapitel und Abschnitte daraus gelesen, die wichtigsten und relevanten Aspekte kurz zusammengefasst, teilweise solche auch direkt zitiert. Dabei geht es nicht nur um die Veränderungen im religiösen Bereich, da die Ursachen laut Soziologen bereits in den gesellschaftlichen Umbrüchen liegen. Sowohl die sogenannte Individualisierung als auch die Pluralisierung sind der Säkularisierung voraus gegangen. Auch Demokratisierung und Ökonomisierung haben Einfluss auf die Entwicklungen in Europa genommen.

Was die neuen Formen von Religiosität betrifft, konnte ich nur anhand von einigen Beispielen aufzeigen, welche kulturellen Erscheinungen die traditionelle Religion zunehmend ablösen, da die Sinnsuche der Menschen – vor allem im esoterischen Bereich - ein unüberschaubares Ausmaß angenommen hat.

Ergänzend dazu habe ich Literatur ausgewählt, die sich mit denjenigen Tendenzen befassen, in welche Richtung sich die kirchliche Religiosität in Zukunft bewegen wird und wo positive Ansätze für ein Weiterbestehen zu erkennen sind. Deutliche Spuren zeigen eine solche bereits auf.

Das Ergebnis meiner Arbeit und meiner Recherchen ist zwar sehr aufschlussreich, aber keineswegs eindeutig. Es wäre vermessen, zu behaupten, dass ich auf jede Frage eine richtige Antwort gefunden hätte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitende Überlegungen

0.1 Die religiöse Tendenz in Europa

0.2 Ziel der Auseinandersetzung

1. Was ist Religion?

1.1 Definition

1.2 Religion aus soziologischer Sicht

1.3 Die Funktion der Religion

2. Die Gotteskrise

2.1 Ist Glaube eine Frage der Entscheidung?

2.2 Ist Glaube nur eine Vermutung?

2.3 Ist Gott tot?

2.4 Die religiöse Gleichgültigkeit

2.4.1 Weltanschauliche Gleichgültigkeit

2.4.2 Sittliche Beliebigkeit

2.4.3 Kirchenferne

2.4.4 Geistliche Ungeborgenheit

2.5 Der Christ in der modernen Welt

2.6 Anzeichen für eine Veränderung des religiösen Bewusstseins

3. Gesellschaftliche Umbrüche

3.1 Individualisierung

3.2 Pluralisierung

3.3 Säkularisierung

3.3.1 Der Prozess der Säkularisierung

3.3.2 Kennzeichen und Belege für die Säkularisierung

3.3.3 Säkularisierung als Chance

3.4 Demokratisierung

3.5 Ökonomisierung

4. Das „Ich“ im Umbruch

4.1 Der Trend zum „Ich“

4.2 Ideologieverdächtige Haltungen

4.3 Auf der Suche

5. Neue Religiosität

5.1 Die Weltanschauungsdimension der Gegenwart

5.2 Kein Ende der Religion

5.3 Neue religiöse Kulturformen – Esoterik

5.3.1 New Age

5.3.2 Hoffnung auf Lebensglück durch „Positives Denken“

5.3.3 Parapsychologische Glücksbringer

5.3.4 Wege zur Heilung durch Berührung mit dem Göttlichen

5.3.5 Entspannte Kreativität

5.3.6 Eigenverantwortung für das eigene Schicksal – Reinkarnationstherapie

5.3.7 Der „Kosmische Christus“

5.3.8 Neues Denken in der Psychologie

5.3.9 Bewusstseinsänderung in der Wissenschaft

5.3.10 Ganzheit, Harmonie und Heil durch Bioprodukte

5.3.11 Geschichten und Spiele, die die Einfühlung in die neue Zeit ermöglichen

5.4 Orientierung in fremden Religionen

5.5 Die Anthroposophie

5.6 Okkulte Praktiken

5.7 Andere Erscheinungen, die das Religiöse kompensieren

5.7.1 Erleben statt leben – Zwischen Sinnsuche und Erlebnismarkt

5.7.2 Das Medium Fernsehen

5.7.3 Neue Medien

5.8 Jugend und Religion

5.9 Kritik an der „neuen Religiosität“

6. Kirche heute

6.1 Institutionen in der Krise

6.2 De-Institutionalisierung in der christlichen Religion

6.3 Zur kirchlichen Einschätzung

6.3.1 Kirchenmitgliedschaft

6.3.2 Das Kirchenimage

6.3.3 Verlust des Gottesmonopols

6.3.4 Die Sprachbarrieren

6.4 Religion und Kirche

6.5 Neue Herausforderungen für die Kirche

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der „neuen Religionsfreudigkeit“ im Kontext eines Säkularisierungsprozesses in Europa. Sie analysiert die religiösen Veränderungen und gesellschaftlichen Umbrüche, die dazu führen, dass traditionelle kirchliche Bindungen abnehmen, während gleichzeitig ein neues, individuelles Interesse an spirituellen und esoterischen Lebensformen entsteht, und hinterfragt, wie die Kirche diesen Herausforderungen begegnen kann.

  • Wandel des religiösen Bewusstseins in der modernen Gesellschaft
  • Individualisierung und Pluralisierung als gesellschaftliche Triebkräfte
  • Die Rolle der Esoterik als alternative Sinnstiftung
  • Herausforderungen für die kirchliche Institution in der Moderne
  • Wege zu einer neuen religiösen Identität und Zukunftsfähigkeit des Christentums

Auszug aus dem Buch

5.3.1 New Age

New Age bedeutet übersetzt „Neues Zeitalter“, wird aber auch als „Wendezeit“, „Wassermann-Zeitalter“, „Ökologisches Zeitalter“ oder „Solarzeitalter“ bezeichnet. Das Phänomen New Age ist keine Weltanschauung und keine Ideologie. New Age ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Anliegen, Motiven, Erfahrungsebenen und Selbstverwirklichungsarten. Die Bewegung, deren Anhänger meist aus der Mittel- und Oberschicht stammen, hat in Kalifornien ihren Anfang genommen und hat in den 70er Jahren die westlichen Industriestaaten erreicht. Es wird vor allem ein „neues Bewusstsein“ praktiziert und propagiert. Das Hauptziel ist die Bewältigung der großen Krisen bzw. die Lösung der dringendsten Probleme unserer Zeit. Die Amerikanerin Marilyn Ferguson ist die Hauptvertreterin des New Age. Sie selbst bezeichnet die Bewegung als „sanfte Verschwörung“, weil ohne Gewalt ein neues Paradigma des menschlichen Selbst- und Weltverhältnisses heraufgeführt werden soll.

Kosmische Gesetze, insbesondere das Zeichen des Wassermanns, haben genauso große Bedeutung für die Anhänger wie die Tiefenpsychologie, mit deren Hilfe das Selbst entdeckt und verwandelt werden kann. Die Umwandlung des alten (mentalen) Bewusstseins in das neue (integrale) wird „Transformation“ genannt. Das Motto dieser Transformationen lautet: „Denke global, handle lokal!“ und fordert zur Anwendung des neues Bewusstseins in allen gesellschaftlichen Bereichen (Politik, Wirtschaft, Psychologie, Medizin, Pädagogik, Wissenschaft, Industrie usw.) auf. Die Einheit und Ganzheit allen Seins wird dabei stets betont, hiefür werden Inhalte aus der Theosophie der Neuzeit übernommen.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitende Überlegungen: Einführung in die religiöse Situation in Europa und Definition des Ziels der Arbeit.

1. Was ist Religion?: Theoretische Grundlagen und Begriffsdefinitionen von Religion aus soziologischer und funktionaler Sicht.

2. Die Gotteskrise: Analyse des Phänomens einer „Gotteskrise“ und Formen der religiösen Gleichgültigkeit in der modernen Welt.

3. Gesellschaftliche Umbrüche: Darstellung soziologischer Transformationsprozesse wie Individualisierung, Pluralisierung, Säkularisierung, Demokratisierung und Ökonomisierung.

4. Das „Ich“ im Umbruch: Untersuchung des Trends zur Ich-Orientierung und ideologieverdächtiger Haltungen sowie der allgemeinen Suchbewegung moderner Menschen.

5. Neue Religiosität: Detaillierte Betrachtung neuer religiöser Kulturformen, insbesondere Esoterik, New Age, sowie die Rolle von Medien und Jugend bei der Suche nach Religiosität.

6. Kirche heute: Analyse der aktuellen Krise der Institution Kirche und Ableitung neuer Herausforderungen sowie Perspektiven für die Zukunft.

Schlüsselwörter

Religion, Säkularisierung, Gotteskrise, Individualisierung, Pluralisierung, Esoterik, New Age, Christentum, Kirche, Identität, Sinnsuche, Spiritualität, Erlebnisgesellschaft, Bewusstseinswandel, Lebensqualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Spannung zwischen Säkularisierung und einer Wiederkehr des Religiösen in der europäischen Gesellschaft der Gegenwart.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Wandel der Religion, gesellschaftliche Umbrüche wie Individualisierung, die Zunahme von Esoterik und neuen religiösen Formen sowie die Krise der Institution Kirche.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, ob Religion an Bedeutung verliert oder nur ihre Form ändert und welche Rolle die Kirche in dieser veränderten religiösen Landschaft spielen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literaturanalyse und der Auswertung soziologischer Studien zu Wertewandel und Religiosität, insbesondere im österreichischen Kontext.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die gesellschaftlichen Umbrüche, das veränderte religiöse Bewusstsein des Individuums, die verschiedenen Ausprägungen der neuen Religiosität sowie die aktuelle institutionelle Krise der Kirche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Säkularisierung, Individualisierung, Esoterik, Gott, Kirche, Identität und neue Religiosität.

Wie verändert die Säkularisierung das religiöse Bewusstsein laut der Autorin?

Sie beschreibt eine Verschiebung: Religion wird zur Privatsache, wobei traditionelle Glaubensinhalte oft durch individuelle, oft esoterisch geprägte „Patchwork-Religiositäten“ ersetzt werden.

Welche Rolle spielt die „Esoterik“ in der modernen Sinnsuche?

Esoterik fungiert als Sammelbegriff für ein alternatives religiöses Angebot, das oft in Krisenzeiten Halt und Lebenshilfe verspricht, sich aber meist vom traditionellen kirchlichen Angebot abgrenzt.

Was fordert die Autorin für die Zukunft der Kirche?

Die Kirche sollte sich auf eine prophetische Rolle zurückbesinnen, spirituelle Räume schaffen und das Gespräch zwischen Tradition und Moderne aktiv gestalten, anstatt nur an alten Strukturen festzuhalten.

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Details

Titel
Zwischen Säkularisierung und Wiederkehr des Religiösen
Untertitel
Zum Phänomen einer neuen Religionsfreudigkeit
Hochschule
Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz
Veranstaltung
Fundamentaltheologie/Soziologie
Note
Sehr gut
Autor
Martina Pernegger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
70
Katalognummer
V192109
ISBN (eBook)
9783656179061
ISBN (Buch)
9783656179450
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zwischen säkularisierung wiederkehr religiösen phänomen religionsfreudigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martina Pernegger (Autor:in), 2009, Zwischen Säkularisierung und Wiederkehr des Religiösen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192109
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  70  Seiten
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