Das vorliegende Essay behandelt das Berührungsritual der französischen und englischen Könige zwischen dem 12. und 19. Jahrhundert, das skrofulöse Geschwülste, sowie in England auch krampfartige Zustände heilen sollte, und widmet sich hierbei insbesondere der Abhandlung Marc Blochs „Les rois thaumaturges“. Dabei soll ein Einblick in das Ritual der Skrofelberührungen und der damit zusammenhängenden Intentionen gegeben werden.
Inhaltsverzeichnis
- Ritualität und Theatralität im Mittelalter
- Die wundertätigen Könige
- Die Berührung der Skrofelkranken
- Marc Blochs Werk „Les rois thaumaturges“
- Die Etablierung des Rituals
- Das englische Ritual
- Die heilige Berührung
- Die Heilkraft des Königs
- Die Entwicklung der königlichen Heilkraft
- Die Spezialisierung der Heilkräfte
- Die Heilkraft und die Kirche
- Politische Bedeutung der thaumaturgischen Macht
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Essay untersucht das Berührungsritual der französischen und englischen Könige zwischen dem 12. und 19. Jahrhundert, das skrofulöse Geschwülste und in England auch krampfartige Zustände heilen sollte. Im Zentrum der Analyse steht Marc Blochs Werk „Les rois thaumaturges“, das einen umfassenden Einblick in das Ritual der Skrofelberührungen und die damit verbundenen Intentionen bietet.
- Das Berührungsritual der Könige
- Die Heilkraft des Königs
- Die Rolle der Kirche
- Die politische Bedeutung des Rituals
- Die historische Entwicklung des Ritus
Zusammenfassung der Kapitel
- Das erste Kapitel bietet eine Einführung in das Thema der Skrofulose und die historische Bedeutung der Krankheit im Mittelalter.
- Im zweiten Kapitel wird Marc Blochs Werk „Les rois thaumaturges“ vorgestellt und seine Analyse des königlichen Berührungsrituals beleuchtet.
- Das dritte Kapitel untersucht die Etablierung des Rituals in Frankreich und England und die Entwicklung des Brauchs im Laufe der Zeit.
- Das vierte Kapitel konzentriert sich auf die heilige Berührung und analysiert das Ritual aus religiöser Perspektive.
- Das fünfte Kapitel befasst sich mit der Frage, woher der König seine Heilkraft bezog und welche Vorstellungen die königliche Heilkraft untermauerten.
- Das sechste Kapitel analysiert die Spezialisierung der königlichen Heilkraft auf die Skrofulose und diskutiert die Ursachen für diese Entwicklung.
- Das siebte Kapitel untersucht die Beziehung zwischen dem königlichen Wunder und der Kirche und beleuchtet die Rivalität zwischen weltlicher und klerikaler Macht.
- Im achten Kapitel wird die politische Bedeutung des Rituals für den König und das Volk beleuchtet.
Schlüsselwörter
Skrofulose, Berührungsritual, wundertätige Könige, Marc Bloch, „Les rois thaumaturges“, Heilkraft, Kirche, Politik, Mittelalter, Frankreich, England, Sakralität, Monarchie, Legitimation, Inszenierung, öffentliche Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter den "wundertätigen Königen"?
Es bezieht sich auf das mittelalterliche Ritual, bei dem französische und englische Könige Kranke berührten, um sie von der Skrofulose zu heilen.
Was ist die Skrofulose?
Eine im Mittelalter weit verbreitete Krankheit, die sich durch geschwollene Lymphknoten (Geschwülste) am Hals äußerte.
Welche Bedeutung hat Marc Blochs Werk "Les rois thaumaturges"?
Bloch analysiert darin die sakrale Macht der Könige und wie das Heilungsritual zur Legitimation der monarchischen Herrschaft eingesetzt wurde.
Wie begründeten Könige ihre Heilkraft?
Die Heilkraft wurde als göttliche Gabe angesehen, die durch die Salbung bei der Krönung auf den Monarchen übertragen wurde.
Welche politische Rolle spielte das Ritual?
Es diente der öffentlichen Kommunikation und Inszenierung der königlichen Überlegenheit gegenüber der Kirche und als Beweis für die göttliche Erwählung.
- Citation du texte
- Barbara Walter (Auteur), 2012, Die Wundertätigen Könige - Ritualität und Theatralität im Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192212