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Die Low-Cost-Hypothese als Erklärungsversuch der Kluft zwischen Umweltbewusstsein und Umweltverhalten.

Title: Die Low-Cost-Hypothese als Erklärungsversuch der Kluft zwischen Umweltbewusstsein und Umweltverhalten.

Term Paper , 2002 , 11 Pages , Grade: 2

Autor:in: Jessica Karcher (Author)

Sociology - Miscellaneous
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Nachdem die Ergebnisse einer grundlegenden Studie von Diekmann und Preisendörfer im
Punkt 2 kurz umrissen wurden, folgt im weiteren die Erläuterung ein Ansatzes
(Gliederungspunkt 3), welcher versucht die Kluft zwischen dem Umweltbewusstsein und dem
tatsächlichen Verhalten der Menschen erklärbar zu machen: die Low - Cost - Hypothese.
Ihr liegt die Annahme zu Grunde, dass menschliches Verhalten vor allem durch Kosten
gesteuert wird. Dies bedeutet für die anfangs angeführte Problematik, dass das
Umweltverhalten am ehesten in Situationen mit geringen Verhaltenszumutungen oder
monetären Kosten vom Umweltbewusstsein beeinflusst werden kann. Um die Low - Cost -
Hypothese zu veranschaulichen, stelle ich des weiteren zwei Untersuchungen mit
Beispielcharakter vor. Im Unterpunkt 3.1 werden Variablen vorgestellt, die das
Umweltbewusstsein beeinflussen können. Danach folgen im Punkt 3.2 Bemerkungen und
Kritik zum Thema. Den Abschluss dieser Arbeit bilden eine zusammenfassende
Schlussbetrachtung und die Quellenangaben.

Excerpt


Gliederung der Hausarbeit

1. Einleitung

2. Die Diekmann und Preisendörfer - Studie

3. Die Low - Cost - Hypothese

3.1 Inhalt

Beispiel I: Das Verkehrsverhalten

Beispiel II: Das Supermarktexperiment

3.2 Umweltbewusstsein: Einflussgrößen

3.3 Bemerkungen und Kritik

4. Zusammenfassende Betrachtung

5. Quellenverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die sogenannte Low-Cost-Hypothese als Erklärungsmodell für die Diskrepanz zwischen ausgeprägtem Umweltbewusstsein und tatsächlichem, teils umweltschädigendem Verhalten der Individuen im Alltag.

  • Analyse des Zusammenhangs zwischen Kosten-Nutzen-Erwägungen und Umweltverhalten.
  • Untersuchung von Einflussgrößen auf das Umweltbewusstsein (Geschlecht, Bildung, Einkommen).
  • Kritische Würdigung der Low-Cost-Hypothese im Hinblick auf ihre psychologische Erklärungsstärke.
  • Darstellung von empirischen Beispielen aus den Bereichen Verkehrsverhalten und Konsum.

Auszug aus dem Buch

3. Die Low - Cost - Hypothese

Die Low - Cost - Hypothese ist ein verhaltenspsychologischer Ansatz, der die Kluft zwischen Umweltbewusstsein und Umweltverhalten vor dem Hintergrund des Rational Choice erklären will. Ihr liegt die Annnahme zu Grunde, dass menschliches Verhalten vor allem durch Kosten gesteuert ist. Genauer formuliert bedeutet dies, dass positive Umwelteinstellungen das Umweltverhalten bevorzugt in Situationen beeinflussen, welche mit vergleichsweise geringen Kosten bzw. Verhaltenszumutungen verknüpft sind.

Kosten bezeichnen hierbei nicht nur monetäre Aufwendungen, sondern vor allem Verhaltensänderungen, welche durch umweltschonendes Verhalten von den einzelnen Akteuren verlangt werden. So verursachen umweltfreundliche Verhaltensweisen im Einkaufs- oder Abfallbereich weniger Bemühungen als in anderen Bereichen. Diese sogenannten Low - Cost - Situationen sind im Verhalten der Personen schon internalisiert und durch Wertauffassungen begründet (easy - to - perform actions). Sie bilden sozusagen eine Alltagsnorm.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Kurze Einführung in die Problematik der Diskrepanz zwischen Umweltbewusstsein und tatsächlichem Verhalten sowie Vorstellung der Low-Cost-Hypothese.

2. Die Diekmann und Preisendörfer - Studie: Darstellung einer zentralen Studie, die den Ausgangspunkt für die Untersuchung der Kluft zwischen Einstellungen und Handeln bildet.

3. Die Low - Cost - Hypothese: Theoretische Herleitung der Hypothese, Untersuchung von Einflussfaktoren und kritische Reflexion des Modells anhand von Fallbeispielen.

3.1 Inhalt: Erläuterung der verhaltenspsychologischen Grundlagen sowie Vorstellung von Praxisbeispielen aus den Sektoren Verkehr und Handel.

3.2 Umweltbewusstsein: Einflussgrößen: Analyse demografischer und sozioökonomischer Faktoren, die das Umweltbewusstsein und das resultierende Handeln maßgeblich prägen.

3.3 Bemerkungen und Kritik: Kritische Auseinandersetzung mit der Reichweite des Rational-Choice-Ansatzes zur Erklärung komplexer menschlicher Verhaltensmuster.

4. Zusammenfassende Betrachtung: Synthese der Ergebnisse und finale Bewertung der Eignung der Low-Cost-Hypothese zur Erklärung des Umweltverhaltens.

5. Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Literatur und Studienquellen.

Schlüsselwörter

Low-Cost-Hypothese, Umweltbewusstsein, Umweltverhalten, Rational Choice, Verhaltenszumutung, ökologisches Handeln, Konsumentenverhalten, Verkehrsverhalten, soziale Milieus, Kosten-Nutzen-Erwägung, Verhaltenspsychologie, Umwelteinstellungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, warum Menschen zwar ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein besitzen, in der Praxis jedoch häufig nicht umweltgerecht handeln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Low-Cost-Hypothese, die Analyse von Verhaltensbarrieren durch monetäre und nicht-monetäre Kosten sowie der Einfluss von persönlichen Merkmalen wie Geschlecht und Bildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Prüfung, inwiefern die Low-Cost-Hypothese dazu geeignet ist, die Kluft zwischen ökologischem Wissen und entsprechendem Handeln wissenschaftlich zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender Studien (insbesondere der Arbeit von Diekmann und Preisendörfer) sowie eine verhaltenspsychologische Argumentationsweise.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Ansatzes, eine detaillierte Betrachtung von Einflussgrößen auf das Umweltbewusstsein sowie eine kritische Hinterfragung des Modells.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Schlagworten zählen Low-Cost-Hypothese, Rational Choice, Umweltbewusstsein, Verhaltenszumutung und Konsumentenverhalten.

Wie beeinflusst die finanzielle Situation das Umweltverhalten laut Arbeit?

Die Arbeit stellt fest, dass bei geringem Einkommen existenzielle Zielkonflikte Priorität haben, während Umwelt als "superiores Gut" bei steigendem Wohlstand häufiger nachgefragt wird.

Warum ist die Low-Cost-Hypothese laut Autorin nur begrenzt aussagekräftig?

Die Autorin kritisiert, dass das Modell lediglich Kostengründe betrachtet und psychologische Aspekte, ideologische Hintergründe oder Normierungskonflikte weitgehend ausblendet.

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Details

Title
Die Low-Cost-Hypothese als Erklärungsversuch der Kluft zwischen Umweltbewusstsein und Umweltverhalten.
College
Martin Luther University  (Soziologie)
Grade
2
Author
Jessica Karcher (Author)
Publication Year
2002
Pages
11
Catalog Number
V19228
ISBN (eBook)
9783638234023
Language
German
Tags
Low-Cost-Hypothese Erklärungsversuch Kluft Umweltbewusstsein Umweltverhalten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica Karcher (Author), 2002, Die Low-Cost-Hypothese als Erklärungsversuch der Kluft zwischen Umweltbewusstsein und Umweltverhalten., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19228
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