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Steuern und Bilanzen: Die Besteuerung von Kapitaleinkünften

Titel: Steuern und Bilanzen: Die Besteuerung von Kapitaleinkünften

Seminararbeit , 2012 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Bachelor of Arts Sina Treichel (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Unternehmenssteuerreform 2008 wurde mit den Zielen eingeführt, die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu verbessern, eine weitgehende Rechtsform- und Finanzierungsneutralität zu schaffen, Gestaltungsmöglichkeiten einzuschränken, mehr Planungssicherheit für Unternehmen und öffentliche Haushalte zu gewährleisten sowie zur nachhaltigen Sicherheit der deutschen Steuerbasis beizutragen. Im Zuge der Reform wurde mit grundsätzlicher Wirkung zum 01.01.2009 auch die Besteuerung von Einkünften aus Kapitalvermögen (EaK) verändert. Durch die Neuregelungen soll, neben den oben aufgeführten Zielen, des Weiteren Steuersparmodellen sowie der Kapitalflucht ins Ausland der Boden entzogen werden. Daneben soll, durch das weitestgehend anonymisierte Besteuerungsverfahren an der Quelle, auch der Steuerhinterziehung durch verschwiegene und nicht angegebene Kapitaleinkünfte in der Steuererklärung entgegengewirkt werden. Weitere Argumente der Bundesregierung sind eine daraus resultierende Systemvereinfachung sowie entstehende „Transparenz“ der Besteuerung.

Die nachfolgende Arbeit gliedert sich in sechs Kapitel und stellt die Neuregelungen der Besteuerung von EaK sowie damit verbundene Auswirkungen dar. Deshalb werden im zweiten Kapitel zunächst die Grundlagen und Hintergründe des Themas beleuchtet. In Kapitel 3 wird dann auf die Neuregelungen der Besteuerung der EaK je nach Rechtsstellung des Steuerpflichtigen eingegangen. Die Besteuerung nach der Einkunftsquelle und eventuell daraus resultierende Anlageentscheidungen beschreibt der Autor im vierten Kapitel. Nach einer Beurteilung der Neuregelungen aus steuersystematischer Sicht in Kapitel 5 erfolgt abschließend am Ende der Arbeit eine kurze Schlussbetrachtung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen und Hintergründe

2.1 Einkünfte aus Kapitalvermögen

2.2 Das Besteuerungsverfahren durch die Kapitalertragssteuer

3 Die Besteuerung nach Rechtsstellung des Steuerpflichtigen

3.1 Besteuerung von Kapitalerträgen im Privatvermögen

3.1.1 Der gesonderte Steuertarif / Abgeltungssteuersatz

3.1.2 Einkünfteermittlung und Anwendung der Abgeltungssteuer

3.1.3 Veranlagungsverfahren trotz Abgeltungssteuer

3.2 Besteuerung von Kapitalerträgen außerhalb des Privatvermögens

4 Die Besteuerung nach Einkunftsquelle und daraus resultierende Anlageentscheidungen

5 Beurteilung der Neuregelungen aus steuersystematischer Sicht

6 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert die grundlegenden Neuregelungen der Besteuerung von Kapitaleinkünften, die durch die Unternehmenssteuerreform 2008 in Deutschland eingeführt wurden, und untersucht deren Auswirkungen auf Anleger sowie die steuersystematische Konsistenz. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit der Frage, inwiefern die gesetzlichen Anpassungen die angestrebten Ziele – wie Vereinfachung und Stärkung des Finanzplatzes – tatsächlich erreichen und welche strukturellen Konsequenzen sich daraus für die Besteuerung im Privat- sowie im Betriebsvermögen ergeben.

  • Strukturelle Analyse der Besteuerung von Kapitaleinkünften nach der Unternehmenssteuerreform 2008
  • Vergleichende Betrachtung der steuerlichen Belastung im Privatvermögen versus Betriebsvermögen
  • Bewertung der Abgeltungssteuer als gesonderter Steuertarif im Kontext des Einkommensteuerrechts
  • Auswirkungen der Neuregelungen auf Anlageentscheidungen und Kapitalmarktverhalten
  • Kritische Würdigung der steuersystematischen Grundlagen und Prinzipienverletzungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Besteuerung von Kapitalerträgen im Privatvermögen

Nach der Unternehmenssteuerreform 2008 hat sich die Besteuerung von EaK im Privatvermögen grundlegend geändert. Flossen vorher die EaK in die Summe der Einkünfte (SdE) und somit in das zu versteuernde Einkommen (zvE) des Steuerpflichtigen und unterlagen dem persönlichen ESt-Satz des Anlegers, werden sie heute einem gesonderten Steuertarif (Abgeltungssteuer) unterworfen. Durch diesen gesonderten Steuertarif fallen die EaK i.S.d. § 20 in der Regel aus der Bemessungsgrundlage (zvE) für die Anwendung des persönlichen ESt-Tarifs heraus.

Die umgangssprachliche Bezeichnung „Abgeltungssteuer“ für den gesonderten Steuertarif des § 32d ist ein Ausdruck für die Tatsache, dass die KESt mit abgeltender Wirkung vom Schuldner der Kapitalerträge (z.B. Finanzinstitut) einbehalten und abgeführt wird. Die korrekte Bezeichnung der sogenannten Abgeltungssteuer aus Steuersicht wäre somit „Kapitalertragssteuer nach § 43a EStG in Höhe von 25% (gesonderter Steuertarif) auf alle privaten Kapitalerträge, Wertzuwächse und Veräußerungsgewinne unabhängig von der Besitzdauer.“ Der neu eingeführte gesonderte Steuertarif für EaK wird im § 32d EStG geregelt und stellt die zentrale Norm für die Besteuerung von Kapitalerträgen im PV dar. Des Weiteren wird in dieser Norm geregelt, für welche Kapitalerträge die Abgeltungssteuer grundsätzlich zum Tragen kommt. Gem. § 32d unterliegen EaK i.S.d. § 20 EStG nun mit einigen Ausnahmen der Besteuerung in Höhe von 25 % der Bemessungsgrundlage zzgl. dem darauf entfallenden Soli und ggf. KSt. Dieser gesonderte Steuertarif entspricht konsequenterweise der Formel der KESt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Unternehmenssteuerreform 2008 ein und erläutert die Zielsetzungen der Besteuerung von Kapitaleinkünften sowie den strukturellen Aufbau der Arbeit.

2 Grundlagen und Hintergründe: In diesem Kapitel werden die Definition der Einkünfte aus Kapitalvermögen sowie die technischen Aspekte des Besteuerungsverfahrens mittels Kapitalertragssteuer dargestellt.

3 Die Besteuerung nach Rechtsstellung des Steuerpflichtigen: Dieses Kapitel differenziert detailliert zwischen der steuerlichen Behandlung von Kapitalerträgen im Privatvermögen und im Betriebsvermögen.

4 Die Besteuerung nach Einkunftsquelle und daraus resultierende Anlageentscheidungen: Hier wird untersucht, wie die veränderten Besteuerungstatbestände das Anlageverhalten beeinflussen und welche steuerlichen Anreize für unterschiedliche Anlageformen bestehen.

5 Beurteilung der Neuregelungen aus steuersystematischer Sicht: Dieses Kapitel prüft, inwieweit die Neuregelungen mit fundamentalen steuersystematischen Grundprinzipien des Einkommensteuerrechts, wie dem Nettoprinzip oder dem Leistungsfähigkeitsprinzip, in Einklang stehen.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet kritisch, ob die angestrebten Ziele der Steuervereinfachung und Attraktivitätssteigerung des Finanzplatzes erreicht wurden.

Schlüsselwörter

Abgeltungssteuer, Unternehmenssteuerreform 2008, Kapitaleinkünfte, Kapitalertragssteuer, Privatvermögen, Betriebsvermögen, Einkommensteuergesetz, Teileinkünfteverfahren, Steuergerechtigkeit, Leistungsfähigkeitsprinzip, Sparerpauschbetrag, Verlustverrechnung, Besteuerung, Finanzplatz Deutschland, Kapitalanlage

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die steuerliche Neugestaltung der Kapitaleinkünfte in Deutschland nach der Unternehmenssteuerreform 2008.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Einführung der Abgeltungssteuer, die Unterscheidung zwischen Privat- und Betriebsvermögen sowie die steuersystematische Bewertung der Reform.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen der Reform auf Anleger zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen, ob die Ziele wie Vereinfachung und Steuergerechtigkeit erreicht wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine juristisch-ökonomische Analyse, gestützt auf geltendes Steuerrecht (EStG) und einschlägige Fachliteratur zur Unternehmensbesteuerung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Besteuerungsverfahren, die spezifische Betrachtung der Rechtsstellung des Steuerpflichtigen und die Analyse der Auswirkungen auf Anlageentscheidungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Abgeltungssteuer, Kapitaleinkünfte, EStG, Privatvermögen, Betriebsvermögen, Teileinkünfteverfahren und Steuergerechtigkeit.

Wie unterscheidet sich die Besteuerung von Kapitalgesellschaften im Vergleich zum Privatvermögen?

Während im Privatvermögen die Abgeltungssteuer von 25% greift, unterliegen Kapitalerträge im Betriebsvermögen von Kapitalgesellschaften dem Teileinkünfteverfahren, das eine Doppelbelastung mindern soll.

Welche Rolle spielt das Subsidiaritätsprinzip bei der Besteuerung von Kapitalerträgen im Betriebsvermögen?

Es führt dazu, dass Kapitalerträge im Betriebsvermögen nach § 20 Abs. 8 EStG vorrangig anderen Einkunftsarten zugerechnet werden, wodurch sie der vollen Besteuerung mit dem individuellen Steuersatz unterliegen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Steuern und Bilanzen: Die Besteuerung von Kapitaleinkünften
Hochschule
Fachhochschule Südwestfalen; Abteilung Meschede
Note
1,0
Autor
Bachelor of Arts Sina Treichel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
22
Katalognummer
V192292
ISBN (eBook)
9783656171966
ISBN (Buch)
9783656187813
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einkünfte aus Kapitalvermögen Kapitalertragsteuer Besteuerung nach Rechtsstellung des Steuerpflichtigen Besteuerung von Kapitalerträgen im Privatvermögen Gesonderter Steuertarif Anwendung der Abgeltungssteuer Veranlagungsverfahren trotz Abgeltungssteuer Besteuerung von Kapitalerträgen außerhalb des Privatvermögens Die Besteuerung nach Einkunftsquelle und daraus resultierende Anlageentscheidungen Beurteilung der Neuregelungen aus steuersystematischer Sicht Topic_CumEx
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Sina Treichel (Autor:in), 2012, Steuern und Bilanzen: Die Besteuerung von Kapitaleinkünften , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192292
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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