Bilanzkennziffern im Bilanztableau


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2012
11 Seiten

Leseprobe

Inhalt

1. Einführung

2. Vertikale Bilanzstruktur
2.1. Kennziffern der Finanzierung
2.2. Kennziffern der Konstitution

3. Horizontale Bilanzstruktur
3.1. Kennziffern der Investition
3.2. Kennziffern der Liquidität

1. Einführung

In der Bilanz (§266 HGB) spiegeln sich die Unternehmensentscheidungen wider. Aus den verschiedenen Fragestellungen und Betrachtungen haben sich in der Praxis eine Vielzahl von Bilanzkennziffern entwickelt und etabliert. Die Bilanz wird in Aktiva und Passiva gegliedert. Während die Aktivseite der Bilanz das Anlage- und Umlaufvermögen voneinander unterscheidet, charakterisiert die Passivseite das Eigen- und Fremdkapital. Für Analysezwecke lassen sich die Bilanzkennziffern vertikal und horizontal ableiten und interpretieren. Die vertikale Betrachtungsweise nimmt auf der Aktivseite Bezug auf den Vermögensaufbau [Konstitution] und auf der Passivseite auf die Kapitalstruktur [Finanzierung]. Die horizontale Beobachtung dient der Analyse von Deckungsgraden [Investition] und der Zahlungsfähigkeit [Liquidität] der betrachteten Unternehmen. In den folgenden Kapiteln werden die zentralen Kennziffern vorgestellt. Hierbei handelt es sich nicht um eine abschließende Aufzählung, sondern es soll vielmehr ein wesentlicher Zusammenhang der Betrachtungsweisen hergestellt werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Vertikale Bilanzstruktur

2.1. Kennziffern der Finanzierung

Die Kennziffern der Finanzierung betrachten ausschließlich die Zusammensetzung des Kapitals und nehmen keinen Bezug zur Aktivseite der Bilanz.

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Der Verschuldungskoeffizient (Verschuldungsgrad) setzt das Fremdkapital in Beziehung zum Eigenkapital und gibt Auskunft über die Abhängigkeit zu Unternehmensfremden. Grundsätzlich gilt: Je höher der Verschuldungsgrad ist, desto abhängiger ist das Unternehmen zu außenstehenden Dritten (z.B. Banken). Die Einflussnahme richtet sich nach Art und Umfang der zugrundeliegenden Kreditverträge. Betrachtet man für die Beurteilung des Verschuldungsgrades den Leverage-Effekt (Hebelwirkung), so zeigt sich, dass unter bestimmten Voraussetzungen ein höherer Verschuldungsgrad positiv auf die Eigenkapitalrentabilität wirken kann. Der Grund hierfür liegt in der Berücksichtigung der Fremdkapitalzinsen als betrieblicher Aufwand. Allerdings unterliegen die Wirkungen des Leverage- Effekts sehr stringenten Modellannahmen.

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Die Fremdkapitalquote beschreibt den Anteil des Fremdkapitals am Gesamtkapital und beurteilt hierbei das Kapitalrisiko. Allgemein gilt: Je höher die Fremdkapitalquote ist, desto geringer wird die Bonität (Kreditwürdigkeit) eines Unternehmens eingeschätzt. Durch die Aufnahme von Fremdkapital verpflichtet sich der Kreditnehmer gegenüber dem Kreditgeber über einen vereinbarten Zeitraum zu Zins- und Tilgungszahlungen. Mit Anstieg des Fremdkapitals steigt auch das Risiko, z.B. in der Unternehmenskrise, die Verpflichtungen aus dem Kreditvertrag nicht mehr erfüllen zu können. Es droht die Zahlungsunfähigkeit. Das heißt, eine hohe Fremdkapitalquote erschwert die Neuaufnahme von Krediten und erhöht das Risiko der Kreditkündigung.

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Die Eigenkapitalquote beschreibt die Beziehung von Eigen- zum Gesamtkapital. An ihr bemisst sich die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens. Grundsätzlich gilt: Je höher die Eigenkapitalquote ist, desto unabhängiger und konkurrenzfähiger ist ein Unternehmen. Das heißt, mit steigendem Eigenkapitalanteil sinkt das Risiko, den künftigen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können. Dabei weisen Unternehmen mit hohem Eigenkapitalanteil geringe fixe - vom Umsatz unabhängige - Kosten auf. Die Eigenkapitalquote besitzt einen sehr hohen Stellenwert im Bankenrating.

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Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Bilanzkennziffern im Bilanztableau
Autor
Jahr
2012
Seiten
11
Katalognummer
V192318
ISBN (eBook)
9783656172581
ISBN (Buch)
9783656173311
Dateigröße
593 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
bilanzkennziffern, bilanztableau
Arbeit zitieren
Ralph Altherr (Autor), 2012, Bilanzkennziffern im Bilanztableau, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192318

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