Die Bilanz eines Unternehmens gliedert sich nach § 266 HGB in eine Aktiv- und eine Passivseite. Für Analysezwecke lassen sich hieraus vier Grundkonzeptionen von Bilanzkennziffern ableiten. An ihrer Ausprägung sollen wichtige Kennzahlen typisiert und interpretiert werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Vertikale Bilanzstruktur
- Kennziffern der Finanzierung
- Kennziffern der Konstitution
- Horizontale Bilanzstruktur
- Kennziffern der Investition
- Kennziffern der Liquidität
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Bilanzkennziffern im Bilanztableau und deren Bedeutung für die Unternehmensanalyse. Ziel ist es, die verschiedenen Kennziffern zu typisieren, zu interpretieren und ihre Bedeutung im Kontext der vertikalen und horizontalen Bilanzstruktur aufzuzeigen.
- Kennziffern der Finanzierung (Zusammensetzung des Kapitals)
- Kennziffern der Konstitution (Zusammensetzung der Vermögensstruktur)
- Kennziffern der Investition (Deckungsgrade)
- Kennziffern der Liquidität (Zahlungsfähigkeit)
Zusammenfassung der Kapitel
Einführung
Die Bilanz spiegelt die Entscheidungen eines Unternehmens wider. Aus verschiedenen Fragestellungen haben sich in der Praxis zahlreiche Bilanzkennziffern entwickelt. Die Bilanz wird in Aktiva und Passiva gegliedert. Die Aktivseite unterscheidet Anlage- und Umlaufvermögen, während die Passivseite Eigen- und Fremdkapital darstellt. Die Bilanzkennziffern können vertikal und horizontal abgeleitet und interpretiert werden. Die vertikale Betrachtungsweise bezieht sich auf der Aktivseite auf den Vermögensaufbau (Konstitution) und auf der Passivseite auf die Kapitalstruktur (Finanzierung). Die horizontale Beobachtung dient der Analyse von Deckungsgraden (Investition) und der Zahlungsfähigkeit (Liquidität) des Unternehmens.
2. Vertikale Bilanzstruktur
2.1. Kennziffern der Finanzierung
Die Kennziffern der Finanzierung betrachten ausschließlich die Zusammensetzung des Kapitals und nehmen keinen Bezug zur Aktivseite der Bilanz.
- Verschuldungskoeffizient (Verschuldungsgrad)
- Fremdkapitalquote
- Eigenkapitalquote
2.2. Kennziffern der Konstitution
Die Kennziffern der Konstitution betrachten ausschließlich die Zusammensetzung der Vermögensstruktur und nehmen keinen Bezug zur Passivseite der Bilanz.
- Vermögenskonstitution
- Anlagenintensität
Schlüsselwörter
Bilanz, Bilanzkennziffern, Kennzahlen, vertikale Bilanzstruktur, horizontale Bilanzstruktur, Finanzierung, Konstitution, Investition, Liquidität, Verschuldungskoeffizient, Fremdkapitalquote, Eigenkapitalquote, Vermögenskonstitution, Anlagenintensität
Häufig gestellte Fragen
Wie ist eine Bilanz nach § 266 HGB gegliedert?
Die Bilanz gliedert sich in eine Aktivseite (Verwendung der Mittel) und eine Passivseite (Herkunft der Mittel).
Was unterscheidet die vertikale von der horizontalen Bilanzstruktur?
Die vertikale Analyse betrachtet die Zusammensetzung innerhalb einer Seite (z.B. Eigenkapitalquote), während die horizontale Analyse Aktiva und Passiva ins Verhältnis setzt (z.B. Liquiditätsgrade).
Was sagt die Eigenkapitalquote aus?
Sie ist eine Kennziffer der Finanzierung und gibt an, wie hoch der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital ist, was Rückschlüsse auf die finanzielle Stabilität zulässt.
Was versteht man unter „Anlagenintensität“?
Dies ist eine Kennziffer der Konstitution, die das Verhältnis des Anlagevermögens zum Gesamtvermögen beschreibt.
Was sind Liquiditätskennzahlen?
Es sind horizontale Kennzahlen, die Auskunft darüber geben, ob ein Unternehmen in der Lage ist, seinen kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
- Citation du texte
- Ralph Altherr (Auteur), 2012, Bilanzkennziffern im Bilanztableau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192318