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Verbrecher, Abschaum, Heldentod

Die Darstellung der Catilinarischen Verschwörung bei Cicero und Sallust

Titre: Verbrecher, Abschaum, Heldentod

Dossier / Travail de Séminaire , 2010 , 29 Pages , Note: 1,0

Autor:in: B.A. Christian Rödig (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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Das Römische Reich gilt als eines der größten und bedeutendsten Imperien der Antike. In seiner langen Geschichte schwankte seine Macht und Stabilität sowohl innen- als auch außenpolitisch.
Mehrmals in der Geschichte dieses Weltreiches waren es einzelne Persönlichkeiten, welche das Schicksal ihrer Zeitgenossen bestimmten. Dabei gab es verschiedene Arten, wie dies geschehen konnte. Neben Kriegen gegen andere Völker und Reiche, zwangen auch innere Konflikte, wie Aufstände und Bürgerkriege, der jeweiligen Zeit ihren Stempel auf. Der Erfolg war dabei freilich ebenso verschieden, wie jene Charaktere, die als Hauptakteure der Konflikte auftraten. Großen Eroberungen nach allen Himmelsrichtungen hin standen in der römischen Geschichte auch katastrophale militärische Niederlagen entgegen. Ähnlich erscheint es bei den innenpolitischen Kämpfen. Neben den Erfolgen eines Sulla oder Julius Cäsar verblassen heute in der breiten Öffentlichkeit zu Unrecht jene Aufständischen, die mit ihrer Rebellion keinen Erfolg hatten.
Einer von diesen ist Lucius Sergius Catilina. Seine Erhebung fand 63 v. Chr. statt und endete mit seinem Tod im darauf folgenden Jahr. Catilinas Umsturzversuch befindet sich zeitlich somit zwischen jenem von Sulla und Cäsar und damit in einer äußerst brisanten Zeit der späten Römischen Republik. Trotz ihres Scheiterns hatte die Verschwörung für viele Zeitgenossen sowie für die weitere Geschichte der Römischen Republik große Bedeutung. Auch zeigt sich an den späteren Triumphen Cäsars, dass ein Aufstand zur damaligen Zeit durchaus Erfolgschancen hatte.
Die Verschwörung ist uns heute vor allem aus zwei zeitgenössischen Quellen bekannt. Zum einen aus den vier „Catilinarischen Reden“1 des Cicero, welche er parallel zu den Ereignissen rund um die Rebellion im Senat bzw. vor dem Volk in Rom hielt.2 Zum anderen aus der Monographie „Die Verschwörung Catilinas“3 von Sallust. Dieses Werk, zwei Jahrzehnte nach den Ereignissen entstanden, erläutert den Verlauf der Verschwörung sowie weitere Hintergründe. Cicero und Sallust stellen bicht nur die wichtigsten zeitgenössischen Quellen für die Verschwörung des Catilina dar, sondern die wohl wichtigsten überhaupt. Umso interessanter sind ihre Eigenheiten, mit welchen sie die Verschwörung des Catilina schildern.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das historische Umfeld der Catilinarischen Verschwörung

3. Der Verschwörer und seine Chronisten

3.1 Catilina

3.2 Cicero

3.3 Sallust

4. Die Darstellung der Catilinarischen Verschwörung bei Cicero und Sallust

4.1 Charaktereigenschaften Catilinas

4.2 Anhängerschaft Catilinas

4.3 Doppelte Verschwörung und historiographische Probleme

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Darstellung der Catilinarischen Verschwörung durch die zeitgenössischen Quellen Cicero und Sallust, um deren jeweilige Absichten und die Einordnung der Ereignisse im Kontext der späten Römischen Republik zu analysieren.

  • Historisches Umfeld der späten Römischen Republik
  • Biographische und politische Analyse von Catilina, Cicero und Sallust
  • Kontrastierung der Charakterisierungen Catilinas und seiner Anhängerschaft
  • Untersuchung historiographischer Probleme und der "doppelten Verschwörung"
  • Reflektion über die Objektivität antiker Geschichtsschreibung

Auszug aus dem Buch

3.1 Catilina

Der 108 v. Chr. geborene Lucius Sergius Catilina entstammte dem Adelsgeschlecht der Sergier, welches zwar eine traditionsreiche Vergangenheit hatte, jedoch zunehmend an politischer Bedeutung verlor. Catilinas frühes Leben und Wirken lässt sich nur bedingt zurückverfolgen.

Er durchschritt wohl einen soliden Karrierepfad – für einen römischen Adeligen – im Militärdienst und schlug sich später auf die Seite Sullas. In diversen zeitgenössischen Quellen wird ihm außerordentliche Brutalität vorgeworfen. So soll er seinen Bruder ermordet, dessen Tochter misshandelt und Proskripte energisch verfolgt haben. Obwohl Catilina ein Anhänger Sullas war und somit auch dessen Feinde verfolgt haben dürfte, ist doch die Beschreibung seines brutalen und stellenweise perversen Verhaltens kritisch zu betrachten. Zum einen klingen die Vorwürfe stark nach typischen Topoi, zum anderen verwundert es kaum, dass zeitgenössische Quellen über einen gescheiterten Aufständischen wenig Gutes berichten - vor allem wenn er einst Anhänger eines brutalen Diktators war. Wenngleich dies wahre Wirken Catilinas unter Sulla nicht beweisbar ist, so erscheinen die Beschreibungen in den Quellen doch stark übertrieben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Catilinarischen Verschwörung und Darstellung der methodischen Vorgehensweise sowie Zielsetzung der Hausarbeit.

2. Das historische Umfeld der Catilinarischen Verschwörung: Analyse der politischen und gesellschaftlichen Instabilität der späten Römischen Republik, die den Nährboden für Aufstände wie den des Catilina bildete.

3. Der Verschwörer und seine Chronisten: Untersuchung der Biographien und der politischen Positionierung von Catilina sowie der Autoren Cicero und Sallust.

4. Die Darstellung der Catilinarischen Verschwörung bei Cicero und Sallust: Detaillierte Gegenüberstellung der Charakterbilder Catilinas, seiner Anhänger und der diskursiven Probleme der Quellenüberlieferung.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Einordnung der Quellen als tendenziöse, aber bedeutende Zeugnisse der römischen Geschichte.

Schlüsselwörter

Catilinarische Verschwörung, Lucius Sergius Catilina, Marcus Tullius Cicero, Sallust, Römische Republik, Sulla, Proskriptionen, Historische Quellenkritik, Spätantike, Politische Geschichte, Adelsgeschlecht, Konsulat, Geschichtsschreibung, Aufstand, Senat

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie die Catilinarische Verschwörung durch die zeitgenössischen Autoren Cicero und Sallust dargestellt wurde und welche Motive deren Berichterstattung beeinflussten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Neben dem historischen Hintergrund der späten Römischen Republik stehen die Charakterisierungen des Verschwörers Catilina, die Motivationen seiner Anhänger und die kritische Würdigung der antiken Quellen im Fokus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Intentionen der Autoren Cicero und Sallust die Wahrnehmung Catilinas prägten und inwieweit die antiken Berichte als historisch verlässliche Quellen eingestuft werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quellenkritische Methode, bei der die Texte von Cicero und Sallust analysiert und mit dem historischen Kontext sowie der modernen Forschungslage abgeglichen werden.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Zeit nach Sulla, eine biographische Betrachtung der Akteure sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Quellenberichte über Catilinas Charakter und seine Anhängerschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Catilinarische Verschwörung, Römische Republik, Quellenkritik, Cicero, Sallust, politische Instabilität und historische Geschichtsschreibung.

Warum wird Catilina in den Quellen so einseitig negativ dargestellt?

Die Autoren hatten ein Interesse daran, Catilina als Sündenbock für die gesellschaftlichen Missstände der Zeit zu nutzen, um entweder das eigene politische Handeln (Cicero) oder eine kritische Sicht auf die Zeitgeschichte (Sallust) zu unterstreichen.

Gibt es Anzeichen für eine "erste" Verschwörung vor dem Jahr 63 v. Chr.?

Die Existenz einer sogenannten "ersten Verschwörung" wird in der Forschung kontrovers diskutiert; die Quellenlage ist hier widersprüchlich und deutet teilweise auf eine dramaturgische Zuspitzung durch die Autoren hin.

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Résumé des informations

Titre
Verbrecher, Abschaum, Heldentod
Sous-titre
Die Darstellung der Catilinarischen Verschwörung bei Cicero und Sallust
Université
Justus-Liebig-University Giessen
Note
1,0
Auteur
B.A. Christian Rödig (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
29
N° de catalogue
V192402
ISBN (ebook)
9783656173373
ISBN (Livre)
9783656172987
Langue
allemand
mots-clé
Catilina Cicero Sallust Caesar Rom Römische Republik Antike Kaiserzeit Verschwörung Schulden Schuldner Revolution Putsch Quelle Pompeius
Sécurité des produits
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Citation du texte
B.A. Christian Rödig (Auteur), 2010, Verbrecher, Abschaum, Heldentod, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192402
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Extrait de  29  pages
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