Schulbücher im Wandel der Zeit

Die Gestaltung von Schulgeschichtsbüchern im Wandel der Zeit


Hausarbeit, 2012
20 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begründung der Fragestellung und der Auswahl des Quellenmaterials

3. Darstellung der Forschungsmethode

4. Schulbücher als repräsentative Quelle der Geistesgeschichte
4.1 Der Begriff „Schulbuch“
4.1.1 Definitionsansätze
4.1.2 Lehrfunktionen
4.1.3 Das Schulbuch im Fach Geschichte
4.2 Vorstellung der ausgewählten Schulgeschichtsbücher
4.3 Analyse der ausgewählten Schulgeschichtsbücher in Bezug auf das Thema „Urgeschichte“
4.3.1 Kriterien
4.3.2 60er Jahre
4.3.3 80er Jahre
4.3.4 2000er Jahre
4.3.5 Vergleich der ausgewählten Schulgeschichtsbücher

5. Fazit/ Reflexion

6. Möglichkeiten der Einbeziehung des Themas in den Schulunterricht

Literaturverzeichnis

Eidesstattliche Erklärung

1. Einleitung

Die vorgelegte Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Schulbücher im Wandel. Genau genommen werden ausgewählte Schulbücher des Faches Geschichte näher betrachtet. Speziell wird dabei auf folgende Fragestellung eingegangen: „Wie hat sich die Gestaltung der Schulgeschichtsbücher im Laufe der Jahre verändert?. Zu Beginn der Arbeit werden die Fragestellung und die Auswahl des Quellenmaterials begründet. Weiterhin wird die verwendete Forschungsmethode der Dokumentenanalyse, die zur Beantwortung der Fragestellung dienen soll, genauer dargestellt. Um sich dem Medium Schulbuch und somit dem ausgewählten Quellenmaterial nähern zu können, werden folglich Überlegungen zum Begriff „Schulbuch“ angestellt, welche Definitionsansätze, Lehrfunktionen von Schulbüchern und das Schulbuch im Fach Geschichte betrachten. Anschließend werden die ausgewählten Schulgeschichtsbücher vorgestellt und im Hinblick auf die Fragestellung und unter festgelegten Kriterien gesichtet, analysiert und interpretiert. Der nachfolgende Vergleich der Schulgeschichtsbücher enthält eine Zusammenfassung der Ergebnisse sowie die Beantwortung der Fragestellung. Nachdem ein Fazit mit kurzer Reflexion über die Fragestellung, die Forschungsmethode und das Quellenmaterial erfolgt ist, werden mögliche Einbeziehungen des Themas in den Schulunterricht angeführt.

2. Begründung der Fragestellung und der Auswahl des Quellenmaterials

Die Entwicklung der Fragestellung „Wie hat sich die Gestaltung der Schulgeschichtsbücher im Laufe der Jahre verändert?“ ist neben dem eigenen Interesse der Autorin vorrangig auf die Teilnahme am Seminar „Lehren und Lernen im Schulmuseum“ der Universität Hildesheim zurückzuführen. Unter anderem wurde das Schulmuseum als außerschulischer Lernort besucht, welches neben einem Klassenzimmer mit alten Lehr- und Lernmitteln, mit einer Bibliothek ausgestattet ist. Diese enthält Schulbücher aus verschiedenen Jahren zu fast allen Unterrichtsfächern. Daher konnten hier entsprechende Realien für die Bearbeitung der Fragestellung beschafft werden. Die Besichtigung der Bibliothek hat der Autorin gezeigt, dass vor allem eine große und interessante Auswahl an Geschichtsbüchern angeboten wird. Demzufolge beschäftigt sich die Analyse dieser Hausarbeit insbesondere mit Schulbüchern aus dem Unterrichtsfach Geschichte. Um die Fragestellung genauestens untersuchen zu können, wurden Geschichtsbücher aus unterschiedlichen Jahrzehnten ausgewählt. Bei der Auswahl der Schulgeschichtsbücher wurde neben dem Erscheinungsjahr die Aufmachung des Buches berücksichtigt. Bezüglich der Aufmachung ging es der Autorin vor allem darum, dass das Schulbuch im Punkt Gestaltung entsprechende Untersuchungsaspekte anbietet. Welche Schulgeschichtsbücher schließlich für die Analyse verwendet werden, wird unter Punkt 4.2 genauer dargestellt.

3. Darstellung der Forschungsmethode

Für die bereits erwähnte Untersuchung der Schulgeschichtsbücher und weiterer Quellen wird die Forschungsmethode der Dokumentenanalyse verwendet. Dabei handelt es sich um eine Methode, welche Dokumente wie „Texte, Filme, Tonbänder, aber auch Gegenstände wie Werkzeuge, Bauten und Kunstgegenstände“ (Mayring, 2002, S. 47) analysiert und interpretiert. Der Grundgedanke der Dokumentenanalyse besteht darin, das vielfältige Material zu erschließen, das bereits existiert und nicht erst vom Froscher erhoben werden muss (vgl. ebd.). Hierfür wird ein bestimmter Ablauf der Dokumentenanalyse vorgesehen. Zu Beginn ist es notwendig, sich entsprechend dem eigenen Interesse eine konkrete Fragestellung zu überlegen, unter der die Materialen ausgewählt werden und mit deren Hilfe eine gezielte Analyse durchgeführt werden kann (vgl. Wester/Soltau/Paradies, 2006, S. 1). Aufgrund der Fragestellung „ Wie hat sich die Gestaltung der Schulgeschichtsbücher im Laufe der Jahre verändert?“ wurden folgende Dokumente beziehungsweise Informationsquellen ausgewählt:

- Schulgeschichtsbücher aus verschiedenen Jahrzehnten (siehe Punkt 4.2)
- Sekundärliteratur, die sich allgemein mit dem Begriff Schulbuch auseinandersetzt (siehe Literaturverzeichnis)
- Internet

Nachdem eine Auswahl von Dokumenten getroffen wurde, werden diese „unter der oben erwähnten Fragestellun[g] gesichtet“ (ebd., S.2). Weiterhin werden Fragestellungen wie „Welche [Dokumente ] sagen etwas zu diesem Thema aus und wie sind diese Dokumente überhaupt auf das Thema übertragbar?“ (Hagemann, 2004, S. 6) einbezogen. Um die Sichtung und Sortierung der Dokumente zu erleichtern, werden vorher dafür anwendbare Kriterien festgelegt (siehe Punkt 4.3.1). Die Ergebnisse aus der Sichtung bilden folglich die Grundlage für die Interpretation bezüglich der Fragestellung (vgl. Wester/ Soltau/Paradies, 2006,S.3). Hier wird herausgearbeitet, was die Dokumente aussagen und inwieweit sie die Fragestellung beantworten können (siehe Punkt 4.3.2, 4.3.3, 4.3.4 und 4.3.5).

4. Schulbücher als repräsentative Quelle der Geistesgeschichte

4.1 Der Begriff „Schulbuch“

Die nachstehenden Überlegungen zum Begriff „Schulbuch“ versuchen, den Gegenstand dieser Arbeit genauer zu beleuchten. Für die spätere Analyse des ausgewählten Quellenmaterials können infolgedessen einfachere Zugriffe geschaffen werden.

4.1.1 Definitionsansätze

Der Duden führt zunächst mit folgender einfacher Erklärung an den Begriff „Schulbuch“ heran:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In den Ausführungen von Baldur Kozdon lassen sich folgende weitere Erklärungen finden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4.1.2 Lehrfunktionen

Das Schulbuch als unterstützendes Medium ist im Unterricht immer präsenter geworden. Vor allem Lehrer bevorzugen die Arbeit mit dem Schulbuch, da es das Lehren vereinfachen und den Lehrer somit entlasten kann. Daher ergeben sich Lehrfunktionen, die das Schulbuch erfüllt. Die Grundlage für folgende Ausführungen bildet der Aufsatz "Didaktische Funktionen des Mediums Schulbuch" von Hacker, in dem diese einzelnen Funktionen näher erläutert werden.

Das Medium Schulbuch dient zum einen der Strukturierung eines Unterrichtsfaches. Hierzu zählt, die „Gesamtmenge an Lehrinhalten eines Faches aufzuteilen und die Teile in ein sinnvolles Nacheinander zu bringen“ (Hacker, 1980, S. 15). Das Schulbuch vereinfacht somit die Unterrichtsplanung für einen längeren Zeitraum und das Erstellen von Lehrplänen. Weiterhin beinhalten Schulbücher Strukturierungshilfen wie Fragestellungen oder Diskussionsanregungen, die vor allem für den Lehrer eine zeitliche Entlastung bei der Unterrichtsplanung schaffen.

Neben der Strukturierungsfunktion nimmt das Schulbuch eine repräsentative Funktion ein. Für die Erarbeitung von Sachverhalten greift das Schulbuch unter anderem auf Abbildungen zurück, die die Realität repräsentieren. Diese Abbildungen sind für den Lehrer notwenig, da es sich oft um schwer zugängliche Materialien wie Verträge oder ähnliches handelt. Neben der realitätsnahen Repräsentation kann ein Sachverhalt auch durch Texte sprachlich repräsentiert werden. Jenes ist wichtig um vor allem geistige Vorstellungen von Gegenständen zu schaffen und diese zu vergegenwärtigen. Als didaktisierte Repräsentation werden Text-Bild-Darstellungen angesehen, die der Veranschaulichung dienen und zu Diskussionen oder Projekten auffordern.

Eine weitere Funktion des Schulbuches ist seine Steuerung. Es beinhaltet Steuerungsmöglichkeiten wie Impulse, Fragen, Aufforderungen und Arbeitsanweisungen, die ureigens Aufgaben des Lehrers bei seiner Unterrichtsplanung waren.

Neben der Steuerung des Unterrichts mithilfe von Schulbüchern, führt Hacker die Motivierungsfunktion an. Besonders ihre Aufmachung spielt eine entscheidende Rolle bei der Motivierung. Schüler und Schülerinnen greifen gerne zu einem Buch, wenn sie einen Zugang durch die äußere Aufmachung bekommen. Das „Innenleben“ eines Schulbuches sollte daher die äußere Aufmachung beibehalten. Die Texte und Darstellungen sollten als ästhetisch empfunden werden und so gestaltet sein, dass sie zum Lernen motivieren.

Weiterhin bietet das Schulbuch Unterstützung bei der Differenzierung des Unterrichts. Das Schulbuch gibt kaum differenzierte Lernangebote, kann jedoch von Lehrern als differenzierende Methode eingesetzt werden.

Neben der Differenzierungsfunktion übt das Schulbuch die Funktion der Übung und Kontrolle aus. Nachdem das Wissen erworben wurde, kann es nun mit Schulbüchern wiederholt und gefestigt werden. Hierfür gibt das Schulbuch mehrere Übungsanregungen und Aufgaben, dessen Lösungen meist zur Selbstkontrolle im Schulbuch enthalten sind.

4.1.3 Das Schulbuch im Fach Geschichte

Um sich dem ausgewählten Quellenmaterial in Form von Schulbüchern des Faches Geschichte anzunähern, wird zunächst eine kurze Aussage von Christoph Kühberger angeführt:

„ Das Schulgeschichtsbuch stellt eine Rekonstruktion der Vergangenheit dar, die aufgrund historischer Fragen im Nachhinein eine Darstellung anbietet. Es ist also eine historische Narration, die einem bestimmten zeitlichen Ordnungssystem (u.a. Chronologie, Längsschnitt) folgend sowohl Prozesse als auch Momentaufnahmen der Vergangenheit repräsentiert.“

Darüber hinaus ordnet Getraud Becker die Schulgeschichtsbücher der Gruppe Schulbücher der Sachfächer zu . Sie „stellen die Unterrichtsgegenstände in Wort, Bild, Skizze, Statistik usw. dar, geben Überblicke und bieten oft durch Fragen und Aufgaben Anregung zu Vergleich, Zusammenfassung, Wiederholung und Weiterarbeit“ (Becker, 1973, S. 15)

[...]

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Schulbücher im Wandel der Zeit
Untertitel
Die Gestaltung von Schulgeschichtsbüchern im Wandel der Zeit
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)
Note
2,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
20
Katalognummer
V192488
ISBN (eBook)
9783656174752
ISBN (Buch)
9783656175124
Dateigröße
918 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schulbücher, wandel, zeit, gestaltung, schulgeschichtsbüchern
Arbeit zitieren
Julia Uhlitzsch (Autor), 2012, Schulbücher im Wandel der Zeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192488

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Schulbücher im Wandel der Zeit


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden