Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke

“Kinderleicht“ - Ist die „Einfachheit“ in Kindergedichten wirklich gegeben? Eine Untersuchung an Beispielen

Titel: “Kinderleicht“ - Ist die „Einfachheit“ in Kindergedichten wirklich gegeben? Eine Untersuchung an Beispielen

Hausarbeit , 2012 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Lisa Julius (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1. In unserem Seminar „Verse und Reime“ beschäftigten wir uns mit den Grundformen der Versgestaltung. Außerdem wurde untersucht, welche Bedeutung diese Gestaltung in metrisch regulierten Texten annehmen kann. Neben dem Kennenlernen vieler Vers- und Reimarten wurde dabei auch über Kinderlyrik gesprochen. Zum einen thematisierten wir Sprachspiele für Kinder und deren Umsetzung, zum anderen erhielten wir einen Überblick über die Kinderlyrik und deren Realisationsmöglichkeiten. Aufgrund dessen, dass ich Teil der Referatsgruppe war, welche sich mit der letztgenannten Thematik befasste, habe ich mich entschlossen, mich tiefergehend mit der Kinderlyrik zu beschäftigen. Sicherlich habe ich diese Thematik auch hinsichtlich meines späteren Berufes gewählt.
Interessant finde ich besonders die Ausdrucksform des Kindergedichtes. Oft wird davon gesprochen, dass diesem eine „Einfachheit“ inne wohne, welche das Gedicht für Kinder zugänglich machen solle. Ist diese „Einfachheit“ jedoch wirklich immer gegeben? Die Frage, welche ich mir in meiner Hausarbeit stelle, lautet also, ist die „Einfachheit“ in Kindergedichten wirklich gegeben.
Um diese Frage beantworten zu können, ist es sinnvoll eine kurze Einordnung des Kindergedichtes in die Kinderlyrik vorzunehmen. Hilfreich wäre auch eine Unterscheidung der Gattungen der Kinderlyrik. Es erscheint möglich, dass diese „Einfachheit“ nicht in allen Gattungen gegeben ist. Anschließend werde ich versuchen, die Merkmale eines Kindergedichtes zusammenzutragen. Daraufhin sollen diese einzelnen Merkmale an Beispielen untersucht werden. Durch die angebrachte Überprüfung der Theorie an der Praxis werde ich versuchen meine Forschungsfrage zu beantworten. Schließlich ist dies nur möglich, wenn Beispiele von Kindergedichten herangezogen werden. Für diese Überprüfung verwende ich einen Gedichtband, welcher eine Vielzahl von Kindergedichten vorweist.
Die gesammelten Erkenntnisse sollen in einem kurzen Fazit dargestellt werden. Das Ziel wird sein, eine Antwort auf die von mir gestellte Frage geben zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ausdrucksformen, Gattungen und Merkmale der Kinderlyrik

3. Untersuchung der Einfachheit

3.1 „Kindsein ist süß?“ von Susanne Kilian

3.1.1 Gattung

3.1.2 Lebensweltbezug

3.1.3 Wortschatz

3.1.4 Metrik

3.1.5 Grundstimmung

3.1.6 Anregung zum Nachdenken

3.1.7 Abstraktionsgrad

3.2 „Wann Freunde wichtig sind“ von Georg Bydlinski

3.2.1 Gattung

3.2.2 Lebensweltbezug

3.2.3 Wortschatz

3.2.4 Metrik

3.2.5 Grundstimmung

3.2.6 Anregung zum Nachdenken

3.2.7 Abstraktionsgrad

3.3 „Mondnacht“ von Joseph von Eichendorff

3.3.1 Gattung

3.3.2 Lebensweltbezug

3.3.3 Wortschatz

3.3.4 Metrik

3.3.5 Grundstimmung

3.3.6 Anregung zum Nachdenken

3.3.7 Abstraktionsgrad

3.4 „otto mops“ von Ernst Jandl

3.4.1 Gattung

3.4.2 Lebensweltbezug

3.4.3 Wortschatz

3.4.4 Metrik

3.4.5 Grundstimmung

3.4.6 Anregung zum Nachdenken

3.4.7 Abstraktionsgrad

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die häufig postulierte Eigenschaft der „Einfachheit“ in Kindergedichten. Dabei wird hinterfragt, ob diese Einfachheit tatsächlich ein allgemeingültiges Merkmal ist oder ob sie je nach Gattung und Adressatenkreis variiert.

  • Analyse der konstitutiven Merkmale der Kinderlyrik
  • Untersuchung von Gattungen wie Reflexionslyrik, Erlebnislyrik und Sprachspiel
  • Überprüfung der Kriterien Lebensweltbezug, Wortschatz, Metrik und Abstraktionsgrad
  • Vergleichende Analyse zwischen primären Kindergedichten und Erwachsenenlyrik
  • Reflexion über die Zugänglichkeit komplexerer Texte für Kinder

Auszug aus dem Buch

3.1 Ein Beispiel für die Beachtung des Lebensweltbezuges von Kindern in Kindergedichten ist der Text „Kindsein ist süß?“ von Susanne Kilian:

Tu dies! Tu das!

Und dieses lass!

Beeil dich doch!

Heb die Füße hoch!

Sitz nicht so krumm!

Mein Gott, bist du dumm!

Stopf`s nicht in dich rein!

Lass das Singen sein!

Du kannst dich nur mopsen!

Hör auf zu hopsen!

Du machst mich verrückt!

Nie wird sich gebückt!

Schon wieder ne vier!

Hol doch endlich Bier!

Sau dich nicht so ein!

Das schaffst du allein!

Mach dich nicht so breit!

Hab jetzt keine Zeit!

Lass das Geklecker!

Fall mir nicht auf den Wecker!

Mach die Tür leise zu!

Lass mich in Ruh!

Kindsein ist süß?

Kindsein ist mies!

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und Motivation der Autorin, die „Einfachheit“ von Kindergedichten anhand einer strukturierten Analyse zu hinterfragen.

2. Ausdrucksformen, Gattungen und Merkmale der Kinderlyrik: Theoretische Einordnung der Kinderlyrik und Abgrenzung von der Erwachsenenlyrik sowie Definition der relevanten Gattungen.

3. Untersuchung der Einfachheit: Anwendung der erarbeiteten Kriterien auf vier ausgewählte Gedichte verschiedener Gattungen zur praktischen Überprüfung der Forschungsfrage.

4. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage, wobei festgestellt wird, dass „Einfachheit“ zwar ein häufiges, aber kein zwingendes Merkmal von Kindergedichten ist.

Schlüsselwörter

Kinderlyrik, Einfachheit, Gedichtanalyse, Lebensweltbezug, Reflexionslyrik, Erlebnislyrik, Sprachspiel, Abstraktionsgrad, Kindergedichte, Susanne Kilian, Georg Bydlinski, Joseph von Eichendorff, Ernst Jandl, Vokalgedicht, Didaktik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der kritischen Hinterfragung der Annahme, dass Kindergedichte grundsätzlich durch eine ihnen innewohnende „Einfachheit“ charakterisiert sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition von Kinderlyrik, die Unterscheidung verschiedener Gattungen sowie die Analyse von Sprach-, Form- und Inhaltsmerkmalen in Bezug auf kindliche Rezipienten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob die „Einfachheit“ in Kindergedichten in allen Gattungen gegeben ist oder ob sie bei Texten, die nicht explizit für Kinder verfasst wurden, an ihre Grenzen stößt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Einordnung und führt anschließend eine praxisorientierte Analyse an vier Beispielgedichten durch, um die Theorie zu überprüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden vier spezifische Gedichte (von Kilian, Bydlinski, Eichendorff und Jandl) anhand der Kriterien Lebensweltbezug, Wortschatz, Metrik, Grundstimmung, Anregung zum Nachdenken und Abstraktionsgrad untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Kinderlyrik, Einfachheit, Gedichtanalyse, Gattungen der Kinderlyrik sowie Abstraktionsgrad und Lebensweltbezug.

Warum wird das Gedicht „Mondnacht“ von Eichendorff analysiert?

Es dient als Gegenbeispiel zu primären Kindergedichten, da es ursprünglich nicht für Kinder geschrieben wurde und somit die Grenzen der „Einfachheit“ bei anspruchsvollerer Lyrik aufzeigt.

Welche Rolle spielt „ottos mops“ von Ernst Jandl in der Untersuchung?

Dieses Gedicht dient als Beispiel für das Gattungssegment der Sprachspiele, in denen durch experimentellen Umgang mit Sprache und Vokalrepetition ein eigener Zugang für Kinder geschaffen wird.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
“Kinderleicht“ - Ist die „Einfachheit“ in Kindergedichten wirklich gegeben? Eine Untersuchung an Beispielen
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)
Veranstaltung
Verse und Reime
Note
2,0
Autor
Lisa Julius (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
16
Katalognummer
V192498
ISBN (eBook)
9783656174684
ISBN (Buch)
9783656175131
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kindergedichte Einfachheit Lebensweltbezug
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Julius (Autor:in), 2012, “Kinderleicht“ - Ist die „Einfachheit“ in Kindergedichten wirklich gegeben? Eine Untersuchung an Beispielen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192498
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  16  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum