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Das Beispiel vom reichen Mann und vom armen Lazarus (Lk 16,19–31)

Título: Das Beispiel vom reichen Mann und vom armen Lazarus (Lk 16,19–31)

Tesis (Bachelor) , 2012 , 43 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Stephanie Pernotzky (Autor)

Teología - Estudio bíblico
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Diese Bachelor-Thesis befasst sich mit der Perikope Lk 16,19-31 „Das Beispiel vom reichen Mann und vom armen Lazarus“ und somit mit dem Thema „arm – reich“.
Die Fragestellung der Thesis lässt sich folglich mit dem Thema und dem Schwerpunkt dieser Arbeit gleichsetzen. Es handelt sich dabei einmal um die Herausstellung der Beschreibung von arm und reich und zum anderen um die Frage, ob und wie ein Reicher in das Reich Gottes gelangen kann.
Hier lässt sich die Hypothese aufstellen, dass dies untrennbar verbunden ist mit dem richtigen Gebrauch von Gütern.

Meine Exegese habe ich folgendermaßen strukturiert:
Ich beginne mit der Einordnung der Perikope in das gesamte Kapitel 16 (Kontextanalyse), danach werde ich eine Formanalyse durchführen (sprachlich-syntaktische, semantische, narrative und pragmatische Analyse), um die Fragestellung zu beantworten.
Da sich die Perikope nur im Lukasevangelium befindet, fällt der synoptische Vergleich weg.
Danach gehe ich kurz auf den Begriff „Beispielerzählung“ ein und beziehe ihn auf die Perikope und deren Aussagekraft.

Abschließend führe ich eine Begriffsanalyse der zentralen Begriffe „arm“ und „reich“ durch. Hierbei gehe ich auf die jeweilige Begrifflichkeit im Alten und Neuen Testament ein. Ich werde mich dabei am Ende besonders auf Lukas beziehen und durch die gewonnenen Erkenntnisse einen thematischen Abschluss mithilfe eines Rückschlusses auf die Gemeinde des Lukas ausarbeiten.

Extracto


Gliederung

1. Einleitung

2. Lk 16,19 – 31: Kontextanalyse

3. Formanalyse

3.1 Sprachlich-syntaktische Analyse

3.2 Semantische Analyse

3.3 Narrative Analyse

3.4 Pragmatische Analyse

4. Gattungsanalyse – ein „Beispiel“ wofür?

5. Begriffsanalyse „arm – reich“

5.1 Zur Begrifflichkeit von „arm“ im Alten Testament

5.2 Zur Begrifflichkeit von „reich“ im Alten Testament

5.3 Zur Begrifflichkeit von „arm“ und „reich“ im Neuen Testament

5.4 „Arm“ und „reich“ in der Theologie des Lukas

5.5 Rückschluss auf Gemeinde des Lukas

6. Das Lukasevangelium – Bedeutung der Perikope für das Evangelium / Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Perikope Lk 16,19-31, das Gleichnis vom reichen Mann und vom armen Lazarus, um die lukanische Thematik von „Arm und Reich“ sowie die Bedingungen für den Eintritt in das Reich Gottes zu analysieren.

  • Die exegetische Einordnung und strukturelle Analyse der Perikope.
  • Die Untersuchung der Begriffe „arm“ und „reich“ im Alten und Neuen Testament.
  • Die Darstellung des lukanischen Verständnisses von Besitz und Nächstenliebe.
  • Die Ableitung von Handlungsimpulsen für die christliche Gemeinde zur Umkehr.

Auszug aus dem Buch

3.1 Sprachlich-syntaktische Analyse

Die Beispielerzählung beginnt mit einem Nominativanfang, was heißt, dass die Erzählung ohne Einleitung beginnt (vgl. 19a). Mit sparsamem Einsatz von stilistischen Mitteln werden zunächst die beiden Personen sehr lebendig dargestellt. Die Substantive „Mensch“ (19a) und „Armer“ (20a) implizieren beim Leser sofort die Vorstellung, dass hier im späteren Verlauf der Perikope „Mensch“ und „Reicher“ (21a) gleichgesetzt werden. „Die Eigenschaft wird hier zur Person.“ Durch die Auswahl von prägnanten Substantiven und Verben entsteht ein Kontrast, der sich auf die soziale Stellung, das Aussehen, die Lebensweise und den charakteristischen Lebensort bezieht. Folglich wird der Text durch die Wahl der Substantive und Verben bestimmt und geleitet. Der Kontrast zwischen dem Reichen und „Lazaros“ (20a) / Lazarus wird durch den Gebrauch von positiven und negativen Wörtern verstärkt.

Zuerst wird der Reiche mit positiven Wörtern, wie z.B. „reich“ (19a), „Purpurgewand und Feinleinen“ (19b), „feiernd täglich glänzend“ (19c), „Reichen“ (21a) und „wurde begraben“ (21e) beschrieben. Im Gegensatz dazu, wird Lazarus mit sehr negativen Wörtern, wie z.B. „Armer“ (20a), „war hingeworfen“ (20a), „geschwürig“ (20b) und „begehrend sich zu sättigen“ (20c).

Doch mit dem Tod beginnt eine Wende / Umkehr, die den Text sehr dynamisch und spannend werden lässt. Denn nun wird der Reiche mit sehr negativen Wörtern umschrieben, wie z.B. „Hades“ (23a), „Qualen“ (23b), „leide“ (24e), „Flamme“ (24e), „du aber leidest“ (25c), „Kluft“ (26a) und „Ort der Qual“ (28c). Und, als hätte der Leser es geahnt, bestimmen positive Wörter das Leben des Lazarus nach seinem Tod, wie z.B. „fortgetragen wurde von den Engeln“ (21c), „Schoß Abrahams“ (21c) und „jetzt aber wird er hier getröstet“ (25c).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Perikope Lk 16,19-31 ein und stellt die zentrale Fragestellung nach dem richtigen Umgang mit Gütern sowie dem Zugang zum Reich Gottes dar.

2. Lk 16,19 – 31: Kontextanalyse: Dieser Abschnitt ordnet die Perikope in den Zusammenhang des 16. Kapitels des Lukasevangeliums ein, welches sich intensiv mit der Thematik von Geldliebe und Gottesliebe beschäftigt.

3. Formanalyse: Eine detaillierte Untersuchung der sprachlich-syntaktischen, semantischen, narrativen und pragmatischen Strukturen der Perikope, um die Spannung und den thematischen Aufbau aufzudecken.

4. Gattungsanalyse – ein „Beispiel“ wofür?: Bestimmung der Perikope als warnende Beispielerzählung, die den Kontrast zwischen Arm und Reich zur Verdeutlichung ethischer Konsequenzen nutzt.

5. Begriffsanalyse „arm – reich“: Eine umfassende philologische Untersuchung der Begriffe im Alten und Neuen Testament sowie deren spezifische Bedeutung in der lukanischen Theologie und für die damalige Gemeinde.

6. Das Lukasevangelium – Bedeutung der Perikope für das Evangelium / Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, die bestätigt, dass der Einzug in das Reich Gottes untrennbar mit dem Handeln und dem richtigen Gebrauch von Besitz verbunden ist.

Schlüsselwörter

Lukasevangelium, Lazarus, Reicher Mann, Armut, Reichtum, Besitzethik, Umkehr, Nächstenliebe, Gleichnis, Beispielerzählung, Reich Gottes, Exegese, Formanalyse, Semantik, Almosengeben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Gleichnis vom reichen Mann und vom armen Lazarus (Lk 16,19-31) und untersucht die lukanische Theologie bezüglich des Verhältnisses von Armut und Reichtum.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Das Hauptthema ist der Umgang mit irdischem Besitz, die soziale Gerechtigkeit, die Notwendigkeit der Umkehr und die Konsequenzen, die sich aus dem Handeln im Diesseits für das Jenseits ergeben.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Perikope die Frage beantwortet, ob und wie ein reicher Mensch das Reich Gottes erreichen kann, und welche Rolle dabei die Nächstenliebe spielt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es werden eine Kontextanalyse, eine Formanalyse (unterteilt in sprachlich-syntaktische, semantische, narrative und pragmatische Analyse) sowie eine historische Begriffsanalyse der Termini „arm“ und „reich“ verwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die exegetische Analyse der Perikope, die Untersuchung der Begrifflichkeit im Alten und Neuen Testament sowie die Anwendung dieser Erkenntnisse auf die Gemeinde des Lukas.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind die „arm-reich“-Thematik, das lukanische Evangelium, die moralische Umkehr und die Rolle des Besitzes in der christlichen Ethik.

Warum wählt der Autor Lazarus als namentlich genannten Armen und lässt den Reichen anonym?

Der Name Lazarus („Gott hilft“) unterstreicht, dass der Arme auf Gott angewiesen ist. Die Anonymität des Reichen macht ihn hingegen zu einer allgemeinen negativen Identifikationsfigur für alle Menschen, die ihren Reichtum missbräuchlich verwenden.

Welche Rolle spielen die „fünf Brüder“ des Reichen im Gleichnis?

Die Brüder repräsentieren die zeitgenössischen Hörer oder Pharisäer, die noch die Möglichkeit zur Umkehr haben, sofern sie auf die Botschaft der Schriften und Propheten hören.

Final del extracto de 43 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Beispiel vom reichen Mann und vom armen Lazarus (Lk 16,19–31)
Universidad
University of Wuppertal
Calificación
1,3
Autor
Stephanie Pernotzky (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
43
No. de catálogo
V192543
ISBN (Ebook)
9783656289821
ISBN (Libro)
9783656290698
Idioma
Alemán
Etiqueta
Lazarus Exegese Lukas Evangelium
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stephanie Pernotzky (Autor), 2012, Das Beispiel vom reichen Mann und vom armen Lazarus (Lk 16,19–31), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192543
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