Es geht um nationale und internationale Schulleistungsstudien und ihre Betrachtung in der Forschung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Nationale und internationale Vergleichsstudien
3. Ergebnisse und Folgerungen aus den Rückmeldungen von Schulleistungsstudien
4. Konsequenzen und Innovationen aus den Schulleistungsstudien
5. Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themen
Dieser Essay befasst sich mit den praktischen Konsequenzen und der Wirkung internationaler Schulleistungsstudien auf das deutsche Bildungssystem, wobei der Fokus auf der Frage liegt, wie die Ergebnisse dieser Studien zur tatsächlichen Qualitätsentwicklung an Schulen beitragen können.
- Wirkung von Schulleistungsstudien wie TIMSS und PISA
- Prozess der Ergebnistransformation für die schulische Praxis
- Rolle von Bildungsstandards und zentraler Steuerung
- Herausforderungen in der Umsetzung durch Einzelschulen
- Verzahnung von schulischer Selbstständigkeit und Qualitätsmanagement
Auszug aus dem Buch
Ergebnisse und Folgerungen aus den Rückmeldungen von Schulleistungsstudien
Aus Sicht der Bildungsforschung hofft man darauf, dass die Ergebnisrückmeldungen solcher Schulleistungsstudien als schulinterne Evaluation verstanden werden, welche zur Entwicklung von Schule und Unterricht beitragen (vgl. Kühn/Racherbäumer 2011, S. 22). Allerdings zeigen empirische Befunde etwas anderes: Bisher wurden kaum innerschulische Aktivitäten zur Verbesserung von Schul- und Unterrichtsqualität wahrgenommen, die sich aus den extern gewonnen Daten ablesen lassen könnten (vgl. Kühn/Racherbäumer 2011, S. 22; Rolff 2002, S. 85).
Dies liegt wohl zum einen daran, dass das Rückmeldeverfahren sich nicht direkt an die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrer richtet, sondern die grundsätzlichen Informationen über das Schulwesen und die Ergebnisse der Bundesländer an die jeweiligen Kultusministerien der Länder gehen (vgl. PISA-Konsortium 2008, S. 11 ff.). Zum Anderen wird die zeitliche Belastung für die Analyse der Daten und Informationen im Hinblick auf die Brauchbarkeit an den einzelnen Schulen als Hauptgrund angegeben (vgl. von der Gathen 2006, S. 86).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Schock durch internationale Vergleichsstudien wie PISA und TIMSS in Deutschland und formuliert die Leitfrage nach der praktischen Nutzbarmachung dieser Daten für das Bildungssystem.
Nationale und internationale Vergleichsstudien: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Leistung und Kompetenz und erläutert den Paradigmenwechsel im Bildungssystem hin zu einer Output-orientierten Steuerung.
Ergebnisse und Folgerungen aus den Rückmeldungen von Schulleistungsstudien: Hier werden die Diskrepanzen zwischen der erhofften Nutzung der Studienergebnisse für die Schulentwicklung und der tatsächlichen, oftmals gehemmten Umsetzung in den Schulen analysiert.
Konsequenzen und Innovationen aus den Schulleistungsstudien: Dieser Abschnitt beschreibt die verschiedenen Steuerungsebenen (Top-down vs. Bottom-up) und die bildungspolitischen Maßnahmen der KMK, etwa durch die Einführung von Bildungsstandards.
Schlussbemerkung: Das Fazit stellt fest, dass deutsche Reformbemühungen bislang heterogen und unkoordiniert verlaufen sind und eine stärkere Verzahnung zwischen Bildungsadministration und den Akteuren vor Ort erforderlich ist.
Schlüsselwörter
Schulleistungsstudien, PISA, TIMSS, Bildungsmonitoring, Schulqualität, Output-Orientierung, Bildungsstandards, Qualitätsentwicklung, Einzelschule, Kompetenzbegriff, Bildungsreform, Rückmeldeverfahren, Unterrichtsentwicklung, KMK, Bildungsforschung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen internationaler Schulleistungsvergleiche auf die deutsche Bildungslandschaft und die Herausforderungen bei der Umsetzung dieser Erkenntnisse in die Praxis.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind Bildungsmonitoring, der Prozess der Qualitätsentwicklung an Schulen sowie das Spannungsfeld zwischen zentraler Steuerung und schulischer Autonomie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu analysieren, wie aus extern erhobenen Daten von Schulleistungsstudien tatsächliche Innovationen und Qualitätsverbesserungen in der Unterrichtspraxis abgeleitet werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis einschlägiger Fachliteratur, die den aktuellen Diskurs zur Bildungsforschung und zum Schulmanagement reflektiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden der Wandel von der Input- zur Outputsteuerung, die spezifischen Rückmeldeverfahren sowie die Rolle von Bildungsstandards und Qualitätsmanagement-Modellen diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Schulleistungsstudien, Qualitätsentwicklung, Bildungsmonitoring und Output-Orientierung definieren.
Warum fällt Schulen die Umsetzung der Rückmeldungen oft schwer?
Laut Text liegt dies an der mangelnden Passgenauigkeit der Rückmeldeverfahren, der hohen zeitlichen Belastung sowie einer teilweise geringen Identifikation der Lehrkräfte mit diesen Studien.
Welche Rolle spielt die Kultur der Kommunikation an Schulen?
Eine offene, fachbezogene Kommunikation innerhalb der Kollegien wird als notwendige Voraussetzung angesehen, damit dateninduzierte Unterrichtsentwicklung überhaupt gelingen kann.
- Citar trabajo
- Markus Fründt (Autor), 2012, Vom Wiegen wird das Schwein nicht fett. Oder doch?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192636