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Gewalt an Schulen

Kann der Sportunterricht einen Beitrag zur Gewaltprävention leisten?

Titel: Gewalt an Schulen

Hausarbeit , 2011 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Christina Müller (Autor:in)

Didaktik - Sport, Sportpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gewalt ist alltäglich und hat verschiedene Gesichter. Viele erleben wir nur über die Medien. Jedoch begegnet uns Gewalt auch im zwischenmenschlichen Nahbereich, z.B. in Form von Vandalismus oder Mobbing. Gewalt rückt zudem immer weiter in das Lebensfeld von Kindern und Jugendlichen vor. Besonders das Thema „Gewalt in der Schule“ findet nicht nur in der pädagogischen Diskussion Anklang. Beinahe täglich wird in der Presse über Gewaltaktionen und aggressive Auseinandersetzungen in Schulen berichtet.
Die Schule in Deutschland ist die Institution, die aufgrund der allgemeinen Schulpflicht, alle Heranwachsenden erreicht und somit eine gute Plattform für Gewaltprä-vention bietet. Pädagogische Aufgabe der Schule ist es, für auftretende Aggressivität produktive Wege und feste Kanalisierungen zu eröffnen, um unakzeptable Gewalt einzudämmen.

In dieser Arbeit werden die Erscheinungsformen und Ursachen von Gewalt analysiert und Möglichkeiten aufgezeigt, diesen wirksam vorzubeugen bzw. entgegenzuwirken. Der Fokus liegt auf dem schulischen Kontext. Welche Beiträge speziell der Sportunterricht zur Gewaltprävention liefern kann, wird im folgenden herausgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Erscheinungsformen und Ausprägungen von Gewalt

2.1 Abgrenzung Aggressivität, Aggression und Gewalt

2.2 Formen von Gewalt

2.2.1 Personale Gewalt

2.2.2 Strukturelle Gewalt

2.3 Formen von Gewalt an Schulen

3 Theorien und Modelle zur Entstehung von Gewalt

3.1 Theoretische Ansätze zur Erklärung von Gewalt

3.1.1 Trieb- und Instinkttheoretische Ansätze (nach Freud und Lorenz)

3.1.2 Die Frustrations - Aggressions - Theorie (nach Dollard und Miller)

3.1.3 Das „Modell-Lernen“ als Erklärungsansatz (nach Selg und Bandura)

3.2 Das Erklärungsmodell der „Risikofaktoren“

3.3 Die Schule als Ursache von Gewalt

4 Gewaltprävention in der Schule

4.1 Begriffsbestimmung

4.2 Drei Stufen der Gewaltprävention

4.3 Möglichkeiten der Gewaltprävention in der Schule

4.4 Sportunterricht als Präventionsfeld

4.4.1 Gewalt und Sport

4.4.2 Präventionsprinzipien

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob und inwiefern der Sportunterricht einen wirksamen Beitrag zur Gewaltprävention an Schulen leisten kann, indem sie die Entstehungsursachen von Gewalt analysiert und pädagogische Handlungsmöglichkeiten im schulischen Sportkontext aufzeigt.

  • Analyse der Erscheinungsformen von Gewalt (personal und strukturell)
  • Psychologische und soziologische Theorien zur Gewaltentstehung
  • Stufenkonzept der schulischen Gewaltprävention
  • Potenziale des Sportunterrichts zur Stärkung von Identität und Regelbewusstsein
  • Förderung sozialer Kompetenzen durch körperorientiertes Lernen

Auszug aus dem Buch

4.4.1 Sport und Gewalt

Zu dem Thema Sport und Gewalt gibt es zwei gegensätzliche Thesen: Zum einen wird in verschiedenen Untersuchungen herausgestellt, dass Sport unter bestimmten Bedingungen als Quelle für die Entstehung von Gewalt dienen könne.

Auf der anderen Seite steht die Annahme, dass Sport gewaltreduzierend wirke und eine präventive Funktion ausübe. Der Sportunterricht weist somit beim Thema Gewalt eine Amivalenz auf. (vgl. Hoffmann, 2008)

Bevor auf die Präventionswirkungen eingegangen wird, werden mögliche Gewalt und Aggressionspotenziale im Sportunterricht aufgezeigt. Gerade die offenere Struktur des Sportunterrichts lässt es zu, dass Aggressionen unter den Kindern ausagiert werden können. Der Sport ermöglicht wie kaum ein anderes soziales Handlungsfeld, das Ausleben von Emotionen. Der Kampf um Sieg oder Niederlage setzt starke Gefühle und Erregungszustände frei und Aggressionen können entstehen.

Angefangen bei verbalen Attacken, über „kleine Fouls“ bis hin zu massiven körperlichen Angriffen, zum Beispiel gegenüber einer gegnerischen Mannschaft, reicht das Spektrum. Der Wettkampfgedanke und der Siegeswille überschreiten dabei oftmals die sportlichen Regeln.

Der Sportunterricht ist nicht sofort erzieherisch, sozial, fair und kameradschaftlich und in Hinblick auf Gewaltprävention als kontinuierlicher Prozess anzusehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Gewalt an Schulen ein und stellt die Relevanz der Institution Schule für Präventionsmaßnahmen sowie die Forschungsfrage der Arbeit dar.

2 Erscheinungsformen und Ausprägungen von Gewalt: Das Kapitel differenziert zwischen personaler und struktureller Gewalt sowie deren speziellen Ausprägungen im schulischen Kontext.

3 Theorien und Modelle zur Entstehung von Gewalt: Hier werden zentrale psychologische Erklärungsansätze für aggressives Verhalten sowie die Rolle von Risikofaktoren und die Schule selbst als Ursachenfeld beleuchtet.

4 Gewaltprävention in der Schule: Dieses Kapitel erläutert begriffliche Grundlagen, das Stufenmodell der Prävention und analysiert den Sportunterricht als spezifisches Feld für präventive Maßnahmen.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Sportunterricht einen signifikanten Beitrag zur primären Prävention leisten kann, sofern er professionell gestaltet und nicht überpädagogisiert wird.

Schlüsselwörter

Gewaltprävention, Sportunterricht, Schulklima, Aggression, Personale Gewalt, Strukturelle Gewalt, Frustrations-Aggressions-Theorie, Identitätsentwicklung, Soziale Kompetenzen, Regelbewusstsein, Primäre Prävention, Mobbing, Modell-Lernen, Schulentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Gewalt an Schulen und der Frage, inwiefern der Sportunterricht einen Beitrag zur Prävention leisten kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Erscheinungsformen von Gewalt, die wissenschaftlichen Theorien zu deren Entstehung sowie konkrete Präventionsprinzipien im schulischen Sportunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten und Potenziale des Schulsports aufzuzeigen, wie Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt und gewaltfreies Verhalten gefördert werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse psychologischer und soziologischer Fachliteratur sowie auf etablierte pädagogische Konzepte der Gewaltprävention.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung von Gewalt, die Darstellung theoretischer Erklärungsmodelle, die Definition von Stufen der Gewaltprävention sowie die praktische Anwendung von Präventionsprinzipien im Sportunterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gewaltprävention, Sportunterricht, Aggression, soziale Kompetenzen, Regelbewusstsein und Identitätsentwicklung.

Welche Rolle spielt die Lehrperson laut dem Modell-Lernen?

Die Lehrperson dient als prägendes soziales Modell, deren eigenes Verhalten, wie Empathie und Wertschätzung, maßgeblich das Verhalten der Lernenden beeinflusst.

Warum wird Sport als ein ambivalentes Feld bezeichnet?

Sport ist ambivalent, da er einerseits als Ventil für angestaute Aggressionen dienen kann, andererseits unter Leistungsdruck und falschem Ehrgeiz selbst zum Ort aggressiver Auseinandersetzungen werden kann.

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Details

Titel
Gewalt an Schulen
Untertitel
Kann der Sportunterricht einen Beitrag zur Gewaltprävention leisten?
Hochschule
Universität Paderborn  (Sport und Gesundheit)
Note
1,3
Autor
Christina Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
16
Katalognummer
V192691
ISBN (eBook)
9783656177951
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aggression Trieb- und Instinkttheoretische Ansätze Frustrations -Aggressions-Theorie Prävention
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christina Müller (Autor:in), 2011, Gewalt an Schulen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192691
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Leseprobe aus  16  Seiten
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