Für G.W.F. Hegel und G. Lukács besteht eine Aufgabe der Philosophie, wenn nicht ihre Hauptaufgabe, in einer reflexiven Vergegenwärtigung bestehender gesellschaftlicher Praxen. Zweck dieser Kritik ist die Möglichkeit der Änderung dieser Praxen im gegebenen Fall. Wie diese Kritik in ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden jeweils zu verstehen ist, wird hier anhand charakteristischer Texte beider entwickelt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Hegel: Praxis und Reflexion
- Kritik, Philosophie, Wissenschaft
- Spekulation
- Lukács: Epistemologie der Praxis
- Teilpraxis und Gesamtpraxis
- Verdinglichung
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht den Kritikbegriff bei G.W.F. Hegel und G. Lukács. Sie analysiert, wie beide Philosophen die Rolle der Philosophie in der reflexiven Vergegenwärtigung bestehender gesellschaftlicher Praxen verstehen und wie diese Kritik zur Änderung dieser Praxen beitragen soll.
- Hegels Konzept von Praxis und Reflexion
- Die Funktion der Kritik in der Philosophie
- Lukács' Epistemologie der Praxis
- Der Zusammenhang von Teilpraxis und Gesamtpraxis
- Die Rolle der Verdinglichung in der Gesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Hauptaufgabe der Arbeit dar, den Kritikbegriff bei Hegel und Lukács zu untersuchen. Die Arbeit fokussiert auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihren jeweiligen Konzepten.
- Hegel: Praxis und Reflexion: Dieses Kapitel analysiert Hegels Vorstellung von Philosophie als reflexive Vergegenwärtigung gesellschaftlicher Praxen. Es wird erläutert, wie der Rückblick auf die Praxis zum Verständnis der bestehenden Lebensverhältnisse beiträgt.
- Kritik, Philosophie, Wissenschaft: In diesem Kapitel wird die Abgrenzung der Philosophie von Einzelwissenschaften anhand des Kritikbegriffs beleuchtet. Es wird argumentiert, dass die Philosophie im Gegensatz zu Einzelwissenschaften die Möglichkeit eröffnet, alternative Denk- und Handlungsweisen zu erforschen.
- Lukács: Epistemologie der Praxis: Dieses Kapitel stellt Lukács' Konzept der Epistemologie der Praxis vor und beleuchtet dessen Bedeutung für die Kritik gesellschaftlicher Verhältnisse.
- Teilpraxis und Gesamtpraxis: Hier wird der Zusammenhang zwischen Teilpraxen und Gesamtpraxis im Hinblick auf den Kritikbegriff analysiert. Es werden die Auswirkungen des jeweiligen Handelns auf das Gesamtsystem beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf die folgenden Schlüsselwörter: Kritik, Philosophie, Praxis, Reflexion, Hegel, Lukács, Verdinglichung, Epistemologie, Teilpraxis, Gesamtpraxis, Gesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Hauptaufgabe der Philosophie nach Hegel und Lukács?
Beide sehen die Philosophie in der Pflicht zur reflexiven Vergegenwärtigung bestehender gesellschaftlicher Praxen, um deren Veränderung zu ermöglichen.
Wie definiert Hegel den Begriff der Kritik?
Bei Hegel ist Kritik eng mit Reflexion und Spekulation verbunden; sie dient dazu, die Vernünftigkeit oder Unvernünftigkeit bestehender Verhältnisse zu erkennen.
Was versteht Lukács unter „Verdinglichung“?
Verdinglichung bezeichnet bei Lukács einen Zustand, in dem menschliche Beziehungen und Tätigkeiten wie leblose Dinge oder Waren wahrgenommen werden.
Was bedeutet „Epistemologie der Praxis“ bei Lukács?
Es handelt sich um eine Erkenntnistheorie, die Wissen untrennbar mit dem praktischen Handeln und der Veränderung der Gesellschaft verknüpft.
Worin unterscheiden sich Hegel und Lukács im Kritikbegriff?
Während Hegel stärker auf die spekulative Reflexion setzt, betont Lukács die revolutionäre Überwindung der Verdinglichung durch die Gesamtpraxis.
- Arbeit zitieren
- Jan Leichsenring (Autor:in), 2006, Zum Kritikbegriff bei G.W.F. Hegel und G. Lukács, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192700