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Entwicklung von Fördermöglichkeiten für Kinder mit geistiger Behinderung durch Modifizierung des Spiels "Rot, Gelb oder Grün"

Title: Entwicklung von Fördermöglichkeiten für Kinder mit geistiger Behinderung durch Modifizierung des Spiels "Rot, Gelb oder Grün"

Seminar Paper , 2012 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Monique Wicklein (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Innerhalb einer (sonderpädagogischen) Förderung ist es wichtig, als Pädagoge Prozesse im Kind anzuregen, die Lernen ermöglichen. Der Pädagoge soll dabei das Kind unterstützen, Hilfen anbieten, eine förderliche Lernatmosphäre schaffen und somit die Umgebung des Kindes für eine optimale Förderung gestalten. In vorliegender Arbeit soll dieses Verständnis von Fördern anhand der Modifizierung eines Kinderspiels verdeutlicht und somit zahlreiche verschiedene Möglichkeiten der Förderung mit Hilfe dieses einen Materials bereitgestellt werden. Spielerisch können Kinder mit geistiger Behinderung lernen und durch gezielte Anpassung der Spielelemente individuell in ihren ganz persönlichen Entwicklungsbereichen gefördert werden. Dabei soll in der vorliegenden Arbeit nicht ein konkretes Fallbeispiel bearbeitet werden. Mehr sie dafür dienen, dass am Ende eine Art Katalog möglicher Spielvarianten entsteht, aus dem gezielt verschiedene auf das jeweilige Kind bzw. die jeweiligen Kinder abgestimmte Varianten ausgewählt werden können. Dabei stellt vorliegende Arbeit natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit; der Kreativität des jeweiligen Pädagogen, der das vorliegende Spiel in seine Arbeit einbezieht, sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Somit lassen sich die Ideen dieser Arbeit sicherlich noch um zahlreiche weitere Möglichkeiten und Varianten ergänzen.
Grundlage für die vorliegenden Ausführungen soll das Legespiel „Rot, gelb oder grün“ sein, welches im zweiten Punkt dieser Arbeit kurz vorgestellt werden soll. Da für eine erfolgreiche Förderung immer auch bestimmte Voraussetzungen gegeben sein müssen, sollen diesen im Punkt 3.1 vorgestellt werden, bevor dann auf die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten und somit auch die verschiedenen Möglichkeiten der Förderung eingegangen werden soll. Grundlage sollen dafür die Entwicklungsbereiche sein: Motorik, Wahrnehmung, Kognition, Sprache und Kommunikation sowie Emotionalität und Sozialverhalten. Zur besseren Übersichtlichkeit sollen die Ausführungen weiter gegliedert werden nach „Spielen mit den vorgegebenen Materialien“, „Spielen mit einzelnen Bestandteilen des Spiels“ sowie „Spielen mit veränderten und hinzugefügten Materialien“. Schließlich soll im Schlusswort eine kurze Zusammenfassung und ein Fazit gefunden werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Spiel „Rot, gelb oder grün“: Sachanalyse und Anleitung

3. Methodische Überlegungen

3.1 Einführung des Spiels

3.2 Spielvarianten

3.2.1 Spielen mit den vorgegebenen Materialien

3.2.2 Spielen mit einzelnen Bestandteilen des Spiels

3.2.3 Spielen mit veränderten und hinzugefügten Materialien

4. Zusammenfassung und Schlussworte

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein Konzept zur sonderpädagogischen Förderung von Kindern zu entwickeln, indem ein einfaches Kinderspiel durch gezielte Modifikationen in ein flexibles Förderinstrument transformiert wird. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie durch die spielerische Anpassung von Spielelementen individuelle Entwicklungsbereiche wie Motorik, Wahrnehmung, Kognition sowie Sozialverhalten effektiv stimuliert werden können, ohne dabei den spielerischen Charakter zu verlieren.

  • Analyse und Modifikation des Legespiels „Rot, gelb oder grün“
  • Entwicklung eines Katalogs an Spielvarianten zur individuellen Förderung
  • Integration von Bewegungs- und Wahrnehmungselementen in den Spielverlauf
  • Kreative Gestaltung und Erweiterung von Spielmaterialien für pädagogische Zwecke
  • Förderung von Sozialkompetenz und Kooperation in der Gruppe

Auszug aus dem Buch

Spielen mit den vorgegebenen Materialien

Hinsichtlich des Bestimmens desjenigen Kindes, welches beginnen darf, möchte ich folgende Möglichkeit vorschlagen: Um langsam mit dem Material der kleinen Scheibchen vertraut zu werden, könnten hierzu alle Scheibchen in eine Schüssel geschüttet werden, sodass sich jedes Kind ein Scheibchen heraus nehmen kann. Wer dabei z.B. ein blaues Scheibchen zieht, darf beim Spiel beginnen; ziehen mehrere Kinder blaue Scheibchen, wird eine neue Farbe festgelegt, die gezogen werden soll und die Kinder mit den blauen Scheibchen ziehen noch einmal usw. Die Kinder sollen dazu tief in die Schüssel greifen, dürfen bzw. sollen auch mit beiden Händen die Scheibchen anheben und wiederfallen lassen, um das Material auf der Haut zu spüren (Abb. 2). Weiterhin macht das Fallenlassen der Scheibchen auch Geräusche, sodass auch die auditive Wahrnehmung gefördert werden kann.

Dazu könnten z.B. mit Hilfe des Pädagogen assoziiert werden, welche Dinge oder Materialien ein ähnliches Geräusch erzeugen. Die Kinder erfahren weiter, wie schwer bzw. leicht die einzelnen Scheibchen sind und fühlen das Material mit seinen Eigenheiten, wie z.B. kleine Einkerbungen oder die Rundung am Rand (die Kreisform), wodurch die haptische Wahrnehmung der Kinder geschult werden kann. Somit werden sie langsam mit dem Spielmaterial vertraut. Der Pädagoge sollte dabei auch in Kommunikation mit den Kindern bleiben, sodass er sie z.B. fragen könnte, ob sie so etwas oder etwas ähnliches gefühlt haben oder mit was das Material vergleichbar ist. Weiterhin wird beim Herausholen von nur einem einzigen Scheibchen der Pinzettengriff (Feinmotorik) geübt (Abb. 3).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit definiert das Verständnis von Förderung als pädagogische Intervention und erläutert die Absicht, durch die Modifikation eines Kinderspiels einen flexiblen Katalog an Fördermöglichkeiten zu schaffen.

2. Das Spiel „Rot, gelb oder grün“: Sachanalyse und Anleitung: Es erfolgt eine detaillierte Beschreibung der Spielmaterialien und des ursprünglichen Spielziels, wobei auf die fehlende Anleitung eingegangen und spekulative Spielregeln diskutiert werden.

3. Methodische Überlegungen: Dieser Bereich bildet das Herzstück der Arbeit und präsentiert differenzierte Ansätze, um das Spiel an verschiedene Lernvoraussetzungen anzupassen.

3.1 Einführung des Spiels: Hier wird die Bedeutung von Ritualen und der Weckung von Neugier hervorgehoben, um eine positive, druckfreie Lernatmosphäre zu schaffen.

3.2 Spielvarianten: Dieser Abschnitt unterteilt sich in drei Kategorien, die unterschiedliche Förderaspekte durch Materialanpassungen abdecken.

3.2.1 Spielen mit den vorgegebenen Materialien: Fokus auf haptische, auditive und feinmotorische Schulung sowie soziale Aspekte wie Regelakzeptanz und Gruppeninteraktion.

3.2.2 Spielen mit einzelnen Bestandteilen des Spiels: Behandlung weiterführender Einsatzmöglichkeiten der Materialien, wie das Erzählen von Geschichten oder das Legen von Buchstaben und Zahlen.

3.2.3 Spielen mit veränderten und hinzugefügten Materialien: Erläuterung, wie durch kreative Vorbereitungen wie Ausmalen oder Basteln die motorische Koordination und das Selbstwertgefühl der Kinder gesteigert werden können.

4. Zusammenfassung und Schlussworte: Die Arbeit resümiert die erstaunliche Vielfalt an Möglichkeiten einfacher Materialien und unterstreicht die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit Eltern sowie der fortlaufenden pädagogischen Reflexion.

Schlüsselwörter

Sonderpädagogik, Spielpädagogik, Förderung, Lernatmosphäre, Feinmotorik, Wahrnehmungsförderung, Inklusion, Spielvarianten, Sozialverhalten, Kognitive Entwicklung, Kreativität, Transferfähigkeit, Materialanpassung, Sprachförderung, Reflexion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das pädagogische Potenzial eines einfachen Legespiels, um Kinder durch gezielte, modifizierte Spielvarianten in ihrer individuellen Entwicklung zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Sonderpädagogik, die haptische und visuelle Wahrnehmungsförderung, die Feinmotorik sowie die Stärkung sozialer Kompetenzen innerhalb von Kleingruppen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Erstellung eines praxisorientierten „Katalogs“ an Spielvarianten, der Pädagogen hilft, das Spiel „Rot, gelb oder grün“ gezielt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Kindern mit Behinderungen zuzuschneiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine pädagogisch-konzeptionelle Arbeit, die auf Sachanalyse, der Erarbeitung von Spielmodifikationen und der Ableitung von Fördermöglichkeiten für spezifische Entwicklungsbereiche basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Einführung, die Differenzierung von Spielvarianten (unter Verwendung der Originalmaterialien bis hin zu ergänzten Materialien) sowie die Bedeutung von Reflexionsprozessen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sonderpädagogik, Wahrnehmungsförderung, Feinmotorik, Materialmodifikation und soziale Kompetenzentwicklung definiert.

Welche Rolle spielen Rituale bei der Spieleinführung?

Rituale dienen dazu, den Kindern Sicherheit zu geben und sie durch vertraute Handlungsabläufe oder Lieder auf die bevorstehende Lernaktivität einzustimmen, was die Neugier und Motivation fördert.

Warum wird die Einbeziehung von Eltern als wichtig erachtet?

Die Autorin betont, dass eine Übermittlung der in der Einrichtung genutzten Lerninhalte an die Eltern deren Anknüpfung zu Hause ermöglicht und somit eine ganzheitliche Förderung des Kindes unterstützt.

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Details

Title
Entwicklung von Fördermöglichkeiten für Kinder mit geistiger Behinderung durch Modifizierung des Spiels "Rot, Gelb oder Grün"
College
University of Erfurt
Course
Förderkonzepte und Fördermaterialien für Menschen mit geistiger Behinderung
Grade
1,0
Author
Monique Wicklein (Author)
Publication Year
2012
Pages
16
Catalog Number
V192784
ISBN (eBook)
9783656179368
ISBN (Book)
9783656179436
Language
German
Tags
entwicklung fördermöglichkeiten kinder behinderung modifizierung spiels gelb grün
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Monique Wicklein (Author), 2012, Entwicklung von Fördermöglichkeiten für Kinder mit geistiger Behinderung durch Modifizierung des Spiels "Rot, Gelb oder Grün", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192784
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