Die Balanced Scorecard gehört zu denjenigen betriebswirtschaftlichen Managementinstrumenten, die in den letzten Jahren mit besonders viel Aufmerksamkeit bedacht und in der Literatur kontrovers diskutiert wurden. Dies äußert sich unter anderem in zahlreichen Publikationen zu diesem Thema, einer hohen Verbreitung in der Praxis und diversen Beratern sowie Softwarefirmen, die vielfältige Unterstützung anbieten.
Laut einer aktuellen Studie der Managementberatung Horváth & Partners, die im Jahr 2008 mit mehr als 125 großen und mittelgroßen Unternehmen in Deutschland,Österreich und der Schweiz durchgeführt wurde, sind Unternehmen, die mit der BSC arbeiten, im Durchschnitt erfolgreicher als ihre Wettbewerber.2 Allerdings wird auch
betont, dass die Anwendung der BSC nicht unproblematisch ist und gerade die angebotenen Softwaretools durchaus einige Mängel aufweisen. Die Zielsetzung dieser Arbeit besteht darin, das Konzept der Balanced Scorecard vorzustellen und zweckmäßige Möglichkeiten zur softwaretechnischen Unterstützung aufzuzeigen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Das Konzept der Balanced Scorecard
2.1 Grundlagen
2.2 Idee und Zielsetzung
2.3 Abgrenzung zu klassischen Kennzahlensystemen
2.4 Bestandteile einer Balanced Scorecard
2.4.1 Unternehmensvision und -strategie
2.4.2 Systematisierung in Perspektiven
2.4.3 Kritische Erfolgsfaktoren (KEF)
2.4.4 Ursache-Wirkungs-Modell/ Strategy Map
2.4.5 Kennzahlen und Zielwerte
2.4.6 Maßnahmendefinition
3 Softwaretechnische Umsetzung der Balanced Scorecard
3.1 Notwendigkeit der IT-Unterstützung
3.2 Anforderungen an IT-gestützte Balanced Scorecard-Systeme
3.3 Kategorisierung der Softwareanwendungen
4 Kritische Würdigung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Konzept der Balanced Scorecard (BSC) fundiert vorzustellen und zweckmäßige Ansätze für dessen softwaretechnische Unterstützung im Unternehmen zu analysieren.
- Theoretische Grundlagen und Ursprünge der Balanced Scorecard
- Abgrenzung der BSC gegenüber traditionellen Kennzahlensystemen
- Analyse der zentralen Bestandteile und Wirkungsmechanismen einer BSC
- Anforderungen an moderne IT-Systeme zur Unterstützung der BSC
- Kategorisierung und Bewertung marktgängiger Softwareapplikationen
Auszug aus dem Buch
2.4.3 Kritische Erfolgsfaktoren (KEF)
Die kritischen Erfolgsfaktoren stellen die wichtigsten strategischen Ziele für Unternehmen dar. Sie werden dementsprechend als die zentralen Aspekte der Strategie aufgefasst und den jeweiligen Perspektiven zugeordnet. Damit helfen sie maßgeblich dabei, die Strategieumsetzung durch die BSC zu gewährleisten.
Auf Grund der großen Anzahl möglicher Ziele in einem Unternehmen besteht generell die Gefahr, dass eine falsche Auswahl getroffen wird.
Aus diesem Grund sollten ausschließlich diejenigen Ziele berücksichtigt werden, die von strategischer Relevanz sind. Hingegen dürfen Ziele, die lediglich Routineaufgaben betreffen bzw. selbstverständlich sind, nicht berücksichtigt werden. Dies gilt auch für Maßnahmen, die erst im späteren Verlauf beschlossen werden sollen.
In Anlehnung an den Grundsatz von Kaplan und Norton „twenty is plenty“ sollten pro Perspektive maximal fünf Ziele definiert werden, um die Übersichtlichkeit sowie die Umsetzbarkeit der BSC nicht zu gefährden.
Darüber hinaus sollte bei der Bestimmung von kritischen Erfolgsfaktoren darauf geachtet werden, dass sie weder zu pauschal noch zu detailliert formuliert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Balanced Scorecard als Managementinstrument und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Das Konzept der Balanced Scorecard: Hier werden die theoretischen Grundlagen, die Abgrenzung zu klassischen Kennzahlensystemen sowie die wesentlichen Bestandteile und Strukturmerkmale der BSC detailliert dargestellt.
3 Softwaretechnische Umsetzung der Balanced Scorecard: Das Kapitel diskutiert die Notwendigkeit von IT-Unterstützung, definiert Anforderungskriterien für entsprechende Systeme und kategorisiert die auf dem Markt verfügbaren Softwarelösungen.
4 Kritische Würdigung: Der letzte Teil fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die BSC kritisch unter Berücksichtigung ihrer Stärken, Schwächen und der Herausforderungen bei der Implementierung.
Schlüsselwörter
Balanced Scorecard, BSC, Strategisches Management, Unternehmenssteuerung, Kennzahlensysteme, Strategy Map, Unternehmenserfolg, IT-Unterstützung, Performance Management, Frühindikatoren, Spätindikatoren, Unternehmenskultur, Strategieimplementierung, Business Intelligence, Unternehmensvision
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Belegarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Managementkonzept der Balanced Scorecard, seine theoretische Einordnung und die Möglichkeiten, diesen Ansatz softwaregestützt im Unternehmen umzusetzen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der methodischen Struktur der Balanced Scorecard, dem Vergleich zu klassischen Kennzahlensystemen und den technologischen Anforderungen an Softwaretools für das strategische Performance Management.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, das Konzept der Balanced Scorecard transparent zu machen und Entscheidungshilfen für die Auswahl geeigneter IT-Systeme zur Unterstützung des BSC-Prozesses zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller Studien zu BSC-Anwendungen und Software-Marktübersichten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des BSC-Modells, seine Bestandteile wie Perspektiven und Kennzahlen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der notwendigen Softwareunterstützung und deren Kategorisierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Balanced Scorecard, Strategie, Kennzahlensysteme, Performance Management, IT-Unterstützung und Strategy Map.
Warum ist die Wahl der passenden Software ein kritischer Erfolgsfaktor?
Laut Literatur erfordert die BSC einen hohen administrativen Aufwand; eine passende Software hilft, die Datenkonsistenz zu wahren und den manuellen Pflegeaufwand gering zu halten.
Was unterscheidet die Balanced Scorecard von traditionellen Systemen wie dem DuPont-Schema?
Im Gegensatz zu rein finanzwirtschaftlich orientierten Systemen, die vergangenheitsbezogen sind, integriert die BSC zukunftsorientierte, nicht-monetäre Kennzahlen und bildet Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge ab.
Welche Rolle spielen "weiche" Faktoren in der Balanced Scorecard?
Weiche Faktoren, wie z.B. Mitarbeiterzufriedenheit oder Unternehmensimage, werden als Frühindikatoren betrachtet und gewinnen im heutigen Wettbewerbsumfeld zunehmend an Bedeutung gegenüber rein harten Finanzkennzahlen.
- Arbeit zitieren
- Daniel Göhrmann (Autor:in), Tobias Kuchenbecker (Autor:in), Tim Schuster (Autor:in), 2011, Die Balanced Scorecard - eines der wichtigsten betriebswirtschaftlichen Managementinstrumenten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192926